gestern hat er mir klar gemacht dass autofahren nicht zu meinen besonderen begabungen gehört und dass ich zukünftig nicht mehr mit seinem kleinen lieferwagen ware ausfahren werde.
und heute teilte er mir mit ,dass auch meine verkäuferinnentätigkeit im betriebseigenen laden nicht gerade berauschend sei."du bist irgendwie verträumt.die anderen frauen stehen nicht wie du im laden rum sondern packen nebenbei die regale voll und richten auch noch einen auftrag"
verloren in meinen träumen?in meiner kleinen welt und nach meiner eigenen
einschätzung hab ich das alles ganz prima gemacht-war emsig und freundlich mit den kunden, hab hilfsbereit ware zum auto getragen und sie in fachlichen dingen gut beraten. trotzdem scheinbar nicht genug ...insofern war dieses gespräch schon eine unangenehme überraschung.
jetzt soll ich in die abpackerei ,da kann man wirklich nichts falsch machen...
und warum mein schwager der beste ist?
weil er sowas auf eine ehrliche direkte und freundliche art auf den punkt brungt,ohne dabei verletzend oder gemein zu werden.
ich muss jetzt damit klar kommen ,dass man den mir entgegengebrachten vertrauens-vorschuss beim arbeiten wieder zurückgenommen hat.und ich frag mich ob es mich trifft ,als mittelmässige verkäuferin und autofahrerin erkannt worden zu sein???
ich taumle verträumt und gedankenverloren zwischen den regalen ...
4 Kommentare:
Liebe Stela
Ich drück dich jetzt einfach mal (nur wenn erlaubt..). Kann dich sehr gut verstehen. Bin auch mit dem Träumer-Gen gesegnet ... Lieber Gruss, Anne
Keinen Verwandtenbonus zu gewähren, weist einen Vorgesetzten als besonders fähig aus. Gut fürs Betriebsklima. Fällt mir als abhängig Beschäftigter dazu ein. Und letztlich, obwohl hart, auch gut für Dich. Wird Dich auf Dauer zu dem Job führen, der Dich wirklich trägt.
vielen dank liebe anne,dein trost tut mir gut und auch deine klare stellungnahme liebe kvinna.nach einer schlaflosen nacht(doch!) komme ich allerdings zu der ansicht ,dass ich hier nicht nur keinen bonus bekomme sondern mit besonders grellem scheinwerfer auf meine defizite gehalten wird,während die persönlichen schwierigkeiten meiner kolkeginnen in einem eher milden licht unter der wohlwollenden ansicht:hauptsache das gesamtbild stimmt betrachtet werden und das empfinde ich als ungerecht.
ich habe einen ausführlichen brief an meinen schwager in bearbeitung und bin gespannt auf seine reaktion...
Oh oh ... janz spontan fiel mir nur dies ein:
Vermutlich ist es immer etwas schwierig, für die buckelige Verwandschaft zu malochen?
Wie Du ja selbst schreibst - da leuchten die Schweinerfer heller.
Und viele "persönliche Geschichten" spielen halt bewußt oder unbewußt mit rein.
Von daher bin ich ganz bei Kvinna - und drücke feste die Daumen - für D e i n e Tätigkeit!
Und vermute mal - daß, wenn der Mann so direkt und unverblümt ist, wie Du ihn beschreibst - einen Brief lediglich als Bestätigung für seine Weltsicht nehmen wird.
Aber macht ja nichts ....
schöne Ostertage wünsch ich Dir,
Sati
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