Mittwoch, 20. April 2011


Hundejammer bei der Katzentante:
Die Katzentante hat kein leichtes Leben gehabt:erst mit Mitte fünfzig
traute sie sich,ihren cholerischen Ehemann zu verlassen,dann sorgte
sie noch zehn Jahre lang treu für Ihren Vater(meinen Großvater)
bis dieser mit unglaublichen hundert Jahren verstarb.
Danach fing ihr Leben nochmal richtig an.
Sie zog mit ihren beiden Söhnen und deren großen Familien
in ein riesiges neugebautes Landhaus in dem eigens nach
ihren Wünschen eine schnucklige Wohnung für sie ,
zwischen den beiden Häusern,eingebaut wurde.
Und sie erfüllte sich einen Lebenstraum und holte die belgische
Schäferhündin Sarala zu sich ins Haus.
Jetzt ist Sarala uralt und sehr krank und die Katzentante pflegt
sie aufopfernd,versucht dem Hundetod noch einen Tag abzuringen,und
noch einen.
Die Katzentante ist inzwischen schon soweit,dass sie zugestimmt hat,
später wieder nach einem kleinen Hund zu schauen,aber sie weiß,
dass mit dieser Hündin ein Lebensabschnitt für sie zuende geht,
in dem sie zum ersten mal frei war -und das ist sehr schmerzlich.

Ich ruf' sie fast jeden Tag an, um sie zu trösten und ich hab ihr
dieses Katzenbild gemalt.
Ich werde über Ostern wegfahren und wünsche euch allen schöne Tage.

Montag, 11. April 2011

"Nur für kurze Zeit" ist manchmal beim Lidl bei
besonderen Angeboten angeschrieben-dies soll den Betrachter dazu
animieren,die tolle Gelegenheit zu nutzen,da sie nicht
von langer Dauer sein wird.
Mein Leben ist momentan auch besonders toll, es steht
ebenfalls "nur für kurze Zeit" dran -und ich nutze es mit
voller Wonne:
sommerliche Wärme,glitzernder See,braves
flinkes Zimtsternchen,liebevoll-zahmer Abenteuerer,mit-
arbeitender Sohn,der sich einigermassen gefasst hat und
Pläne für sein Weiterstudium HIER schmiedet,ein Geschäft,
das wunderbar,völlig mühelos und stressfrei läuft,keine Schulden!,
unsere Tochter,die ihr erstes Semester in Ö glücklich,
mit guten Noten und ganz vielen neuen Freunden abgeschlossen
hat,unsere Burg,auf der sich einiges getan hat und die geduldig
auf uns wartet... so könnte ich grad weitermachen,
und wäre nicht diese Veränderung,diese Befristung in all
diesen Dingen innewohnend -dann wäre das wohl ziemlich
paradiesisch!




So war mein Wochenende:
Samstagfrüh:mit Zimtsternchen bei den Moorseen
Sonntagmittag:WASSERFARBEN
Sonntagabend:mit Zöpfen in Lindau

Samstag, 9. April 2011


Nach der üblichen Standpauke des depressiven Steuerberaters
(er war gradauf den Weg zum Flugplatz,fliegt nach Mexiko)
über meine Versäumnisse und darüber wie chaotisch ich wäre,
was man hätte tun sollen müssen können-
wie ich diesen Konjunktiv schon hasse und die Menschen,
die ihn anwenden,räumte ich meinen Schreibtisch auf und klebte aus
den herumliegenden Schnipseln und Notitzzetteln diese Collage.
Zum ersten mal schämte ich mich nicht nach seiner Abreibung sondern
erkannte einen Weg.
Ich bin nicht NUR schlampig und chaotisch sondern
das mit den tausend Schnipseln ist ein Stück weit meine Art zu leben
und zu arbeiten auf diese Weise kommen mir auch die Ideen für mein
Geschäft in den Sinn.
Was ich als Unterstützung brauche-anstatt Vorwürfe-sind rechtzeitige,
am besten vorzeitige Erinnerungen an bestimmte Termine,z.B.ein freund-
licher Anruf zu Monatsende,wies denn um die Buchhaltungsunterlagen
steht.Denn machen muss ich diese Arbeit sowieso.
Das werde ich ihm vorschlagen,gleich wenn er braungebrannt aus Mexiko
kommt.
Es ist manchmal unglaublich wie lang eine braucht um dahinterzukommen
und selbstbewußt genug zu werden den urgeinsten Weg in allen Dingen
zu entdecken und zu gehen!

Donnerstag, 7. April 2011


die neue Heimat wartet:eine kleine Burg,wie aus einem alten Märchen.

Das richtige Leben hier läßt mir indes keinerlei Spielraum für
Sperenzien:Arbeit ohne Ende,Kundenbesuche jeden Tag,neue Aufträge,
Buchhaltung bleibt liegen,Lieferanten spuren nicht,Auslieferungen
klappen nicht wie versprochen bis Ostern-nicht meine Schuld,aber
ich muss die enttäuschende Nachricht weitergeben.
Unser Sohn arbeitet bis zu seiner Neuorientierung in unserem Betrieb
mit-eine Bereicherung für uns alle.
Ich galoppiere mit Zimtsternchen durch den Frühlingswald,Frösche
quaken in den Teichen-MINDESTENS zwei Wochen früher als in anderen
Jahren-irgendwie ist ALLES anders als in anderen Jahren.