Samstag, 1. Dezember 2007
Vanillepuddingfassade und hölzerner Wachturm
Keine Ahnung warum wir uns jahrelang einredeten dieses giftige abgewaschene Grau der Fassade wäre schön....warum wir die Notsignale des abbröselnden Turmes so lange ignorierten,
bis er große Platten seines sich auflösenenden Verputzmantels nach uns warf.
Ein echter Weggucker war dieser zehn Meter hohe Turm,der einst als Sägmehlturm dem ehemaligen Holzwerk diente,was die frühere Funktion unseres Geschäftsgebäudes war.
Aber jetzt ist alles gut geworden,innerhalb von drei Wochen.Ich hätte es nie gedacht.
Die räudig- grauen Wände sind ausgebessert worden und haben einen Vanillepuddingfarbenen Überzug bekommen.
Der einst marode Turm hat eine kräftige Holzlattung erhalten, auf der eine Holzverschalung angebracht wurde.
Er steht jetzt stolz und stark, ist ein Wahrzeichen der Kraft und Anziehung geworden!
Immerhin das dritthöchste Gebäude in unserem Dorf, gleich nach den beiden Kirchtürmen,steht er jetzt, weithin sichtbar so kraftvoll und schön.
Und ich bin so begeistert und stolz!
Ich meine, wer ausser mir hat den schon einen BEGEHBAREN TURM?
Ich bin sicher,dass diese neue leuchtend-starke Erscheinung unseres Geschäftsanwesens
Energie und Wohlstand nur so anziehen werden- und wie um mir Recht zu geben,stapfen direkt nach Fertigstellung tapfere Kunden durch den Schnee und erteilen mir einen Auftrag.
Mittwoch, 28. November 2007
28.11.07
gestern zu viel Glühwein getrunken,und mir daraufhin
selbst eine total alkoholfreie Zeit geschworen.
Ich werd alkoholfreies Bier kaufen um meine Gelüste
in den Griff zu kriegen.
Nach häßlichen Auseinandersetzungen mit meinem Liebsten
vorgestern und gestern kam
Nachmittags/abends die Versöhnungsphase.
Wir müssen uns um Zusammenhalt bemühen,Auseinandertriften
passiert von selber.
Er sagt noch, meine derbe Ausdrucksweise würde ihn stören
Das finde ich lustig,weil ich eigentlich ihn öfter als ausgesprochen
derb und roh erfahre .
Ich weiß,daß er eigentlich nicht so ist und
auch einen differenzierteren Wortschatz hat.
Auf diesen Hinweis fällt ihm nicht viel ein….
Leider hat er gestern –
animiert durch meinen Glühweinkauf-auch zu viel getrunken.
So stieg ich nach mehreren Glühweinmixgetränken noch ins
Auto und holte die Tochter bei der theoretischen Fahrstunde ab!!!!
Später gabs Harry Potter auf Englisch.
Es kann tatsächlich auch
anzugucken!(hatte ich fast vergessen)
Heut morgen Ausritt mit Zimtsternchen und Bär
(meiner Lieblings-hündin),die sogar der Versuchung Fuchs und Rehe
zu jagen
Saukalt wars aber eine verzauberte stille Schneelandschaft.
Ich bin doch nicht mehr sicher ob ich von hier weg an den Bodensee
ziehen will. Zimtsternchen muss mich wieder bis ganz unten tragen,
denn jetzt tut, wie zum Hohn, mein anderes Knie weh.
Hoffentlich tut dem Pferd nicht bald auch was weh!!
Wir sind grad gute Kameraden,die gern einen netten auch gemütlichen
Ausflug zusammen machen.
Das Gefühl ich müsste ihm mit feurigen
austreiben ist verschwunden
Es war jetzt ein paarmal einfach entspannend und schön.
Hab heute mit meinem Vater telefoniert.Er sammelt "Punkte" für eine
Brasilienreise.
Er weiß es nicht,aber damit sammelt er auch Hoffnungspunkte für mich,
denn wenn er wirklich nochmal geht,dann geh ich mit.
Im Geschäft bin ich sehr faul.Es ist derart kalt.
In der Mittagspause gibt’s Gymnastik gegen Müdigkeit und Faulheit,
eine Gemüseteigtasche gegen Hunger,ein bißchen Malen mit meinen neuen
Stiften fürs Vernügen und Russische Vokabeln auf die Ohren als
Hirntraining.
Nacher werde ich meinen "Telefonverkaufsjob" wieder aufnehmen.
Mein Grosshändler hat eine Winterverkaufsaktion angezettelt auf die
Ich meine Kunden telefonisch aufmerksam machen muss,
mit Säuselstimme.
(Diese Aufgabe hab ich mir selbst gestellt,da meine Kunden
zugeschickte Werbung unbeachtet in den Papierkorb werfen,
wie die meisten Menschen)
Ich freu mich schon auf die Zeit wo ich garnix tue,ich denk mal das fängt
im Dezember an.
