
22.10.07
Tagelang bin ich etwas abgehoben unterwegs gewesen.
Hab meine Umwelt mit meiner Lebensweisheit und meinen Tipps
genervt und mich selber auch…..
Fast hab ich mir ein bißchen konkretere Realität in mein Leben gewünscht-
dann kam mittwochs die knallharte Landung mitten im Leben:
nachdem ich in der Werkstatt ein Foto von einem abgeschlossenen Auftrag
gemacht hatte, stürzte ich von der Leiter.
…und natürlich wieder auf dieses arme linke Knie ,das immer alle meine Tief-
flüge aushalten muss!
Ich heulte vor Schmerz laut auf und jagte erstmal alle bedauernden und rat-
schlagenden Beobachter meines Mißgeschicks weg.
Auf schwäbisch heißt sowas : “ich hab einen bösen Fuß“.
Das hat mich veranlasst das Gegenteil zu tun und zu denken:
anstatt auf das verletzte Körperteil zu schimpfen wendete ich mich liebevoll
meinem geschwollenen Knie zu und schickte ihm heilende Energie.
Donnerstags ist es dann sehr dick geworden, ich humpelte schrecklich ,holte
die Krücken „vom letzten mal“ hervor und ließ mich fast überreden wieder zu
dem netten Orthopäden zu gehen.
Doch zuerst gönnte ich meinem Körper,der jetzt überall weh tat eine Pause:
Am hellichten Nachmittag legte ich mich ins Bett,die Tochter musste Hunde
und Pferde versorgen, die Küche blieb unaufgeräumt.
Ich war ziemlich frustriert und hatte Mühe, überhaupt weiter an meiner
Genesung mitzuwirken.
Als ich aber Freitagmorgen aufwachte, merkte ich sofort,dass eine
Heilung über Nacht stattgefunden hatte:das Knie ist abgeschwollen ,ich humpelte
fast gar nicht mehr,hatte überhaupt keine Schmerzen mehr.
Und seit Samstag reite ich schon wieder hinaus in diese eisigen Oktobermorgen,
die Bäume stehen noch voll im leuchtendem Laub alles feierlich mit Schnee-
und Eisgelitzer bestäubt…und kalt,saukalt ist`s…aber schön.