Donnerstag, 23. Oktober 2008


Mittagspause im Zauberwald.
Zimtsternchen und ich entdecken jeden Tag unbekannte neue Landschaften.
Eines Tages gibt es kein ZURÜCK mehr für uns,dann folgen wir diesen verschlungenen Pfaden ins Märchenland.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Aktionärin wider Willen und ohne Wissen- bin ich durch das Erbe meines Vaters geworden.
Da hat der Gute (dipl.Betriebswirt) doch tatsächlich den Erlös einer Haushälfte in dubiosen Aktien angelegt, im Glauben er könnte den Wert verdoppeln.Der dämliche Banker,dem er sein Vertrauen geschenkt hatte,hat tatsächlich "vergessen" uns zu informieren-vor dem Crash.
Da fällt mir nix mehr dazu ein und mein dämliches Grinsen fällt mir aus dem Gesicht.
Plötzlich bin ich involviert!
Jetzt heißt es ruhig Blut bewahren und abwarten.
Ich muss mir ein paar Blogfreie Tage verordnen um im G'schäft mit der Herbstarbeit fertig zu werden und verabschiede mich mit diesen Pfaffenhütchen für ein paar Tage in "klausur"

Montag, 13. Oktober 2008

Wie Goldmarie und Pechmarie kommen mir meine beiden Schwestern gelegentlich vor:

Dane,die jüngste von uns Dreien lebt in einem prallen kleinen Paradies:liebevoller Ehemann, drei süße wilde Kinder alle in Walddorf-einrichtungen,zu Essen gibt’s nur liebevoll Gekochtes aus dem Bioladen und die Klamotten kommen samt und sonders aus dem Waschbär-Versand oder ähnlichen Läden,(bis auf die Cowboystiefel zum Reiten natürlich)…die Erfüllung dieser Klischees ließe sich unendlich fortsetzen…

Zu Dane hatte ich immer schon ein enges Verhältnis,sie ist acht Jahre jünger und ich mag besonders die Ruhe ,die sie ausstrahlt.

Nilla,meine zwei Jahre jüngere Schwester hat dagegen etwas absolut Beunruhigendes:sie ist seit zehn Jahren geschieden, zieht spätestens alle zwei Jahre in eine andere Wohnung mitten in der Stadt,wechselt Job, Freundinnen und Männer so häufig,dass ich oft nicht auf dem Laufenden bin.

Ihre spärlich eingerichtete Wohnung hat sie hauptsächlich mit großformatigen selbstgemalten Bildern geschmückt.Sie hat NUR unpraktische,schräge und teure Kleidung und ungefähr hundert Paar Schuhe.

Zu unseren mühsam zusammen-harmonisierten Familienfeiern(die immer in Danes schönem Haus stattfinden) erscheint sie mit einem jungen schwulen Bekannten und verschwindet vor dem Essen wieder oder sie kommt zum Essen, hat aber zufällig an diesem Tag ein Abführmittel nehmen müssen weil wieder irgendeine medizinische Untersuchung ansteht….

Dieses verrückte Huhn kann ich normalerweise nur wohldosiert ertragen-und deshalb bin ich verwundert,dass mich Danas behäbige Gemütlichkeit neuerdings einzuengen droht, während ich mich von Nillas filmreifen Unmöglickeiten inspiriert fühle.

Irgendwie lebt in beiden ein Anteil von mir-nicht nur genetisch…

Samstag, 11. Oktober 2008

fünfunddreissig Minuten hat meine Schwestér dazu gebraucht ,ihre vierjährige Tochter davon zu überzeugen,dass sie bei diesem Wetter nicht mit kurzen sondern nur mit langen Hosen ins Freie darf.Fünfunddreissig Minuten geduldiges Erklären,freundliches die Tür vor einem zornigen Kind in kurzen Hosen versperren,liebevolles das schreiende Kind in einen anderen Raum tragen bis sich das Kind dann schließlich davon überzeugen liess...und anscheinend gibt es jeden Tag eine neue ähnlich spannende Herausforderung.
Anstatt sie für ihre Geduld zu loben oder zu bewundern,erlaube ich mir anzumerken,dass das Kind eben die Zeit nutzt,die sie ihr dafür zur Verfügung stellt.
Ich selbst kann mich nicht erinnern jemals mehr Zeit als maximal drei Minuten für die Lösung eines derartigen Problemes gehabt zu haben.
Werktags jedenfalls nicht und einem freien Tag wäre mir die Zeit zu schade gewesen.
Ich hätte vielleicht den Mund halten sollen,aber meine Schwester macht in letzter Zeit wieder einen sehr gestressten Eindruck mit ihren drei Kindern; und offen gestanden ist es momentan auch nicht einfach(für mich) mit dieser Rasselbande irgendwas zu unternehmen,da diese Kinder wirklich sehr respektlos und fordernd sind...
Natürlich wurden meine Hinweise darauf,wie sie diese Respektlosigkeit durch ihr Verhalten fördert, mit beleidigtem Schweigen quittiert und für mich zeigt sich zum x-ten mal,dass ErzieherInnen und PsychologInnen sich am Schwersten darin tun,ihre eigenen Kinder zu erziehen!

