Samstag, 30. Juni 2012
In der Burg Archäologin gespielt und diesen mittelalterlichen
Raum unter Staub Schutt und Unrat freigelegt.
Ich mag das:während sich mein Körper in harter Arbeit in die
Vergangenheit dieses uralten Gebäudes hineinwühlt und es
befreit,gehen meine Gedanken auf Reise,in meine Vergangenheit,
in die Tiefe.
Es ist eine Art Küche mit direktem Ausgang ins Freie.
Ich betrete eine andere Zeit,eine andere Welt.
Besonders der Steinboden haut mich um.
Nachmittags marschieren zwei sportliche Mittsechzigerinnen mit
entschlossenen Mienen grußlos an mir vorbei,direkt auf die
Außenmauer der Burg zu.
Die Eine trägt ein GPS Gerät in der Hand,die Andere hat einen
Zettel,von dem sie der mit dem GPS Gerät, Koordinaten vorliest.
Starr vor Schreck beobachte ich,wie sie zuerst die Mauer
abklopfen,dann steigt die mit dem GPS Gerät auf die andere drauf,
die ihr dazu eine Art Spitzbubenleiter bietet,
und wühlt in meiner Dachrinne!
"Da ist es!" sagt sie nach einer Weile erfreut und bringt eine
kleine Kapsel zum Vorschein.
"Wir sind Geocatcher" sagt die mit der Kapsel zu mir gewandt
und schwenkt ihr Fundstück, als würde das alles erklären.
Ich erzähle ihr,daß letztes Jahr ein Tourist auf die Mauer
geklettert ist, sich beim Absturz das Bein gebrochen hat und
jetzt behauptet,er wäre nur der Mauer entlang geschlendert und
ein Stein habe sich gelöst und ihn verletzt.
Weil der Stein aus unserer Mauer gefallen wäre,stellt seine
Anwältin eine fünfstellige Summe an Schadensersatz gegen uns.
Ich hoffe sie versteht,daß ich ein bißchen empfindlich auf Leute
reagiere, die an meinem Gebäude rumklettern.
"Ja es ist gut,daß wir diesen "Schatz" gleich in der Dachrinne gefunden
haben,tatsächlich gibt es leidenschaftliche Geocatcher,die eine
Mauer zerlegen würden,um einen "Schatz" zu finden."
Auf anderer Leute Grundstück,ohne zu fragen,da fällt mir nichts mehr
ein!
Ich habe dem Geocatcher,der das Ding versteckt hat, ebenfalls diese
Geschichte erzählt und ich hoffe sehr,dass er das Objekt und
die Koordinaten aus dem Internet entfernt.
Sonntag, 17. Juni 2012
Donnerstag, 14. Juni 2012
Ich wurstle mich durch meine Tage.
Anfang Mai war ich nochmal allein in Spanien ,in der Wohnung
an der Costa Brava ,die meine Großmutter vor über 40 Jahren
gekauft hat,(eine sehr selbstständige Oma hatte ich!!!)
Ich bin mit einem gemieteten Fahrrad über Land geradelt,
hab das Cap de Creus nochmal besucht und bin durch
Barcelona gestrolcht.
Manchmal war ich ein bißchen einsam,aber das überwältigende
Glücksgefühl hat alles überspült.
Am Liebsten wäre ich dort geblieben!
Wieder heimkommen war schwer.
Paartherapie bringt zuerst euphorische Erleichterung und dann
neue Komplikationen.
Immer noch schwebe ich in allen Dingen in der Luft.
das alte Ufer verlassen und jetzt im Fluß treiben
ohne jede Vorstellung wo es mich hintreiben wird..
das trifft's so ziemlich genau
Abonnieren
Posts (Atom)

