Samstag, 28. Februar 2009


28.28
Heute am 28.Februar ist unser 28.Hochzeitstag!
Dieser Feiertag fand bisher keine besondere Beachtung bei uns,aber die Schnapszahlen find ich lustig.
Und natürlich gerate ich ins Grübeln: 28 Jahre.
Da ich noch keine fünfzig bin, muss ich bei der Hochzeit ein sehr junges Mädchen gewesen sein!!
Meine Heiratspläne waren damals in meinem Freundinnenkreis ein echter Knaller-völlig
ausgeflippt,wir kannten uns ja erst ein paar Monate!
Ich denke mal jeder von uns wird heute dem anderen seine Bewunderung darüber aussprechen,dass wir es so lange miteinander ausgehalten haben und abends gehen wir mit den Kindern in eine Pizzeria.

Freitag, 27. Februar 2009


...und auch das Zimtsternchen (ganz rechts)hat neue Freunde gefunden.
Zwei rotzfreche Ponylausbuben,die ihm mal richtig die Leviten lesen.Das tut ihm sehr gut,denn das kleine Stütchen hat sich jahrelang alles von ihm gefallen lassen.
(hatte leider nur die miserable Handykamera dabei)



Gestern feierten wir Abschied auf Probe: Das Pferdchen meiner Tochter wurde für vier Wochen von dem netten Mädchen und ihren Eltern bei uns abgeholt.
Die ganze Familie,sogar die Kinder und die Leute von dem Reiterhof haben die Ankunft des Pferdchens gefeiert,sind vor Freude völlig ausgeflippt.Ich war froh ,dass ich (wegen dem Knie) doch wieder so weit fit war,dass ich verladen und mitfahren konnte.
Das Pferd hat dort paradiesische Zustände:Menschen,die es lieben und verwöhnen,eine riesige helle Box,Reithalle und sachkundige Ausbildung.
Die Tochter freute sich und war gleichzeitig traurig.Wenn sie in vier Wochen das Abitur gemacht hat,will sie das Pferdchen bis zum Sommer nochmal zurückholen,dann will sie ja selbst auf weite Reisen und danach irgendwo zum Studieren hinziehen.
Erst dann wird der Abschied endgültig.
Ich weiß nicht ob das jetzt eine richtige Entscheidung war,dem Drängen nachzugeben,aber Abschied nehmen tut ja immer weh.
Der Doc nahm wieder eine lange Spritze und punktierte mein Knie.Diesmal machte er ein finsteres Gesicht als er die Flüssigkeit sah:"Da ist Blut drin,diesmal ist etwas verletzt da drinnen"
Ich komme damit klar,dass ich bei feurigen Ausritten oder Abstürzen von Holzhäufen oder ähnlichem mit einem dicken Knie rechnen muss.
Aber wenn ich nicht mal mehr auf den Boden KNIEN kann ohne Schmerz und Verletzung zu provozieren,dann hört die Geduld auf!Ich bin doch nicht behindert!
Da hilft es mir nicht,dass der Doc tröstend meint"Knien ist eine der gefährlichsten
Bewegungen für ein angeschlagenes Knie überhaupt.
Ich stimmte daher einer weiteren Untersuchung zu und werde mich gegebenfalls auch operieren lassen.Das Knie wurde fast sofort wieder schmerzfrei.Seit gestern renn ich wieder rum.

Dienstag, 24. Februar 2009



Ich kann das weißmatschige DRAUSSEN nicht mehr sehen und an kleinen bunten Fitzelbildern hab ich mich an diesem Wochenende sattgemalt.
Deshalb strickte ich heute Nacht diese bunte Mütze und räumte meine Werkstatt damit um.
Und jetzt warte ich sehnsüchtig darauf,dass meine Tochter heimkommt und mir Krapfen bäckt!!!

