Dienstag, 21. September 2010

Ich träumte,meine Lieblingsschwägerin hätte am Telefon geweint,weil ich
jeglichen Kontakt-lieblos- zu ihr abgebrochen hätte.
Das stimmt so nicht.
Wahr ist vielmehr,dass ihr kürzlich in einer ausführlichen Mail darlegte,
dass ich die abscheulichen Streiteren,die sie und ihr Ehemann jedesmal
vor aller Augen inszenieren und zelebrieren und die dann,wenn wieder Frieden
ist, spurlos aus unserer Erinnerung gelöscht sein sollen (war doch nix!!!),
nicht mehr ertragen kann,und deshalb nicht wünsche,dass sie diesen Herbst
wie sonst üblich, in unserem Quartier in Italien auftauchen
(wo wir geschäftlich zu tun haben und ein paar Tage Erholung dranhängen.)
Glaubt mir,es war nicht einfach,das auf den Punkt zu bringen,nach jahrelanger
Qual, sozusagen.
Obwohl ich nicht auf den Mund gefallen bin,wähle ich in solchen Angelegenheiten
die schriftliche Form.
Es ist leichter,die Gedanken und Worte zu sortieren und ich werde nicht durch
die Reaktion meiner Zuhörerin(Fragen,Rechtfertigung...Schweigen)
davon abgebracht,das zu sagen,was gesagt werden muss.
Trotzdem hat mich die ganze Sache ziemlich mitgenommen.

Montag, 20. September 2010

Lagerfeuer mit Trudy

Mittwoch, 15. September 2010


Diese sinnlos gewordene Fassade in meinem Hof wartet ,wie ich, auf den
Umbruch-nur, dass hier das Abbruchkommando schon bestellt ist,während ich im
richtigen Leben ungeduldig nach Anzeichen für eine Veränderung Ausschau halte.

Eigentlich wollte ich Zimtsternchen heute eine Lektion erteilen,doch dann brachte
er mir etwas bei:
Es sollte eine zirzensische Übung(Zirkuslektion)werden,bei der er,sich verneigend,das eine Vorderbein wegstreckt und auf das andere kniet.

Das hat bisher nicht geklappt,weil er Angst hatte,soweit runter zu gehen.
Dachte ich.Aber als er es heute -einfach so- machte,
zeigte er mir,dass er es bisher nicht machen konnte,weil ich Angst davor
hatte,dass er auf die Knie kommen würde..

Dienstag, 14. September 2010

An einem Morgen wie diesem wird mir doch tatsächlich schon in der Früh
die Zeit knapp!
Dabei wollte ich nur Gymnastik machen(fünf Tibeter-wie immer),Wednesday
ins Freie lassen,meine Emails checken,ein kleines Experiment mit meinen neuen Malfarben versuchen,die Fotos vom Wochenende angucken und ganz gechillt
(so sagt die Tochter)mit meinem Riesenpott Milchkaffee vor den Computer sitzen.
Aber da guckt schon des Mitarbeiters fröhliches Gesicht zur Tür rein und der
Arbeitstag fängt an.

Montag, 13. September 2010

Glückliches Wochenende am Bodensee-ein bißchen auf Ilses Spuren.
Von Nonnenhorn auf die andere Seite des Sees geradelt-nach Rorschach und dann
wieder zurück mit dem Schiff-ca sechzig km per Rad.
Wusste nicht dass dieses Stück zwischen Bregenz und Rorschach so wunderschön ländlich und ganz autofrei ist.

