Sonnenaufgang daheim.Die ersten Frostnächte.Das Vieh ist noch auf der Weide. Fade away.Ich mag die ausgeblichenen Farben nicht und auch nicht das Gefühl,dass sich sämtliche Lebensgeister aus der Natur zurückgezogen haben.
Ich finde auch, das sieht räudig aus. Erinnert mich an Henri Miller, der ab Herbst auch lieber in seinen geliebten Pariser Cafés saß, statt durch die Natur zu ziehen. Der Anblick mache ihn depressiv, schrieb er.Ein Café-Interieur hingegen sieht sommers wie winters gleich aus. LG, Sylke
Auch hier bei mir ziehen sich die pracht- und lustvollen Herbstfarben allmählich zurück, kommt kahle Nacktheit zum Vorschein.
Ich stell' mir gerne vor, dass die Lebenskräfte sich zurückziehen, einrollen wie die Katz' auf der Couch, sich in die prachtvolle, saftige Erde kuscheln bis die Sonne sie zum gähnenden Sich-Strecken wieder nach oben lockt.
Das tröstet. Und ab dem 21.12. werden die Tage schon wieder länger. ^^
Ich liebe das alles .... habe mich richtig gefreut, daß es hier am WE endlich mal zwei Tage lang "orgnungsgemäß" novembergrau und verregnet war. Weil ich´s auch gerne mach´ wie die Katz, mich auf dem Sofa zmenrolle und es toll finde, nicht raus zu müssen/sollen/wollen. Also grundsätzlich. Tatsächlich war ich auf einem wunderbaren Seminar zu Bachblüten, die hellen die Stimmung ja ohnehin auf. Ich schätze so eine alljährliche Novemberdepression auch schon deshalb, weil es die einzige Zeit ist, wo auch das Kollektiv nicht an einem rüttelt, wenn man mal durchhängt - weil sie "gesellschaftsfähig" ist. Und welch angenehme Ruhe vor dem Weihnachtssturm. Und über alles geht die Stille, die sich draußen wie ein Mantel über alles legt - sogar ohne Schnee (gibt´s hier nicht). Das war mein Liebeslied an den wie ich finde zu unrecht beschimpften und verschmähten November. Liebe Grüße, Sati
Solchen Monat muß man loben; Keiner kann wie dieser toben, keiner so verdrießlich sein, und so ohne Sonnenschein! Keiner so in Wolken maulen, keiner so mit Sturmwind graulen! Und wie naß er alles macht! Ja, es ist ´ne wahre Pracht.
Seht das schöne Schlackerwetter! Und die armen welken Blätter, wie sie tanzen in dem Wind und so ganz verloren sind! Wie der Sturm sie jagt und zwirbelt und die durcheinanderwirbelt und sie hetzt ohn´ Unterlaß; Ja, das ist Novemberspaß!
Hallo Stela! Seitdem ich mit (oder im) dem Jahreskreis lebe, entdecke ich auch schöne Seiten am Winter. Samhain, Wintersonnenwende, die Rauhnächte,...und was man da alles machen kann! ....und ich habe nicht so ein schlechtes Gewissen, wenn ich bei "schlechtem Wetter" drinnen am Laptop hocke oder mich auf dem Sessel lümmle. Liebe Grüße Grey Owl
Hallo zusammen,DANKE durch eure Kommentare bin ich dahinter gekommen,warum mir die Stille und die fehlenden Lebensgeister so wenig gefallen: Weil ich mir keine Ruhe gönne,meine eigenen körperlichen Aktivitäten sogar noch gesteigert sind im Gegensatz zum Sommer: Tägliche Ausritte mit Zimtsternchen, Spaziergänge mit den Hunden morgens und abends und zusätzliche Anstrengung wegen der Kälte durch Holz holen,Ofen reinigen etc. Ich werde versuchen etwas mehr Ruhe und Besinnlichkeit in mein Leben zu bringen-weiß allerdings noch nicht WIE. Sylke danke für das so aufmunternde Gedicht,ich habs gleich kopiert und für alle gepostet. Stela
6 Kommentare:
Ich finde auch, das sieht räudig aus. Erinnert mich an Henri Miller, der ab Herbst auch lieber in seinen geliebten Pariser Cafés saß, statt durch die Natur zu ziehen. Der Anblick mache ihn depressiv, schrieb er.Ein Café-Interieur hingegen sieht sommers wie winters gleich aus.