Donnerstag, 9. Oktober 2008




1 Tag im Paradies:
heut gab es NUR gute Momente,Ausflüge und Nachrichten für mich:
ein Amt hat mir bewilligt,dass ein unsinniges und teures Bauwerk bis nächstes Frühjahr verschoben ist(erstmal ;)) es handelt sich um den Umbau unserer Hauskläranlage,
die Frauenärtzin hat bestätigt,dass mein Zellabstrich nach einem Jahr energetischer Behandlung wieder vollkommen in Ordnung ist(Gesundheit geht sowieso über alles),
der Steuerberater hat meine Ordentlichkeit gelobt (na ja ich musste es ihm schon aus der Nase ziehen,dass er neuerdings zufrieden ist),
ich hab einen wunderschönen Ausritt mit Zimtsternchen zu den Moorseen gemacht,mich endlich mit der herbstlichen Jahreszeit angefreundet
...und auf dem Heimweg einen Anruf von meinem Mann bekommen bei dem er mir mitteilte,dass er noch einen weiteren Tag bei seiner Schwester bleiben möchte.
Das ist sensationell,weil ich mich nicht daran erinnern kann,dass er jemals auch nur einen einzigen Tag zu seinem reinen Vergnügen weggefahren ist- ohne mich!!
Vielleicht ist das der von mir so ersehnte erste Schritt in ein bißchen mehr Selbstständigkeit von ihm.
Ich bin jedenfalls so begeistert,dass ich jetzt sofort meine Freundin abhole, um mit ihr in der Stadt einen drauf zu machen!

Dienstag, 7. Oktober 2008

"Großartige Nachrichten" hat ein alter Freund(56) gestern spätabends am Telefon angekündigt.
Noch bevor er ausgesprochen hatte,wusste,ahnte ich, welche großartigen Nachrichten er mir mitteilen wollte: er ist vor ein paar Tagen nochmal Vater geworden,mit seiner zweiten Frau,die schlappe zwanzig Jahre jünger ist als er.
Vor Jahren,als er noch mit seiner "alten"Familie zusammenlebte waren wir ein tolles zwei -Familienteam:die Männer ehemalige Studienkollegen,wir Frauen dicke Freundinnen, die abends immer heiser waren vom Erzählen und Bauchweh hatten vom vielen Lachen! Und wie hab ich Steffis schräge Geschichten und ihre Antenne für andere Welten und ihre Hellsichtigkeit nach unseren Treffen und gemeinsamen Urlauben immer vermisst,

wenn sie wieder weg waren!
Unsere vier Kinder, alle so ungefähr im gleichen Alter, bildeten eine wilde Horde und haben sich köstlich amüsiert.Damals.
Dass die Ehe der beiden in Brüche ging,hab ich noch mitgekriegt,auch verstanden,denn sie sind ganz verschiedene Charaktere.
Aber dass ER jetzt einfach eine neue Familie gründet,"weil das ja beim erstenmal nicht so hingehauen hat" das frisst mich jetzt irgendwie ziemlich an.
Vor allem, weil das mindestens der fünfte Mann in diesem Alter in meinem weiteren Umfeld ist,der "ES"einfach nochmal versucht.
Zufällig machte ich heute eine energetische Analyse und die sagte: Verunsicherung durch Zerstörung des väterlichen Vorbildes...

Montag, 6. Oktober 2008













AUSFLUG IN DEN SOMMER-FÜNF TAGE AM GARDASEE