Montag, 27. Dezember 2010

Es war so:Schwager und Schwägerin hatten mich eingeladen,
mit in das riesige Ferienhaus zu kommen,das sie in Spanien
gemietet hatten.
Da ich "weihnachtstraumatisiert" bin und gern fliehen wollte
beschloss ich, alleine, ohne den Abenteuerer mitzugehen.
Einen Tag vor der Abreise wurde mir klar,dass er nach einem
Schwächeanfall (mag sein,dass die Vorstellung, ich würde ohne
ihn verreisen, dazu beigeteragen hat)
und mit angeschlagenem Herzen die viele Arbeit mit Holz
machen,heizen und Schneeräumen,die diese Temperaturen
mit sich bringen, kaum bewältigen kann.
Die kluge Tochter riet:"Vielleicht solltest du ihn nicht
grad' jetzt alleine lassen, wenn er schwach ist und nicht zwei
Wochen lang,nicht grad an Weihnachten und wenn es auch
noch saukalt ist."
Vielleicht der falsche Augenblick,den Beziehungs-Klammergriff
zu lösen,in dem ich mich seit einiger Zeit gefangen fühle,
vielleicht ein zu brutaler Ausbruch in die Freiheit,zur Unzeit..?
als ich merkte,dass ich in Spanien keinen Frieden und keine
Erholung finden würde, vor Sorge und schlechtem Gewissen,da
tobte das Böckchen in mir (Aszendent Steinbock)und ich fühlte
mich wie eine Katze im Schrank.
Das Schneechaos hat uns hier gefangen gehalten und so versöhnten
wir uns und feierten mit Familienmitgliedern,mit denen wir seit
Monaten kein Wort gesprochen hatten.
Es wurde sogar ziemlich harmonisch,nachdem ich ausgegrollt hatte!

Sonntag, 26. Dezember 2010

So,ich bin dann mal wieder da.
Ich war gar nicht weg und es hat geschlagene drei Tage
gedauert,bis ich Ärger und Enttäuschung darüber ,dass ich
jetzt nicht nach Spanien fahren werde, loslassen konnte!
Heut hab ich die Augen aufgemacht und diese Winterwunderwelt
entdeckt!
Mit den Langlaufskiern an den Füßen fegte ich
hinaus in die glitzernde Weite- und mein Herz wurde frei.







Donnerstag, 23. Dezember 2010

Sieht aus,als würde es tatsächlich noch eine Möglichkeit geben,
dass ich ALLEINE (ohne den Abenteuerer)über Weihnachten und Neujahr
nach Spanien fliege.
Für diesen Fall wünsch ich euch ALLEN zauberhafte Weihnachten und einen
guten Start ins NEUE JAHR.
Ich tät mich freuen wie verrückt,glaube es allerdings erst,wenn ich im
Flieger sitze.
(Falls ich doch hier bleibe melde ich mich in ein paar Tagen)

Dienstag, 21. Dezember 2010


Teich mit Insel

Freitag, 17. Dezember 2010


...und so sieht's draußen aus,wenn Zimtsternchen mich gemächlich
durch den bauchtiefen Schnee trägt.

Diese Pinguicula, eine fleischfressende Pflanze wurde
mir vor 6 Monaten als winziger Ableger von einer Kundin
geschenkt.
Ich dachte :"oh je,die wird eingehen,ich hab doch gar keinen
grünen Daumen!"....sie ist gewachsen ,mindestens doppelt so
groß,ich traute mich sogar sie umzutopfen und hat jetzt acht Blüten
und neue Knospen-unglaublich, sie blüht wie verrückt!
Und sie fängt tatsächlich kleine Insekten,die an ihren haarigen
Blättern kleben bleiben.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

mit meiner Rabbigeschichte,das war so gemeint:
immer wenn es mir und dem Abenteuerer zu langweilig,
kalt oder auch zu wohl oder sonst zu irgendwas wird,
dann brocken wir uns irgendwas ein z.B. noch ein
neues Geschäft,Haus ,Schiff oder so.
Jedenfalls etwas das ganz viel Sorgen Energie und
Nerven kostet.
Zum Glück reicht es inzwischen,sich das auszumalen,sich richtig
in die neue Situation mit dem Zusatz hineinzufühlen!
Früher mussten wir die Verrücktheit dann immer tatsächlich
anschaffen.
Wenn wir uns dann ausgiebig drin gebadet haben und die ganzen
neuen Arbeiten und Sorgen richtig lebendig wurden,uns beginnen
anzufressen, dann befreien wir uns von der Sache,der Idee,dem Plan
und fühlen uns wie neugeboren ,so befreit und zufrieden mit unserer
bisherigen Situation.
Das wollte ich damit sagen.
Es ging aktuell um ein Bauernhaus am Bodensee,das ich vor langer Zeit
-vor dem Hauskauf in Österreich- beim Universum bestellt hatte.
Plötzlich ist es zu verkaufen.Bei näherem Hinsehen viel zu teuer.
(Diese Bestellungen beim Universum habe ich immer bekommen,sehr
gefährlich,aber darüber ein andermal)
Gedanklich haben wir kurz mal den ganzen Lebensplan gekippt.
Jetzt durfte ich lernen,dass sich die Energie umkehrt,wenn du an deinem
Traumort-einem deiner Traumorte- plötzlich hinter dem Tresen stehst und
Geld verdienen musst,anstatt dort zu träumen ...
Also Finger weg.Ich bin sehr erleichtert und freu mich jetzt richtig
auf Österreich!!!

Montag, 13. Dezember 2010

Ein Gleichnis vom Rabbi,das sich durch mein Leben schlängelt:
(ich mag weder den Rabbi noch seine Gleichnisse.Der Vater liebte
sie und alles Jiddische und dieses ist hängengeblieben)

Ein armer Bauer ging zum Rabbi und klagte:"Rabbi,mein Haus ist
so winzig klein,die vielen Kinder in einem einzigen Raum,
es ist nicht zum Aushalten!Was soll ich nur tun?"
Der Rabbi antwortete:"Du hast doch eine Kuh?!Nimm sie mit ins Haus!"
Der brave Bauer glaubte an die Heilkraft der Kuh oder war einfach
nur gehorsam,nahm sie jedenfalls mit ins Haus.
Nach einer Woche lief er wieder zum Rabbi und klagte noch
heftiger:"0h Rabbi,die Kuh hat nicht geholfen,es ist noch
schlimmer geworden mit der Enge...wirklich ganz schlimm"
Der Rabbi überlegte eine Weile und sagte dann:"ihr habt gewiß
auch Ziegen?!Nimm auch sie mit ins Haus!"
Nach einer weiteren Woche kam der Bauer,jetzt ziemlich
verzweifelt zum Rabbi und jammerte:"Es ist noch schlimmer geworden!
Die Kuh und die Ziegen verunreinigen das Haus und nehmen noch
mehr Platz weg!!Was sollen wir nur tun"
Der Rabbi überlegte kurz und befahl dann:"Ihr habt gewiß auch Hühner!
Nehmt auch die Hühner mit ins Haus!!!"
Diesmal hielt es der Bauer nur wenige Tage aus, er kam völlig
verzweifelt zum Rabbi:"Jetzt sind auch noch die Hühner überall!!!
Das Haus ist vollgestopft verschmutzt und grauenvoll!Wir können
nicht mehr!Was sollen wir nur tun?"
Der Rabbi antwortete:"Bring das ganze Viehzeug wieder hinaus in
den Stall!"
Der Bauer tat wie ihm geheißen und eilte wenig später
zurück zum Rabbi.
Dieser fragte:"Und, wie geht es euch in eurem Häuschen?"
Der Bauer antwortete ,überwältigt vor Glück:"Oh Rabbi es ist groß
wie ein Palast,geräumig,sauber!!!Vielen Dank,wie wunderbar!"
Morgen erzähle ich euch,was das mit meinem Leben zu tun hat.
Der Montag sieht mich übellaunig und einsam:
nach den schönen und lustigen Tagen mit der Tochter
ist es grausam leer und kalt hier.
Krankheit und Depressionen vom Ehemann überfordern mich.
Die Aussicht Weihnachten möglicherweise doch nicht in
Spanien verbringen zu können(worauf ich seit Wochen
hingefiebert hatte)gibt mir den Rest!
keinen Rotwein mehr als Trostspender im Haus gehabt
(Württemberger Sorgenbrecher)
ein riesiges Bild von einer Schutzgöttin gemalt und
im Büro aufgestellt.
riesig statt winzig(male normal eher im Postkartenformat)
zornig statt geduldig
furiös statt liebevoll

Dienstag, 7. Dezember 2010

...kleines Blogpäuschen bis Sonntag.
(Die Tochter kommt und hat eine Menge vor mit mir.)