Montag, 23. Februar 2009


Geburtstagswunsch eines Fünfzehnjährigen:sich die langen braunen Haare beim Friseur in eine leuchtend rote Punker-Bürste verwandeln lassen.Sieht sogar richtig toll aus!
Wenn ich es mir so richtig überlege,hab ich mehr Energie im Leben dahin investiert, mir Gedanken zu machen,wie ich um die Erfüllung dieser oder jener Pflicht,Aufgabe, Arbeit und Erwartung herumkomme,als ich gebraucht hätte,um sie einfach widerstandslos und zügig auszuführen.
Die Mutter hat es uns vorgelebt:anstatt das Mittagessen zu kochen oder den Haushalt zu versorgen, blieb sie mit ihren Romanen ,dem Telefon und einer Flasche Rotwein lieber gleich im Bett!
Schuleschwänzen wurde von ihr sogar gefördert,unter der Bedingung ,dass wir während dieser Zeit im Haushalt halfen und der Vater nichts davon mitbekam.
So ergab es sich des Öfteren,dass der Vater morgens ausgiebig unter der Brause stand und die Mutter währenddessen,im Bett, die Reiseschreibmaschine auf den Knien,den Text für die Entschuldigung in der Schule tippte.
Zwei Dinge lernte ich damals: eine Reiseschreibmaschine ist ein Zauberinstrument,das häßliche Pflichten in schöne Freistunden verwandeln kann und:es gibt Menschen,wie den Vater,die sich zum Anwalt dieser Pflichten machen-für sich selbst und für andere.

Tatsächlich hat uns der Vater täglich wissen lassen,dass er sich für uns opfert,dass er einer ungeliebten Arbeit nachgeht,um seine Familie ernähren zu können.

Ich hab ihn damals schon gefragt,was wohl passiert wäre, wenn er anstatt seine Pflichten zu erfüllen,einfach das getan hätte,was ihm Spass machte.

Im Lauf der Zeit hab' ich mich selbst und das Leben so in den Griff gekriegt ,dass ich mit den tausend Erwartungen,die von allen Seiten, von innen und aussen auf mich einwirken, irgendwie umgehen kann.
Trotzdem werde ich das Gefühl manchmal nicht los,dass das, was ich für Selbstverwirklichung halte, in Wirklichkeit kindlicher Trotz ist, mit dem ich mir selbst im Weg stehe und der mich dazu veranlasst,mich interessanten Möglichkeiten zu verweigern!

Freitag, 20. Februar 2009

Eine Kundin,die ich fest an der Angel wähnte, hat einem Mitbewerber den Vorzug gegeben.
Ich war mal wieder nicht aufdringlich genug!
Bittere Erkenntnis:als erfolgreiche Verkäuferin kann ich gar nicht aufdringlich genug sein.
Fällt mir die Nervensäge ein,die für einen Büroversand so oft anruft,bis ich wieder und wieder bestelle.
Das hat mich gestern aufgewühlt.
Handfester Krach mit meinem Ehemann auf dem Heimweg,der mich mit den Worten: "Ist doch eh egal,wir wollen den Laden sowieso nimmer lang machen" eigentlich trösten wollte.
Er will einfach nicht verstehen,dass mit so einer Einstellung keinen Blumentopf in irgendeiner Sache zu gewinnen ist.
Aufgeben ja ,aber vorher noch mit vollen Segeln fahren,wie soll irgedwas das ohne Herzblut betrieben wird, erfolgreich sein??
Ich werfe ihm vor, IMMER mit gezogener Handbremse zu fahren.

Rosi,die Bäuerin stellte mich heut vor die Alternative entweder mit ihr reiten oder Ski-langlaufen zu gehen.
Weil ich lieber besinnlich alleine reite und sie das letzte mal mit ihrem Riesenross wie eine Kanonenkugel vor uns durch den Wald gedonnert ist,entschied ich mich fürs Langlaufen.
Es kam dann aber doch ganz anders,weil ganz unerwartet ein Hufschmied im Stall auftauchte,der sogar noch etwas Zeit für meine Pferde hatte.(alle Pferdefreundinnen
wissen,dass ein guter Hufschmied Mangelware ist und jegliche Gelegenheit sofort am Schopfe gepackt werden muss!!!)
Er redete unaufhörlich,machte seine Arbeit aber gut und hatte einen ruhigen und besonnenen Umgang mit den Pferden.

Ich hab die Kamera jetzt weggepackt,mach keine Schneebilder mehr,wills nicht mehr sehen und schon gar nicht mehr fotografieren!

So und jetzt werde ich mich noch ein paar Stunden in Aufdringlichkeit üben.

