Donnerstag, 9. Juli 2009

Nachts-schlaflos-ruf ich die Tochter in Indien an (unglaublich wie das geht:Sondernummer-Indien Vorwahl-dann bin ich für 3,5ct/Min glasklar verbunden)

Sie ist im Zug von Kerala zurück nach Chennai(Madras)-und lacht die ganze Zeit, weil alles so verrückt und toll ist.

"Wir haben "Liegewagen" gebucht,das sind aber nur so etwas größere Gepäcknetze oben in den den vollgestopften Abteils.
Unter uns sitzen mehrere Familien mit Gepäck und Kind und Kegel.
Es ist bollenheiß und ein Gestank wie ein Nest voller Igel!
Im Halbdunkel schimmern nur ihre Augen,ein Murren und Gurren ist das(ich hör es am Telefon),die essen singen und schlafen,die Kinder haben einfache Musikinstrumente und Rasseln dabei!"

Ich bin nicht unzufrieden mit meinem Leben hier, zwischen Sommerstürmen und Regengüssen, aber manchmal krieg ich soone Sehnsucht nach dem anderswo...

Montag, 6. Juli 2009

seit heute wieder ONLINE-der Blitz hatte den Rooter kaputtgemacht,die Zugangsdaten mussten PER POST von der Telekom übersandt werden und dann war da noch das spezielle Geheimnis in welcher Reihenfolge diese Daten eingegeben werden mussten und dass da irgendwo noch das # -Zeichen dazwischen musste....
Ohne die Hartnäckigkeit und Geduld von meinem lieben Mann,der da tatsächlich fünfmal bei dieser computergesteuerten Annahmestelle angerufen hat,wieder und wieder seine Daten wiederholt hat,sich aus der Leitung werfen und weiterleiten lassen hat("...wenn Sie eine Störung haben drücken Sie bitte die eins oder sagen Sie FUNKSTÖRUNG...")wäre ich auch heute noch nicht online,ich weiß von ein paar Leuten hier im Dorf,die den Schaden noch nicht repariert bekommen haben.
Jetzt versuche ichzuerst meine geschäftlichen Online-Anfragen zu beantworten und dann komm ich euch besuchen,in euren Blogs.

Sonntag, 28. Juni 2009

Ein Gewitterblitz hat den Computer zu Hause zerstört und die Leitung(DSL) im Geschäft.
Wundert euch also nicht,wenn ihr nichts von mir hört-auf dem Land kann das ein paar Tage dauern..

Dienstag, 23. Juni 2009

Die Chefin von Partnervermittlung auf höchstem Niveau stellte meiner Schester unaufgefordert einen "Latte" hin,dann schenkte sie ihr einen sehr langen,sehr liebevollen Blick."Doch ,sagte sie freundlich "Sie sind vermittelbar,gar keine Frage.Sie haben sich wirklich sehr bescheiden beschrieben.
In Wirklichkeit sind Sie doch sehr apart!"
"Bei meinen Kandidaten kann es schon mal vorkommen,dass Ihnen eine Einladung und ein Flugticket übers Wochenende nach Texas ins Haus flattern....mögen Sie denn Pferde?
Und wann sind Sie denn überhaupt das letzte mal verwöhnt worden?"
..als Schwesterchen nicht antwortete, verzog sie in schmerzlicher Ahnung das Gesicht.
"Ich weiß schon..."sagte Nilla beschämt, während sie den Latte trank "es ist nur...
ich meine,die dreitausend Euro Vermittlungsgebühr...das ist jetzt echt ziemlich viel Geld für mich..."
"Nun ja,aber ich möchte für meine Kandidaten auch eine gewisse Auswahl treffen...Sie verstehen..?Und..."sie schaute verheißungsvoll in die Ferne"...diese kleine Gebührwird Ihnen der Glückliche für den Sie das investiert haben, vielleicht schon beim allerersten Treffen zurückerstatten,glauben Sie mir,er wird das sogar sehr gerne tun..."
Wieder zu Hause setzte Nilla sich ernüchtert an den Rechner und schrieb eine Kündigungsmail:"Ich möchte von meinem Rücktrittsrecht Gebrauch machen...."
Nun trug es sich allerdings zu,dass eine andere Mitarbeiterin von "Partnervermittlung auf höchstem Niveau" scheinbar gar nichts von der Kündigung wußte und für meine Schwester tatsächlich einen sehr interessanten Kadidaten ausfindig gemacht hatte.
Sie meinte das mit dem Kündigungsschreiben mache gar nichts,sie soll nur eben bestätigen,dass sie den Mr.X aus Texas tatsächlich kennenlernen möchte....

sowas passiert mitten unter uns,an einem regnerischen Dienstag im Juni!!!