Was würde ich für ein heißes Schaumbad geben??!!...ziemlich viel!
Es ist das Einzige,was mir bei meinem Abenteuercamping in der
Werkhalle wirklich fehlt.
Die heiße Werkstattdusche kann es nicht ersetzen.
Kürzlich war ich im Haus der Schwiegereltern um in deren
Abwesenheit die Katze zu füttern und da hab ich erst mal heimlich
gebadet,bis die Haut runzlig wurde.
Hach,war das schön!

Samstag, 4. Dezember 2010

Am Donnerstagnachmittag ging ein nettes Ehepaar(Bekannte meiner
jüngsten Schwester,die Geschichte ist also aus 2.Hand) mit
seinem uralten Redriever-Hund ins Breuningerland um dort
vorweihnachtliche Einkäufe zu tätigen.
Zum Abschluss der Verkaufsrunde setzten sie sich ins dortige
Restaurant und ließen es sich gutgehen.
Als sie nach Hause gehen wollten,stand Schnuffi jedoch nicht
mehr auf,denn er war unter dem Restauranttisch still und heim-
lich entschlafen.
Der Schreck hielt sich in Grenzen,immerhin war das Tierchen
wirklich uralt geworden.Aber wie konnte man den toten Hund
jetzt möglichst unauffällig da 'raus befördern, durch
das Kaufhaus voller Besucher?
Die Frau hatte eine gute Idee:sie besorgte aus der Elektronik-
abteilung einen riesigen Verpackungskarton für einen Fernseher
und einen Einkaufswagen.
Zu zweit packten sie den Hund in den Karton,klebten ihn sogar
ordentlich zu und bugsierten das sperrige Gut diskret und
unauffällig hinunter zu ihrem Auto auf dem Parkplatz.
Mit vereinter Kraft hoben sie den schweren Karton hinten in
ihren Kombi.
Nur so ließ sich die Heckklappe nicht schließen,
da mussten vorher innen ein paar Sachen umgeräumt werden.
"Lass uns erst den Einkaufswagen wieder zurückbringen,die Klappe
machen wir nachher richtig zu."schlug der Mann vor und sie
brachten den leeren Wagen zurück ins Kaufhaus.
Als sie nach wenigen Minuten zurückkamen standen sie wirklich
wie vom Donner gerührt: der Karton war -WEG-FORT-GESTOHLEN!!!!

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Heut' war ein chaotischer Tag:
morgens beim Brennholzholen einen Nagel tief in die
Fußsohle getreten,mittags am Kaffeautomaten in der
Tankstelle geträumt und keinen Becher druntergestellt,
abends gemerkt,dass das wunderschöne Winterauto,(ein schneeweißer
uralter Volvo-Kombi)
das wir heut' von weither geholt haben,doch nicht
alltagstauglich ist..
Dafür gabs eine wunderschöne Ausfahrt über Nördlingen,Oettingen
Wassertrüdingen und Gunzenhausen,mitten durch eine verzauberte
Winterwelt.

Montag, 29. November 2010

Schwester Nilla (Selbstbeschreibung:durchgeknallte autoverkaufende
Malerin)absolviert zur Zeit eine fragwürdige Ausbildung zum Coach.
Gestern rief sie Schwester Dane an und kündigte ihr folgendes Vor-
haben an:"Ich habe mich auf Kindercoaching spezialisiert und coache
demnächst deine Kinder!"
Schwester Dane schwieg entsetzt,denn erstens will sie ihre drei leb-
haften ,mit viel Liebe und gedankenvoll erzogenen Kinder nicht
"coachen" lassen,zweitens überhaupt nicht von diesem geschupften
Huhn,und drittens würde sie vorher gefragt werden wollen und findet
auch,dass die Kinder gefragt werden müssten ob sie sowas überhaupt
wollen.
Dem kann ich nur voll zustimmen.Eine Schwägerin hat mal ihren
zwölfjährigen Sohn in so'ne Art Coaching geschickt.
Obwohl die Frau nur "wilde Abenteuerspiele" mit den Jungs
veranstaltet hat,hat mein Neffe natürlich gleich die therapeutische
Mission hinter der Sache kapiert und sich voll quer gestellt,
was seine Mutter ziemlich empörte....

Ich riet Schwester Nilla ein wenig feinfühliger auf Auftragssuche
zu gehen,wenn ich z.B.grad' Friseurin gelernt hätte,wäre sie auch
empört,wenn ich ihr"einfach mal die Haare schneiden" wollte-oder?

Sonntag, 28. November 2010

FANTASTIC SKYPE!!!!!
Letzte Woche bekam ich endlich die bestellte kleine Kamera und
das Headset -und meinen SKYPE Anschluss installiert.
Es ist fantastisch!!!!
Völlig unproblematisch konnte ich der Tochter in Österreich
den blühenden Kaktus,mein erstes Zopfstrickwerk und ihren alten Hund
vor der Kamera zeigen.Dass die Bildqualität richtig gut ist, merkte ich
an ihren Kommentaren: sie zeigte mir Fehler im Gestrickten und fand
den Hund sehr fett...dafür fand ich sie ziemlich blass( sie geht viel zu
viel aus) und hab gleich bemerkt ,dass sie ihr Haar frisch gefärbt hat,
(leuchtend rot mit meinem Hennapulver...)
Jetzt hoffe ich nur noch,dass der Sohn das eigens dafür geschickte Geld
ebenfalls in Laptop und Skype Ausstattung anlegt,dann rücke ich meinen
Lieben in der Ferne endlich wieder etwas näher...und spare heftige Telefon-
kosten.
Ein Lob auf die modernen Medien,die das möglich machen!!!
(ich weiß,dass es Skype schon mindestens fünf Jahre gibt)