Mittwoch, 18. Februar 2009


Was das Winterwetter wirklich stressig macht für mich,ist die Tatsache,dass es schlecht für's Geschäft ist.
Ich komme von einem Ausritt ins verschneite Zauberland zurück und der Anruf des Bankers holt mich auf den Boden der Realität zurück.
Keine Kunden,keine Kohle.
Das geht seit Jahren so.Was im Sommer erwirtschaftet wird,wenn's Wetter schön ist (und mensch lieber was anderes tun würde, als hier auf Kunden warten..),das wird im Winter restlos aufgezehrt oft noch mehr als restlos.
Früher redete ich mir immer ein,die Kunden kommen dann halt zu einem anderen Zeitpunkt,wenn's Wetter besser ist.Falsch.Wenn Eine vier Monate nicht in den Garten kann,dann wird der Auftrag für die Gartenumgestaltung beim Gartenbauer storniert-zum Beispiel.
In milden Wintern kaufen die Leute im Februar Blumenzwiebeln,Klamotten und meine Produkte.
Ich wäre nicht so brennend interessiert wenn ich keine Schulden hätte.
Zwar ist es uns auch im letzten Jahr gelungen,einen gewissen Teil davon abzubauen,aber der fette Rest drückt immer noch.
Ich arbeite daran auch diesen los zu werden.

Montag, 16. Februar 2009


Schöner Sonntag:
mit Tochter und fitterer Hündin (die ältere hat's grad im Kreuz) einen Spaziergang durch den tiefen Schnee gemacht, bei blauem Himmel und Sonnenschein.
Durch einen Bach gewatet, über den ich nicht zu springen wagte,(wegen dem Knie).
Das war Hardcore-Kneipp,aber die Füsse wurden nachher -wie erwartet-richtig heiß.

Vor zwei Wochen dachte ich zum erstenmal darüber nach,dass ich das Pferd der Tochter
ab Sommer,wenn sie fort geht,weggeben möchte/muss.Es erfährt jetzt schon nicht genug Beachtung und dieses nette Tier hätte es wirklich verdient,dass es mal einen Menschen ganz für sich hat.
Der Gedanke war kaum ausformuliert,da rief eine Freundin von Susi an,die dieses Pferdchen unbedingt für sich und ihre Tochter will.
Wohlgemerkt,ich hatte noch mit keinem Menschen darüber gesprochen.
Für das Pferd ist es der absolute Traumplatz:Mutter und Tochter absolute Pferdefreaks, liebe sanftmütige- und was bei diesem Pferd sehr wichtig ist-leichtgewichtige Frauen.
Keine Geldsorgen,Reitstall mit verständiger Lehrerin ums Eck.
Ich bin dem Universum also wieder mal dankbar für die prompte Erfüllung meiner Wünsche-aber bittschön,hätten die Beiden nicht im Sommer kommen können?
Die würden das Pferdchen am liebsten sofort mitnehmen-aber klar,die Tochter gibt's noch nicht her.
Gestern machte ich noch eine Skizze zu einem größeren geplanten Camargue-Bild.
...wenn ich schon nicht so schnell dort hinkomme.
Ein Sehnsuchts-Bild sozusagen.Die Farben sind sehr knallig geworden,aber irgendwie macht es mich fröhlich.

Samstag, 14. Februar 2009




Meine Freundin Susi lebt mit ihrer Familie auf einem einsamen Bergbauernhof,zwei Kilometer Luftlinie entfernt von meinem Haus im Wald.

Ihre lustig gescheckte Stute ist so neugierig,dass sie eines Tages auf einen schneebedeckten Geräteschuppen stieg-und durch das Dach brach.Das Loch hatte die Form einer Pferdesilhuette.Durch unfassbares Glück war blieb das Pferd unverletzt.

Eine Freundin von Susi möchte dieses wunderbare Pferd verkaufen,das wie Zimtsternchens weißer Bruder aussieht.Wäre ich nicht mehr als ausgelastet mit Zimtsternchen,würde ich ihn sofort zu mir nehmen.Er ist so süß!

Eigentlich sollte die Beschreibung unter die Fotos.Hat irgendwie nicht funktioniert.

Ich hatte einen wunderschönen Samstag mit Sonne, Schnee und Pferden,meiner Tochter und meinen Freundinnen und jetzt bin ich unglaublich müde.

Freitag, 13. Februar 2009


...und natürlich hatten die Tiere Recht mit ihrem "Schneedurst"- beziehungsweise ich mit meinem Erkennen des Tierdursts als Schneevorhersage.
Es schneit seit drei Tagen, insgesamt jetzt schon dreißig Zentimeter,Schneeverwehungen sind bis zu einem Meter hoch.

