Donnerstag, 13. März 2008

Frühstück bitte!!!


Weiter auf Selbstfindungskurs.Für mich sind solche Bücher wie WISHCRAFT von Barbara Sher immer wirklich eine Offenbarung.

Ich pirsche mich an meine geheimsten Träume und Lebensfantasien an und bin überrascht über das, was zum Vorschein kommt.
Meine Mal-und Schreiblust wird immer lebhafter.
Beglückt, wenn es mir manchmal gelingt mich in meinen Bildern oder Aufschrieben wieder zu finden.
Ich erkenne meine Sehnsüchte und lebe sie so gut wie möglich aus.
Ich erkenne die Schriftstellerin, Malerin, Bildhauerin, Abenteuerin Fotografin und Psychologin in mir und versuche jeder dieser Fantasien möglichst viel Raum und Leben zu geben.
Wie schön,dass ich nicht mehr das Gefühl habe, mich für irgendwas entscheiden zu müssen oder für irgendwas nicht gut genug zu sein.

Je mehr ich diesen "Kreativitätsfluß" aus mir herausfließen lasse desto mehr Türen und Tore öffnen sich, sämtliche Hemmungen und Stöpsel fliegen raus.

Indem ich mich mich selbst verwirklichen und zum Ausdruck bringen kann, verschwindet auch die neidgeprägte Kritiksucht mit der ich oft das Leben und die Werke meiner Mitmenschen betrachtete.

Von den Bestellungen beim Universum beziehungsweise deren vorzeitiger Lieferungen bin ich fast schon geschockt /überrollt worden.

So haben sich innerhalb von zwei Wochen Interessenten für unseren LKW gemeldet,die einen verdammt guten Preis zahlen würden,eine anderer Bekannter braucht eine von den Maschinen,die ich übrig hätte,wenn ich die Arbeiten von einem anderen Betrieb ausführen lassen würde .
Am Freitag kam dann noch ein Freund, der in derselben Branche tätig ist und eröffnete uns,dass er wegen Auftragsmangel sofort loslegen könnte und unsere anfallenden Arbeiten ausführen würde falls wir den Mitarbeiter nicht wieder einstellen würden.
All dies ist erschienen OHNE dass ich etwas unternommen hätte(nachgefragt,Anzeigen in Zeitungen aufgegeben etc.)
Aber es ist noch zu früh.
Es macht mich zwar echt verrückt,dass mir Möglichkeiten angeboten werden,von denen ich nicht mal geträumt hatte und ich sie jetzt nicht mal wahrnehmen kann
aber es ist so.
Ich brauche die höheren Umsätze dieses Jahr noch, um den Geldverlust vom letzten Jahr in den Griff zu kriegen.
Der hohe Werbeaufwand und mentale Einsatz trägt Früchte,Kunden kommen immer zahlreicher.
Unser Mitarbeiter strengt sich an wie nie zuvor und hat anscheinend eine Eigentumswohnung gekauft.
Da kann ich ihn auch nicht einfach auf die Strasse setzen...
Ich versuche jetzt mal ohne Groll zu akzeptieren,dass ich dieses Geschäft auf jeden Fall noch ein Jahr so werde weiterführen müssen.
Das Beste aus der Situation machen und das Ziel nicht aus den Augen verlieren ist meine Devise.

Montag, 10. März 2008

Es war, als hätt' der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt'.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

(Gedicht von Eichendorff,Bild von mir ,nach einem Spaziergang durch die Nacht gemalt.Inzwischen steht der Teppich wieder säuberlich zusammengerollt neben der Tür und ich sitze montagsmunter an meinem Schreibtisch.)

Donnerstag, 6. März 2008

6.3.08

Telefonieren ist eine weibliche Kunst.

Bei jeder sich bietenden Gelegenheit schnappe ich den Hörer und rufe an :meine Schwestern, meine Schwägerin ,meine Tante , meine Freundinnen und meine Tochter(obwohl ich sie jeden Tag sehe).

Mein persönlicher Rekord liegt bei dreieinhalb Stunden für ein einzelnes Gespräch.

Mein Mann deutet dieses Verhalten als Sucht und hat schon verschiedene Ansätze gemacht mir einzureden,dass ich dabei Energie verliere,Zeit verplempere etc.
Klar gibt es Telefongespräche ,die einen irgendwie fertig machen.
Als meine Schwester unglückliche Liebschaften hatte, zum Beispiel,nach diesen Gesprächen war ich oft fertig-auch wenn wir über anderes gesprochen hatten.(sie ist grad glücklich liiert)

Gestern hab ich etwas leicht verrücktes getan.Ich hab eine „wildfremde“ Frau angerufen. In Brasilien. Gabriela.

(Das geht mit einer Vorwahl www.tariftipp.de )

Ihr schönes Bayrisch hat mich ebenso begeistert wie ihr mitreißendes Lachen.So toll!
Nach Brasilien telefonieren.
Also das ist ziemlich so, wie dort hinzureisen.Auf jeden Fall hab ich den Freudenfunken von diesem erbaulichen Gespräch den ganzen Tag noch in mir gespürt.

Schlagartig wurde mir klar warum die meisten Männer telefonierende Frauen verabscheuen:weil es eine Welt ist,die sich ihnen verschließt.

Es ist ausser Telepathie die einzige Möglichkeit den Raum zu überwinden.Eine magische Handlung,ohne Hintergedanken,umweltfreundlich und überhaupt nicht teuer.

Lasst uns miteinander telefonieren!

Mittwoch, 5. März 2008

die Moorseen,heut' Mittag


der erste Blick auf (damals)unser Schiff Walnuss vor knapp einem Jahr


ein Stück Ostsee

5.5.8 in der Mittagspause bei den Moorseen gewesen mit Bärin.
Mit Geländewagen Hund und Fahrrad den gesperrten Waldweg entlang gefahren, vor den Sumpfwiesen geparkt und die fünf Kilometer Trampelpfad heftig strampelnd bezwungen.
Eisiger Wind,Wolken und Sonne.
Die Moorseen sind ein Stückchen Paradies.
In dieser trockenen steinigen Heidelandschaft gibt’s eigentlich kein Wasser.
Eine seltsame Ähnlichkeit stelle ich zwischen der Schärenlandschaft in Südschweden und diesen Moorseen fest.
Ich träume noch ein paar Minuten vom Wasser und vom Sommer und von dem unglaublichen ersten Blick auf damals unsere Walnuss in Schweden.
Das war ziemlich genau vor einem Jahr.
Ich werde wieder kommen,aber jetzt muss ich zurück.
Leider sieht das Auto aus, wie nach einem Offroad-Turnier.
Den fragenden Blick vom Mitarbeiter ignoriert.Wird besser sein,wenn ich mich da später mal mit einem Eimerchen zu schaffen mache….