Donnerstag, 22. November 2007
Eine seltsame Verwandlung konnte ich beim letzten Besuch meiner
altvertrauten Frauenärztin-Praxis feststellen: Erstmal war die Praxis
ungewohnt leer,die Helferinnen, normalerweise ein schnatternder
Hühnerhaufen bewegten sich ruhig,hatten sogarZeit für ein paar
Freundlichkeiten...nein,Sie müssen nicht warten,sie kommen sofort dran..
gedämpftes Licht,zum Räucherstäbchenanzünden und Frau Doktor
schließlich ,die ich eigentlich nur mit fliegenden Schürzen von
Untersuchungsstuhl zu Untersuchungsstuhl hetzend kenne,saß heute
entspannt vor mir,in ziviler Kleidung, ein liebenswürdiges Lächeln im
Gesicht.Sie schien richtig Lust auf ein Gespräch zu haben und fragte
dies und das,lobte sogar meinen schönen Pullover.
Als ich mich fragte ,was hier auf einmal los war wurde mir plötzlich klar,
dass ich mich verändert hatte,nicht die Praxis:
Vor ein paar Wochen war ich ,weil die Kosten der gesetzlichen
Krankenkassemir zu hoch waren in eine günstigere private gewechselt.
Ich hatte jetzt also hier meinen ersten Auftritt als Privatpatientin.
Mittwoch, 21. November 2007
20.11.07
Schneeglitzernde Morgen,federleichte Ausritte auf Zimtsternchen,
dem Gesunden ,Leichtfüssigen.
Allerdings bringen mir die verzauberten Wintermärchen mir auch
Mühsal und Sorgen ins Haus: Pferde tränken heißt jetzt Eimer schleppen,
ausmisten und füttern geht nur mit Eispickel und Schlitten.
Die Katzen sind ins Haus gezogen und haben mir beigebracht ihr
Katzenklo picobello sauber zu halten.
Ihrem Bewegungsdrang verschaffen sie in lustigen Raufereien
mit viel Geschrei und Scherben Luft.
Obwohl sie reichlich gefüttert werden ,stehlen sie, was ihnen unter
die Nase kommt.
Für meine Hunde mit Schlittenhundgenen ist dieser Schneesegen
natürlich absolutes Lieblingswetter.
Im Geschäft hat uns der Schnee mitten in dringend notwendigen Fassaden-
arbeiten überrascht.
Das Baugerüst steht vereist im Schnee und kostet jeden Tag Geld ,
ein Mitarbeiter ist krank und mein Mann,nicht fit und nicht höhensicher,
steigt nun jeden Tag an dessen Stelle jammernd und schimpfend da hoch.
Es ärgert mich,dass ich zwei Aufträge,für die ich nochmal gut kassieren könnte
bei diesem Wetter nicht ausführen kann.
Aber eigentlich ist dieses Wetter für die Jahreszeit gar nicht unnormal auf der Ostalb.
Ungewöhnlich war der hingegen der letzte Winter ganz ohne Schnee und Frost..
Erstaunlich,dass ein einziger warmer Winter die Leute so in der Planung
ihrer Außenarbeiten durcheinander bringen kann: überall sind Handwerker vom Winter-
einbruch überrascht worden,ich sehe Maler Gipser und Fassadenbauer im Schneesturm…
Ich lese gerade ein superinteressantes Buch:Frauenkörper,Frauenweisheit.
Es geht dabei um Frauenkrankheiten.Die Autorin vermittelt eine mir überraschend
ungewohnte Sichtweise einer ganzheitlichen Medizin.
So sieht sie zum Beispiel bei einer an der Gebärmutter erkrankten Frau das Bild eines
Menschen,der Sorgen und seelische Verletzungen weggesteckt,eingesteckt hat.
Dienstag, 30. Oktober 2007

29.10.07Das Wochenende war voller Überraschungen. Am Samstag bekam mein
Mann sein Bobbycar(einen winzigen uralten Holder –Allrad Schlepper)
er fuhr fröhlich damit auf dem Hof auf und ab.
Ich war glücklich wie eine Mutter, die ihrem Kind ein richtig tolles wert-
volles Spielzeug schenken konnte.
Später half ich ihm die ausgeschnittenen Zweige und Dornengesrüppe
auf der Weide in einem prächtigen Feuer zu verbrennen.
Es war gleichzeitig mein ganz persönliches Samhain- Feuer und ich
gedachte meiner lieben Verstorbenen : diesmal besonders meiner
Mutter,die vor 22 Jahren mit knapp fünfzig verstorben ist.
Ich sags ungern, aber natürlich waren die Kinder ,die angeblich
„ jederzeit und gerne“ bei allenanstrengenden Garten-und Weide-
arbeiten helfen, wiedermal anderweitig unterwegs.
Das Feuer machte mich ziemlich durstig,ich erwischte etwas zu viel
kühles goldenes Bier und ging recht früh ins Bett…
Der Sohn wollte in dieser Nacht fünfhundert Kilometer von einem Wett-
kampf zum erstenmal selbst mitdem Auto heimfahren.