Donnerstag, 9. September 2010

Wenn ich früh den Hund rauslasse,mit zersaustem Haar,noch nicht
richtig angezogen,war ich dabei allein-bisher.
Ich dachte mir auch noch nichts, als ich neulich zwei bleichgesichtige
Aliens mit Michelinmännchenfiguren und prall gefüllten Plastiktüten
durch mein Ausstellungsgelände humpeln sah.
Später erfuhr ich:die sind im Nachbarhaus eingezogen,in die obere Wohnung,
deren Fenster direkt auf mein Betriebsgelände schauen.
Und seither ist nichts mehr, wie es war.
Diese unfreundlichen Wesen verfolgen mich,sie sind überall.
Entweder sie glotzen oben aus ihrem Fenster auf meinen Hof oder sie schlappen
gleich mittendurch.
Gestern morgen,kurz nach sieben ich hatte es mir gerade mit einem Milchkaffee
vor dem Computer gemütlich gemacht, geht die Tür auf und einer von den beiden
humpelt herein.
Mich traf fast der Schlag vor Schreck und der Hund tat, als
wollte er ihn zerreißen."ich hab Briefe"sagte er und zeigte sein häßliches Gebiß.
Scheinbar haben die neuerdings so einen Brief-Austrägerjob angenommen.
Wie schrecklich,jetzt werden sie noch überaller anzutreffen sein!

Sonntag, 5. September 2010

Sonntag Abend.
Hatte ein anstrengendes Verkaufswochenende.
Und als die Kunden fort waren, kam Schwester Dane mit ihren zwei Töchtern.
Ihr Sohn musste daheim bleiben und die Pferde versorgen.
Wir gingen noch alle zusammen 'was essen in die nette Wirtschaft eines
Freundes.Und ich frag mich:Warum darf die jüngere Tochter(5 1/2) wie ein Hund
auf dem Boden rumkrabbeln,dass die Kellnerinnen über sie stolpern und es
eigentlich allen auf den Wecker geht- und doch darf niemand was sagen?
Ich wundere mich schon länger über diese Art"Erziehung" und plötzlich kapiere ich:
die Mutter,meine Schwester, hat so mächtig Respekt vor den Ausrastern
der Kleinen(sie kann schreien, toben, spucken und grössere Gesellschaften aufmischen),dass sie froh ist,wenn sie nur "Hund spielt".. Die Kleine hingegen merkt,dass sie die Mutter mit diesen Ungezogenheiten schon ziemlich
vorgeführt hat und gibt sich damit zufrieden.
Ich verstehe es jetzt zwar etwas besser,aber es macht den Umgang nicht angenehmer.

Freitag, 3. September 2010

Der Mann kam von einem Auswärtstermin zurück und hatte eine Überraschung
mitgebracht.(Seine Überraschungen sind selten reiner Genuß und ich näherte
mich vorsichtig....)
Es war eine Wäschespinne.
Ich finde auch,daß Wäschetrockner aus Umweltgründen gar nicht gehen,aber die Unterhosen und Socken von Chef und Chefin auf dem Betriebsgelände im Wind
flattern lassen,so direkt im Blickfeld von Mitarbeitern und Kunden?!
Es ist zwar in keinem Marketingseminar oder -buch direkt angesprocheen worden,
aber so aus dem Bauch raus würd ich das eher als "nicht verkaufsfördernd"
einstufen.
(Ich hab deshalb blitzartig nochmal eine Fuhre Wäsche in den Trockner
gestopft.)

Mittwoch, 1. September 2010

Knochen-Blog?
Montag kam der Schwiegervater(schon wieder er) von seinem
allwöchentlichen Besuch beim Knochenarzt und schwenkte fröhlich
eine CD, die ihm der gute Doc mitgegeben hatte.
Darauf-wie aufregend-waren seine sämtlichen Rötgenaufnahmen der letzten
Monate dokumentiert.
Mäßig interessiert schaute sich die herbeizitierte Familie die amorphen
grau-in-grau Bildchen auf seinem Laptop an.
Und der Schwiegervater hatte noch eine gute Nachricht:
Ab sofort würde er immer alle aktuellen Röngenbilder frisch auf CD mit nach Hause bekommen.
Ich bot ihm an, einen KNOCHEN-BLOG für ihn einzurichten,auf dem die spannende
Entwicklung seines Kochengerüstes einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann.