Freitag, 22. Januar 2016

gestern morgen beim hundespaziergang am strand entdeckten wir im wasser eine alte frau,die da in voller montur mit der brandung hin und her rollte.
wir haben sie aus dem wasser gezogen sie war klitschnass-wir dann auch-und unglaublich schwer mit kleid und mantel.
mein freund lief hilfe holen,mir gelang es derweil,sie auf die füsse zu stellen.
sie wollte mir was erzählen ,aber ich verstehe leider zu wenig italienisch.
nach einer weile kam die ambulanz mit blaulicht und mordsgetöns,ein älterer fröhlicher sanitäter sagte:"nein signora,nicht nach hause,zuerst ein ganz kleines kontröllchen im krankenhaus-maximal 10 minuten und DANN heim.."
sie wollte sich das leben nehmen ,das meer allerdings war ziemlich warm

sonnenaufgang am strand


Donnerstag, 21. Januar 2016

ich hab die wunderschöne wohnung verlassen und bin zu meinem freund ins haus gezogen wo eine kleine wohnung frei wurde.
ich hab noch nie so wenig spektakulär gewohnt.mitten im dorf in einem unauffälligen haus.
sechshundertfunfzig euro WENIGER im monat für miete ausgeben ist allerdings ein wichtiges argument.
sparen-etwas das ich noch lernen muss...
und unauffällig leben ohne spektakel und glamour auch.
in meiner kindheit wuchs ich in DEM besonderen hochhaus auf, dann zog ich in eine uralte mühle, von dort in das haus mitten im wald danach in die werkstatt ,von dort in die burg in österreich ,dann in den bauwagen...danach in die fantastische wohnung in einem verträumten weiler, den jeder hier kennt und jetzt bin ich in ein belangloses haus gezogen,mitten in einem belanglosen dorf.
und weil ich gerade dabei bin ,hab ich auch mein auto rakete verkauft und meinen abenteuer-landrover ind fahre eine langweilige gross limousine der marke pöscho...
ich weiss nicht ob das nur eine fase des
loslassens und dem besinnen auf das wesentliche ist...
ich brauche gerade nicht so viel glamour und spektakel wie früher.
langweilig ist mir nicht.
 

Freitag, 1. Januar 2016

Sonntag, 13. Dezember 2015

Seit einer Woche bin ich nun geschieden vom Abenteuerer.
(die Bezeichnung "Abenteuerer " ist übrigens als Satire oder Ironie zu
verstehen: bei unserer allerersten Begegnung stellte sich der Sogenannte
 als Wüstenfuchs und Abenteuer-Reisender vor, was in mir dann den
voreiligen Schluss erzeugte ,ein Leben mit ihm würde aus Abenteuern
 und Reisen bestehen....als ich Jahre später feststellte,dass er genau das
Gegenteil tat, gab ich ihm diesen Namen, als Erinnerung an das Ver-
sprechen,dass ich einst von ihm bekommen hatte...)
Besonders ist wohl, dass unsere Scheidung einvernehmlich, ja eigentlich
sehr freundschaftlich über die Bühne ging.
Auf dem Amtsgericht trafen wir noch zwei weitere Paare die ebenfalls
 sehr fröhlich, geradezu beschwingt wirkten.
Nein halt,das eine scheidungswillige Paar war sehr vergnügt, bei dem
 anderen Paar,einem dunkelhäutigen Mann und einer blonden Frau beide
 mit türkischem Namen,schaute eindeutig nur die Frau fröhlich in die
 Zukunft,der Mann blickte eher verdrießlich drein.
Der Abenteuerer und ich sind auch zukünftig gemeinsam Besitzer der
kleinen Burg.
Er wird sich weiterhin mit der Restaurierung der Anlage beschäftigen
und plant,demnächst eine Thailänderin zu heiraten (deshalb auch die
 von seiner Seite eilig betriebene Scheidung) und dort mit ihr zu leben.
Ich werde vermutlich gelegentlich ein paar Ferientage auf der Burg
 verbringen.