Freitag, 26. November 2010



Heute an der gleichen Stelle wie letzte Woche:tiefster Winter

Mittwoch, 24. November 2010

Bevor ich DAS BLOGGEN entdeckte,war ich auf gewisse Art eine
ziemlich einsame Frau .Das verwundert bestimmt all'
diejenigen,die mich persönlich kennen ,da ich "kontaktfreudig"
und gesprächig bis zur Schwatzhaftigkeit hin nach außen
auftrete und auch in meinem Geschäft Gespräch und Umgang
mit Menschen den Mittelpunkt meiner Tätigkeit darstellen.
Aber freilich geht's dabei immer um die anderen Menschen.
Im Lauf der Zeit entdeckte ich eine merkwürdige Eigenschaft an
mir:Menschen scheinen mir besonders gern ihr Herz ausschütten,
ihr Leben oder Schicksal erzählen zu wollen.
Ungefähr mindestens einmal pro Woche erfahre ich also eine un-
geheuerliche schreckliche tragische komische oder schöne Geschichte.
Vermutlich trage ich meinen Teil dazu bei,indem ich meine Erzähler
durch ehrlich interessierte Fragen ermuntere...
Aber wohin mit diesen ganzen Erlebnissen????
Meine Kinder ,Schwestern und Freundinnen seh' ich einfach zu selten-
und glücklicherweise haben siedann selbst auch noch'was zu erzählen
und mein Ehemann,mit dem ich die meiste Zeit verbringe kann mit
solchen Dingen gar nichts anfangen.
Den gestrengen Maßstab,den er an seine eigenen Erzählungen
und Kunst(hand)werke legt überträgt er auch auf meine Werke.
Geplapper ohne Sinn und Zweck,Bilder nur so hingesudelt-solche
Dinge sind ihm ein Greuel,da fragt er allen Ernstes(und verletzend)
ob betreffende Person nichts Sinnvolleres zu tun hätte oder die
blumige Geschichte nicht,bittschön,aufs Wesentliche straffen möchte.
Früher nahm ich Malzeug oder Schreibstift nur in die Hand um meinem
Herzen Luft zu machen ,wenn es vor Kummer oder Ärger überlief...dann
entdeckte ich die wunderbare Zauberkraft des Bloggens:
Wenn ich den Scheinwerfer auf die schönen Stunden richte,mich im Glück
darstelle(hauptsächlich) dann wird mein richtiges Leben tatsächlich
schöner!!!
DANKE,AN EUCH ALLE dass ich mich mit euch austauschen kann!!!
Danke für eure wunderbaren inspirierenden Kommentare,DANKE,dass ihr mich durch eure Blogs ein bißchen in euer Leben
schauen lasst!!!

Dienstag, 23. November 2010



...weil der Sonntag ein wenig langweilig wurde und ich gerade beim
Thema war, machte ich fix noch eine Zeichnung zu einer Geschichte,
die ein Bekannter aus Schweden mir neulich erzählt hat:

Er hatte dort eine kleine Farm gekauft und unterhielt einen Camping-
platz mit Ferienhäuschen für Touristen.
Eines Tages kam eine junge Frau mit ihrem kleinen Wohnauto von
Deutschland hergefahren,entbrannte in wilder Liebe zu ihm und zog
bei ihm ein.
Als der Sommer vorbei war,wurde er ihrer überdrüssig
und beendete die Beziehung.
Die Verschmähte war so wütend und verletzt,dass sie noch in dieser
Nacht ihre Sachen zusammenpackte und verschwand.
Aber nicht ohne sich einen lebendigen Trost-Teddybären mitzunehmen:
Sie hat Flöckchen,ein weißgelocktes Bullenkalb,das in einer ihrer
ersten Liebesnächte in Schweden geboren wurde, in ihr winziges
Wohnmobil geladen(70kg!!)-und entführt.
Zu seiner Fütterung hat sie einen Kälbersaugeimer mitgenommen
und scheinbar ein Vermögen für H-Milch im Tetrapack ausgegeben,
wie später 'rausgekommen ist.
Anstatt geduldig zu warten bis diese Geschichte ihr natürliches Ende
nahm,hat dieser Depp sie und das Kalb per Interpol suchen lassen.
Interpol hat sie nicht gefunden,aber natürlich hat sie das Kalb nach
knappen zwei Wochen gerne unversehrt zurückgebracht!

Sonntag, 21. November 2010


Diese beiden Frauen haben ihr Pferd umgebracht:
mit selbstgebackenen Haferkeksen!
Sie hielten es in einer Gartenlaube und sorgten,selbst gehbehindert,
dafür,dass es sich möglichst wenig bewegte.Und es wurde mit
Selbstgebackenem gemästet.....
Leider kenne ich nun einige solcher Geschichten,in denen Frauen
(immer Frauen)Großtiere vollkommen abenteuerlich, unkonventionell aber
leider auch ganz artfremd,Pippi-Langstrumpf-mässig auf der Veranda
in der Garage im Vorgarten oder in einem Wohnmobil gehalten haben..
..und diese Geschichten gingen nie gut aus-für das Tier!

Samstag, 20. November 2010




Ausflug mit Zimtsternchen zu den Moorseen.Nächste Woche soll der Winter kommen.

Freitag, 19. November 2010

(Alb-)Traum:
Ich bin zu seltsamen Feierlichkeiten in der Eingangshalle
eines stillgelegten Bahnhofs geladen.
Festbeleuchtung,Buffet,Musik und Tanz.
Aber:Es ist zugig und ungemütlich und die Gäste in Abendrobe
sehen alle ausgesprochen bleich und merkwürdig aus.
Als ich meinen Vater in "Anzug und Kravatte" von hinten sehe,
wie er sich direkt vor mir mit einem Teller am Buffet bedient,
wird mir klar,dass es sich um Verstorbene,um einen Ball im
Jenseits handelt.
In diesem Moment taucht ein Wesen in der Gestalt meiner Mutter
direkt neben mir auf und fängt an,mich zu belästigen.
Als ich mich fürchte,bläht sich die Gestalt auf:
ein Riesenmonster wie ein Luftballon mit dem überirdisch bösen
Gesicht meiner Mutter.
Ich erkenne,dass der Geist tatsächlich ein Luftkörper mit einem
Stöpsel dran ist und ziehe kurzerhand den Stöpsel raus:
es gelingt mir,die ganze Luft des Körpers rauszudrücken,nur der Kopf
mit dem bösen Gesicht bleibt.
Ich stopfe diesen Geist in einen grauen Müllsack und lasse ihn in der
Mülltonne verschwinden,das Gesicht meiner Mutter starrt mich bis zuletzt
mißbilligend an....
Ob's an der Jahreszeit dieser Totenfeiertage liegt?
Jedenfalls seltsam, diese Muttergeister-Träume immer wieder.
Sie hat sich auch schon ,mit ihrem grauslig grüngemusterten
Bademantel bekleidet,auf mich gestürzt um mich zu erwürgen.
In diesem Traum bin ich wenigstens mit ihr "fertig" geworden...
Im richtigen Leben hat meine Mutter mir eigentlich gar nicht zugesetzt:
in meiner Erinnerung war sie eine sehr schwache, unzufriedene
immerkranke Frau.Sie starb vor sechsundzwanzig Jahren.

Mittwoch, 10. November 2010

Der Sohn war dreizehn oder vierzehn,da suchte er ein ganz
bestimmtes Lieblingssweatshirt.Als ich feststellte,dass es
noch ungewaschen im Wäschekorb weilte, ranzte er mich wüstet
an.Ich gab ihm damals die einzige mütterliche Ohrfeige,an die
ich mich erinnern kann.(wir waren beide überrascht,denn eigentlich
bin ich weder gewalttätig noch jähzornig)
Zwei Tage später kam er von einem Besuch bei meiner Schwester
(alleinerziehend,voll berufstätig) und ihren
beiden fast gleich alten Söhnen -seinen Cousins- zurück, und bat mich
aufgeregt:"Kannst du mir zeigen wie das mit der Waschmaschine geht
und mit dem Aufhängen und dem Trockner??!!""
Ich hatte eine großartige Erkenntnis gewonnen,die ich sofort in alle
Welt hinausposaunte:Kinder können nicht nur gut für sich selbst sorgen,sie machen das auch noch richtig gern!!!
Da hättet ihr meine Freundinnen ,Bekannten und die Mütter vom Eltern-
abend hören sollen!
"Meine Küche gehört mir!" sagten sie ungefähr so
entschlossen, wie sie"Mein Bauch gehört mir!" sagen würden.
Empörung:"Da lass ich doch die Kinder nicht 'ran!"
und "Rabenmutter-arme Kinder!"
Ratlosigkeit:"Was soll denn ich dann tun,das ist doch mein Resort."
Seitdem hab ich den Mund gehalten,wenn sie über ihre Bügelwäscheberge
jammern und über die faulen Kinder,die nichts im Haushalt helfen.
Die wollen es genauso und dann wollen sie auch noch jammern und sich
selbst bemitleiden!
Nach dem schönen Ausritt setze ich mich noch für einen kurzen
Kaffee mit an den bäuerlichen Mittagstisch.
Rosi,die Bäuerin,schleppt einen Riesenpott dampfenden Eintopf
herbei.
Nur eine Einfältige wie ich,die ihrer Familie aus verschiedenen
Gründen selten ein Mittagessen gekocht hat,erwartet jetzt wohl
Lob oder Zustimmung!
Da wird gemeckert und gestochert,einer der erwachsenen Söhne
schimpft sogar laut:
"Ja pfui,do isch ja Lauch drin!!Des mag i doch gar ned!!"
Was ich wirklich nicht verstehe:wie kann eine Frau wie Rosi
tagein,tagaus alle diese Arbeiten wie kochen,putzen,Wäsche waschen
und bügeln etctun,für lauter erwachsene Kinder,die nur maulen und
dabei würde sie viel lieberso wie ich-über Mittag mit ihrem braunen Riesenross im Wald herumstrolchen!

