Samstag, 1. Dezember 2007

Vanillepuddingfassade und hölzerner Wachturm

Gestern sind die Aussenarbeiten an unserem Geschäftsgebäude fertig geworden und eine sagenhafte, unerwartete Wandlung hat sich vollzogen:

Keine Ahnung warum wir uns jahrelang einredeten dieses giftige abgewaschene Grau der Fassade wäre schön....warum wir die Notsignale des abbröselnden Turmes so lange ignorierten,
bis er große Platten seines sich auflösenenden Verputzmantels nach uns warf.

Ein echter Weggucker war dieser zehn Meter hohe Turm,der einst als Sägmehlturm dem ehemaligen Holzwerk diente,was die frühere Funktion unseres Geschäftsgebäudes war.

Aber jetzt ist alles gut geworden,innerhalb von drei Wochen.Ich hätte es nie gedacht.

Die räudig- grauen Wände sind ausgebessert worden und haben einen Vanillepuddingfarbenen Überzug bekommen.

Der einst marode Turm hat eine kräftige Holzlattung erhalten, auf der eine Holzverschalung angebracht wurde.

Er steht jetzt stolz und stark, ist ein Wahrzeichen der Kraft und Anziehung geworden!
Immerhin das dritthöchste Gebäude in unserem Dorf, gleich nach den beiden Kirchtürmen,steht er jetzt, weithin sichtbar so kraftvoll und schön.

Und ich bin so begeistert und stolz!

Ich meine, wer ausser mir hat den schon einen BEGEHBAREN TURM?

Ich bin sicher,dass diese neue leuchtend-starke Erscheinung unseres Geschäftsanwesens
Energie und Wohlstand nur so anziehen werden- und wie um mir Recht zu geben,stapfen direkt nach Fertigstellung tapfere Kunden durch den Schnee und erteilen mir einen Auftrag.