Mittwoch, 18. Mai 2011




FINANZAMTMONSTER
Ich hab Angst vor dem Finanzamt.Nicht, weil ich weil ich meine
Einkünfte nicht ordnungsgemäß versteuern täte,(das mache ich
ganz pingelig)-sondern weil meine Buchhaltung chaotisch ist
und mein bisheriger Steuerberater das Chaos eher noch verstärkt
hat und weil "die" wohl irgendwann mal eine Prüfung machen werden.

Um meine Angst zu be-ver-arbeiten,hab ich den letzten Brief vom
Finanzamt in verschiedenen Größen auf giftgrünes Papier kopiert und
danach in tausend kleine Fetzen gerissen-ich zerreiße sowieso sehr
gern Papier-daraus wird jetzt ein metergroßes Papiermonster
geklebt-ein SCHUTZMONSTER!(Ah,mir geht's schon viel besser!)

Montag, 16. Mai 2011












Am Freitag dem dreizehnten,morgens um halb acht
stieg ein älterer, sehr dicker Mann in Leggings und
Schlappschuhen aus seinem Wohnmobil raus und
kletterte geradewegs die Außenmauer unserer
Burgruine hoch, um in den Innenhof blicken zu können!
Ich sah noch seinen runden Glatzkopf darüberlugen,
dann tat's einen Mordsrumpler- und laute Hilfeschreie ertönten.

Da lag er,mit gebrochenem Bein und hatte bei seinem Sturz
sogar noch einen Steinquader aus der Mauer gerissen.
Nach gefühlten Stunden kam das Auto der Sanitäter endlich herbei-
getuckert:drin sass ein korpulentes älteres Paar in
Rettungsanzügen,die hätten den Dicken alleine nie auf die
Bahre gebracht und so packten wir zu fünft mit an,seine Frau,
wir und die beiden Sanitäter.
Ich tröstete die verzweifelte Gattin,die das große Wohnmobil
alleine nicht heimfahren kann...

Nachmittags musste der Abenteuerer den uralten, viel zu grossen
grünen Monstertraktor bei dem gar nichts funktioniert-
auch die Bremsen nicht!!!den Berg hoch zur Burg schleppen lassen
und samstags fand ich zwei neue Freundinnen:
Elke die schwarzhaarige Modedesignerin und Antiquitätenhändlerin,
die sich mit ihrem, sich von einer schweren Krankheit erholenden,
Ehemann und drei Möpsen(Hundchen)in einem Riesenwohnmobil zu einer
Genesungseuropareise aufgemacht hatte und eine herrliche Villa
in den italienischen Marchen für das neue Vagabundenleben im Stich ließ.

..und Michi,die Pferdeflüsterin aus Wien,die mit Pferd und Esel
zur Burg geritten kam,in der benachbarten Jausenhütte einkehrte
und sich in voller Cowgirlmontur zum Schlafen auf die Veranda
schmiss den Cowboyhut tief in die Stirn gezogen,während
Pferd und Esel völlig frei und ohne Strick und Halfter brav
bei uns im Burghof schlummerten!
Schade,dass ich die neue Heimat am Sonntag wieder verlassen musste
um hier Geld zu verdienen!

Donnerstag, 5. Mai 2011



Das hat gut getan!!!
Heute war der Gerichtstermin,zu dem ich geladen wurde,
weil ich gegen das Bußgeld Einpruch erhoben hatte,das
ein wildgewordener Förster mir aufdrücken wollte, weil ich
seiner Meinung nach verbotene Waldwege beritten hatte.

Mein "Vergehen" war schon vor drei Monaten,der Gerichtstermin
immerhin 3x verschoben worden und so langsam war ich derart
zermürbt,dass ich die 30€ beinah überwiesen hätte, nur um end-
lich meine Ruhe zu haben.
Aber das hätte meine Freundin,selbst Gutachterin beim Amtsgericht
und ebenfalls Waldreiterin, niemals zugelassen:
"Wenn dieser unverschämte Kerl damit durchkommt,können wir alle
nicht mehr auf Waldwegen reiten,das geht garnicht!!!"schimpfte sie
und besorgte mir eine auf Pferderecht spezialisierte Rechtsanwältin
und kam selbst mit zur Verhandlung.
(Klar war ich erst nervös-noch nie zuvor vor dem Richter gestanden..)
Und dann bekamen wir voll RECHT,wir dürfen auf allen Waldwegen
reiten,die mit einem Fahrzeug befahrbar sind.
Dieser unverschämte Kerl und sein noch üblerer Anwalt haben richtig
eins auf den Deckel gekriegt und waren völlig überrascht(unangenehm!).
Beim Hinausgehen schenkte ich ihnen ein sonniges Lächeln und sagte
"Auf Wiedersehen im Wald!" dann feierten wir,erst wir drei Heldinnen,
dann der Reiterhof und alle,die angerufen und informiert worden waren
freuten sich mit.