Donnerstag, 4. November 2010


Wozu braucht der Mensch ein Haus?
"Schlaflose Nächte" würde ihr unsere Wohnsituation bereiten,erklärte mir
die Schwiegermutter in einem lästigen Gespräch.
Soll ich ihr sagen,dass ich in ihrem Wohnzimmer auch Albträume kriege?
Im Ernst:nach drei Monaten Camping in der Werkhalle bin ich nicht mehr
bereit oder willens für eine kleine Wohnung in diesem Kuhdorf 500€ aus-
zugeben oder für ein Haus mit Garten das Doppelte.
Jetzt "wohnen" wir vollkommen KOSTENLOS.
Und Wegziehen,ins Nachbardorf macht auch keinen Sinn,denn dann hätte
ich wieder eine aufwändige Anfahrt ins Geschäft,ausserdem ist's dort
auch nicht schöner...
Es ist warm hier und wir haben, was ein Mensch zum Leben braucht:
Atelier,Bad,Dusche Toilette,Herd im Freien und neuerdings sogar ein
Schlafzimmer mit Doppelbett.
Von Gemütlichkeit oder Wohnambiente hab' ich eh noch nie was verstanden.
Uralte Schränke in einem noch älteren Gemäuer sind mein Wunschtraum-
die einzige Einrichtung ,mit der ich 'was anfange.
So hatte ich's sehr lange und werd's auch wieder so hinkriegen.
Alles dazwischen ist "Design" davon versteh' ich nichts und will auch
keine Energie hineinstecken.
Wenn ich mit Zimtsternchen im Wald bin, frag ich mich sowieso:
wozu braucht der Mensch ein Haus?
Allerdings:ich mag diesen wilden Wald und liebe die Umgebung,aber dieses
grausig-spießige Kuhdorf in dem unsere Werkstatt steht, kann ich nicht
leiden und daran würde die gepflegteste Einrichtung nichts verändern.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

An manchen Tagen -wie heute-ist die Belastung richtig intensiv:
während ich noch die Email lese, in der sich die eine Schwester ihr
Herzeleid von der Seele schreibt spricht mir die andere ihre Sorgen
ins Ohr.
Der Schwiegervater erscheint wegen eines Kühlschranks,den wir
für ihn im Internet bestellt haben dreimal telefonisch und einmal
persönlich .
Der Sohn möchte in Japan angerufen werden um seinen
weiteren beruflichen Werdegang mit uns zu besprechen-und mitzuteilen,
dass er Heimweh hat und die Tochter beklagt zurecht,dass sie seit Tagen
nicht mehr angerufen wurde.
Das alles,während hier im Geschäft "der Bär steppt",die Mitarbeiter
von frühmorgens bis in die Nacht hinein arbeiten um alles fertig zu
kriegen bis Samstag-wo in unserem Gewerbe DEADLINE ist-im wahrsten Sinn
des Wortes.
..und die tausend Kleinigkeiten,die aus dem Nichts auftauchen,
wenn du meinst,du hättest es im Griff.
Es ist jedes Jahr dassselbe,aber diesmal freu ich mich besonders bis
Allerheiligen ist.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Gestern saß eine Kundschaft(Mutter mit zwei erwachsenen Töchtern)
in meinem Büro,als eine kleine braune Maus quer durch den Raum flitzte.
Mit einem unterdrückten Schrei sprang das kräftigere Mädchen auf den
Stuhl,japste nach Luft und wischte sich Tränen aus den Augen.
Mutter und Schwester zerrten, sichtlich verlegen,an ihren Armen und
befahlen ihr, sich zusammenzureissen, während das arme Mädchen oben
auf dem Stuhl schluchzte:"Entschuldigung,ich hab' eine Mausphobie!!!"
Fasziniert beobachtete ich diese unglaubliche Szene,die sich innerhalb
von Sekunden,direkt vor meinen Augen abgespielt hatte.
Bis gestern Abend gehörten Mausphobien für mich ins letzte Jahrhundert,
untrennbar mit ältlichen Korsageträgerinnen verbunden!!!!

Dienstag, 26. Oktober 2010

Wednesday(meine garstige alte Hündin)musste nach dem Verzehr von
mehreren Kilo frostgegefaulten Trauben (vom Komposthaufen )die Nacht
im Auslauf verbringen,was sie dazu veranlasste mitten in der Nacht ein
Protestgebell anzustimmen,das,um die Nachbarn nicht aufzuwecken,
zum Verstummen gebracht wurde, indem ich, im Nachtgewand und
frierend,wenigstens die Werkstatt für sie öffnete.

Der LKW-Fahrer kam früher als angemeldet und wurde ebenfalls im
Nachtgewand empfangen,dafür hat der Mitarbeiter seit langer Zeit mal
wieder komplett verschlafen....und jetzt wird's eng,denn ALLE Aufträge
müssen diese Woche noch erledigt werden!
Also Stress-Chaos pur, an einem sonnigen Dienstag im Oktober genau
das,was ich immer unbedingt vermeiden will!!

Montag, 25. Oktober 2010

ich will fliegen

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Es gibt Leute ,die führen in einer freundschaftlichen-oder
wie immer zwischenmenschlichen Beziehung, klammheimlich
ein Wohltatenpunktekonto.
Das heißt,sie listen irgendwelche Wohltaten oder Gefallen auf,
die sie dir geleistet haben und präsentieren dieses Guthaben
(das sie bei dir noch haben),bevorzugt,wenn du irgendwas nicht machst,
was sie von dir erwarten.
Es ist dann nicht nur eine Überraschung,dass überhaupt so eine Liste
geführt wurde, sondern auch der Inhalt verblüfft durchaus!
Da werden nachträglich Einladungen,die du selbst als lästig
empfunden hast,zu Wohltaten, für die du dankbar sein sollst.
Geschenke,die dir aufgedrängt wurden,Veranstaltungen bei denen diese
Personen sich vollkommen daneben benommen haben, werden ebenfalls
dazugezählt.
Soll ich nun auch so eine Auflistung machen? Darf ich Punkte abziehen
für unziemliches Verhalten oder jahrelange seelsorgerische Dienste
meinerseits?Möchte ich einer menschlichen Beziehung eine bürokratische
Dimension aufdrücken?
Ehrlich gesagt,ich find das sowas von daneben!
Wenn ich gebe,tue oder zuhöre,dann tu' ich das ,weil ich es will
und wenn ich es nicht (mehr)will,dann lass ich es.Punkt.
Niemals würde ich das in einen Lebensvorwurf packen:"ich hab so viel
für dich getan....und dafür schuldest du mir jetzt....."

Dienstag, 5. Oktober 2010

Es gab noch ein kleines Zwischenspiel,das mich beinahe um den
schönen Gardaseeausflug gebracht hätte:der Schwiegervater(79/120kg) donnerte
am Abend vor der Abreise in mein Büro und forderte mich auf, im selben Quartier
ein Zimmer für ihn und die Schwiegermutter zu buchen.
Normalerweise bin ich geistesgegenwärtig und behaupte fix, es wäre alles ausge-bucht, aber er blieb listig solange sitzen, bis die Empfangsdame die Buchung bestätigte.

