Montag, 29. November 2010

Schwester Nilla (Selbstbeschreibung:durchgeknallte autoverkaufende
Malerin)absolviert zur Zeit eine fragwürdige Ausbildung zum Coach.
Gestern rief sie Schwester Dane an und kündigte ihr folgendes Vor-
haben an:"Ich habe mich auf Kindercoaching spezialisiert und coache
demnächst deine Kinder!"
Schwester Dane schwieg entsetzt,denn erstens will sie ihre drei leb-
haften ,mit viel Liebe und gedankenvoll erzogenen Kinder nicht
"coachen" lassen,zweitens überhaupt nicht von diesem geschupften
Huhn,und drittens würde sie vorher gefragt werden wollen und findet
auch,dass die Kinder gefragt werden müssten ob sie sowas überhaupt
wollen.
Dem kann ich nur voll zustimmen.Eine Schwägerin hat mal ihren
zwölfjährigen Sohn in so'ne Art Coaching geschickt.
Obwohl die Frau nur "wilde Abenteuerspiele" mit den Jungs
veranstaltet hat,hat mein Neffe natürlich gleich die therapeutische
Mission hinter der Sache kapiert und sich voll quer gestellt,
was seine Mutter ziemlich empörte....

Ich riet Schwester Nilla ein wenig feinfühliger auf Auftragssuche
zu gehen,wenn ich z.B.grad' Friseurin gelernt hätte,wäre sie auch
empört,wenn ich ihr"einfach mal die Haare schneiden" wollte-oder?

Sonntag, 28. November 2010

FANTASTIC SKYPE!!!!!
Letzte Woche bekam ich endlich die bestellte kleine Kamera und
das Headset -und meinen SKYPE Anschluss installiert.
Es ist fantastisch!!!!
Völlig unproblematisch konnte ich der Tochter in Österreich
den blühenden Kaktus,mein erstes Zopfstrickwerk und ihren alten Hund
vor der Kamera zeigen.Dass die Bildqualität richtig gut ist, merkte ich
an ihren Kommentaren: sie zeigte mir Fehler im Gestrickten und fand
den Hund sehr fett...dafür fand ich sie ziemlich blass( sie geht viel zu
viel aus) und hab gleich bemerkt ,dass sie ihr Haar frisch gefärbt hat,
(leuchtend rot mit meinem Hennapulver...)
Jetzt hoffe ich nur noch,dass der Sohn das eigens dafür geschickte Geld
ebenfalls in Laptop und Skype Ausstattung anlegt,dann rücke ich meinen
Lieben in der Ferne endlich wieder etwas näher...und spare heftige Telefon-
kosten.
Ein Lob auf die modernen Medien,die das möglich machen!!!
(ich weiß,dass es Skype schon mindestens fünf Jahre gibt)

Freitag, 26. November 2010



Heute an der gleichen Stelle wie letzte Woche:tiefster Winter

Mittwoch, 24. November 2010

Bevor ich DAS BLOGGEN entdeckte,war ich auf gewisse Art eine
ziemlich einsame Frau .Das verwundert bestimmt all'
diejenigen,die mich persönlich kennen ,da ich "kontaktfreudig"
und gesprächig bis zur Schwatzhaftigkeit hin nach außen
auftrete und auch in meinem Geschäft Gespräch und Umgang
mit Menschen den Mittelpunkt meiner Tätigkeit darstellen.
Aber freilich geht's dabei immer um die anderen Menschen.
Im Lauf der Zeit entdeckte ich eine merkwürdige Eigenschaft an
mir:Menschen scheinen mir besonders gern ihr Herz ausschütten,
ihr Leben oder Schicksal erzählen zu wollen.
Ungefähr mindestens einmal pro Woche erfahre ich also eine un-
geheuerliche schreckliche tragische komische oder schöne Geschichte.
Vermutlich trage ich meinen Teil dazu bei,indem ich meine Erzähler
durch ehrlich interessierte Fragen ermuntere...
Aber wohin mit diesen ganzen Erlebnissen????
Meine Kinder ,Schwestern und Freundinnen seh' ich einfach zu selten-
und glücklicherweise haben siedann selbst auch noch'was zu erzählen
und mein Ehemann,mit dem ich die meiste Zeit verbringe kann mit
solchen Dingen gar nichts anfangen.
Den gestrengen Maßstab,den er an seine eigenen Erzählungen
und Kunst(hand)werke legt überträgt er auch auf meine Werke.
Geplapper ohne Sinn und Zweck,Bilder nur so hingesudelt-solche
Dinge sind ihm ein Greuel,da fragt er allen Ernstes(und verletzend)
ob betreffende Person nichts Sinnvolleres zu tun hätte oder die
blumige Geschichte nicht,bittschön,aufs Wesentliche straffen möchte.
Früher nahm ich Malzeug oder Schreibstift nur in die Hand um meinem
Herzen Luft zu machen ,wenn es vor Kummer oder Ärger überlief...dann
entdeckte ich die wunderbare Zauberkraft des Bloggens:
Wenn ich den Scheinwerfer auf die schönen Stunden richte,mich im Glück
darstelle(hauptsächlich) dann wird mein richtiges Leben tatsächlich
schöner!!!
DANKE,AN EUCH ALLE dass ich mich mit euch austauschen kann!!!
Danke für eure wunderbaren inspirierenden Kommentare,DANKE,dass ihr mich durch eure Blogs ein bißchen in euer Leben
schauen lasst!!!

