Der Doc nahm wieder eine lange Spritze und punktierte mein Knie.Diesmal machte er ein finsteres Gesicht als er die Flüssigkeit sah:"Da ist Blut drin,diesmal ist etwas verletzt da drinnen"
Ich komme damit klar,dass ich bei feurigen Ausritten oder Abstürzen von Holzhäufen oder ähnlichem mit einem dicken Knie rechnen muss.
Aber wenn ich nicht mal mehr auf den Boden KNIEN kann ohne Schmerz und Verletzung zu provozieren,dann hört die Geduld auf!Ich bin doch nicht behindert!
Da hilft es mir nicht,dass der Doc tröstend meint"Knien ist eine der gefährlichsten
Bewegungen für ein angeschlagenes Knie überhaupt.
Ich stimmte daher einer weiteren Untersuchung zu und werde mich gegebenfalls auch operieren lassen.Das Knie wurde fast sofort wieder schmerzfrei.Seit gestern renn ich wieder rum.
Freitag, 27. Februar 2009
Dienstag, 24. Februar 2009
Ich kann das weißmatschige DRAUSSEN nicht mehr sehen und an kleinen bunten Fitzelbildern hab ich mich an diesem Wochenende sattgemalt.
Deshalb strickte ich heute Nacht diese bunte Mütze und räumte meine Werkstatt damit um.
Und jetzt warte ich sehnsüchtig darauf,dass meine Tochter heimkommt und mir Krapfen bäckt!!!
Montag, 23. Februar 2009
Wenn ich es mir so richtig überlege,hab ich mehr Energie im Leben dahin investiert, mir Gedanken zu machen,wie ich um die Erfüllung dieser oder jener Pflicht,Aufgabe, Arbeit und Erwartung herumkomme,als ich gebraucht hätte,um sie einfach widerstandslos und zügig auszuführen.
Die Mutter hat es uns vorgelebt:anstatt das Mittagessen zu kochen oder den Haushalt zu versorgen, blieb sie mit ihren Romanen ,dem Telefon und einer Flasche Rotwein lieber gleich im Bett!
Schuleschwänzen wurde von ihr sogar gefördert,unter der Bedingung ,dass wir während dieser Zeit im Haushalt halfen und der Vater nichts davon mitbekam.
So ergab es sich des Öfteren,dass der Vater morgens ausgiebig unter der Brause stand und die Mutter währenddessen,im Bett, die Reiseschreibmaschine auf den Knien,den Text für die Entschuldigung in der Schule tippte.
Zwei Dinge lernte ich damals: eine Reiseschreibmaschine ist ein Zauberinstrument,das häßliche Pflichten in schöne Freistunden verwandeln kann und:es gibt Menschen,wie den Vater,die sich zum Anwalt dieser Pflichten machen-für sich selbst und für andere.
Tatsächlich hat uns der Vater täglich wissen lassen,dass er sich für uns opfert,dass er einer ungeliebten Arbeit nachgeht,um seine Familie ernähren zu können.
Ich hab ihn damals schon gefragt,was wohl passiert wäre, wenn er anstatt seine Pflichten zu erfüllen,einfach das getan hätte,was ihm Spass machte.
Im Lauf der Zeit hab' ich mich selbst und das Leben so in den Griff gekriegt ,dass ich mit den tausend Erwartungen,die von allen Seiten, von innen und aussen auf mich einwirken, irgendwie umgehen kann.
Trotzdem werde ich das Gefühl manchmal nicht los,dass das, was ich für Selbstverwirklichung halte, in Wirklichkeit kindlicher Trotz ist, mit dem ich mir selbst im Weg stehe und der mich dazu veranlasst,mich interessanten Möglichkeiten zu verweigern!
Die Mutter hat es uns vorgelebt:anstatt das Mittagessen zu kochen oder den Haushalt zu versorgen, blieb sie mit ihren Romanen ,dem Telefon und einer Flasche Rotwein lieber gleich im Bett!
Schuleschwänzen wurde von ihr sogar gefördert,unter der Bedingung ,dass wir während dieser Zeit im Haushalt halfen und der Vater nichts davon mitbekam.
So ergab es sich des Öfteren,dass der Vater morgens ausgiebig unter der Brause stand und die Mutter währenddessen,im Bett, die Reiseschreibmaschine auf den Knien,den Text für die Entschuldigung in der Schule tippte.