Da ich wirklich keine Lust hatte, mit dem unzufriedenen, verfressenen Schwieger-
vater am Rockzipfel durch diese schönen Gassen zu trotten,wollte ich die Reise
grad absagen(sollten die mal selbst schauen wie sie dort zurechtkämen,eine
Frechheit war das sowieso, uns nicht mal zu fragen ob wir sie dabeihaben
wollten)da kam der erlösende Anruf:die Schwiegermutter war über Nacht erkrankt,
die beiden mussten daheim bleiben.
Eigentlich erwartete ich von mir selbst,dass mich in dieser italienischen
Herbstwonne ein paar reumütige Gedanken an die Daheimgebliebenen
(Schwiegereltern und Schwägerinnenfamilie)überkommen würden,
wenigstens soviel,dass es für eine SMS "vermiss euch"oder "nächstes
Jahr wieder" reichen würde.
Aber ich war einfach nur so froh,dass ich mich dort ohne diese Störenfriede tummeln durfte!

Montag, 4. Oktober 2010

Selig-sonnige Septembertage unter blauem Himmel am Gardasee verbummelt.
Wein getrunken, im schreiend kalten See geschwommen,ein goldbesticktes
Kleid auf dem Flohmarkt gekauft und auf dem Weinfest ausgeführt.(Foto folgt)

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Dienstag, 21. September 2010

Ich träumte,meine Lieblingsschwägerin hätte am Telefon geweint,weil ich
jeglichen Kontakt-lieblos- zu ihr abgebrochen hätte.
Das stimmt so nicht.
Wahr ist vielmehr,dass ihr kürzlich in einer ausführlichen Mail darlegte,
dass ich die abscheulichen Streiteren,die sie und ihr Ehemann jedesmal
vor aller Augen inszenieren und zelebrieren und die dann,wenn wieder Frieden
ist, spurlos aus unserer Erinnerung gelöscht sein sollen (war doch nix!!!),
nicht mehr ertragen kann,und deshalb nicht wünsche,dass sie diesen Herbst
wie sonst üblich, in unserem Quartier in Italien auftauchen
(wo wir geschäftlich zu tun haben und ein paar Tage Erholung dranhängen.)
Glaubt mir,es war nicht einfach,das auf den Punkt zu bringen,nach jahrelanger
Qual, sozusagen.
Obwohl ich nicht auf den Mund gefallen bin,wähle ich in solchen Angelegenheiten
die schriftliche Form.
Es ist leichter,die Gedanken und Worte zu sortieren und ich werde nicht durch
die Reaktion meiner Zuhörerin(Fragen,Rechtfertigung...Schweigen)
davon abgebracht,das zu sagen,was gesagt werden muss.
Trotzdem hat mich die ganze Sache ziemlich mitgenommen.

Montag, 20. September 2010

Lagerfeuer mit Trudy

Mittwoch, 15. September 2010


Diese sinnlos gewordene Fassade in meinem Hof wartet ,wie ich, auf den
Umbruch-nur, dass hier das Abbruchkommando schon bestellt ist,während ich im
richtigen Leben ungeduldig nach Anzeichen für eine Veränderung Ausschau halte.

Eigentlich wollte ich Zimtsternchen heute eine Lektion erteilen,doch dann brachte
er mir etwas bei:
Es sollte eine zirzensische Übung(Zirkuslektion)werden,bei der er,sich verneigend,das eine Vorderbein wegstreckt und auf das andere kniet.

Das hat bisher nicht geklappt,weil er Angst hatte,soweit runter zu gehen.
Dachte ich.Aber als er es heute -einfach so- machte,
zeigte er mir,dass er es bisher nicht machen konnte,weil ich Angst davor
hatte,dass er auf die Knie kommen würde..

Dienstag, 14. September 2010

An einem Morgen wie diesem wird mir doch tatsächlich schon in der Früh
die Zeit knapp!
Dabei wollte ich nur Gymnastik machen(fünf Tibeter-wie immer),Wednesday
ins Freie lassen,meine Emails checken,ein kleines Experiment mit meinen neuen Malfarben versuchen,die Fotos vom Wochenende angucken und ganz gechillt
(so sagt die Tochter)mit meinem Riesenpott Milchkaffee vor den Computer sitzen.
Aber da guckt schon des Mitarbeiters fröhliches Gesicht zur Tür rein und der
Arbeitstag fängt an.

Montag, 13. September 2010

Glückliches Wochenende am Bodensee-ein bißchen auf Ilses Spuren.
Von Nonnenhorn auf die andere Seite des Sees geradelt-nach Rorschach und dann
wieder zurück mit dem Schiff-ca sechzig km per Rad.
Wusste nicht dass dieses Stück zwischen Bregenz und Rorschach so wunderschön ländlich und ganz autofrei ist.

Donnerstag, 9. September 2010

Wenn ich früh den Hund rauslasse,mit zersaustem Haar,noch nicht
richtig angezogen,war ich dabei allein-bisher.
Ich dachte mir auch noch nichts, als ich neulich zwei bleichgesichtige
Aliens mit Michelinmännchenfiguren und prall gefüllten Plastiktüten
durch mein Ausstellungsgelände humpeln sah.
Später erfuhr ich:die sind im Nachbarhaus eingezogen,in die obere Wohnung,
deren Fenster direkt auf mein Betriebsgelände schauen.
Und seither ist nichts mehr, wie es war.
Diese unfreundlichen Wesen verfolgen mich,sie sind überall.
Entweder sie glotzen oben aus ihrem Fenster auf meinen Hof oder sie schlappen
gleich mittendurch.
Gestern morgen,kurz nach sieben ich hatte es mir gerade mit einem Milchkaffee
vor dem Computer gemütlich gemacht, geht die Tür auf und einer von den beiden
humpelt herein.
Mich traf fast der Schlag vor Schreck und der Hund tat, als
wollte er ihn zerreißen."ich hab Briefe"sagte er und zeigte sein häßliches Gebiß.
Scheinbar haben die neuerdings so einen Brief-Austrägerjob angenommen.
Wie schrecklich,jetzt werden sie noch überaller anzutreffen sein!

Sonntag, 5. September 2010

Sonntag Abend.
Hatte ein anstrengendes Verkaufswochenende.
Und als die Kunden fort waren, kam Schwester Dane mit ihren zwei Töchtern.
Ihr Sohn musste daheim bleiben und die Pferde versorgen.
Wir gingen noch alle zusammen 'was essen in die nette Wirtschaft eines
Freundes.Und ich frag mich:Warum darf die jüngere Tochter(5 1/2) wie ein Hund
auf dem Boden rumkrabbeln,dass die Kellnerinnen über sie stolpern und es
eigentlich allen auf den Wecker geht- und doch darf niemand was sagen?
Ich wundere mich schon länger über diese Art"Erziehung" und plötzlich kapiere ich:
die Mutter,meine Schwester, hat so mächtig Respekt vor den Ausrastern
der Kleinen(sie kann schreien, toben, spucken und grössere Gesellschaften aufmischen),dass sie froh ist,wenn sie nur "Hund spielt".. Die Kleine hingegen merkt,dass sie die Mutter mit diesen Ungezogenheiten schon ziemlich
vorgeführt hat und gibt sich damit zufrieden.
Ich verstehe es jetzt zwar etwas besser,aber es macht den Umgang nicht angenehmer.

Freitag, 3. September 2010

Der Mann kam von einem Auswärtstermin zurück und hatte eine Überraschung
mitgebracht.(Seine Überraschungen sind selten reiner Genuß und ich näherte
mich vorsichtig....)
Es war eine Wäschespinne.
Ich finde auch,daß Wäschetrockner aus Umweltgründen gar nicht gehen,aber die Unterhosen und Socken von Chef und Chefin auf dem Betriebsgelände im Wind
flattern lassen,so direkt im Blickfeld von Mitarbeitern und Kunden?!
Es ist zwar in keinem Marketingseminar oder -buch direkt angesprocheen worden,
aber so aus dem Bauch raus würd ich das eher als "nicht verkaufsfördernd"
einstufen.
(Ich hab deshalb blitzartig nochmal eine Fuhre Wäsche in den Trockner
gestopft.)

