Freitag, 2. November 2012

Nachdem die Hunde den schönen echten Teppich
wüst maltraitiert hatten,besonders der kleine Hund,
habe ich mit Ölfarben einen Teppich auf den
Boden gemalt.
Bin gespannt ob der selbstgemalte Teppich die
"hündische Behandlung" besser verkraftet.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Gestern war meine tierliebe Schwester in ihrer Funktion
als Reittherapeutin unterwegs: eine psychisch kranke Frau
auf dem Pferd,der aus einem Bulgarien-Transport gerettete
Hund trottete brav nebenher.
Sie liefen an einer Wiese vorbei,auf der sich  das halbtote Kätzchen
sonnte,das meine Schwester mit viel Energie wieder aufgepäppelt
 hatte.
Der gerettete Hund sah das Kätzchen,sprang darauf zu und richtete
es wüst zu.
Schwester rannte mit Pferd und Patientin über die Wiese zum
Hund um ihm das Kätzchen zu entreissen.
Patientin drehte auf dem Pferd völlig  durch und schrie in grosser Panik.
IRGENDWIE gelang es der Schwester dann,Katze Hund Patientin
 und Pferd  nach Hause zu bringen und dort mithilfe ihrer tatkräftigen
Tochter und ganz vielen Remedy Resecue Tropfen(heissen die so?)
die Wunden zu versorgen und die Wogen zu glätten.
...da macht mich manchmal allein das ZUHÖREN fertig und ich finde
mein eigenes Leben unglaublich entspannt und gemütlich!!!

Donnerstag, 11. Oktober 2012

an meinen Schreibtisch gefesselt schnappe ich "was hier so an
Werkstattkram rumliegt" und bastle kleine Schutzmonster daraus,
ANSTATT mich meiner Arbeit und meinen Pflichten zu widmen.
...wenn das mal gut geht!
Ich bin eine Ausreisserin, schon im Kindergarten bin ich über den
Zaun und abgehauen,x mal.Schule schwänzte ich bis zum Abitur immer
 so oft,dass sie mich jedes Jahr deswegen rausschmeissen wollten.
Schon als kleines Kind  schlich ich nachts aus der Wohnung um mich
 allein im Dunkeln rumtreiben zu können und als Teenager stieg ich im
 Hochhaus aus dem 5.Stock  durchs Fenster auf ein Baugerüst und von
 da runter auf die Strasse.
Natürlich hätte ich durch die Tür gehen können,aber der Thrill war,
"heimlich zu entkommen"
Vor meiner Ehe bin ich einige Male "abgehauen" um an einem fremden
Ort in einem fremden Land ganz alleine neu anzufangen.
Letztes Jahr habe ich wieder angefangen aus meinem Leben,meiner
Ehe auszureissen,was ich 31 1/2 Jahre lang nicht getan hatte.
Ich bin allein nach Spanien und an den Bodensee gereist,einfach weggefahren,
-gelaufen,getrampt.
Wenn ich leiblich nicht ausreissen kann tröstet es mich ungemein
Fetzen aus Zeitung Buch Tagebuch Stoff Klamotten auszureissen und zu
einem neuen (Monster-)Bild zusammenzufügen.
Der Abenteuerer meint zuweilen, ich sei ein Fall für die Psychiatrie.
und ja,ihr habt es richtig erkannt :Abenteuerer nenne ich diesen Mann
eher ironisch und um ihn an ein früheres Leben zu erinnern:
Früher reiste er mit dem Geländewagen durch die Sahara und als ich
ihn kennenlernte bezeichnete er sich selbst als Abenteuerer.

Dienstag, 9. Oktober 2012


Montag, 8. Oktober 2012



2 Monster für die Handtasche.
Nachmittags mit den Hunden zur Beruhigung bei einer Schafherde.
Zu MEINER Nervenberuhigung,denn das Leben und der Stress im Geschäft
haben mich voll im Griff.
Jetzt wollen ALLE Kunden ihre Grabsteine,mein Lieferant will Geld und
das Finanzamt Unterlagen.
Wohl der, die ein paar kleine Schutzmonster aus der Handtasche ziehen kann!!!


Samstag, 29. September 2012




Der Abenteuerer findet Burg, Geschäft und Boot entschieden zu viel
und so trennte ich mich nach längerem innnerem und äusserem Kampf
von dem kleinen roten Schiff.
Ein Sonnentag voller Wehmut am Bodensee.

Montag, 24. September 2012






Ein schöner Sonntag im Frühherbst.
Ich habe noch einen Hundefreund bekommen:
Monty ein Schäferhund- Malinois Welpe
ein wildes Baby, das Liebe Aufmerksamkeit und sachkundige Erziehung
braucht.
Und ich habe ein bisschen mitgeholfen,dass das Patenkind ein Pony bekommt.
Das Leben bleibt wild bunt -und ungewiss!
(Ja,die Hosen habe ich selbst bemalt,bestickt,gestopft und beklebt)

Montag, 3. September 2012



Ein geschwächter jungerTurmfalke saß heute vor meiner Tür....und
dann auf Nachbars Kopf.
Ich packte ihn in einen Waschkorb und fuhr ihn zu einem alten
Mann,der seit 28 Jahren völlig selbstlos in Eigeninitiative gestrandete
 Wildvögel rettet.
Er fing flink eine lebendige Maus aus den zig mausgefüllten Glasbehältern
an der Wand,tötete sie blitzartig,schnitt sie mit einem großen scharfen
Messer in sieben Teile und fütterete den Turmfalken mit einer langen
Pinzette.
Brrr das muss man mögen!!!
Meine Hochachtung für den Vogelretter,hoffentlich schafft es
der kleine Falke!



Freitag, 31. August 2012



Der Abenteuerer hat einen Geländewagen bekommen und mir dafür
den Kleinbus überlassen.
ich habe die Fensterscheiben mit Zeitungspapier zugeklebt ,Teppiche,
Matratzen und  Fahrrad hineingetan und los gings, auf große Fahrt.
Ich liebe ALLES an dieser fahrenden Räuberhöhle- auch die
zugeklebten Fenster.
Alles ist leicht und provisorisch-ich bin kaum da und gleich wieder weg.
Ein flüchtiger Geist.
Noch vor wenigen Monaten malte ich mich als ein Käfighuhn,das die
 offene Tür  fürchtet oder mich selbst im Würgegriff einer Krake mit
 den Gesichtszügen des Abenteuerers.
Ich habe viel Porzellan zerschlagen auf dem Weg in diese Freiheit und ich weiß
noch immer nicht wohin es geht.
Aber in diesem Augenblick fühlt es sich großartig an.
Un momento feliz.

Mittwoch, 22. August 2012

Der Steuerberater macht die Tür im (geschmackvollen)Hawaihemd
auf,am kleinen Finger funkelt ein winziger Ring,er duftet
betörend dezent nach Armani -Aftershave und aus dem leer-
geräumten Wohnzimmer tönt leis ein sanfter Swing ... auf meine
verblüffte Frage, was denn bei ihm los sei, antwortet er wie
immer knapp und trocken, aber mit verschmitzem Lächeln:
"Als meine Madame hier knallhart ausgezogen ist,brach meine
kleine Welt zusammen und ich mit.
Ein alter Studienfreund hat davon gehört und mir erzählt,
daß meine allererste Jugendfreundin seit einem knappen Jahr
Witwe ist und  immer noch nicht mal aus dem Haus geht,
sich einigelt, in bodenlose Trauer.
Ich bin hingefahren, um sie zu trösten...hm...und das hat gleich  
so gefunkt.
Seither bin ich wieder siebzehn- und verliebt!"
"Sie ist so sanft und lieb,weißt du,das Leben ist auf einmal
so sanft und lieb- zu uns beiden.
Ich glaub mir gings noch nie so gut!"
Ich sehe darüber hinweg,daß er zum ersten Mal in zwanzig
Jahren die Termine beim Finanzamt verpasst hat und während
er mir fröhlich  nachruft:"..und nächsten Monat verreisen wir,
da brauch ich auch eine Fristverlängerung für die Steuer!"
verlasse ich verdattert seine Wohnung,verdattert ,aber
 irgendwie auch sanft beschwingt.