Er hat unser großes sicheres Auto dafür bekommen aber ich bin
doch so unruhig,dass ich mehrmals auf stehe und schließlich mindestens
eine Stunde im heißen Badewasser
bei Mondlicht verbringe.
Wenn ich versuche ihn zu „sehen“, erscheint immer das Bild der großen
weißen Limousinewie sie durch die Nacht flitzt,irgendwann
„ bleibt es stehen“ ich nehme ihn nicht mehr wahr,
aber verdammt,warum geht er nicht ans Telefon?
Später stellt sich heraus,dass er nachts bei seinem Cousin ein paar
Stunden Schlafpause eingelegt hatte…
Am Sonntag überkommt mich ein nie gekanntes Bedürfnis zu reinigen und zu ordnen.
Sogar Pferdestall,Sattelkammer und Abstellraum werden mit dem ultrastarken
Industriestaubsauger gereinigt.
Ich erfahre zum ersten mal in meinem Leben Glücksgefühle bei einer Reinigungsaktion.
Dass Ordnung und Sauberkeit heilbringende Energien verströmen können,
ist mir noch nie so bewußt geworden….
Am hellichten Sonntagmittag schlägt mein wohlgerittenes Pferd unter den Augen e einiger
verwunderter Spaziergänger ein paar Haken und zischt dann unvermutet los.
Beinah,aber nur beinah wäre ich runtergefallen!
Seltsamerweise habe ich kurz vorher gedacht:“ Hier hat er mich schon mal
runtergeworfen.Falls er es wieder versucht, werde ich mich mit der linken Hand
in den Sattel ziehen und mit der rechten versuchen ihn zu zügeln.“
Genauso hab ich’s dann gemacht.
Natürlich war es heute Morgen wiederrum eine Überraschung,dass das Pferd,das mich
gestern übermütig runterwerfen wollte ,heute so faul und lustlos dahinschlüfte,dass ich
richtig energisch antreiben musste.Diese Herbst-Zeitumstellung ist so toll! Eine ganze Stunde Sonnenlicht bekomme ich
jetzt von sieben bis acht morgens dazugeschenkt! Danke! Donnerstag, 25. Oktober 2007
Als ich morgens aufwachte stand ein astreiner Freakbus neben unserem älteren Mobil.Die Bewohner waren so authentisch wie ihr Fahrzeug :waschechte, in die Jahre gekommene Hippies.
Rudi wusch sich morgens in aller Öffentlichkeit am Brunnen, warf dann einen prüfenden Blick auf
uns- und schloß Freundschaft.
Seine Frau Trudi residierte im Bus auf einem Berg bunter Kissen und Decken und nahm anfangs nur mit ihrer schönen dunklen Stimme an unserer Geselligkeit teil.
Ich staunte nicht schlecht,dass Eine einfach schamlos am hellichten Tag im Bett liegen bleibt während die Welt um sie rumwuselt.
Als sie sich dann endlich erhob stand eine sehr füllige Frau vor mir ,mit bunten selbstbemalten Kleidern und einem breitkrempigen rosafarbenen Hut.
Sie hat Kunst studiert in München an der Akademie aber dann wurde sie Mutter.
Obwohl wir eigentlich aus diesem Alter raus sind, hat sie mir dann gleich noch erzählt,dass sie jede ihrer zwei Töchter fünfeinhalb Jahre lang gestillt hat.
Da stand ich,hibbelige halbe Portion neben dieser Frau und dachte heimlich daran, dass es mir gelungen war, das Stillen bei beiden Kindern irgendwie zu umgehen(natürlich waren es die Umstände,die mich damals davon abhielten) und sie erzählte stolz,dass sie fünfeinhalb Jahre lang gestillt hat,(macht zusammen elf!!!)
Mit ihrem konsequenten Hippiedasein haben die beiden ziemliche Verwirrung bei uns gestiftet,innerlich meine ich.
Sie leben einfach einen Traum,der durch und durch auch meiner ist , aber den so auszuleben ich
schlicht für nicht möglich gehalten habe.
Mit ihren Kindern haben die Beiden jahrzehntelang in einem Bus in Griechenland und wo's sonst warm und schön ist gelebt,ohne feste Jobs und ohne Verpflichtung.Trudi hat Bilder gemalt,die wurden in der Fußgängerzone verkauft, Rudi lebt von Gelegenheitsjobs.
Die kennen keinen Stress oder Angst vor der Zukunft und sind dabei die liebevollsten und lustigsten Menschen,die mir seit langem begegnet sind.
"ich glaub von dir kann ich viel lernen " sagte ich zu Trudi.Sie drückte mich gerührt an ihren enormen Busen und wir wurden dicke Freundinnen.
Dienstag, 23. Oktober 2007
anlegen ,entsaften und sowas.
