
30.5.08
wer kann da ungerührt im Bett liegen bleiben wenn draußen
die Vögel ihre Arien schmettern ,das Pferd im Stall hustet
und die Kazen auf derVeranda mit viel Geschrei ihre
Ringkämpfe ausfechten? Also ich nicht,auch nicht wenn
es angeblich erst 5:17 ist und deshalb bin ich untertags ein
bissle müd.
Mein kleines Mädchen,meine Tochter ist in diesen Tagen
achtzehn Jahre alt geworden und der Augenblick als ich
sie zum ersten mal alleine ins Auto steigen und wegfahren
sah hat mich mehr als der spektakuläre Geburtstag berührt,
denn in dem Moment begriff ich,dass meine Kinder
jetzt beide „flügge“ sind und für mich eine neue Zeit der
Wandlungbeginnt.
Als Mutter,Frau,Mensch.
Typischerweise fallen mir jetzt, wo ich die
Verantwortung für meine Kinder etwas loslassen kann
keine "vernünftigen Ziele "ein sondern ich gedenke
endlich das zu machen was ich schon "seit immer"
machen wollte und mich nur bisher nicht traute oder durch
die Umstände gehindert wurde-und das mutet mein
Umfeld wohl öfter recht kindisch und seltsam an.
Die vielen bunten Bildchen,die ich schamlos und überall
male ,meine Knetfiguren,die inzwischen überall sitzen
wo ich geh und steh und das Baumhaus,das ich heimlich
angefangen habe zu bauen.
So schön die Erkenntnis,dass ich mich nicht vernünftiger
weiser und schlauer zu stellen brauche als ich tatsächlich bin!