Dienstag, 21. August 2012

Ferien auf der Burg.
Ich bin wieder zurück.




Samstag, 14. Juli 2012

Danke für all eure Kommentare,auch wenn ich es leider bisher
noch nicht schaffte, einzeln darauf zu antworten.
Ihr seid meine Lebensermutigerinnen,ich bin so froh euch wieder
hier zu treffen!
Morgen fahre ich wieder  für einige Tage nach Österreich,
weil ich das Handy  Upload noch nicht kann ,
wirds keine Posts geben,solang.
Habt's gut,bisbald.

Donnerstag, 12. Juli 2012

Ich war mit Bekki, meiner Patentochter im Zirkus.
Zirkus ist noch ein Lebenstraum  von mir
(ja,ich habe viele),weiterziehen mit den fahrenden
Leuten,im Zelt leben, mit Zimtsternchenin der Manege
auftreten,abends die Tiere füttern,
den Geruch von Sägmehl und Kameldung einsaugen,
ewig am  Lagerfeuer sitzen und Geschichten erzählen.
So stelle ich mir das jedenfalls vor.
Als ich fünfzehn war überwinterte ein kleiner Zirkus bei
 dem Bauern bei dem  ich mein Pferd eingestellt hatte
und es war tatsächlich ein bißchen so.
Danach habe ich dieses T-shirt bemalt
 (und bestickt und  beklebt...)








Dienstag, 3. Juli 2012





wenn ich nebenbei noch etwas Zeit habe,male ich Tshirts an
und besticke Hosen.
Kein weißes T-shirt ist momentan sicher vor meinen
Stoff- und Batikfarben.
Es macht so großen Spaß.
Und auch dabei habe ich wieder was gelernt:alle meine Werkeleien
 sehen während der Entstehung ,während ich daran arbeite oft so
enttäuschend schlecht aus,dass ich früher oft frustriert aufgegeben habe.
Inzwischen zwinge ich mich an meinem Werkstück weiterzuarbeiten
auch wenn es mir nicht gefällt.
Und siehe da,die Sachen werden wieder schöner mit der Zeit.
naja,fast immer!
An seinem sechsundsechzigsten Geburtstag ,kurz vor dem
Eintreffen der Gäste,hat sie sich in der Küche zu ihm umgedreht
und gesagt:"Du,ich lasse mich scheiden"
Sie hat es ungefähr so gesagt,als würde sie sagen:
"Du,es regnet"
Nach sechsunddreißig Jahren Beziehung, zweiunddreißig Jahren
Ehe und völliger Ahnungslosigkeit hat ihn das umgehauen.
WECHSELJAHRE!?!
JA!!!
und sie hat sich neu verliebt und wird mit ihrem zehn Jahre jüngeren
Lover in eine schicke Stadtwohnung ziehen.
Da sie zehn Jahre jünger ist als er, ist ihr Neuer ganze zwanzig
Jahre jünger als er,hat er mir flink vorgerechnet.
und sie will SPASS,endlich ganz viel SPASS und sie will
die Hälfte vom Haus-und Hausrat und die Hälfte seiner
Rente,(die Anwältin hat gesagt,das stehe ihr zu).
Er soll sich überlegen, welche von den Möbeln und
den Bildern er behalten will.
Also sie will auf jeden Fall die Bilder über dem Esstisch.
Und den roten Ledersessel ,sowieso.
...und sie zieht jetzt nur noch Miniröcke an,ultrakurze Mini-
röcke und damit geht sie aus dem Haus.
Und wenn sie geht,dann trägt sie jeden Tag ein paar Stücke aus
ihrem bisherigen gemeinsamen Leben aus dem Haus.
Jeden Tag zwei große Taschen oder Beutel voll.
Er hat keine Ahnung was da drin ist  und wo sie es hinbringt.

Eigentlich kommt sie nur noch mittags für ein paar Stunden heim
um zu baden,sich zu stylen und dann wieder zu verschwinden,
jedesmal in einem neuen, ultrakurzen Minirock.

Das hat mir der Steuerberater gestern erzählt,als ich meine
Buchhaltungsunterlagen bei ihm abgeben wollte.
Er hat mich damit überschüttet, als ich ahnungslos mit einem
Packen Papier an seiner Haustür stand.
Er ist normalerweise schweigsam und von der sarkastisch-
furztrockenen Art.
Selbst jetzt, wo sein ganzer Lebensabendsplan zerstört ist, wirkt
er noch sehr gefasst und irgendwie ungerührt.

Was ich so traurig finde bei dieser Geschichte:dass es eigentlich
nur um oberflächlich-materielles und Statussymbole zu gehen
scheint,bei beiden.
..oder spechen sie einfach nicht über Liebe Angst und Schmerz
(zu mir?)




Samstag, 30. Juni 2012

In der Burg Archäologin gespielt und diesen mittelalterlichen Raum unter Staub Schutt und Unrat freigelegt. Ich mag das:während sich mein Körper in harter Arbeit in die Vergangenheit dieses uralten Gebäudes hineinwühlt und es befreit,gehen meine Gedanken auf Reise,in meine Vergangenheit, in die Tiefe. Es ist eine Art Küche mit direktem Ausgang ins Freie. Ich betrete eine andere Zeit,eine andere Welt. Besonders der Steinboden haut mich um. Nachmittags marschieren zwei sportliche Mittsechzigerinnen mit entschlossenen Mienen grußlos an mir vorbei,direkt auf die Außenmauer der Burg zu. Die Eine trägt ein GPS Gerät in der Hand,die Andere hat einen Zettel,von dem sie der mit dem GPS Gerät, Koordinaten vorliest. Starr vor Schreck beobachte ich,wie sie zuerst die Mauer abklopfen,dann steigt die mit dem GPS Gerät auf die andere drauf, die ihr dazu eine Art Spitzbubenleiter bietet, und wühlt in meiner Dachrinne! "Da ist es!" sagt sie nach einer Weile erfreut und bringt eine kleine Kapsel zum Vorschein. "Wir sind Geocatcher" sagt die mit der Kapsel zu mir gewandt und schwenkt ihr Fundstück, als würde das alles erklären. Ich erzähle ihr,daß letztes Jahr ein Tourist auf die Mauer geklettert ist, sich beim Absturz das Bein gebrochen hat und jetzt behauptet,er wäre nur der Mauer entlang geschlendert und ein Stein habe sich gelöst und ihn verletzt. Weil der Stein aus unserer Mauer gefallen wäre,stellt seine Anwältin eine fünfstellige Summe an Schadensersatz gegen uns. Ich hoffe sie versteht,daß ich ein bißchen empfindlich auf Leute reagiere, die an meinem Gebäude rumklettern. "Ja es ist gut,daß wir diesen "Schatz" gleich in der Dachrinne gefunden haben,tatsächlich gibt es leidenschaftliche Geocatcher,die eine Mauer zerlegen würden,um einen "Schatz" zu finden." Auf anderer Leute Grundstück,ohne zu fragen,da fällt mir nichts mehr ein! Ich habe dem Geocatcher,der das Ding versteckt hat, ebenfalls diese Geschichte erzählt und ich hoffe sehr,dass er das Objekt und die Koordinaten aus dem Internet entfernt.

Sonntag, 17. Juni 2012

für Anne: Wednesday in Österreich. Wenn wir zu zweit fahren darf sie mit. Sie bekommt dann hinten im Transporter ein gepolstertes Plätzchen,steigt über die Hebebühne ein und ist sehr glücklich wenn sie dort aussteigt,denn es ist ein Hundeparadies.

Donnerstag, 14. Juni 2012

HOME is, where my HORSE is!!!
meine neue Weggefährtin: Chica (3),sie war der Vorbesitzerin zu "bewegungsaktiv".Wenn sie neben Zimtsternchen herlaufen darf ist sie abends müüüüde.und glücklich!
Ich wurstle mich durch meine Tage. Anfang Mai war ich nochmal allein in Spanien ,in der Wohnung an der Costa Brava ,die meine Großmutter vor über 40 Jahren gekauft hat,(eine sehr selbstständige Oma hatte ich!!!) Ich bin mit einem gemieteten Fahrrad über Land geradelt, hab das Cap de Creus nochmal besucht und bin durch Barcelona gestrolcht. Manchmal war ich ein bißchen einsam,aber das überwältigende Glücksgefühl hat alles überspült. Am Liebsten wäre ich dort geblieben! Wieder heimkommen war schwer. Paartherapie bringt zuerst euphorische Erleichterung und dann neue Komplikationen. Immer noch schwebe ich in allen Dingen in der Luft. das alte Ufer verlassen und jetzt im Fluß treiben ohne jede Vorstellung wo es mich hintreiben wird.. das trifft's so ziemlich genau
Letztes Jahr habe ich ihr für ihre vielen Fahrrad- ausflüge mit den Hundchen einen Hundeanhänger gezeichnet. .. und jetzt hat sie sich dieses Fahrrad umgebaut! (Leider braucht Blogger gefühlte Stunden um Bilder hochzuladen. Ich habe gerade mehr Bilder als Worte für mein Leben.

Donnerstag, 12. April 2012

Mittwoch, 4. April 2012

Montag, 2. April 2012

In meinen Augen brennen Tränen,ich werde mich nach diesen
Reisen sehnen!(Richard Dehmel)
Irgendwas in mir hat behauptet (oder gehofft) wenn ich
denn mal alleine verreist war,dann ist ein Hunger gestillt
-befriedigt(...wenigstens für eine Weile)
Dieses Etwas hat sich getäuscht.Ich kann an nichts anderes
mehr denken als :wie kann ich diesem Leben ausbüxen.
In mir tobt ein Sturm,ich will FORT.
Versteht mich richtig:der Abenteuerer ist zu einem Partner
geworden,der mich anderen Zeiten sehr glücklich gemacht hätte:
lieb zärtlich zuvorkommend einfühlsam; rahmt verstaubte Bilder
von mir ein und hängt sie auf,die er früher verschmäht
hatte.Er sagt mir mehrmals am Tag wie sehr er mich liebt und braucht.
Hm.Er wartet vergeblich darauf,dass ich sage ich liebe und brauche
ihn auch.Und dabei will ich ihn nicht verletzen.
Schwester Schwierig (mit der ich seit einem Jahr fast keinen Kontakt
mehr hatte )hat mir ein Bild gemalt auf dem ich selbst abgebildet
bin,"Frau in der Midlifecrises"..schaut euch den wilden Blick an
irgendwie gut getroffen.