Gestern war so ein Tag.Und weil ich noch reife Quitten aus unserem Garten herumliegen hatte und einen Korb voller Walnüsse,den Eichhörnern abgetrotzt,suchte ich im Internet ein Rezept für Quitten.Eine Frau ,die wie eine tüchtige Hausfrau aussieht, hat tatsächlich fünfzig Rezepte für Quitten reingestellt.Ich hab mich spontan für eines der ersten entschieden -"gebackene Quitten"-und so hockte ich stundenlang unter den wohlgefälligen Blicken meines Liebsten (er mag es ,wenn ich auch mal sowas mache) in der Küche und schälte Walnüsse,zerkleinerte mit Hingabe Quittenteile,die ich vorher in der Backröhre gegart hatte und so weiter.
Es war sehr anstrengend,der Rücken tat mir weh und die Küche war komplett versaut.
Leider schmeckte das Ergebnis meiner Werkeleien genauso scheußlich wie es aussieht:
grümelig .bitter ,trocken ,hart ...was hab ich nur falsch gemacht? ....vermutlich alles...
Meine Schwester kam zufällig vorbei,lachte Tränen und schenkte mir eine Packung Biomüsliriegel:
"Damit du eine Idee davon bekommst, wie sowas aussehen könnte...".
Ich lass mich nicht verdrießen, hab noch eine ganze Kiste Quitten und neunundvierzig Rezepte zum Üben....
Montag, 22. Oktober 2007
22.10.07Tagelang bin ich etwas abgehoben unterwegs gewesen.Hab meine Umwelt mit meiner Lebensweisheit und meinen Tipps genervt und mich selber auch…..Fast hab ich mir ein bißchen konkretere Realität in mein Leben gewünscht- dann kam mittwochs die knallharte Landung mitten im Leben: nachdem ich in der Werkstatt ein Foto von einem abgeschlossenen Auftrag gemacht hatte, stürzte ich von der Leiter.…und natürlich wieder auf dieses arme linke Knie ,das immer alle meine Tief-flüge aushalten muss! Ich heulte vor Schmerz laut auf und jagte erstmal alle bedauernden und rat-schlagenden Beobachter meines Mißgeschicks weg.Auf schwäbisch heißt sowas : “ich hab einen bösen Fuß“.Das hat mich veranlasst das Gegenteil zu tun und zu denken: anstatt auf das verletzte Körperteil zu schimpfen wendete ich mich liebevoll meinem geschwollenen Knie zu und schickte ihm heilende Energie. Donnerstags ist es dann sehr dick geworden, ich humpelte schrecklich ,holte die Krücken „vom letzten mal“ hervor und ließ mich fast überreden wieder zu dem netten Orthopäden zu gehen.Doch zuerst gönnte ich meinem Körper,der jetzt überall weh tat eine Pause:Am hellichten Nachmittag legte ich mich ins Bett,die Tochter musste Hunde und Pferde versorgen, die Küche blieb unaufgeräumt. Ich war ziemlich frustriert und hatte Mühe, überhaupt weiter an meiner Genesung mitzuwirken.Als ich aber Freitagmorgen aufwachte, merkte ich sofort,dass eine Heilung über Nacht stattgefunden hatte:das Knie ist abgeschwollen ,ich humpelte fast gar nicht mehr,hatte überhaupt keine Schmerzen mehr.Und seit Samstag reite ich schon wieder hinaus in diese eisigen Oktobermorgen, die Bäume stehen noch voll im leuchtendem Laub alles feierlich mit Schnee- und Eisgelitzer bestäubt…und kalt,saukalt ist`s…aber schön.
Mittwoch, 10. Oktober 2007
9.1.07
Silva Mind Kurs am Freitag und das ganze Wochenende über–jetzt bin ich wieder da.
Glücklich.Hab ein RESET gemacht und angefangen aufzuräumen: innerlich und äußerlich.
Dieser ZUGANG zu mir selbst war das, was ich die ganze Zeit gesucht hatte.Willkommen daheim!
Ganz kurz gefasst lernst du mit der Silva Mind Methode willentlich dein Gehirn in eine kontrollierte Alphafrequenz zu versetzen,die normalerweise kurz vor dem Einschlafen,in Trancereisen und beim Meditieren eintritt.Es ist die Frequenz auf der Tiere empfinden , kleine Kinder bis ungefähr vier Jahre und Shaolin-Mönche… zum Beispiel.(also nix unnatürliches)
Du kannst in diesem Zustand visualisieren, programmieren und löschen.
Es ist kreativ und lustig.gar nicht wichtig und vorgeschrieben wie du`s machen musst- eine pramatische Anleitung ohne jeden Firlefanz.
Ohne viel Theater löse ich mich von allerhand Problemen und scheinbaren Prägungen…nicht zu fassen, was alles möglich ist…es gibt kein ich-kann-nicht mehr, entweder ich will nicht oder ich will- und dann geht es auch.
Tägliche Übungen sind wichtig.Ich bin begeistert eingestiegen.
Montag, 1. Oktober 2007

1.10.07
Der Sohn war am Wochenende da.Nicht zu übersehen –riechen -hören:
männliches Parfüm in der Luft,laute Musik im ganzen Haus, dröhnendes Lachen,Schuhe und Klamotten in Yeti-Größe auf allen Böden, Treppen ,Geländern, Möbeln…
er selbst am Tisch mit Comic-Heft und Müsli, auf dem Sofa ,formatfüllend mit einem Buch oder in Trainingskluft mit Kampfschreien über alle Flure wirbelnd…einfach da..
faszinierend wie ein Mensch seine Aura so ausdehnen kann- und wie still und leer das Haus ist,wenn er wieder fort ist….