Donnerstag, 12. Februar 2009

Vielen Dank für die vielen besorgten Anrufe und Nachfragen,als gestern im Radio kam, unser Dorf wäre wegen ÜBERSCHWEMMUNGEN von der Welt abgeschnitten gewesen!
Die "Überschwemmung" war eine etwas größere Pfütze.
Zwei Polizeiautos mit Blaulicht und wild herumfuchtelnden Beamten sperrten eine Strasse, das hat die Pfütze erst zum Spektakel gemacht!
Auch die Gemeindearbeiter in ihren alarmroten Rettungsjacken und ihren hüfthohen Anglerstiefeln (wo hatten sie die bloß her?) waren eine Show!
Hier oben hat's eigentlich nie Wasser,das ist ungefähr so, wie wenn's in Sizilien schneit,da flippen die Leute auch völlig aus wegen drei Flöckchen!
Nach drei Stunden war alles wieder im grünen Bereich.
Warnlampen,Strassensperren,Sandsäcke und Anglerstiefel wurden wieder im Depot verstaut.

Montag, 9. Februar 2009


Wenn die Tiere so durstig sind schneit es meistens nochmal richtig!!!
Das gesamte Wochenende verbrachte ich in einer Art Kabarett oder war es eher eine Beziehungs-Psycho-Soap?
Die Lieblingsschwägerin und ihr Ehemann stritten sich vom einen Wortgefecht ins Nächste.
Nicht dass ihre Diskussionen einfältig oder geistlos gewesen wären-
im Gegenteil,ich musste öfters lachen,trotz der Aggressivität auf beiden Seiten.
Vordergründig geht's um Banalitäten,der Hintergrund ist wie fast immer ein anderer:
Die Schwägerin hat ihren viel jüngeren Partner seit fast acht Jahren finanziert, und zwar auf höchstem Niveau.
Sie hat richtig gut verdient und hat neben der Kinderbetreuung (der gemeinsamen Kinder) seine Ausbildung finanziert ,ein Extra Auto für ihn und tausend Schnickschnack.
Der Gute ist jetzt auch Mitte dreißig und weder mit einem Job noch mit beruflicher Selbstständigkeit will's richtig klappen.
Die Schwägerin ist momentan selbst auf Jobsuche und jetzt bricht der Wunsch, dass ER endlich auch mal was zum Familienunterhalt beitragen könnte,übermächtig aus ihr raus,steht hinter jedem Wort.
Und wenn er schon keine Kohle verdient,dann soll er sie wenigstens mit Frohsinn und Begeisterung unterstützen!
So verständlich ihr Wunsch nach Gegenleistungen von ihm auch ist -er ist weder frohsinnig noch unkompliziert,eher ein sarkastischer Zyniker nicht humorlos-aber schwierig- und er geht für sich in seinem Leben selbst momentan durch einige Härten.
ANSTRENGEND ist so ein Wochenende!!!

Mittwoch, 4. Februar 2009




Diese Kakteen beschämen mich.Ich beachte sie kaum,bringe sie mit meiner Vernachlässigung immer wieder an den Rand des Verdurstens und sie überraschen mich immer wieder mit ganz unglaublichen Blüten.So einfach und so schön!
Diese Kakteenart hat als einzige Pflanze bei meinem uralten Großvater überlebt,ich "kenne" sie seit über vierzig Jahren,aber noch nie hab ich eine Blüte gesehen!
Mein Knie ist am Sonntagmittag völlig überraschend wieder ganz gut geworden.
Genau in dem Moment als völlig überraschend Freunde zu Besuch kamen,die eventuell unser Haus kaufen wollen.Ich bin also von Überraschung zu Überraschung getaumelt.
Und noch ein ganz neuer Horizont hat sich aufgetan:Sieht so aus als würde ich übernächste Woche eine Reise nach Südfrankreich antreten.Ihr ahnt es schon:völlig überraschend.
Wenn das klappt,dann freu ich mich scheckig!Ich lechze seit Jahren wie verrückt danach mal wieder in den Süden,nach Frankreich zu kommen.Und jetzt womöglich noch in die Camargue,wo's diese wunderbaren kleinen weißen Pferde hat!