Sonntag, 25. März 2012


Ich merke gerade,dass ich mich mit dem Aufschreiben
meiner Geschichte so richtig "in Rage "geschrieben habe,
ich dachte, das geht an einem Stück in einer Nacht oder so
jetzt merk ich das gibt ein Jahrhundertwerk und es ist auch
ziemlich aufwühlend für mich diesen ganzen Erinnerungen
bewußt nochmal nachzuspüren.
Für mich ist es ganz notwendig diesen weiten Bogen in die
Vergangenheit zu spannen um zu verstehen wo ich jetzt stehe und
wo ich hin will-oder was das Leben mit mir vorhat.
Ich habe vorgenommen an meiner Geschichte unten weiterzuschreiben
und werde hier aktuell weiterposten.
Heute "zur Auflockerung" mein Cartoon "im Schuhladen"
ist letzten Sommer genauso vorgefallen:mit 51 Jahren bin ich dem
Charm eines Schuhverkäufers erlegen und habe mir die ersten
Highheels meines Lebens gekauft mit denen ich natürlich nur
ca 50m weit laufen kann.
Um meine Geschichte-mich-und michjetzt verstehen zu können, gehe ich
31 1/2 Jahre zurück an den Punkt als mir der Abenteuerer begegnete.
Ich war damals zwanzig und hatte gerade angefangen meine Flügel
auszubreiten:
von zuhause ausgezogen,ein halbes Jahr alleine in Kalifornien,
Zusammenleben mit Freunden in einer Wg im Schwarzwald,Schule
abgebrochen und Abi doch noch nachgemacht,zwei mehrmonatige Jobs in
psychiatrischen Anstalten,weil ich mich auf etwas kindliche Art
für die "Verrücktheiten der Menschen"interessierte
(pffff.. liest sich so geschrieben nach ganz viel Trubelin einem Zeit-
raum von nur ungefähr zwei Jahren)

Ich liebte mein chaotisches Leben damals, hatte einen Riesenfreundes-
kreis unterschiedlichster Menschen und meine kleine Schwester und
meinen Großvater als innige Bezugspersonen in der Familie.
Nur eines hat nicht mehr gepasst:meine Beziehungen zu Männern.
Lose Begegnungen genügend-aber Keinen,der eine tiefere innigere
Beziehung mit mir aufbauen wollte.
Danach habe ich mich damals so sehr gesehnt.
Ich arbeitete in meinem Job in der psychiatrischen Anstalt und der
Abenteuerer kam als neuer Nervenarzt auf die Station.
Er ist sieben Jahre älter als ich und hatte genau die gleiche
wilde Sehnsucht nach endlich einer tiefen und innigen Beziehung.
Das hat sowas von gefunkt und ich kann im Nachhinein nur sagen,
dass es für mehrere Jahre in meiner Erinnerung eigentlich nur
UNS BEIDE gegeben hat,Umfeld,Freundeskreis,Familie ,alles rückte
in den Hintergrund,verblassteob dieser allesverschlingenden Liebe.

Mit Unterstützung der Schwiegereltern konnten wir sehr bald eine
uralte historische völlig baufällige Wassermühle im Schäbischen Wald
in der Einöde kaufen und mein Kindheitslebenstraum wurde wahr:
ich,das Hochhauskind, hatte ein uraltes Märchenschloß mit "Ländereien
und Stallungen" für alle Arten von Tieren.
Ich konnte mir tatsächlich alle Wünsche erfüllen:ich hatte
Pferde, Kühe, Schafe ,Schweine,Hühner,Gänse,Enten Wildschweine Katzen
und Hunde und einen riesigen Garten.
Ich war einundzwanzig und am Ziel meiner Träume,so kams mir damals vor.
(Fortsetzung folgt)

Dienstag, 20. März 2012

ich,vor 3 Wochen ganz alleine in Barcelona auf der
Antoni Tapies Ausstellung
seit 31 1/2 Jahren die erste kleine Reise zu der ich mich
alleine aufmachte
ein kleines Abenteuer zum Aufbruch in ein neues Leben.
was in den letzten Monaten mit mir vorging hat nicht
so in Worte gepasst und ich habe eine kleine Klebebilder-
sequenz begonnen,die ich -so wie ich mich traue-
hier zeigen werde.
ich hab die Blogwelt-EUCH- in letzter Zeit sehr vermisst und dies
ist ein zarter Versuch wieder aufzutauchen