30.9.07
gestern kam der Freund der Tochter,das Haus wurde blitzblank geputzt(von ihr) und wir sollten was Leckeres kochen für ihn, egal was, er mag alles. Gemüseeintopf? Oh nein, Gemüse mag er nicht so..irgendwas mit Fleisch.
Gulasch? Nein, nicht schon wieder Gulasch…und keinen Reis, Reis hasst er noch mehr wie Couscous..!!!???..
..es gab Schweinebraten mit Knödeln und er verschlang eine riesige Portion…
kleine Ungerechtigkeit am Rande:
während sich dieser wirklich nette, fast tugendhaft anständige junge Mann
von sämtlichen männlichen Familienmitgliedern und deren Freunden argwöhnisch betrachten und befragen lassen musste,erhielt das ziemlich durchgekallte junge Mädchen, mit dem der Sohn eine zeitlang befreundet war, einfach nur das Attribut: ENTZÜCKEND !!…dabei hat sie mich echt Nerven gekostet mit ihren fünfundzwanzig Anrufen pro Tag oder indem sie nachts um zwei ums Haus schlich und sich nicht ums Hundegebell scherte…nicht dass ich sie nicht nett fand-aber es ist einfach ungerecht.
Mein Schwesterchen geht mir nicht aus dem Kopf:
Gnadenlos verteidigt sie ihre Egotrips mit fünf Pferden und ist sauer weil der Ehemann,der Gute völlig überarbeitet, nicht begeistert ist,dass sie noch ein sechstes, Sauteueres anschaffen will -ein richtig“ Gutes“ mit dem sie endlich Turniere reiten kann. Dabei hat sie ihm erst kürzlich einen zweiten Hund,den er nicht wollte, aufs Auge gedrückt und das kleine Scheusal knurrt wie zum Hohn immer wenn es IHN sieht! Ich gebe zu bedenken,dass von all ihren Freuden doch auch immer eine Menge Ungemach an ihm hängen bleibt,z.B.auf Urlaub verzichten weil der neue Hund nicht mitreisen kann oder zu irgendwelchen Spezialtierärzten mitfahren und dafür freinehmen, weil es ihr zuviel ist mit drei Kindern und einem verrückten Pferd im Hänger Hunderte von Kilometern über die Autobahn zu fahren…Probleme sind das,alle selbstgemacht….aber das lässt sie nicht gelten.
Spruch des Tages:Ich weiß,das andere Männer noch blöder sind,aber mir langt das- wenn ich noch ein Pferd will dann krieg ich es auch!.
Freitag, 28. September 2007
Urlaubsbilder...
26.9.7
Dreieinhalb Tage nur radfahren ,essen trinken schlafen und schwimmen –gefühlter Urlaub von mindestens einer Woche….
Heut seh ich mich schon wieder treppauf, treppab wetzen, da was hintragen,hier was fortnehmen; ich bewege mich wie in einem zu schnell laufenden Film, so sinnlos-wie ein Eichhörnchen!!!! tausend Sachen muss ich erledigen ,tausend Kleinigkeiten nur.
Der Sohn wollte einen Flug gebucht haben ich nahm den falschen Flughafen, dem Liebsten hab ich neue Arbeitshemden bestellt-leider in der falschen Größe, die kann ich jetzt umtauschen,eine gestern weggeschickte Rechnung kam heute zurück,weil der Kunde die Preiserhöhung nicht akzeptierte,das riesige sperrige Paket,das ich mühsam in die Werkstatt zerrte war gar nicht für mich bestimmt und so geht`s grad weiter…
Dienstag, 18. September 2007
Durchhänger. Aus gegebenem Anlass (ich sitze grad im Kummerkäfig)suche ich nach dem Türchen,das sich öffnet.
Mein Konto ist inzwischen auf ein abartiges Tief gesunken,wäre dieser aberwitzige Kontokorrent nicht vor sehr langer Zeit vereinbart worden ,würde ich bestimmt kein Konto heutzutage so weit überziehen dürfen….was vielleicht auch gar nicht schlecht wäre….
Schlimm finde ich ,dass ich momentan nur vermuten kann, wohin all dieses Geld geflossen ist,denn eigentlich haben wir wesentlich niederere Fixkosten als in den Jahren davor.Ich vermute, dass die hohen Schiffskosten und die Nachzahlungen aus fetteren Jahren ,die ich dieses Jahr fünfstellig schultern musste, diese hohen Ausgaben verursacht haben.Schlimm ist auch,dass ich mit niemandem darüber reden kann.Mein Liebster würde mir mit den Depressionen ,die er beim Thema Geld und Schulden sofort kriegt nur noch mehr Stress machen.
