Dienstag, 10. Juni 2008
Du brauchst dazu: 3-oder 4 eingeschaltene Handys und eine Handvoll Maiskörner,die Sorte,die es als Popcornmais fertig zu kaufen gibt.
Die Handys werden sternförmig angeordnet,das obere Teil jeweils nach innen,so ,dass in der Mitte eine maximal faustgroße Fläche frei bleibt.An diese Stelle legtst du die Maiskörner.
Jetzt alle Handys anrufen....nach ca 30 Sekunden beginnen die ersten Maiskörner sich zu Popcorn zu verwandeln....faszinierend.
Fazit: sich ein Handy ans Ohr zu halten muss wohl ähnliche Wellen wie eine Mikrowelle direkt in unser Gehirn befördern.
(Ich hab diesen Versuch bei You-tube gesehen,konnte aber die Adresse nicht abschreiben oder kopieren,ich such's nochmal und versuch es zu verlinken,denn ich möchte ,dass möglichst viele Menschen damit konfrontiert werden,was so ein Handy tatsächlich für Wellen aussendet.
Seit ich das gesehen habe ,telefoniere ich nur noch mit Headset!)
Montag, 9. Juni 2008
Die Männer gucken Fußball.
Leben wie im Märchen.Dankbarkeit.
(Komisch jedesmal wenn ich Kopfschmerzen oder ein anderes Leiden hatte -zum Glück sehr
selten-dann kommt,wenn es vorbei ist so ein unglaubliches Glücksgefühl über mich,paradiesisch irgendwie)
Freitag, 6. Juni 2008
Als ich mit meinem gelben Pickup voller Strohballen den Berg hochflitzte sah ich die Gemüse-Hilde mit ihrem blauen Pickup voller Blumen ,Gemüse und Setzlinge, oben um die Kurve biegen und mir entgegenkommen.Zwei Frauen in zwei Kleinlastwägen,beide etwas zu rasant unterwegs,
ein ekelhaftes Krachen, zwei kaputte Aussenspiegel und zwei sehr dumme Gesichter.
"So'n Scheiß!Jede zahlt ihren Schaden selber?!?"schrien wir beide gleichzeitig-erleichtet
dass so wenig kaputt war.
So nett und so einfach ist das manchmal zu entwirren,wenn zwei Frauen aneinander rasseln!!!
Ganz anders geschah es kürzlich:
Leider schaute ich nicht in den Aussenspiegel sondern nur hinten, raus als ich schnell den Hof verlassen und mal eben mit einem geschickten Manöver rückwärts im Hof wenden wollte.
Leider hat mein Mann sein Auto -völlig unüblich -unten im Hof stehen lassen und leider gibt es in diesem Kleinlastwagen einen fiesen toten Winkel,den ich bis dahin noch nicht kannte.
Es tat einen ganz gräßlichen Rums,der Kleinlastwagen hatte gar nix,aber das "schöne"Auto
war hinten ,Kotflügel und Lampe, ganz zerknüllt.
Obwohl ich es ihm ganz feinfühlig beibrachte, kriegte mein Mann einen Herz-Heulanfall und richtete einige sehr häßliche Worte an mich.
Bezifferte den Schaden auf ca 2.500€ Werkstattreparatur-vermutlich nicht schlecht geschätzt- besorgte die Teile dann aber für 100,00€ und verrichtete ein Karrosseriebauermeisterstückchen indem er den Schaden frisch lackiert fast unsichtbar machte.
Versteht sich von selbst,dass ich während den Tagen seiner Reparaturarbeiten ausnahmsweise Interesse und Bewunderung für die detailierten Berichte seiner aufregenden Erfahrungen mit Mehrkomponentenspachtel und anderen technischen Finessen zeigte!
Schade,dass er bei solchen Heldentaten nicht auch noch freundlich bleiben kann oder nett,
dann würde ihm vermutlich die verdiente Dankbarkeit und Bewunderung entgegenfluten...
Ich hab übrigens nie behauptet, eine besonders gute Autofahrerin zu sein!
Mittwoch, 4. Juni 2008
Doch,ich hab's getan.In Ermangelung eines richtigen Sees entsann ich mich, bei innerer und äußerer Gewitterstimmung an diesen Gumpen mitten im Wald.
Die Schlurgbrühe (Begriff meiner Tochter für dunkelgrüne dickflüssige Gewässer)ist brusttief und ich konnte 2-3 Längen schwimmen bis ich mich völlig in dem Seegemüse verheddert hatte.
Das kurze Glücks-und Erfrischungsgefühl machte mein Steuerberater wieder zunichte, indem er mir erneute Vorhaltungen über das Chaos in meinem Büro machte und ich meinte dabei verhaltene Schadenfreude und Genugtuung in der Stimme meines personifizierten freudschen Überichs zu vernehmen.