Dienstag, 23. November 2010



...weil der Sonntag ein wenig langweilig wurde und ich gerade beim
Thema war, machte ich fix noch eine Zeichnung zu einer Geschichte,
die ein Bekannter aus Schweden mir neulich erzählt hat:

Er hatte dort eine kleine Farm gekauft und unterhielt einen Camping-
platz mit Ferienhäuschen für Touristen.
Eines Tages kam eine junge Frau mit ihrem kleinen Wohnauto von
Deutschland hergefahren,entbrannte in wilder Liebe zu ihm und zog
bei ihm ein.
Als der Sommer vorbei war,wurde er ihrer überdrüssig
und beendete die Beziehung.
Die Verschmähte war so wütend und verletzt,dass sie noch in dieser
Nacht ihre Sachen zusammenpackte und verschwand.
Aber nicht ohne sich einen lebendigen Trost-Teddybären mitzunehmen:
Sie hat Flöckchen,ein weißgelocktes Bullenkalb,das in einer ihrer
ersten Liebesnächte in Schweden geboren wurde, in ihr winziges
Wohnmobil geladen(70kg!!)-und entführt.
Zu seiner Fütterung hat sie einen Kälbersaugeimer mitgenommen
und scheinbar ein Vermögen für H-Milch im Tetrapack ausgegeben,
wie später 'rausgekommen ist.
Anstatt geduldig zu warten bis diese Geschichte ihr natürliches Ende
nahm,hat dieser Depp sie und das Kalb per Interpol suchen lassen.
Interpol hat sie nicht gefunden,aber natürlich hat sie das Kalb nach
knappen zwei Wochen gerne unversehrt zurückgebracht!

Sonntag, 21. November 2010


Diese beiden Frauen haben ihr Pferd umgebracht:
mit selbstgebackenen Haferkeksen!
Sie hielten es in einer Gartenlaube und sorgten,selbst gehbehindert,
dafür,dass es sich möglichst wenig bewegte.Und es wurde mit
Selbstgebackenem gemästet.....
Leider kenne ich nun einige solcher Geschichten,in denen Frauen
(immer Frauen)Großtiere vollkommen abenteuerlich, unkonventionell aber
leider auch ganz artfremd,Pippi-Langstrumpf-mässig auf der Veranda
in der Garage im Vorgarten oder in einem Wohnmobil gehalten haben..
..und diese Geschichten gingen nie gut aus-für das Tier!

Samstag, 20. November 2010




Ausflug mit Zimtsternchen zu den Moorseen.Nächste Woche soll der Winter kommen.

Freitag, 19. November 2010

(Alb-)Traum:
Ich bin zu seltsamen Feierlichkeiten in der Eingangshalle
eines stillgelegten Bahnhofs geladen.
Festbeleuchtung,Buffet,Musik und Tanz.
Aber:Es ist zugig und ungemütlich und die Gäste in Abendrobe
sehen alle ausgesprochen bleich und merkwürdig aus.
Als ich meinen Vater in "Anzug und Kravatte" von hinten sehe,
wie er sich direkt vor mir mit einem Teller am Buffet bedient,
wird mir klar,dass es sich um Verstorbene,um einen Ball im
Jenseits handelt.
In diesem Moment taucht ein Wesen in der Gestalt meiner Mutter
direkt neben mir auf und fängt an,mich zu belästigen.
Als ich mich fürchte,bläht sich die Gestalt auf:
ein Riesenmonster wie ein Luftballon mit dem überirdisch bösen
Gesicht meiner Mutter.
Ich erkenne,dass der Geist tatsächlich ein Luftkörper mit einem
Stöpsel dran ist und ziehe kurzerhand den Stöpsel raus:
es gelingt mir,die ganze Luft des Körpers rauszudrücken,nur der Kopf
mit dem bösen Gesicht bleibt.
Ich stopfe diesen Geist in einen grauen Müllsack und lasse ihn in der
Mülltonne verschwinden,das Gesicht meiner Mutter starrt mich bis zuletzt
mißbilligend an....
Ob's an der Jahreszeit dieser Totenfeiertage liegt?
Jedenfalls seltsam, diese Muttergeister-Träume immer wieder.
Sie hat sich auch schon ,mit ihrem grauslig grüngemusterten
Bademantel bekleidet,auf mich gestürzt um mich zu erwürgen.
In diesem Traum bin ich wenigstens mit ihr "fertig" geworden...
Im richtigen Leben hat meine Mutter mir eigentlich gar nicht zugesetzt:
in meiner Erinnerung war sie eine sehr schwache, unzufriedene
immerkranke Frau.Sie starb vor sechsundzwanzig Jahren.