Mittwoch, 1. September 2010

Knochen-Blog?
Montag kam der Schwiegervater(schon wieder er) von seinem
allwöchentlichen Besuch beim Knochenarzt und schwenkte fröhlich
eine CD, die ihm der gute Doc mitgegeben hatte.
Darauf-wie aufregend-waren seine sämtlichen Rötgenaufnahmen der letzten
Monate dokumentiert.
Mäßig interessiert schaute sich die herbeizitierte Familie die amorphen
grau-in-grau Bildchen auf seinem Laptop an.
Und der Schwiegervater hatte noch eine gute Nachricht:
Ab sofort würde er immer alle aktuellen Röngenbilder frisch auf CD mit nach Hause bekommen.
Ich bot ihm an, einen KNOCHEN-BLOG für ihn einzurichten,auf dem die spannende
Entwicklung seines Kochengerüstes einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann.

Dienstag, 31. August 2010

Marketingmässig gelten alte Menschen als problematisch:
Sie wollen kein neues Auto mehr,brauchen keine neuen Möbel oder Elektronik-
geräte,auch kulinarische Genüsse und andere Verlockungen scheinen sie
ziemlich kalt zu lassen.
Ganz anders mein Schwiegervater Sepp (fast 80): Er kauft jedes Jahr neue
Möbel und lässt mindestens einen Raum in seinem Haus erneuern,
lasst Bäume fällen oder er kauft ein Gartenhaus für den winzigen Garten.

Auf jeder Dorfmesse lässt er sich von einem "netten Froilein" ein neues
Handy samt Vertrag aufschwatzen,regelmässig wird beim Telekauf ein Elektro-
gerät bestellt, seis's ein Wundergemüsehobel oder ein weiterer digitaler Fotoapparat...

Letzte Woche rief mich die Schwiegermutter verzweifelt an:
er hat den Erlös eines Gartengrundstücks in den Kauf einer 200PS Luxuslimousine gesteckt,wobei er sicher nicht mehr lange ans Steuer eines Autos darf.
Ich sollte ihm "ins Gewissen reden"(scheinbar bin ich in dieser Familie die Einzige,die sowas kann)
Hab' ich dann auch versucht.Erzählte ihm 'was von "Rücklagen für eventuelle
gesundheitliche Probleme",die er eigentlich bilden sollte....
Merkte erst nach einer Weile,dass er schon lang' aufgelegt hat.
Und natürlich wird das neue Auto morgen abgeholt.

Montag, 30. August 2010

Drei Tage unterwegs mit der Tochter in ihrer und unserer neuen Heimat.
Sie muss hinten im Auto sitzen und wird abwechselnd von uns gefragt, ob sie Hunger oder Durst hat oder aufs Klo muss.Und abwechselnd ermahnt,nicht zu bröseln oder die Sitze zu "verbotzeln".Ein Ausflug in die Vergangenheit.
Die Tochter bekommt ein schickes Appartement in einem neuen Stadthochhaus direkt
an der Fußgängerzone dieser entzückenden Studentenstadt an der Donau.
Genau das Richtige für eine landmüde junge Frau...
und wir beziehen ein uraltes Bauernhäuschen indem es zunächst weder fließend warmes Wasser noch sonstigen Komfort geben wird,in völliger Einöde gelegen.
Genau das Richtige für uns...

Freitag, 20. August 2010

Seit 3 Wochen ohne Internet-weil der Blitz in meinen Computer eingeschlagen hat.
Ein kurzer Abriß aus meinem derzeitigen chaotischen Leben:
Sohn war da und fliegt heute wieder nach Tokyo.
Natürlich war die Zeit zu kurz,aber wir hatten viele schöne Momente,schwimmen im Bodensee,schöne Ausflüge Grillfeste und viele gute Gespräche.
Tochter verbrachte 10 Tage in Rußland ,da wo die Waldbrände tobten und ist
gottseidank unversehrt zurückgekommen.
Mein augenblicklicher Lebensraum:ein provisorischer Verschlag im Labor des Liebsten,
in der Ferienwohnung der Schwiegereltern am Bodensee und noch zu selten im Setra-Bus.
Ansonsten befinde ich mich weiterhin in einer Warteschlaufe,da die Kaufinteressenten fürs Geschäft sich noch Zeit für ihre Entscheidung nehmen.
Bitte drückt mir weiterhin die Daumen,ab nächste Woche sollte hier wieder eine gewisse Normalität und Ruhe einkehren!

Mittwoch, 30. Juni 2010





Morgens,wenn die Sonne aufgeht, bin ich mit Zimtsternchen schon bei den Moorseen und für tagsüber hab' ich diese gemütliche Chaiselongue in mein Büro geräumt.
So läßt es sich aushalten,mein provisorisches Leben!

Montag, 28. Juni 2010


MY SWEET NEW HOME!!!!
(sorry wie das mit den Collagen funktioniert hab'ich noch nicht so richtig raus)

Sonntag, 27. Juni 2010

Ob das in den Genen liegt,das Rastlose,das "woanders-hin-wollen",die Suche nach Veränderung?
Keine Ahnung.
Jedenfalls sind meine Eltern nach Brasilien ausgewandert und angeblich auch meinetwegen wieder zurückgekommen:
weil ich die ersten drei Monate meines Lebens nur geschrien haben soll und erst aufhörte,als ich auf deutschem Boden war.
In der Kleinstadt,in der ich aufwuchs hat es mir nie gefallen und ich dachte schon als Kind:
"Wenn ich groß bin,geh ich fort."

Schwester Nilla wechselt ungefähr einmal pro Jahr entweder Job,Partner oder Wohnung.
In manchen Jahren hat sie alles mehrmals verändert.

(Dafür treibt Schwester Dane extrem tiefe Wurzeln in den Grund:ihr Haus(nur 10km von unserer einstigen Wohnung entfernt)ist eine Festung und plant das Leben ihrer Kinder und Kindeskinder fest mit ein.)

Ich habe fast immer in Provisorien gelebt:die alte Wassermühle wurde jahrelang restauriert und war nur auf einem Balken balancierend zu betreten und das Waldhaus hatte erst seit fünf Jahren sowas wie "Schlafzimmer" und "Wohnzimmer".
Aber es sind nicht die Häuser,vor denen ich fliehe.

Es ist die Situation,die ich verändern möchte.

Ich will die geschäftlichen Pflichten loswerden,keine Geldsorgen mehr haben,nicht mehr angebunden sein und endlich wieder reisen und Zeit haben.

Und ich kann mir nicht vorstellen,mich in diesem Dorf hier je wohlzufühlen oder einzuleben.
Die Menschen hier sind mir fremd und nicht nur durch meine roten Haare falle ich auf,wie ein bunter Hund.
Wenn ich gelegentlich,in einem Biergarten oder beim Einkaufen,notgedrungen ihren Unterhaltungen folgen muss,wünschte ich,sie würden eine mir fremde Sprache sprechen.
Dann könnte ich den einen oder anderen Wortfetzen erhaschen und mir selbst ein Gespräch dazufantasieren.
So muss ich verstehen was sie sagen.Wort um Wort.

