Donnerstag, 11. Oktober 2012

an meinen Schreibtisch gefesselt schnappe ich "was hier so an
Werkstattkram rumliegt" und bastle kleine Schutzmonster daraus,
ANSTATT mich meiner Arbeit und meinen Pflichten zu widmen.
...wenn das mal gut geht!
Ich bin eine Ausreisserin, schon im Kindergarten bin ich über den
Zaun und abgehauen,x mal.Schule schwänzte ich bis zum Abitur immer
 so oft,dass sie mich jedes Jahr deswegen rausschmeissen wollten.
Schon als kleines Kind  schlich ich nachts aus der Wohnung um mich
 allein im Dunkeln rumtreiben zu können und als Teenager stieg ich im
 Hochhaus aus dem 5.Stock  durchs Fenster auf ein Baugerüst und von
 da runter auf die Strasse.
Natürlich hätte ich durch die Tür gehen können,aber der Thrill war,
"heimlich zu entkommen"
Vor meiner Ehe bin ich einige Male "abgehauen" um an einem fremden
Ort in einem fremden Land ganz alleine neu anzufangen.
Letztes Jahr habe ich wieder angefangen aus meinem Leben,meiner
Ehe auszureissen,was ich 31 1/2 Jahre lang nicht getan hatte.
Ich bin allein nach Spanien und an den Bodensee gereist,einfach weggefahren,
-gelaufen,getrampt.
Wenn ich leiblich nicht ausreissen kann tröstet es mich ungemein
Fetzen aus Zeitung Buch Tagebuch Stoff Klamotten auszureissen und zu
einem neuen (Monster-)Bild zusammenzufügen.
Der Abenteuerer meint zuweilen, ich sei ein Fall für die Psychiatrie.
und ja,ihr habt es richtig erkannt :Abenteuerer nenne ich diesen Mann
eher ironisch und um ihn an ein früheres Leben zu erinnern:
Früher reiste er mit dem Geländewagen durch die Sahara und als ich
ihn kennenlernte bezeichnete er sich selbst als Abenteuerer.

Dienstag, 9. Oktober 2012


Montag, 8. Oktober 2012



2 Monster für die Handtasche.
Nachmittags mit den Hunden zur Beruhigung bei einer Schafherde.
Zu MEINER Nervenberuhigung,denn das Leben und der Stress im Geschäft
haben mich voll im Griff.
Jetzt wollen ALLE Kunden ihre Grabsteine,mein Lieferant will Geld und
das Finanzamt Unterlagen.
Wohl der, die ein paar kleine Schutzmonster aus der Handtasche ziehen kann!!!


Samstag, 29. September 2012




Der Abenteuerer findet Burg, Geschäft und Boot entschieden zu viel
und so trennte ich mich nach längerem innnerem und äusserem Kampf
von dem kleinen roten Schiff.
Ein Sonnentag voller Wehmut am Bodensee.

Montag, 24. September 2012






Ein schöner Sonntag im Frühherbst.
Ich habe noch einen Hundefreund bekommen:
Monty ein Schäferhund- Malinois Welpe
ein wildes Baby, das Liebe Aufmerksamkeit und sachkundige Erziehung
braucht.
Und ich habe ein bisschen mitgeholfen,dass das Patenkind ein Pony bekommt.
Das Leben bleibt wild bunt -und ungewiss!
(Ja,die Hosen habe ich selbst bemalt,bestickt,gestopft und beklebt)

Montag, 3. September 2012



Ein geschwächter jungerTurmfalke saß heute vor meiner Tür....und
dann auf Nachbars Kopf.
Ich packte ihn in einen Waschkorb und fuhr ihn zu einem alten
Mann,der seit 28 Jahren völlig selbstlos in Eigeninitiative gestrandete
 Wildvögel rettet.
Er fing flink eine lebendige Maus aus den zig mausgefüllten Glasbehältern
an der Wand,tötete sie blitzartig,schnitt sie mit einem großen scharfen
Messer in sieben Teile und fütterete den Turmfalken mit einer langen
Pinzette.
Brrr das muss man mögen!!!
Meine Hochachtung für den Vogelretter,hoffentlich schafft es
der kleine Falke!



Freitag, 31. August 2012



Der Abenteuerer hat einen Geländewagen bekommen und mir dafür
den Kleinbus überlassen.
ich habe die Fensterscheiben mit Zeitungspapier zugeklebt ,Teppiche,
Matratzen und  Fahrrad hineingetan und los gings, auf große Fahrt.
Ich liebe ALLES an dieser fahrenden Räuberhöhle- auch die
zugeklebten Fenster.
Alles ist leicht und provisorisch-ich bin kaum da und gleich wieder weg.
Ein flüchtiger Geist.
Noch vor wenigen Monaten malte ich mich als ein Käfighuhn,das die
 offene Tür  fürchtet oder mich selbst im Würgegriff einer Krake mit
 den Gesichtszügen des Abenteuerers.
Ich habe viel Porzellan zerschlagen auf dem Weg in diese Freiheit und ich weiß
noch immer nicht wohin es geht.
Aber in diesem Augenblick fühlt es sich großartig an.
Un momento feliz.