Und es heisst weiterhin Abschied nehmen für mich: die fantastische
 riesige helle Wohnung in einem traumhaften kleinen Weiler kann ich
 mir zukünftig nicht mehr leisten.
Es ist mir nicht gelungen eine Yogaschule dort zu etablieren,mit der ich
einen Teil derMiete finanzieren wollte und mein Freund,der seit einigen
 Monaten hier eingezogen ist zahlt noch einige Jahre am Darlehen
 einer eigenen Wohnung im Haus seiner Familie und kann mich nicht
 unterstützen.
Ich habeüber längeren Zeitraum sehr unvernünftig meine Lebenskosten
 mit mit Ersparnissen ergänzt, weil ich mit Arbeit nicht verdienen konnte,
was Wohnung Hund und Pferd monatlich verschlangen...
damit ist jetzt Schluß! wochenlang habe ich auf ein Wunder gehofft um
dieseWohnung behalten zu können.
 Eine Künstlerin war da,die den grossen Raum evtl als Atelier wollte und
ein Freund wollte Tierkommunikations-Workshops
anbieten(er kann mit Tieren SPRECHEN, hab selbst nen Workshop bei ihm
gemacht,das funktioniert mit dem Prinzip der Telepathie,sehr spannend)
aus beidem wurde nichts
jetzt habe ich eine Woche getrauert und mir von der Astrologin bestätigen
lassen,was ich eh schon fühlte: dass ich eigentlich eine Nomadin bin und
mir ein fester Wohnort nicht soo wichtig ist.
Ich werde zu meinem Freund ins Haus ziehen mir da eine nette kleine
 Wohnung einrichten , und nebenbei den Bauwagen  wieder aktivieren,
dann habe ich alles was ich brauche und hoffentlich zukünftig
etwas mehr Zeit zum Leben!!!



