Freitag, 30. Mai 2008


30.5.08

wer kann da ungerührt im Bett liegen bleiben wenn draußen
die Vögel ihre Arien schmettern ,das Pferd im Stall hustet
und die Kazen auf derVeranda mit viel Geschrei ihre
Ringkämpfe ausfechten? Also ich nicht,auch nicht wenn
es angeblich erst 5:17 ist und deshalb bin ich untertags ein
bissle müd.

Mein kleines Mädchen,meine Tochter ist in diesen Tagen
achtzehn Jahre alt geworden und der Augenblick als ich
sie zum ersten mal alleine ins Auto steigen und wegfahren
sah hat mich mehr als der spektakuläre Geburtstag berührt,
denn in dem Moment begriff ich,dass meine Kinder
jetzt beide „flügge“ sind und für mich eine neue Zeit der
Wandlungbeginnt.
Als Mutter,Frau,Mensch.

Typischerweise fallen mir jetzt, wo ich die
Verantwortung für meine Kinder etwas loslassen kann
keine "vernünftigen Ziele "ein sondern ich gedenke
endlich das zu machen was ich schon "seit immer"
machen wollte und mich nur bisher nicht traute oder durch

die Umstände gehindert wurde-und das mutet mein
Umfeld wohl öfter recht kindisch und seltsam an.

Die vielen bunten Bildchen,die ich schamlos und überall
male ,meine Knetfiguren,die inzwischen überall sitzen
wo ich geh und steh und das Baumhaus,das ich heimlich
angefangen habe zu bauen.

So schön die Erkenntnis,dass ich mich nicht vernünftiger
weiser und schlauer zu stellen brauche als ich tatsächlich bin!

Mittwoch, 28. Mai 2008


28.5.08

Vierzehn Tage lang (mit 3 Tagen Arbeits- Unterbrechung)
tat ich nur das:
schwimmen,radfahren,essen, trinken ,schlafen ,zeichnen fotografieren und ausruhen-
und das hat so gut getan!!!
Interessant auch mal, aus der Distanz die hunderttausend Tätigkeiten
zu betrachten,die normalerweise meinen Tag bestimmen!!!
(Wahnsinn)

Dankbar bin ich vor allem meiner Tochter,denn sie ist diejenige,
die das überhaupt möglich machte.
Nur sie kriegt es auf die Reihe, drei Hunde,vier Katzen ,zwei Pferde und zeitenweise sogar das Bürotelefon zu hüten.
Ich kann mich auf alles verlassen:
die Pferde bekommen eine neue Weide gesteckt,die Hunde einen
Brei bereitet ,die Katzen dürfen nachts ins Haus….
und Kundenanrufe werden auf einem Zettel notiert.

Wohlgemerkt,der Sohn macht das auch- wenn’s sein muss,
aber da kommt es halt vor,dass der eine Hund einen Jogger beißt
und der andere einen Hasen jagt ,die Pferde kriegen Heu statt
frischem Weidegras und das Bürotelefon läutet einsam vor sich hin,
weil er wegen einer Autopanne dort nicht hinkonnte.

Ich versuche noch,vom sanften BLAU des Sees in meinen Alltag zu holen.