Sonntag, 21. Juni 2009



Hab meine Schiffchen aufs Trockene gebracht- willkommen in Absurdistan!!
Immer wieder bannen mich die bizarren Fotos von den gestrandeten Kähnen am ausgetrockneten Aralsee in Russland .(der Sohn hatte sie für ein Referat auf den Rechner geladen)
Die Bilder erinnern mich an unsere Schiffe- momentan zwei-die entweder noch nicht fertig gestrichen sind oder keinen Wasserliegeplatz bekommen und so-zweckentfremdet
und bizarr auf dem Trockenen liegen.
Sie erinnern mich an meine Lebenssituation voll bizarrer Möglichkeiten,die an den
Unwegsamkeiten des Lebens vertrocknen.
Nachts liege ich wach und grüble:soll ich das Haus behalten wegen der netten Veranda ,weil die Kinder von irgendwo in der Welt für geschätzte zwei Wochen pro Jahr in den heimatlichen Hafen kommen möchten, um hier in dieser Küche mit dem Papa zu kochen oder mit dem Hund auf ihren Lieblingsberg zu laufen? Weil ich doch hoffe, irgendwann hier mit Kindern oder Enkelkindern oder überhaupt einen Platz und ZEIT für diesem Traum zu haben:
mit Hunden,Katzen, Schafen,Kühen, Hühnern ,Pferden und Ponies.........
Aber auf diese vage Vermutung hin ein definitiv zu großes Haus jahr(zehnte)lang zu erhalten? Würde ich das Haus verkaufen, wäre ich endlich wieder schuldenfrei.
Könnte viel reisen und bräuchte nicht mehr viel zu arbeiten.
Allerdings gibt es noch das hier-Leben außerhalb der Freizeit-da das Geschäft ja weiter erhalten bleiben muss(weil wir von irgendwas leben und die Kinder bis zum Ende ihrer Ausbildung unterstützen müssen....)
Wo ist dann die Küche zum Kochen und das Schlafzimmer mit Ostfenster?
Soll ich mich im Geschäftsgebäude etwa wieder auf ein staubiges Besenkammerleben wie vor der Hausrenovierung einstellen?
Das will ich KEINESFALLS .!
Im Sommer könnte ich hier auch in einem Zelt leben,aber sollte ich im Winter dieses Geschäft hier weiter betreiben,dann brauche ich dazu eine Wohnung mit:
Küche und Schlafzimmer und Gastzimmer(-für Kinderbesuche) alles voll heizbar
und ein Bad mit einer Wanne,die sich jederzeit mit heißem Wasser füllen lässt!

Freitag, 19. Juni 2009



Ich lebe zwei verschiedene Leben nebeneinander oder besser hintereinander-abwechselnd.
Das eine ist sonnig einfach und findet in der Freizeit am paradiesischen Bodensee in einem winzigen Wohnmobil statt.
Darüber gibt es nicht viel zu schreiben oder zu erzählen,es sind immer die gleichen wonnigen Bilder, in die ich da eintauche.
Das andere,das normale Leben ist zäh,stressig, von unsinnig übertriebenem Aufwand,voll unerwarteter Ansprüche und unerfüllbarer Anforderungen.
Warum unterhalte ich ein riesiges Haus im Wald,wenn ich nur wenige Stunden der Nacht schlafend darin verbringe?Was soll ich mit einem großen Garten,wenn ich nicht die Zeit finde, ihn zu mähen,was mit einer Pferdeweide wenn dort keine Pferde mehr grasen?
Könnt ihr euch vorstellen wie verwachsen und verunkrautet das alles aussieht?
Und meine KundInnen sind sowas von anspruchsvoll,ungeduldig und nervig!
Ich hab das noch nie so extrem erlebt.
Eine Firma aus Dänemark hat uns unerwartet einen riesigen Haufen Arbeit "auf den Hof geschmissen" und bei den täglichen Wirtschaftsnachrichten komme ich mir fast unanständig vor,wenn ich nicht frohlocke sondern darüber stöhne.
Ehrlich gesagt ich tät nix lieber als auch an diesem Wochenende wieder zu verschwinden,aber es sieht schlecht aus:der Mitarbeiter hat ein endlich fertig gestelltes Werkstück kaputt gemacht(-ich glaube die Kundin wird völlig ausrasten)und Zimtsternchen ist krank.Ich weiß noch nicht was es ist,vermutlich wird der Tierarzt
heut noch kommen müssen.

Montag, 15. Juni 2009






Sturm am Bodensee(Donnerstag 11.Jun)

Kaktus daheim-ich glaub das wird das Jahr der Kaktusblüten.
(Kvinna errätst du um was für ein seltenes Exemplar es sich handelt?)

Vogelküken im Baumnest

Sonntagmittag am Degersee