Ich setze mich also wieder mal hin und rechne alle Einkünfte,die noch ausstehen zusammen.Und siehe da ,wenn meine Kunden alles bezahlt haben, ist das Konto auch wieder eben.Muss nur Geduld haben. Und weiter wuseln.Noch ein paar Aufträge einsammeln vorm Winter.
Leider hab ich mich finanziell in Gefilde begeben wo die monatlichen Unkosten so hoch sind-immer noch,dass einfach große Mengen Geldes fließen müssen.
Da nutzt es gar nix mal ne Weile lang nur Kartoffeln zu kochen oder abends noch ein paar Stunden an der Tankstelle zu jobben(wie früher)-das wären nur Tropfen auf den heißen Stein die wirkungslos verzischen würden.
Freitag, 14. September 2007
14.9.7
Segne die Gegenwart
Vertrau auf dich selbst
Erwarte das Beste
Danke,Anuja,das hab ich mir jetzt an die Wand gepinnt.
Das Wetter ist heute sommerlich warm und sehr sonnig.
Ich tauche zusätzlich zu meinem Ritt in den Morgen in der Mittagspause nochmal ab“ in den Urlaub“-etwas Energie sammeln für das dritte Wochenende in Folge,das ich im Geschäft verbringen werden muss.
Der Mittagsurlaub besteht aus einer klitzekleinen Radtour in meine unbekannte Nachbarschaft.Ich trinke einen Milchkaffe an der Dorfstrasse ,steige dann mit meinem Fahrrad steil den Gastberg hoch,bewundere die unbekannte Dorfansicht von hinten ,staune über den hohen Laubwald oben auf der Bergkuppe, freue mich an der Einsamkeit und Stille, beobachte ein Eichhörnchen und zwei streitende Bussarde.
Leider kehre ich von diesem Ausflug kein bißchen gerner in mein Büro zurück!
Wünsch mir grad nix mehr, als einfach mal ein Wochenende frei zu haben und nix tun zu müssen.
Die neuerlichen Geldsorgen und Fremdforderungen hab ich mal aus meinem Blickfeld geschoben.
Immer wenn ich bisher Geld verloren habe,ist auch wieder eins gekommen.Auch scheint der „Forderer“ kein Unmensch zu sein-es wird sich sicherlich eine Lösung finden lassen.
Mittwoch, 12. September 2007
12.9.07
Leider hab ich heut schon wieder ganz andere Sorgen,als ich mir`s gestern noch erträumen konnte: aus meinen Schiffsgeschichten,die ich ja abgeschlossen glaubte, ist nun doch noch eine verspätete aber womöglich rechtlich durchsetzbare Forderung bei uns eingegangen.
Da überkommen mich Gefühle von Ohnmacht und Zorn:WAAS, schon wieder Hab ich eine Einladung an das Universum ausgesprochen,dass alle, die da Geld brauchen sich bei mir bedienen sollen???
nichtschlafen,stechen in der Brust und Rechtsanwaltanrufen(-diesmal werd ich mich nicht auf mein moralisches Empfinden verlassen sondern erstmal fragen wie ich rechtlich dran bin.)
Diese Summe wird mir das Genick auch nicht brechen, aber es FRISST MICH an.
Irgendwann muss auch mal Schluss sein mit der Zahlerei!
Alles, was ich im Frühjahr erwirtschaftet habe,der ganze „Schuldenabbau“ ist durch diese blödsinnigen Schiffsgeschichten wieder zunichte gemacht worden!
Das ist bitter!!
Und natürlich fang ich wieder von vorne an, mich zu fragen was für eine lebensfremde Traumtänzerin ich da eigentlich bin.
Andere Leute schauen sich die Sachen erstmal genau an ,die sie gekauft haben –egal was ausgemacht ist- und wenn`s nicht der Beschreibung entspricht,dann zahlen sie ganz einfach nicht.Fertig...holen sich notfalls Rechtsbeistand um aus so`nem Vertrag wieder rauszukommen.
Und ich? Keine Ahnung,welcher Teufel mich reitet,dass ich sofort,arglos größere Summen abdrücke,als hätte ich`s über- ohne überhaupt zu hinterfragen und zu kontrollieren, ob die Sache in Ordnung ist,einfach bloss weil es "abgemacht" war und weil die Leute so „nett“waren.
Es ist diese „coole Art“,mit der ich mein Leben bisher regierte:dies und das nicht so verbissen sehen,mich über die eine oder andere Verordnung und den einen oder anderen Termin hinwegsetzen, dieses oder jenes zu verschlampern und dafür mit ganz viel Hingabe Vertrauen und Freundlichkeit mit den Menschen umgehen und auf diese Art auch manchen Patzer wieder ausbügeln.
Es hat bisher immer so funktioniert.Vielleicht wäre ich reicher und erfolgreicher
geworden,wenn ich mich korrekter, mißtrauischer und egoistischer verhalten hätte.
Bis vor kurzem hatte ich den Eindruck ich komme so klar.
