gestern ging ich mit dem frischgebackenen steinmetzmeister (des abenteuerers neffen)der unseren betrieb übernehmen wird ,über "noch mein" gelände.er strahlt und klettert wie ein äffchen auf den sägmehlturm er spricht von den tollen sachen ,die er hier bald machen wird.ich indes kann die tränen kaum zurückhalten.alles das sind auch MEINE ideen und projekte gewesen.und in diesem moment begreife ich -wie am ende des lebens-daß ich das NICHT mehr verwirklichen werde ,daß meine gelegenheiten und meine zeit für dieses projekt abgelaufen ist-unwiderruflich-VORBEI
8 Kommentare:
Seltsam, mir geht es gerade genauso - was ich alles NICHT verwirklichen werde mit dem Haus, aus dem ich nun ausziehe.
Allerdings ist das bei mir eher ein Abwerfen von Ballast.
Diese Träume haben zu lange gewartet, ob das nun in meiner Macht stand oder nicht.
Dabei sind sie dann nach und nach zu einem Gebirge geworden, das auf meine Brust gedrückt hat.
Nun fallen sie ab und ich fühle mich federleicht.
Fühl' Dich umarmt!
fühl dich auch umarmt!! macht mich traurig,dass ich von dem was bei dir abgeht kaum was mitgekriegt habe.jetzt ziehst du aus deinem eurem haus aus.wieso-warum?wenn eine zeit zuende geht manifestiert sichvdas nur manchmal in ganz deutlichen ereignissen:menschen gehen auseinander,der job wird gekündigt das haus verkauft,einer stirbt...dann schrecken wir auf ,weil die einschneidende veränderung,das ende einer ära nicht zu übersehen ist.aber in wirklichkeit fand und findet die veränderung ständig statt bloß wir wollten sie nicht wahr haben und wir wollten weiter träumen ,daß wir dies oder das noch realisieren oder verwirklichen können.manchmal wie bei dir oder bei der aufgabe meines geschäfts fällt auch eine bürde von mir,daßich dies oder das nicht mehr tun muss..
Klingt ein bisschen so, als fändest Du die Veränderung an sich schlecht? Ich sehe das nicht so. Mich betrübt nichts. Vielleicht telefonieren wir mal wieder?!
nein so hab ichs nicht gemeint .das leben ist ja ständige veränderung.sozusagen eine schleichende dauernde wandlung.aber merken und wahrhaben tut man es dann wenn es sich in einem ereignis manifestiert,das sich natürlich fast immer schon ne weile angebahnt und entwickelt hat-von unserer wahrnehmung oft ignoriert-und dann kommt das ereignis ab dem alles anders ist und wir müssen es wahrnehmen.ich habe z b fast 4jahre darsuf hingearbeitet mein geschäft zu verkaufen.dazwischendrin dachte ich oft es wird nimmer wahr.jetzt ist es fast soweit-wie kurz vor einer geburt und ich kann es mir immer noch nicht vorstellen.die orientierungslosigkeit -was mach ich ?die über mich kommt ängstigt mich ein bißchen nur aber das grandiose gefühl eine große sorge und bürde loszulassen ist sehr erhebend -insofern :alles gut.telefonieren gern,nächste woche.bitte mail nochmal deine handynr auf stela.steinbruck @web.de
ich bin eine "ab-und-zu-blog-leserin-von-ihnen" - und weiß nicht, ob es ok ist, zu kommentieren? ich versuche es mal: die nicht linearen abläufe sind bestandteil des lebens, die immer wieder beginnen oder enden (job, partnerschaft, familie, kinder, zuhause)am ende bleibt nur krankheit und das finale.
vor laaaaanger zeit in funktionierenden strukturen hatten frauen eine beschützte, erhabene vorrangstellung innerhalb der gesellschaft.
in heutigen herrschenden systemen ist es schon ziemlich bedrohlich für ältere frauen, nicht besitzend/herrschend isoliert, unsichtbar zu überleben.
liebe grüße einer interessierten leserin ("sichtbar")
liebe kommentatorin,klar ist es sehr erwünscht- auch unbekannt- zu kommentieren.danke für diesen sehr anregenden kommentar,der mich auf einen aspekt bringt auf den ich jetzt so nicht gekommen wäre.ich glaube "das altwerden"(im sinne von schwach und hilflos werden)stellt für alle menschen in jeder gesellschaft eine bedrohung dar.ich weiss nicht ob das in funktionierenden strukturen jemals anders war,ich meine jetzt für alle "normalen alten"-nicht die "weisen alten" oder "stammesanführerinnen".ob ich einmal auf schutz und pflege angewiesen sein werde liegt(auch wenn es mir widerstrebt diesen gedanken zuzulassen )nicht in meiner hand.aber ich denke wir können etwas tun:uns zeigen,zusammenschliessenSICHTBAR werden,denn wir sind auch mit dieser sorge NICHT ALLEIN.
liebe grüsse,stela
liebe stela,
danke für ihre antwort/ihre gedanken.
ich schließe mich Ihnen an und sehe der zukunft auch zuversichtlich entgegen weil ich unter "meines-unseres-gleichen" (sichtbare, befreite, aktive, arme und reiche frauen) auch eine kollektive dynamik bemerke bezüglich glücklich, unbesorgt, autonom alt werden ;-).
liebe grüße aus münchen von c.
Sehr interessante Gedanken !
Euch alles Liebe, Stela und Kvinna !!
Kommst Du irgendwann mal nach BR ?
LG Ursel
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