Montag, 25. Oktober 2010

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Es gibt Leute ,die führen in einer freundschaftlichen-oder
wie immer zwischenmenschlichen Beziehung, klammheimlich
ein Wohltatenpunktekonto.
Das heißt,sie listen irgendwelche Wohltaten oder Gefallen auf,
die sie dir geleistet haben und präsentieren dieses Guthaben
(das sie bei dir noch haben),bevorzugt,wenn du irgendwas nicht machst,
was sie von dir erwarten.
Es ist dann nicht nur eine Überraschung,dass überhaupt so eine Liste
geführt wurde, sondern auch der Inhalt verblüfft durchaus!
Da werden nachträglich Einladungen,die du selbst als lästig
empfunden hast,zu Wohltaten, für die du dankbar sein sollst.
Geschenke,die dir aufgedrängt wurden,Veranstaltungen bei denen diese
Personen sich vollkommen daneben benommen haben, werden ebenfalls
dazugezählt.
Soll ich nun auch so eine Auflistung machen? Darf ich Punkte abziehen
für unziemliches Verhalten oder jahrelange seelsorgerische Dienste
meinerseits?Möchte ich einer menschlichen Beziehung eine bürokratische
Dimension aufdrücken?
Ehrlich gesagt,ich find das sowas von daneben!
Wenn ich gebe,tue oder zuhöre,dann tu' ich das ,weil ich es will
und wenn ich es nicht (mehr)will,dann lass ich es.Punkt.
Niemals würde ich das in einen Lebensvorwurf packen:"ich hab so viel
für dich getan....und dafür schuldest du mir jetzt....."

Dienstag, 5. Oktober 2010

Es gab noch ein kleines Zwischenspiel,das mich beinahe um den
schönen Gardaseeausflug gebracht hätte:der Schwiegervater(79/120kg) donnerte
am Abend vor der Abreise in mein Büro und forderte mich auf, im selben Quartier
ein Zimmer für ihn und die Schwiegermutter zu buchen.
Normalerweise bin ich geistesgegenwärtig und behaupte fix, es wäre alles ausge-bucht, aber er blieb listig solange sitzen, bis die Empfangsdame die Buchung bestätigte.

Da ich wirklich keine Lust hatte, mit dem unzufriedenen, verfressenen Schwieger-
vater am Rockzipfel durch diese schönen Gassen zu trotten,wollte ich die Reise
grad absagen(sollten die mal selbst schauen wie sie dort zurechtkämen,eine
Frechheit war das sowieso, uns nicht mal zu fragen ob wir sie dabeihaben
wollten)da kam der erlösende Anruf:die Schwiegermutter war über Nacht erkrankt,
die beiden mussten daheim bleiben.
Eigentlich erwartete ich von mir selbst,dass mich in dieser italienischen
Herbstwonne ein paar reumütige Gedanken an die Daheimgebliebenen
(Schwiegereltern und Schwägerinnenfamilie)überkommen würden,
wenigstens soviel,dass es für eine SMS "vermiss euch"oder "nächstes
Jahr wieder" reichen würde.
Aber ich war einfach nur so froh,dass ich mich dort ohne diese Störenfriede tummeln durfte!

Montag, 4. Oktober 2010

Selig-sonnige Septembertage unter blauem Himmel am Gardasee verbummelt.
Wein getrunken, im schreiend kalten See geschwommen,ein goldbesticktes
Kleid auf dem Flohmarkt gekauft und auf dem Weinfest ausgeführt.(Foto folgt)

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