Aber inzwischen hat sich eine Woge von Problemen über mir zusammengebraut- alles Folgen meiner Gutgläubigkeit oder vielleicht auch der Unfähigkeit, mir meine Rechte auch im privaten Bereich klar zu machen und auch dafür einzustehen-auch wenn das enttäuschend „unnett“ auf andere wirkt …
Dienstag, 11. September 2007
11.9.07
Hinten draußen in der tiefen Klinge,da wo die Wiesen in einen hohen Laubwald übergehen, der rechts und links steil und felsig ansteigt, ist ein kleiner Fischweiher mit smaragdgrünem Wasser.
Das Wasser kommt direkt aus dem Berg und ergießt sich über ein steinernes Rohr in den Weiher.Immer wieder wird der rostige Zaun,der dieses Grundstück umgibt an einer Stelle aufgeschnitten oder niedergedrückt:ein heimliches Bad in diesem eiskalten Teich scheint nicht nur für mich sehr verlockend zu sein. Ich hab diesen Teich oft mit dem Fahrrad besucht oder bin mit Zimtsternchen dort hingeritten.So einen Weiher für mich zu haben ist ein Wunsch, der so ungeheuerlich und unerfüllbar zugleich erschien,dass er sich nicht wirklich an die Oberfläche meines Bewußtseins getraute….wie schade!
Gestern hat mir ein Bekannter aus dem Dorf erzählt,dass der Besitzer diesen Teich erst kürzlich an den Anglerverein vom Nachbardorf verpachtet hat(wusste gar nicht ,dass es in völlig wasserlosen Albdörfern Anglervereine gibt…)
So ein Mist! Jetzt werden diese häßlich lauten Dunkelgrüngestiefelten ,Fischerhüte auf dem Kopf,Bierflasche in der einen und Angel in der anderen Hand, ihr Unwesen dort treiben….
Ich hätt nur da drin baden wollen,wenns warm ist und bei Mondschein.
Die Fische
Was die jetzt wohl mit dem Fischreiher vor haben oder gegen ihn ?- nicht auszudenken…bestimmt werden sie den Zaun erneuern und erhöhen,ich trau mich gar nicht mehr dorthin.
Dieser Traum erschien mir völlig absurd,dabei war er so greifbar nah!
Montag, 10. September 2007
10.9.7
Heute ist VORBEI-Tag: der Russlandbesuch ist vorbei,zwei gräßliche Verkaufs-Wochenenden mit leider viel zu wenigen Besuchern im Geschäft sind vorbei- und vorbei sind auch die Schulferien.. und ich glaub der Sommer ist auch vorbei.
Die Tochter wird nicht mehr mitten in der Nacht irgendwo abgeholt werden wollen sondern sich hoffentlich wieder zuverlässig an Haus-und Stallarbeit beteiligen…
Heute morgen hatten wir gleich einen chaotischen Start: der Schlüssel des kleinen Autos fehlte ,ich musste schnell das große nehmen um den Schulbus noch zu kriegen.
Leider hatte ich keine Zeit, den angehängten Hundehänger abzukoppeln und so bin ich mit diesem rumpelnden Ding hintendran über Berge und Täler gehetzt,an der dritten Haltestelle hatten wir den verdammten Bus dann endlich eingefangen ,ich fand eine geeignete Stelle zum Wenden und rumpelte erstmal wieder nach Hause.
Ich hab eine geschickte Art gefunden meinen Webblock möglichst wenig aufwändig zu führen:morgens schreib ich ja immer WILD die Morgenseiten.
Untertags kommt die überarbeitete Version in mein Tagebuch auf dem PC.Bisher schrieb ich dazu auch noch extra im Webblog.
Bisschen aufwändig das Ganze und hat mich auch nicht so befriedigt,denn:
ich will meine Erlebnisse LAUFEND ins Weltnetz hinausposaunen, will, daß die da lesen ständig dabei sind bei meinen Alltagserlebnissen und nicht erst wenn`s mir mal wieder zu einem „richtigen Post“ gereicht hat.Deshalb schnappe ich neuerdings die Einträge im PC-Tagebuch und kopiere sie unverblümt in den Blog.
So sind es jetzt weniger die „Sternstunden“ als vielmehr der „Alltag“ der hier
neuerdings zu Wort kommt.
Sonntag, 9. September 2007
9.9.07
Ich hätte es mir gleich denken können,dass diese süßen russischen Austauschschülerinnen mit ihren schicken Bauchfrei-Outfits lieber schoppen gehen würden, als mit der Pfadfindergruppe zum zelten wo`s mal wieder nass und eklig war.
Fast alle klagten über diverse Leiden, als sie herausbekamen,dass es für Notfälle
Schlafplätze in einem beheizten Gebäude gab.Als die Pfadfinderinnen sich weigerten, mit ihnen in ein Einkaufszentrum zu fahren, nahmen sie ganz pragmatisch mit dem nächsten Aldi vorlieb.
Geschlagende zwei Stunden haben sie anscheinend dort herumgestöbert.
Außer diversen Aldi-Textilien kauften sie Unmengen Schachteln von Hakle feuchtem Klopapier, anscheinend ein sehr begehrtes Kulturgut und in Russland nicht erhältlich.