Montag, 21. Juni 2010

21.6.2010
Ich sitze weinend auf der Treppe von meinem leergeräumten Haus und denk selbst,ich bin plemplem.
Neun Monate hab ich daraufhingearbeitet,gewunschen und gehofft und jetzt, wo alles klar ist,eine nette Familie hier einzieht die sich liebevoll um Haus Hof und
die Katzen kümmern wird,jetzt tut es mir Leid und ich hab Heimweh,noch bevor ich ganz fortgegangen bin!
Diesmal werde ich aber nicht den Fehler machen,wie bei dem Verkauf unseres letzten, noch viel mehr geliebten Hauses,die Trauer und den Schmerz einfach "wegzuschaffen"(Geschäft gäb's genug),denn in meinen Träumen hab ich danach fast fünfzehn Jahre lang versucht,die alte Mühle zurückzubekommen,bis ich sie endgültig loslassen konnte.
Meine momentane Situation ist eine provisorische:
Wir haben unsere Zelte erstmal in den riesigen Räumlichkeiten im Geschäft aufgeschlagen.Das Bett steht in einem bisher ungenutzten Raum.(...wenigstens mit Ostfenster für mich Morgenmenschen).
Ein größeres Wohnmobil ist gefunden worden und soll nächste Woche mit TÜV abgeholt werden.
Spannend bleibt,ob der Interessent,der unser Geschäft kaufen möchte, das Geld aufbringen wird und was wir dann in dieser Wirtschaftssituation damit tun werden.Denn das ist ALLES was wir dann überhaupt an Einkünften und überhaupt haben,denn Rente oder sowas gibts bei uns nicht.
Falls er es kaufen kann, müssen wir aufpassen,dass wir es so anlegen,dass es sich im Fall eines Währungscrashs nicht entwertet und wir nachher noch ein Moped davon kaufen können oder einen Truthahn...
Falls er es nicht kaufen kann,müssten wir dieses Provisorium noch ziemlich lange weiterführen.Dann würden wir nicht aus dieser Gegend weggehen und das Haus in Österreich würde noch eine ziemliche Weile ein Ferienhaus bleiben müssen.
Bisher sind alle meine Wünsche und Bestellungen ans Universum in Erfüllung gegangen.
Aber momentan weiß ich nicht,was ich wünschen soll.
Ich will weg hier,aber ich fürchte auch durch einen Geld-Wirtschaftscrash alles zu verlieren,wenns dumm kommt.
Am Wochenende hab ich mal was ganz anderes gemacht:zusammen mit Zimtsternchen einen
Kommunikationskurs bei der sehr von mir verehrten Pferdetrainerin Lohas besucht und ganz viel über Zimtsternchen gelernt.
Überraschend ,inspirierend einfach schön wie sie das macht.
Ihre Pferde folgen ihr bei Auftritten ganz ohne Halfter und Strick und sie reitet schwierige Dressurnummern ohne Sattel und Trense.
Das Tollste dabei ist:was sie macht ist liebevoll,die schönen Tiere folgen ihr so gerne und so leicht.Ein bißchen davon ist auf Zimtsternchen und mich übergegangen.

Dienstag, 15. Juni 2010



Ich liebe meine Heimat.Je näher der Abschied rückt,umso verrückter.
Schon mal so ein liebliches Kirchlein wie das in (noch)meinem Dorf gesehen?
Und diese mystischen Burgen und Ruinen- auf fast jedem Berg steht da Eine!
Die Bücher über Sagen und Märchen aus dieser Region füllen ein ganzes Regal in der örtlichen Buchhandlung!
Tags pack' ich tapfer Kiste um Kiste aber nachts träum' ich wirr in meinem leeren Schlafzimmer:von einer großen aufregenden Reise mit unbekanntem Ziel.

Mittwoch, 9. Juni 2010

Ich räume das Haus aus,ich trage sein Inneres nach draussen.
Eine sehr anstrengende Arbeit,besonders bei dieser Hitze.
Es tut mir gut,die ganzen Sachen nochmal in die Hand nehmen zu können/müssen.
Während ich ausräume -raustrage- sortiere- wegwerfe- loslasse
kommen die Erinnerungen,Träume aber auch Entäuschungen und unerfüllte Erwartungen an die Zeit in diesem Haus,an das Leben in diesem Haus,in mir hoch.
Ich hab mich hingesetzt und diesen Gedankenfluss gebändigt,indem ich alles aufgeschrieben habe.
Zwei engbeschriebene Seiten in meiner runden Kringelschrift hat es gegeben,die Aneinanderreihung dieser Erlebnisse und Begebenheiten,die ich dort und damals noch erleben wollte und die nun nicht mehr stattfinden werden.
Schmerzliche Begegnung mit der eigenen Endlichkeit:
Wir haben nicht immer und ewig Zeit noch dies oder jenes zu tun!

Da mein lieber Mann in solchen Situationen ein großes Hindernis darstellt und ständig händeringend umherirrt und ruft:
"oh jeh,soviel Unrat,wie sollen wir das jemalsausräumen und fertigbringen...",hatte ich ihn gebeten die nächsten drei Wochen in den Urlaub zu fahren.
Aber "oh jeh,das geht ja gar nicht..ohne mich kriegt ihr das niemals hin.."
und so hat das Universum ihm eine sehr scheußliche Grippe schicken müssen,die ihn jetzt in seinem Bett festhält und mir und meiner unglaublich tatkräftigen Tochter den Weg freihält alles in Kisten zu packen und von den Mitarbeitern abholen zu lassen,Lastwagenfüllung um Lastwagenfüllung.
Unfassbar,was vier grosse Hamster innerhalb von achtzehn Jahren in einem Haus anzusammeln vermögen!!!

Mittwoch, 2. Juni 2010

Das Haus ist verkauft.
Neun Monate nach den ersten ernsthaften Bemühungen hat das Waldhaus eine neue Besitzerfamilie gefunden!
Ein nettes Ehepaar"Mitvierziger" und seine liebreizenden Kinder, Sohn und Tochter werden es zukünftig beleben.
Sie bringen zwei Islandponies und eine alte Katze mit.
Ein Welpe soll dazukommen,der sich dann gleich an die drei vorhandenen Katzen gewöhnen kann.Überhaupt sind sie große Katzenfreunde: das kleine Mädchen hat sich auf einem mitgebrachten Notitzblock gleich die Namen und Eigenarten der drei kleinen Hauskobolde notiert.
Meo:gescheckter alter Kater.grantig.mag nicht so gern knuddeln.ihm tut öfter was weh.
Minki:graues Mädchen.lieb aber nervös und ängstlich.wird von den anderen verhauen.
Milou:ganz lieber roter Kater.mag knuddeln und rumtragen.ist lustig.fängt keine Mäuse
aber klaut die die Mäuse der anderen.
Vorsicht:alle drei Katzen klauen alles was herumliegt und stossen Milchtüten um, wenn was drin ist.

Da diese Leute auf unsere eigenen Inserate hin zu uns gefunden haben, sind die Maklerinnen Frau Frauenpower und die Platinblonde leer ausgegangen.
Da sie im Erfolgsfall mehr als zehntausend Euro kassiert hätten(von beiden Parteien zusammen) kann ich sogar verstehen,dass die Platinblonde noch einen allerletzten verzweifelten Versuch wagt und mir,während ich beim Notar sitze,noch ein "wahnsinnig interessantes Pärchen, das aufgrund einer seltenen Allergie gegen alles mögliche dringend eine Alleinlage sucht und ganz gewiss einen höheren Preis zahlen würde als die jetzigen Käufer",
allerwärmstens empfiehlt.
Tatsächlich schwirrte diese Familie von Anfang an um unser Haus herum.
Ich hatte sie allerdings als ernsthafte Interessenten bereits abgeschrieben,da sie
zunächst ihr Haus verkaufen mussten.Und das hat dann ganz "plötzlich und unerwartet"
geklappt und so kamen sie vor knapp zwei Wochen mit einem vernünftigen Kaufangebot auf uns zu.

Fast auf den Tag genau hat das übrigens so geklappt,wie die liebe Sam es mir horoskopmässig in Aussicht gestellt hatte!Großes Lob an dieser Stelle!