Sonntag, 15. November 2015

Ich bin wieder da

Nach mehr als einem Jahr starte ich von meinem neuen iPad (welches man überall hin mitnehmen kann) einen neuen Versuch wieder in die Blogwelt zurückzukehren.
Meine Welt ist eine vollkommen andere, bloggen wird ein weiteres spannendes Experiment.
Eine kurze Zusammenfassung: nachdem ich mein Geschäft verkauft hatte, war der Plan ,mit dem Abenteuerer auf die kleine Burg nach Österreich zu ziehen.
Der Abenteuerer ging sozusagen schon mal los und ich wickelte den Rest an Formalitäten von zu Hause aus ab.
Es gab Unstimmigkeiten mit einer ehemaligen Lieferfirma ,die eine verdammt hohe Summe als Ablöse verlangte und der Abenteuerer weigerte sich, finanziell  und überhaupt da mit gerade zu stehen.
Ich vermachte die paar Kröten meines Geschäftserlöses meiner Tochter, zog in einen Bauwagen und verhandelte als "Habenichts "neu mit der Firma.
Ich bot Ihnen die Summe an,die ich nach Befragung meines Herzens für richtig gehalten hatte und sie hatten die Wahl zwischen garnichts und eben diesem Bruchteil der geforderten Summe.
Ich habe es geschafft,bin mithilfe eines schlauen Rechtsanwaltes zu meinem Recht gekommen...und wusste in diesem Augenblick, dass es AUS war, mit dem Abenteuerer.
Der Prozess des tatsächlichen Sichlösens hat noch weitere fünf Monate gedauert, in denen vor allem der Abenteuerer mit allen Mitteln versuchte ,mich zurückzubefehlen.(...nicht zurückzulocken was ja auch eine Möglichkeit gewesen wäre)
Viele verschüttete Erinnerungen der letzten 30(!) Ehejahre kamen in mir hoch,ich muss die traurige Bilanz ziehen,dass es ein geknechtetes und unerfülltes Leben voller Schrecken ,Terror ,Gewalt und Anpassung meinerseits gewesen ist.
(auch wenn es natürliche gute Zeiten mit dem Abenteuerer und vor allem den Kindern gegeben hat.
Ein ehemals wildes junges Mädchen, das ich einst war, hat sich vollkommen einfangen und unterdrücken lassen...
im Grunde genommen ist von meinen Lebensideen unglaublich wenig verwirklicht worden,
fast alles fiel SEINER merkwürdigen Art,das Leben zu sehen zum Opfer.
Menschen ,die mich vor der Abenteuerer-Zeit kannten, ist dies aufgefallen, wenn sie mich denn zu sehen kriegten, denn eigentlich bin ich 30 Jahre lang abgetaucht gewesen.
Eine Art Gehirnwäsche.,die ich nach aussen hin  ziemlich gut zu verbergen wusste.
dies zu erkennen und zuzugeben ist mir nicht leicht gefallen und doch war es der Beginn meiner Befreiung .
Das "WARUM IST ES SO GESCHEHEN" unserer Beziehung beschäftigt mich noch immer.
Es dauerte trotzdem noch sehr lange und es musste noch viel geschehen,bis ich den Bann
unserer Beziehung lösen konnte.
An einem Sonntag im letzten Sommer war es soweit:ganz unüblicherweise hatte er mich zwei Tage lang nicht kontaktiert. Es gab nur zwei Möglichkeiten :entweder er hatte einen Unfall oder war so schwer malträtiert.,dass er nicht mal telefonieren konnte ...oder es war eine Frau bei ihm.
Mein sechster Sinn sagte mir,dass letzteres der Fall sei... Und siehe da ein Anruf meinerseits brachte die Bestätigung.Er hatte freitags bei einem Besuch des nahegelegenen Aussichtsturms in der dazugehörigen Vesperhütte eine Frau kennengelernt,die sofort bei ihm eingezogen ist.
Eine merkwürdige Geschichte und auch eine sehr merkwürdige Frau ,die da so Knall auf Fall in sein Leben kam und zu ihm in die Burg gezogen ist.
 Im selben Moment  wusste ich,dass die Tatsache ,dass er mit einer anderen Frau geschlafen hat, das Band gelöst hat ,mit dem ich bis dahin mit ihm verbunden war.
(Kam mir selbst komisch vor, bin ich doch in Zeiten von Emanzipation und befreiter Sexualität aufgewachsen -oder dachte ich jedenfalls)
Ich sag euch-es ist NICHT einfach mit einem grossen Hund und einem gefrässigen Pferd im Alter von Mitte fünfzig irgendwo unterzukommen....
das Pferd durfte zu den Pferden meiner Schwester, Hund und ich sind zunächst in den Bauwagen gezogen und meinen Lebensunterhalt konnte ich dadurch bestreiten,dass mir mein wunderbarer
Schwager einen Job in seiner Firma angeboten hat.
Dann kam der Herbst und der Bauwagen wurde ungemütlich.
Leider verzog sich bereits bei dem Wort" Hund " das Gesicht der zur Wohnungssuche eingeschalteten
Makler zu einer angewiderten Fratze...keine Chance.
Ich war drauf und dran eine hässliche kleine Eigentumswohnung zu kaufen,als das Blatt sich
wendete: eine Freundin wollte eine wunderschöne riesengrosse Paterrewohnung auf dem
Land,die eigens für sie renoviert worden war nun plötzlich doch nicht beziehen.
Sie wäre mit vier grossen Hunden dort eingezogen und auf einmal war Meiner kein Problem mehr..
Und dann kam auch noch die Liebe in mein Leben...!!!!
Eigentlich hatte ich ja wirklich keinen Partner mehr haben wollen.
Erstmal die Freiheit geniessen.all das tun,was ich 30 Jahre verpasst hatte.Mein Nachholbedarf schien unendlich....keine Beziehung, allenfalls Sex, gelegentlich.
Und dann lernte ich den Koch kennen.Der kleine Küchenkünstler,der seit zehn Jahren draussen
auf dem Land ein bezauberndes  kleines Gasthaus führt und mir den Hof machte,wie es eigentlich noch nie ein Mann getan hat.
Durch bittere Erfahrung gegerbt,war ich zunächst immun gegen all seine Avancen.
Allerdings war es wundervoll seinen Geschichten zu lauschen und er interessierte sich wirklich für
mich ,hörte tatsächlich zu und lachte aus vollem Herzen über ALLE meine Witze.
Er findet meine Bilder toll und hat sich augenblicklich ins Herz meines schwierigen Hundes
geschmuggelt.
Monatelang besuchte er mich regelmässig, führte mich ins Kino aus ,bekochte mich
fantastisch,scannte den Inhalt meines Kühlschranks unauffällig  und füllte beim nächsten Besuch das Fehlende auf.
....als er eines Tages mit einem Freund eine Waschmaschine in mein Haus schleppte und eine Kaffeemaschine,da war es um mich geschehen.
Nun geht es mir seit einiger Zeit so gut, dass ich abwechseld  grunzen und schnurren möchte...


 


Samstag, 5. April 2014