LG, Sylke
Auch hier bei mir ziehen sich die pracht- und lustvollen Herbstfarben allmählich zurück, kommt kahle Nacktheit zum Vorschein.
Ich stell' mir gerne vor, dass die Lebenskräfte sich zurückziehen, einrollen wie die Katz' auf der Couch, sich in die prachtvolle, saftige Erde kuscheln bis die Sonne sie zum gähnenden Sich-Strecken wieder nach oben lockt.
Das tröstet. Und ab dem 21.12. werden die Tage schon wieder länger. ^^
Ich liebe das alles .... habe mich richtig gefreut, daß es hier am WE endlich mal zwei Tage lang "orgnungsgemäß" novembergrau und verregnet war.
Weil ich´s auch gerne mach´ wie die Katz, mich auf dem Sofa zmenrolle und es toll finde, nicht raus zu müssen/sollen/wollen. Also grundsätzlich. Tatsächlich war ich auf einem wunderbaren Seminar zu Bachblüten, die hellen die Stimmung ja ohnehin auf.
Ich schätze so eine alljährliche Novemberdepression auch schon deshalb, weil es die einzige Zeit ist, wo auch das Kollektiv nicht an einem rüttelt, wenn man mal durchhängt - weil sie "gesellschaftsfähig" ist. Und welch angenehme Ruhe vor dem Weihnachtssturm.
Und über alles geht die Stille, die sich draußen wie ein Mantel über alles legt - sogar ohne Schnee (gibt´s hier nicht).
Das war mein Liebeslied an den wie ich finde zu unrecht beschimpften und verschmähten November.
Liebe Grüße, Sati
Der November
Solchen Monat muß man loben;
Keiner kann wie dieser toben,
keiner so verdrießlich sein,
und so ohne Sonnenschein!
Keiner so in Wolken maulen,
keiner so mit Sturmwind graulen!
Und wie naß er alles macht!
Ja, es ist ´ne wahre Pracht.
Seht das schöne Schlackerwetter!
Und die armen welken Blätter,
wie sie tanzen in dem Wind
und so ganz verloren sind!
Wie der Sturm sie jagt und zwirbelt
und die durcheinanderwirbelt
und sie hetzt ohn´ Unterlaß;
Ja, das ist Novemberspaß!
(Heinrich Seidel)
Hallo Stela!
Seitdem ich mit (oder im) dem Jahreskreis lebe, entdecke ich auch schöne Seiten am Winter. Samhain, Wintersonnenwende, die Rauhnächte,...und was man da alles machen kann!
....und ich habe nicht so ein schlechtes Gewissen, wenn ich bei "schlechtem Wetter" drinnen am Laptop hocke oder mich auf dem Sessel lümmle.
Liebe Grüße
Grey Owl
Hallo zusammen,DANKE durch eure Kommentare bin ich dahinter gekommen,warum mir die Stille und die fehlenden Lebensgeister so wenig gefallen:
Weil ich mir keine Ruhe gönne,meine eigenen körperlichen Aktivitäten sogar noch gesteigert sind im Gegensatz zum Sommer:
Tägliche Ausritte mit Zimtsternchen,
Spaziergänge mit den Hunden morgens und abends und zusätzliche Anstrengung wegen der Kälte durch
Holz holen,Ofen reinigen etc.
Ich werde versuchen etwas mehr Ruhe und Besinnlichkeit in mein Leben zu bringen-weiß allerdings noch nicht WIE.
Sylke danke für das so aufmunternde Gedicht,ich habs gleich kopiert und für alle gepostet.
Stela
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