Da schien mein Leben monatelang unveränderlich,wie für immer betoniert und jetzt
muss ich-darf ich loslassen: mein rotes Schiff,meinen lieben Hund und das Waldhaus.
ALLES INNERHALB VON WENIGER ALS ZWEI WOCHEN!!!!!!



in memoriam: Bär,wie sie leibte und lebte

Freitag, 28. Mai 2010

Bär ist tot.
Mein süßes, lustiges, immer gutgelauntes Hundchen musste gestern eingeschläfert
werden,weil ihre Lähmung so fortgeschritten ist,dass sie nicht mehr ohne unsere Hilfe
aufstehen oder laufen konnte.
Wie Gummi waren ihre dicken, einst so kraftvollen Tatzen geworden.
Es gibt Leute,die setzen so einen Hund noch für ein paar Monate in einen Rollwagen.Aber das wollten wir nicht.
Für ihre üblichen Touren durchs Unterholz wäre so ein Ding eh nicht geeignet gewesen.
Als ich sie gestern morgen aus dem Stall holte spürte ich sowas wie eine wissende Trauer aber auch Schmerz.
Sie konnte es nicht fassen,dass ihr Hinterteil so gar nicht mehr funktionierte.
Schade,sie ist nur neun Jahre alt geworden.
Man sagt mir ,das sei erstaunlich alt für einen so großen Hund.
Aber von einer Mischung aus mindestens sieben Rassen hätte ich mir eine längere Lebenszeit erhofft.
Und jammerschade,Wednesday ihre ältere und supergarstige Mutter hat sie überlebt.(Warum hat es nicht andersrum sein können??)
Seltsam,seit mehr als zwanzig Jahren hatte ich IMMER mindestens zwei Hunde.
Ich bin schon sehr traurig.
.

Mittwoch, 26. Mai 2010

von Möchtegerneselzüchtern, Pseudokameltreibern , Walderemiten in Spe und sonstigen Stadtneurotikern handelt meine Gesellschaftsstudie "ein Haus im Wald verkaufen" an der ich momentan schreibe, um die auf meiner Lebensbühne vorgeführten Theaterstückchen festzuhalten und zu verarbeiten...

Tatsächlich hat sich was verändert,seit wir vor achtzehn Jahren unser vorheriges Haus verkauften(eine historische Wassermühle) und unser derzeitiges Haus kauften.

Damals kamen genau drei Interessenten und ein seltsames Paar hat die Mühle dann gekauft:
Er: braungebrutzelter siebzigjähriger Mountainbikefahrer (zu dieser Zeit noch eine Seltenheit),sie: eine vierzigjährige sehr spröde wirkende Bankmanagerin, die gar nicht aus Stuttgart wegziehen wollte.Die Story, sie wären ein Liebespaar, haben sie extra für uns erfunden.
Diese Mühle war meine Heimat,meine Liebe.
In der Stadt aufgewachsen,fühlte ich mich wie am Ende des Regenbogens angekommen, in der Erfüllung meiner Kindheitsträume vom Leben auf dem Lande.
Damals,Ende zwanzig.
Die Bitten meines Mannes,dass er nicht für den Rest seines Lebens der Diener eines
eines uralten renovierungsbedürftigen Hauses bleiben wollte, ignorierte ich zwei Jahre lang.Dann kündigte sich ein Sanierungsbedarf an,der unsere Möglichkeiten weit überstieg.
Viele Jahre hat mich die Vorstellung nicht losgelassen ich könnte irgendwann wenn ich "alt wäre und Geld hätte" wieder in dieses geliebte Mühlhaus ziehen.
Bis ich vor ca drei Jahren noch einmal unverhofft dort an der alten Mühle vorbeikam.
Das Anwesen hatte inzwischen den Besitzer gewechselt.
Offensichtlich bewohnte es jetzt eine Familie,mit Kindern und Pferden,die es verstanden, Haus und Hof so in Schuss zu halten,wie ich es mir nur nur hatte
erträumen können.
Erst bei diesem Anblick konnte ich die alte Mühle loslassen.Jetzt, wo ich wusste,dass das Haus seine Bewohner gefunden hat.

Aber ich bin abgeschweift.Eigentlich wollte ich von dem Edelhippie berichten,der das
Waldhaus zuletzt besichtigt hat:Langer Zopf und freakiges Batikhemd, aber mit einem
sehr teuren Mercedes Wohnmobil dahergefahren kommen.
Er sagte verschwörerisch, das Geld läge bereit und er würde nur zum Vergnügen arbeiten-nicht wegen dem Verdienen,das hätte er nicht nötig.Unser Haus hat seiner Meinung nach nur einen Fehler:man kann die Sonne nicht im Westen untergehen sehen,weil dort ein Berg ist.
Der Sonnenaufgang und die Morgensonne können das nicht ausgleichen.Leider.
Weil er den Garten sehr bezaubernd fand bekam er sogar noch selbstgemachte Maultaschen von uns serviert.

Ich bin trotzdem guter Dinge,dass es ganz bald was wird:eine andere Familie,von Anfang an interessiert, hat inzwischen ihr eigenes Haus verkauft und neue Verhandlungen begonnen.(Leider nicht die entzückende Pferdephysiotherapeutin)

Montag, 10. Mai 2010



Eselfohlen sind die süßesten Tierkinder überhaupt.
Dieses hier ist erst eine gute Woche alt und wahrscheinlich wird es in dieser
kleinen Herde demnächst noch zwei weitere Fohlen geben.


Ahem,das mit dem Selbstauslöser und dem Pferd funktioniert nicht immer so,wie ich mir das vorstelle...


Donnerstag, 6. Mai 2010


Zwei Damen mit rumänischem Akzent(Artistinnen??!!)wollten heute unser Haus anschauen.(Wir haben natürlich wieder mal wie wild geputzt und aufgeräumt.)Bevor sie kamen, fragten sie nochmal nach, wie groß die ebene Fläche,die zum Haus gehört, eigentlich sei.
Sie wollten angeblich Zelte dort aufstellen.ZIRKUSZELTE!!!
Das wurde dann nichts mit dem Besuch,denn wir haben nur Hangwiesen und gar keine ebenen Wiesen.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Vor diesem Wochenende glaubte ich noch,dass diese ganzen Möchtegern-Kameltreiber,-Eselzüchter und -Koikarpfenfreunde,die die Maklerin in mein Haus lockt, sich wenigstens ein paar nützliche Informationen, über die Haltungsbedingungen ihrer zukünftigen Haustiere eingeholt hätten.
Während ich mich hilfsbereit auf Beratungsgespräche einließ,wie hoch z.B.ein Weidezaun für einen Esel sein muss,wie viel Schräglage Kamele vertragen und wo ein Becken für Koi-Karpfen angebracht werden könnte,musste ich feststellen,dass diese Leute selbst keine Ahnung haben und von mir,als Hausbesitzerin eine Auskunft erwarten ob sich das Anwesen für ihre Hirnspinnereien eignet....

Mittwoch, 28. April 2010

Zwei lahme Hunde hab ich grad.Während die ältere, graue Wednesday sich nur was verrenkt hat,und hoffentlich bald wieder wird, sieht's mit Bärchen böse aus.
Die Lähmung schreitet in einem unerbittlichen Tempo fort,ihre Hinterläufe rutschen weg,
sie rennt immer noch 'rum wie verrückt aber nur kurze Zeit,verletzt sich,strauchelt,fällt die Treppe runter....
kann nicht mehr grad laufen,nur noch schräg,eher ein schräges Hüpfen ist das.
Ich hab die Symptome zweifelsfrei dem Internet entnommen,was mich natürlich ins Kritikfeuer meiner lieben Tierfreundinnen stellt,weil ich mich weigere zum Tierartzt zu gehen,denn bei dieser Krankheit kann man gar nichts machen.
Das ist schon sehr komisch:Spaziergänge einst für die Hunde ersonnen, sind denen urplötzlich zu weit und zu anstrengend.
Ich lauf morgens allein durch den Wald,die Hunde bleiben daheim liegen.
Traurig.

Samstag, 24. April 2010