Unsere Mädchen berichteten erstaunt, sie würden Hakle feucht praktisch für ALLES benutzen…ein Wundermittel sozusagen.
Gestern war der Abschiedsabend. Die ganze Gruppe hat wunderbar gesungen ,total schöne russische Lieder und dann haben alle herzzerreißend geweint.
Nach einigen weniger erfreulichen Besuchen von Gastschülerinnen war es jetzt mit diesen Russinnen so überraschend schön,es hat ihnen einfach alles Spass gemacht.Sie haben so eine wunderbare Art sich zu freuen und zu lachen und jede Situation auf geniale Art zu improvisieren.
Donnerstag, 6. September 2007
6.9.07
Nein,das auf dem Foto bin nicht ich.Diese mittelalterliche Ritterin ist mein Vorbild. So will ich daherkommen,wenn ich morgens zwischen Traum und Tag auf mein Zimtsternchen steige und über das Kalte Feld fege.
Schon immer hat mir die „Verbildlichung“ (heißt das eigentlich Visualisierung?) geholfen meine Träume zu verwirklichen oder mich zu motivieren: als ich letzten Herbst nach einem Sturz vom Pferd etwas ängstlich geworden war half es mir auf you tube einige Videos von Rodeoritten anzuschauen und viele Jahre lang ,bis auch dieser Traum erfüllt war hing neben meinem Schreibtisch das Bild von Hundertwassers Schiff Regentag…
(das hab ich kürzlich weggerissen..)
5.9.7
Gerade hab ich beim Rechtsanwalt den Ordner mit den ganzen Schriftstücken und Fotos der Walnuss abgeholt.
Ich fahre durch die leergefegte Kleinstadt,saukalt ists ,nass und vom Regen saubergewaschen. Dieses fröstelnde zaghafte Sich-strecken nach einem Gewitter gefällt mir gut : auch ich strecke meinen gerupften und gebeutelten Kopf heute zum ersten mal wieder mit dem zuversichtlichen es-ist-erledigt-Lächeln aus dem Sorgentumult der letzten Monate.
Nur ganz kurz: die Überfahrt des Schiffes hat tatsächlich ein Vermögen gekostet.Notwendige Sofortmaßnahmen –nur damit es nicht sinkt-haben ein weiteres kleines Vermögen gefressen…aber das war erst der Anfang….als es aus dem Wasser gekrant war entdeckten wir,dass es“ oben hui und unten pfui“ war das heißt,das Unterschiff ist ziemlich kaputt und die Elektrik muss ebenfalls komplett neu gemacht werden. Auf der Werft hab ich eine Gruppe von Psychologen kennengelernt,die ein ganz ähnliches Schiff gekauft hatten und dessen Restaurierung als eine Art Männerselbstfindungsworkshop seit vielen Monaten und mit großem Einsatz von Zeit und Geld betreiben. Indem sie das Schiff auseinandernehmen und sein Innenleben von all dem kaputten fauligen Holz befreien um es dann gesund wieder aufzubauen tun sie dasselbe mit ihrem eigenen Innern.Ich hab selten so nette,sympathische und auch irgendwie starke
Persönlichkeiten getroffen,wie diese Männer,die unverdrossen in ihren schmutzigen Overalls im Schiffsbauch ihres maroden Kahns das Glück der Erde suchten. Ganz ehrlich (das hab ich IHM nicht gesagt) ich hätte es mir für meinen Liebsten gut vorstellen können,dass er zusammen mit diesen Männern dort sein Glück findet. Aber für mich war das alles gar nicht mehr verlockend.
Leider hab ich beim ebay-Verkauf noch einen dummen Fehler gemacht,so dass unser Kahn schließlich für einen Spottpreis an eine Käuferin ging, die keinerlei Gnade walten ließ und zusammen mit ihrer Anwältin dafür sorgte, dass wir auch beim Verkauf noch einmal richtig Federn liessen….das waren richtig „böse Frauen“ und ich kann (nach eingehender Prüfung meines Gewissens) behaupten, dass ich in deren Situation nicht so gehandelt hätte und auf die moralisch falsche aber rechtlich korrekte Sachlage bestanden hätte. Jedenfalls haben die jetzt den maroden Kahn an der Backe und ich kann ihnen wirklich nichts Gutes wünschen damit….
Ich bin jetzt energetisch und natürlich finanziell etwas gerupft aus diesem Abenteuer herausgegangen,fühl mich noch etwas schwach aber unendlich befreit.Seltsamerweise hab ich das Bedürfnis mich von weiteren Abhängigkeiten und Dingen zu trennen Finanzielles steht dabei gar nicht im Vordergrund.
Innerhalb weniger Wochen hab ich jetzt sämtliche Zeitungsabonnements gekündigt,den Besitz des Pferdes Blondinchen an ein fünfzehnjähriges Mädchen abgetreten (weit unter dem „Marktwert“ des Pferdes)- und es fühlt sich gut an.
Das ist das Neueste : ich frag mich vor allem,wie es sich anfühlt ,auch im voraus und nur wenn die Antwort“gut“ ist,erst dann tu ich es.