Donnerstag, 12. Juli 2012

Ich war mit Bekki, meiner Patentochter im Zirkus.
Zirkus ist noch ein Lebenstraum  von mir
(ja,ich habe viele),weiterziehen mit den fahrenden
Leuten,im Zelt leben, mit Zimtsternchenin der Manege
auftreten,abends die Tiere füttern,
den Geruch von Sägmehl und Kameldung einsaugen,
ewig am  Lagerfeuer sitzen und Geschichten erzählen.
So stelle ich mir das jedenfalls vor.
Als ich fünfzehn war überwinterte ein kleiner Zirkus bei
 dem Bauern bei dem  ich mein Pferd eingestellt hatte
und es war tatsächlich ein bißchen so.
Danach habe ich dieses T-shirt bemalt
 (und bestickt und  beklebt...)








Dienstag, 3. Juli 2012





wenn ich nebenbei noch etwas Zeit habe,male ich Tshirts an
und besticke Hosen.
Kein weißes T-shirt ist momentan sicher vor meinen
Stoff- und Batikfarben.
Es macht so großen Spaß.
Und auch dabei habe ich wieder was gelernt:alle meine Werkeleien
 sehen während der Entstehung ,während ich daran arbeite oft so
enttäuschend schlecht aus,dass ich früher oft frustriert aufgegeben habe.
Inzwischen zwinge ich mich an meinem Werkstück weiterzuarbeiten
auch wenn es mir nicht gefällt.
Und siehe da,die Sachen werden wieder schöner mit der Zeit.
naja,fast immer!
An seinem sechsundsechzigsten Geburtstag ,kurz vor dem
Eintreffen der Gäste,hat sie sich in der Küche zu ihm umgedreht
und gesagt:"Du,ich lasse mich scheiden"
Sie hat es ungefähr so gesagt,als würde sie sagen:
"Du,es regnet"
Nach sechsunddreißig Jahren Beziehung, zweiunddreißig Jahren
Ehe und völliger Ahnungslosigkeit hat ihn das umgehauen.
WECHSELJAHRE!?!
JA!!!
und sie hat sich neu verliebt und wird mit ihrem zehn Jahre jüngeren
Lover in eine schicke Stadtwohnung ziehen.
Da sie zehn Jahre jünger ist als er, ist ihr Neuer ganze zwanzig
Jahre jünger als er,hat er mir flink vorgerechnet.
und sie will SPASS,endlich ganz viel SPASS und sie will
die Hälfte vom Haus-und Hausrat und die Hälfte seiner
Rente,(die Anwältin hat gesagt,das stehe ihr zu).
Er soll sich überlegen, welche von den Möbeln und
den Bildern er behalten will.
Also sie will auf jeden Fall die Bilder über dem Esstisch.
Und den roten Ledersessel ,sowieso.
...und sie zieht jetzt nur noch Miniröcke an,ultrakurze Mini-
röcke und damit geht sie aus dem Haus.
Und wenn sie geht,dann trägt sie jeden Tag ein paar Stücke aus
ihrem bisherigen gemeinsamen Leben aus dem Haus.
Jeden Tag zwei große Taschen oder Beutel voll.
Er hat keine Ahnung was da drin ist  und wo sie es hinbringt.

Eigentlich kommt sie nur noch mittags für ein paar Stunden heim
um zu baden,sich zu stylen und dann wieder zu verschwinden,
jedesmal in einem neuen, ultrakurzen Minirock.

Das hat mir der Steuerberater gestern erzählt,als ich meine
Buchhaltungsunterlagen bei ihm abgeben wollte.
Er hat mich damit überschüttet, als ich ahnungslos mit einem
Packen Papier an seiner Haustür stand.
Er ist normalerweise schweigsam und von der sarkastisch-
furztrockenen Art.
Selbst jetzt, wo sein ganzer Lebensabendsplan zerstört ist, wirkt
er noch sehr gefasst und irgendwie ungerührt.

Was ich so traurig finde bei dieser Geschichte:dass es eigentlich
nur um oberflächlich-materielles und Statussymbole zu gehen
scheint,bei beiden.
..oder spechen sie einfach nicht über Liebe Angst und Schmerz
(zu mir?)




Samstag, 30. Juni 2012

In der Burg Archäologin gespielt und diesen mittelalterlichen Raum unter Staub Schutt und Unrat freigelegt. Ich mag das:während sich mein Körper in harter Arbeit in die Vergangenheit dieses uralten Gebäudes hineinwühlt und es befreit,gehen meine Gedanken auf Reise,in meine Vergangenheit, in die Tiefe. Es ist eine Art Küche mit direktem Ausgang ins Freie. Ich betrete eine andere Zeit,eine andere Welt. Besonders der Steinboden haut mich um. Nachmittags marschieren zwei sportliche Mittsechzigerinnen mit entschlossenen Mienen grußlos an mir vorbei,direkt auf die Außenmauer der Burg zu. Die Eine trägt ein GPS Gerät in der Hand,die Andere hat einen Zettel,von dem sie der mit dem GPS Gerät, Koordinaten vorliest. Starr vor Schreck beobachte ich,wie sie zuerst die Mauer abklopfen,dann steigt die mit dem GPS Gerät auf die andere drauf, die ihr dazu eine Art Spitzbubenleiter bietet, und wühlt in meiner Dachrinne! "Da ist es!" sagt sie nach einer Weile erfreut und bringt eine kleine Kapsel zum Vorschein. "Wir sind Geocatcher" sagt die mit der Kapsel zu mir gewandt und schwenkt ihr Fundstück, als würde das alles erklären. Ich erzähle ihr,daß letztes Jahr ein Tourist auf die Mauer geklettert ist, sich beim Absturz das Bein gebrochen hat und jetzt behauptet,er wäre nur der Mauer entlang geschlendert und ein Stein habe sich gelöst und ihn verletzt. Weil der Stein aus unserer Mauer gefallen wäre,stellt seine Anwältin eine fünfstellige Summe an Schadensersatz gegen uns. Ich hoffe sie versteht,daß ich ein bißchen empfindlich auf Leute reagiere, die an meinem Gebäude rumklettern. "Ja es ist gut,daß wir diesen "Schatz" gleich in der Dachrinne gefunden haben,tatsächlich gibt es leidenschaftliche Geocatcher,die eine Mauer zerlegen würden,um einen "Schatz" zu finden." Auf anderer Leute Grundstück,ohne zu fragen,da fällt mir nichts mehr ein! Ich habe dem Geocatcher,der das Ding versteckt hat, ebenfalls diese Geschichte erzählt und ich hoffe sehr,dass er das Objekt und die Koordinaten aus dem Internet entfernt.

Sonntag, 17. Juni 2012

für Anne: Wednesday in Österreich. Wenn wir zu zweit fahren darf sie mit. Sie bekommt dann hinten im Transporter ein gepolstertes Plätzchen,steigt über die Hebebühne ein und ist sehr glücklich wenn sie dort aussteigt,denn es ist ein Hundeparadies.

Donnerstag, 14. Juni 2012

HOME is, where my HORSE is!!!
meine neue Weggefährtin: Chica (3),sie war der Vorbesitzerin zu "bewegungsaktiv".Wenn sie neben Zimtsternchen herlaufen darf ist sie abends müüüüde.und glücklich!