Zwei Dinge lernte ich damals: eine Reiseschreibmaschine ist ein Zauberinstrument,das häßliche Pflichten in schöne Freistunden verwandeln kann und:es gibt Menschen,wie den Vater,die sich zum Anwalt dieser Pflichten machen-für sich selbst und für andere.
Tatsächlich hat uns der Vater täglich wissen lassen,dass er sich für uns opfert,dass er einer ungeliebten Arbeit nachgeht,um seine Familie ernähren zu können.
Ich hab ihn damals schon gefragt,was wohl passiert wäre, wenn er anstatt seine Pflichten zu erfüllen,einfach das getan hätte,was ihm Spass machte.
Im Lauf der Zeit hab' ich mich selbst und das Leben so in den Griff gekriegt ,dass ich mit den tausend Erwartungen,die von allen Seiten, von innen und aussen auf mich einwirken, irgendwie umgehen kann.
Trotzdem werde ich das Gefühl manchmal nicht los,dass das, was ich für Selbstverwirklichung halte, in Wirklichkeit kindlicher Trotz ist, mit dem ich mir selbst im Weg stehe und der mich dazu veranlasst,mich interessanten Möglichkeiten zu verweigern!
Freitag, 20. Februar 2009
Eine Kundin,die ich fest an der Angel wähnte, hat einem Mitbewerber den Vorzug gegeben.
Ich war mal wieder nicht aufdringlich genug!
Bittere Erkenntnis:als erfolgreiche Verkäuferin kann ich gar nicht aufdringlich genug sein.
Fällt mir die Nervensäge ein,die für einen Büroversand so oft anruft,bis ich wieder und wieder bestelle.
Das hat mich gestern aufgewühlt.
Handfester Krach mit meinem Ehemann auf dem Heimweg,der mich mit den Worten: "Ist doch eh egal,wir wollen den Laden sowieso nimmer lang machen" eigentlich trösten wollte.
Er will einfach nicht verstehen,dass mit so einer Einstellung keinen Blumentopf in irgendeiner Sache zu gewinnen ist.
Aufgeben ja ,aber vorher noch mit vollen Segeln fahren,wie soll irgedwas das ohne Herzblut betrieben wird, erfolgreich sein??
Ich werfe ihm vor, IMMER mit gezogener Handbremse zu fahren.
Rosi,die Bäuerin stellte mich heut vor die Alternative entweder mit ihr reiten oder Ski-langlaufen zu gehen.
Weil ich lieber besinnlich alleine reite und sie das letzte mal mit ihrem Riesenross wie eine Kanonenkugel vor uns durch den Wald gedonnert ist,entschied ich mich fürs Langlaufen.
Es kam dann aber doch ganz anders,weil ganz unerwartet ein Hufschmied im Stall auftauchte,der sogar noch etwas Zeit für meine Pferde hatte.(alle Pferdefreundinnen
wissen,dass ein guter Hufschmied Mangelware ist und jegliche Gelegenheit sofort am Schopfe gepackt werden muss!!!)
Er redete unaufhörlich,machte seine Arbeit aber gut und hatte einen ruhigen und besonnenen Umgang mit den Pferden.
Ich hab die Kamera jetzt weggepackt,mach keine Schneebilder mehr,wills nicht mehr sehen und schon gar nicht mehr fotografieren!
So und jetzt werde ich mich noch ein paar Stunden in Aufdringlichkeit üben.
Ich war mal wieder nicht aufdringlich genug!
Bittere Erkenntnis:als erfolgreiche Verkäuferin kann ich gar nicht aufdringlich genug sein.
Fällt mir die Nervensäge ein,die für einen Büroversand so oft anruft,bis ich wieder und wieder bestelle.
Das hat mich gestern aufgewühlt.
Handfester Krach mit meinem Ehemann auf dem Heimweg,der mich mit den Worten: "Ist doch eh egal,wir wollen den Laden sowieso nimmer lang machen" eigentlich trösten wollte.
Er will einfach nicht verstehen,dass mit so einer Einstellung keinen Blumentopf in irgendeiner Sache zu gewinnen ist.
Aufgeben ja ,aber vorher noch mit vollen Segeln fahren,wie soll irgedwas das ohne Herzblut betrieben wird, erfolgreich sein??
Ich werfe ihm vor, IMMER mit gezogener Handbremse zu fahren.