.Ja sicher,da fragt ihr zurecht warum ich diesem Energieräuber nicht endlich den Laufpass gebe,wo er mich doch immer wieder so runterzieht.
Aber das ist wie in einer langjährigen Partnerschaft:man hat so viel zusammen erlebt,er macht es wirklich günstig,er muss oft wirklich leiden weil er jedem Zettel hinterherjagen muss...und überhaupt Büroarbeit ist deshalb so schlimm für mich, weil mir nirgendwo der Spiegel meiner eigenen Unfähigkeit so gnadenlos vor Augen gehalten wird.
Ich komme dabei wirklich jedesmal an den Punkt wo ich mich verzweifelt frage wieviel Anpassung denn nun eigentlich von einem Menschen(mir) vom Leben abverlangt werden kann,dass ich wieder und wieder die erniedrigende Suche nach sinnlosen Kontoauszügen und Belegen anfangen muss.Und jedesmal begreife ich nach einer gründlichen Durchwühlung sämtlichen Büroinhaltes nach einem erneuten rührend- zaghaften Versuch, hier irgendsowas wie eine Ordnung hineinzubringen,dass es mir nichts nutzt ,zu klagen und mich darauf zu berufen,
dass ich andere Dinge besser kann und lieber tu als Büroarbeit zu machen (Kunden beraten zum Beispiel)und so bin ich der Schlurgbrühe meiner Büroarbeit entstiegen und versuche daran zu reifen.
Freitag, 30. Mai 2008

30.5.08
wer kann da ungerührt im Bett liegen bleiben wenn draußen
die Vögel ihre Arien schmettern ,das Pferd im Stall hustet
und die Kazen auf derVeranda mit viel Geschrei ihre
Ringkämpfe ausfechten? Also ich nicht,auch nicht wenn
es angeblich erst 5:17 ist und deshalb bin ich untertags ein
bissle müd.
Mein kleines Mädchen,meine Tochter ist in diesen Tagen
achtzehn Jahre alt geworden und der Augenblick als ich
sie zum ersten mal alleine ins Auto steigen und wegfahren
sah hat mich mehr als der spektakuläre Geburtstag berührt,
denn in dem Moment begriff ich,dass meine Kinder
jetzt beide „flügge“ sind und für mich eine neue Zeit der
Wandlungbeginnt.
Als Mutter,Frau,Mensch.
Typischerweise fallen mir jetzt, wo ich die
Verantwortung für meine Kinder etwas loslassen kann
keine "vernünftigen Ziele "ein sondern ich gedenke
endlich das zu machen was ich schon "seit immer"
machen wollte und mich nur bisher nicht traute oder durch
die Umstände gehindert wurde-und das mutet mein
Umfeld wohl öfter recht kindisch und seltsam an.
Die vielen bunten Bildchen,die ich schamlos und überall
male ,meine Knetfiguren,die inzwischen überall sitzen
wo ich geh und steh und das Baumhaus,das ich heimlich
angefangen habe zu bauen.
So schön die Erkenntnis,dass ich mich nicht vernünftiger
weiser und schlauer zu stellen brauche als ich tatsächlich bin!
Mittwoch, 28. Mai 2008
28.5.08
Vierzehn Tage lang (mit 3 Tagen Arbeits- Unterbrechung)
tat ich nur das:
schwimmen,radfahren,essen, trinken ,schlafen ,zeichnen fotografieren und ausruhen-
und das hat so gut getan!!!
Interessant auch mal, aus der Distanz die hunderttausend Tätigkeiten
zu betrachten,die normalerweise meinen Tag bestimmen!!!
(Wahnsinn)
Dankbar bin ich vor allem meiner Tochter,denn sie ist diejenige,
die das überhaupt möglich machte.
Nur sie kriegt es auf die Reihe, drei Hunde,vier Katzen ,zwei Pferde und zeitenweise sogar das Bürotelefon zu hüten.
Ich kann mich auf alles verlassen:
die Pferde bekommen eine neue Weide gesteckt,die Hunde einen
Brei bereitet ,die Katzen dürfen nachts ins Haus….
und Kundenanrufe werden auf einem Zettel notiert.
Wohlgemerkt,der Sohn macht das auch- wenn’s sein muss,
aber da kommt es halt vor,dass der eine Hund einen Jogger beißt
und der andere einen Hasen jagt ,die Pferde kriegen Heu statt
frischem Weidegras und das Bürotelefon läutet einsam vor sich hin,
weil er wegen einer Autopanne dort nicht hinkonnte.
Ich versuche noch,vom sanften BLAU des Sees in meinen Alltag zu holen.