Mittwoch, 10. November 2010

Der Sohn war dreizehn oder vierzehn,da suchte er ein ganz
bestimmtes Lieblingssweatshirt.Als ich feststellte,dass es
noch ungewaschen im Wäschekorb weilte, ranzte er mich wüstet
an.Ich gab ihm damals die einzige mütterliche Ohrfeige,an die
ich mich erinnern kann.(wir waren beide überrascht,denn eigentlich
bin ich weder gewalttätig noch jähzornig)
Zwei Tage später kam er von einem Besuch bei meiner Schwester
(alleinerziehend,voll berufstätig) und ihren
beiden fast gleich alten Söhnen -seinen Cousins- zurück, und bat mich
aufgeregt:"Kannst du mir zeigen wie das mit der Waschmaschine geht
und mit dem Aufhängen und dem Trockner??!!""
Ich hatte eine großartige Erkenntnis gewonnen,die ich sofort in alle
Welt hinausposaunte:Kinder können nicht nur gut für sich selbst sorgen,sie machen das auch noch richtig gern!!!
Da hättet ihr meine Freundinnen ,Bekannten und die Mütter vom Eltern-
abend hören sollen!
"Meine Küche gehört mir!" sagten sie ungefähr so
entschlossen, wie sie"Mein Bauch gehört mir!" sagen würden.
Empörung:"Da lass ich doch die Kinder nicht 'ran!"
und "Rabenmutter-arme Kinder!"
Ratlosigkeit:"Was soll denn ich dann tun,das ist doch mein Resort."
Seitdem hab ich den Mund gehalten,wenn sie über ihre Bügelwäscheberge
jammern und über die faulen Kinder,die nichts im Haushalt helfen.
Die wollen es genauso und dann wollen sie auch noch jammern und sich
selbst bemitleiden!
Nach dem schönen Ausritt setze ich mich noch für einen kurzen
Kaffee mit an den bäuerlichen Mittagstisch.
Rosi,die Bäuerin,schleppt einen Riesenpott dampfenden Eintopf
herbei.
Nur eine Einfältige wie ich,die ihrer Familie aus verschiedenen
Gründen selten ein Mittagessen gekocht hat,erwartet jetzt wohl
Lob oder Zustimmung!
Da wird gemeckert und gestochert,einer der erwachsenen Söhne
schimpft sogar laut:
"Ja pfui,do isch ja Lauch drin!!Des mag i doch gar ned!!"
Was ich wirklich nicht verstehe:wie kann eine Frau wie Rosi
tagein,tagaus alle diese Arbeiten wie kochen,putzen,Wäsche waschen
und bügeln etctun,für lauter erwachsene Kinder,die nur maulen und
dabei würde sie viel lieberso wie ich-über Mittag mit ihrem braunen Riesenross im Wald herumstrolchen!

Donnerstag, 4. November 2010


Wozu braucht der Mensch ein Haus?
"Schlaflose Nächte" würde ihr unsere Wohnsituation bereiten,erklärte mir
die Schwiegermutter in einem lästigen Gespräch.
Soll ich ihr sagen,dass ich in ihrem Wohnzimmer auch Albträume kriege?
Im Ernst:nach drei Monaten Camping in der Werkhalle bin ich nicht mehr
bereit oder willens für eine kleine Wohnung in diesem Kuhdorf 500€ aus-
zugeben oder für ein Haus mit Garten das Doppelte.
Jetzt "wohnen" wir vollkommen KOSTENLOS.
Und Wegziehen,ins Nachbardorf macht auch keinen Sinn,denn dann hätte
ich wieder eine aufwändige Anfahrt ins Geschäft,ausserdem ist's dort
auch nicht schöner...
Es ist warm hier und wir haben, was ein Mensch zum Leben braucht:
Atelier,Bad,Dusche Toilette,Herd im Freien und neuerdings sogar ein
Schlafzimmer mit Doppelbett.
Von Gemütlichkeit oder Wohnambiente hab' ich eh noch nie was verstanden.
Uralte Schränke in einem noch älteren Gemäuer sind mein Wunschtraum-
die einzige Einrichtung ,mit der ich 'was anfange.
So hatte ich's sehr lange und werd's auch wieder so hinkriegen.
Alles dazwischen ist "Design" davon versteh' ich nichts und will auch
keine Energie hineinstecken.
Wenn ich mit Zimtsternchen im Wald bin, frag ich mich sowieso:
wozu braucht der Mensch ein Haus?
Allerdings:ich mag diesen wilden Wald und liebe die Umgebung,aber dieses
grausig-spießige Kuhdorf in dem unsere Werkstatt steht, kann ich nicht
leiden und daran würde die gepflegteste Einrichtung nichts verändern.