Rosi,die Bäuerin stellte mich heut vor die Alternative entweder mit ihr reiten oder Ski-langlaufen zu gehen.
Weil ich lieber besinnlich alleine reite und sie das letzte mal mit ihrem Riesenross wie eine Kanonenkugel vor uns durch den Wald gedonnert ist,entschied ich mich fürs Langlaufen.
Es kam dann aber doch ganz anders,weil ganz unerwartet ein Hufschmied im Stall auftauchte,der sogar noch etwas Zeit für meine Pferde hatte.(alle Pferdefreundinnen
wissen,dass ein guter Hufschmied Mangelware ist und jegliche Gelegenheit sofort am Schopfe gepackt werden muss!!!)
Er redete unaufhörlich,machte seine Arbeit aber gut und hatte einen ruhigen und besonnenen Umgang mit den Pferden.
Ich hab die Kamera jetzt weggepackt,mach keine Schneebilder mehr,wills nicht mehr sehen und schon gar nicht mehr fotografieren!
So und jetzt werde ich mich noch ein paar Stunden in Aufdringlichkeit üben.
Mittwoch, 18. Februar 2009
Was das Winterwetter wirklich stressig macht für mich,ist die Tatsache,dass es schlecht für's Geschäft ist.
Ich komme von einem Ausritt ins verschneite Zauberland zurück und der Anruf des Bankers holt mich auf den Boden der Realität zurück.
Keine Kunden,keine Kohle.
Das geht seit Jahren so.Was im Sommer erwirtschaftet wird,wenn's Wetter schön ist (und mensch lieber was anderes tun würde, als hier auf Kunden warten..),das wird im Winter restlos aufgezehrt oft noch mehr als restlos.
Früher redete ich mir immer ein,die Kunden kommen dann halt zu einem anderen Zeitpunkt,wenn's Wetter besser ist.Falsch.Wenn Eine vier Monate nicht in den Garten kann,dann wird der Auftrag für die Gartenumgestaltung beim Gartenbauer storniert-zum Beispiel.
In milden Wintern kaufen die Leute im Februar Blumenzwiebeln,Klamotten und meine Produkte.
Ich wäre nicht so brennend interessiert wenn ich keine Schulden hätte.
Zwar ist es uns auch im letzten Jahr gelungen,einen gewissen Teil davon abzubauen,aber der fette Rest drückt immer noch.
Ich arbeite daran auch diesen los zu werden.
Montag, 16. Februar 2009
Schöner Sonntag:
mit Tochter und fitterer Hündin (die ältere hat's grad im Kreuz) einen Spaziergang durch den tiefen Schnee gemacht, bei blauem Himmel und Sonnenschein.
Durch einen Bach gewatet, über den ich nicht zu springen wagte,(wegen dem Knie).
Das war Hardcore-Kneipp,aber die Füsse wurden nachher -wie erwartet-richtig heiß.
Vor zwei Wochen dachte ich zum erstenmal darüber nach,dass ich das Pferd der Tochter
ab Sommer,wenn sie fort geht,weggeben möchte/muss.Es erfährt jetzt schon nicht genug Beachtung und dieses nette Tier hätte es wirklich verdient,dass es mal einen Menschen ganz für sich hat.
Der Gedanke war kaum ausformuliert,da rief eine Freundin von Susi an,die dieses Pferdchen unbedingt für sich und ihre Tochter will.
Wohlgemerkt,ich hatte noch mit keinem Menschen darüber gesprochen.
Für das Pferd ist es der absolute Traumplatz:Mutter und Tochter absolute Pferdefreaks, liebe sanftmütige- und was bei diesem Pferd sehr wichtig ist-leichtgewichtige Frauen.
Keine Geldsorgen,Reitstall mit verständiger Lehrerin ums Eck.
Ich bin dem Universum also wieder mal dankbar für die prompte Erfüllung meiner Wünsche-aber bittschön,hätten die Beiden nicht im Sommer kommen können?
Die würden das Pferdchen am liebsten sofort mitnehmen-aber klar,die Tochter gibt's noch nicht her.
Gestern machte ich noch eine Skizze zu einem größeren geplanten Camargue-Bild.
...wenn ich schon nicht so schnell dort hinkomme.
Ein Sehnsuchts-Bild sozusagen.Die Farben sind sehr knallig geworden,aber irgendwie macht es mich fröhlich.
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