Mittwoch, 4. Juni 2008


Doch,ich hab's getan.In Ermangelung eines richtigen Sees entsann ich mich, bei innerer und äußerer Gewitterstimmung an diesen Gumpen mitten im Wald.
Die Schlurgbrühe (Begriff meiner Tochter für dunkelgrüne dickflüssige Gewässer)ist brusttief und ich konnte 2-3 Längen schwimmen bis ich mich völlig in dem Seegemüse verheddert hatte.
Das kurze Glücks-und Erfrischungsgefühl machte mein Steuerberater wieder zunichte, indem er mir erneute Vorhaltungen über das Chaos in meinem Büro machte und ich meinte dabei verhaltene Schadenfreude und Genugtuung in der Stimme meines personifizierten freudschen Überichs zu vernehmen.
.Ja sicher,da fragt ihr zurecht warum ich diesem Energieräuber nicht endlich den Laufpass gebe,wo er mich doch immer wieder so runterzieht.
Aber das ist wie in einer langjährigen Partnerschaft:man hat so viel zusammen erlebt,er macht es wirklich günstig,er muss oft wirklich leiden weil er jedem Zettel hinterherjagen muss...und überhaupt Büroarbeit ist deshalb so schlimm für mich, weil mir nirgendwo der Spiegel meiner eigenen Unfähigkeit so gnadenlos vor Augen gehalten wird.
Ich komme dabei wirklich jedesmal an den Punkt wo ich mich verzweifelt frage wieviel Anpassung denn nun eigentlich von einem Menschen(mir) vom Leben abverlangt werden kann,dass ich wieder und wieder die erniedrigende Suche nach sinnlosen Kontoauszügen und Belegen anfangen muss.Und jedesmal begreife ich nach einer gründlichen Durchwühlung sämtlichen Büroinhaltes nach einem erneuten rührend- zaghaften Versuch, hier irgendsowas wie eine Ordnung hineinzubringen,dass es mir nichts nutzt ,zu klagen und mich darauf zu berufen,
dass ich andere Dinge besser kann und lieber tu als Büroarbeit zu machen (Kunden beraten zum Beispiel)und so bin ich der Schlurgbrühe meiner Büroarbeit entstiegen und versuche daran zu reifen.

8 Kommentare:

kvinna hat gesagt…

Ich stelle an mir selber fest, die eigenen Abneigungen zu akzeptieren und eine andere Lösung zu finden, erfordert nicht zwingend ein schlechtes Gewissen.

Und ich glaube, dahin zu kommen (Dieses: "Ich will das nicht können und ich muss es auch nicht! Dafür hab' ich andre Fähigkeiten!") IST ein Zeichen von Reifung!

Oder?

Stela hat gesagt…

Hi Kvinna,
theoretisch hast du natürlich recht-aber in meiner Lebenssituion ist die Büroarbeit sein lassen ungefähr so unmöglich wie wenn du dich entschließen würdest nicht mehr
kochen zu wollen.
Das ist der interessante Punkt wo Selbstverwirklichung destruktiv werden kann für mich,meine Firma,meine Familie.
Sich anfallenden Arbeiten oder Aufgaben zu verweigern ist in meinem Beispiel ein Luxus den ich mir momentan nicht leisten kann.
Und genau da denke ich momentan viel drüber nach.
Die Mutter meiner Freundin Susi verwirklicht sich selbst auf eine Art,die für die Familiengemeinschaft sehr destruktiv ist:sie erkennt keinerlei Aufgaben und Pflichten an.Würde sie alleine leben,wäre ihr Handeln nicht problematisch-jedenfalls nicht für andere.
Es ist möglich, Situationen so zu verändern,dass die ungeliebten Aufgaben wegfallen.
Oder das Problem wird so angepackt,dass der Grund für die Antipathie gegen diese Arbeit ausgemertzt wird.
Das versuch ich jetzt mal mit verschiedenen Methoden...
Grüße,Stela

Anonym hat gesagt…

meine freundin schreibt quittungen und rechnungen auf umschlagschnippsel und brötchentüten
aber ihr steuerberater lobt sie weil sie jeden schnipps abheftet
die loseblattablage in einem großen karton kann ich auch empfehlen
man muss zwar suchen aber man findet alles wieder
sogar die zwei jahre alten quittungen der zahnspangen *fg*
büroarbeit zumal mit gelddingen ist die pest *heftignick*
das neue blogoutfit sieht sehr schön aus
lg birgit

Stela hat gesagt…

Hi Birgit,
Willkommen auf meinem Blog und danke für die Tipps!Deione freundin hat einen coolen Steuerberater wenn er sie für die "Schnipselwirtschaft" lobt und die Tatsache des Zettel organisierens an sich lobt.
Meiner kann sich nicht vorstellen,dass diese Art der Beschäftigung manchen Menschen nicht nur keine Freude machen sondern eine richtige Pein darstellen.
Aber ich bin zuversichtlich!
Freut mich wenn dir das neue Blogoutfit gefällt-ich selbst hab neue fröhliche Farben gebraucht.
Es geht auch neuerdings erfreulich einfach zu ändern!
Liebe grüße,Stela

Anonym hat gesagt…

Moin,
mit gefällt das Blogoutfit auch sehr gut!

Zur Büroarbeit...
entweder man liebt sie oder man hasst sie. Ich habe ja nun etliche Jahre als Bürotusse zur Miete gearbeitet, sprich, gerade für kleine Unternehmen, die nur ein oder zweimal in der Woche jemanden stundenweise brauchen, ist sowas eine große Erleichterung.

Schonmal drüber nachgedacht?

Wenn du so einen kleinen freifliegenden Bürodienst findest, der vielleicht einmal in der Woche für zwei Stunden den Kram sortiert, spart dir das langfristig eine Menge Geld und Ärger. Sortieren, abheften, vorbereitende Arbeiten für den Steuerberater

Und du kannst diesen steuerberatenden Piesepampel auch auf die Bürokraft abwälzen, hehehehe!

Stela hat gesagt…

Sabine,die Idee mit dem freifliegenden Büroservice ist toll,schade,dass DU nicht ums Eck wohnst;)auf die Idee,dass auch das Sortieren -und nur das- jemand für mich übernehmen könnte bin ich selbst nicht gekommen...und was für eine feine Aussicht mir die Vorträge dieses Nörglers nicht mehr antun zu müssen...you made my day!
Stela

kvinna hat gesagt…

Na, siehste! Eine ANDERE Lösung!

Anonym hat gesagt…

dazu eignen sich übrigens auch hervorragend ältere Damen, die in Rente gegangen sind und so als Geringverdiener was dazuverdienen können....

Mal beim Arbeitsamt anrufen, oder Personalvermittlung