Dienstag, 26. Januar 2016

Samstag, 23. Januar 2016

von zuhause ereilt mich die nachricht von einem weiteren selbstmordversuch:
igor ,der unausstehliche nachbar,der seine frau verprügelt und die familie terrorisiert ,der von sozialhilfe und der arbeit seiner frau als putzfrau lebt,hat deren ersparnisse verzockt und sich jetzt mit 40 ibuprufen tabletten versucht,das leben zu nehmen.
finsterer kommentar seines neffen:warum springt nicht von brücke oder vor zug?
weil er nicht sterben will sondern nur einen hilfeschrei ausstossen und mildernde umstände für seine missetaten.
es gibt welche ,die bringen sich um und welche ,die versuchen es..oft immer wieder.
leider können sich solche wie igor nicht vorstellen,dass sie ihr leben,das sie als
beschissen empfinden, durch so einen suizidversuch noch verschlimmern können und die probleme des zusammenlebens mit ihrer familie tatsächlich noch grösser werden können, igor hat durch die überdosis an schmerzmitteln jetzt vermutlich einen bleibenden leberschaden davon getragen...

Freitag, 22. Januar 2016

gestern morgen beim hundespaziergang am strand entdeckten wir im wasser eine alte frau,die da in voller montur mit der brandung hin und her rollte.
wir haben sie aus dem wasser gezogen sie war klitschnass-wir dann auch-und unglaublich schwer mit kleid und mantel.
mein freund lief hilfe holen,mir gelang es derweil,sie auf die füsse zu stellen.
sie wollte mir was erzählen ,aber ich verstehe leider zu wenig italienisch.
nach einer weile kam die ambulanz mit blaulicht und mordsgetöns,ein älterer fröhlicher sanitäter sagte:"nein signora,nicht nach hause,zuerst ein ganz kleines kontröllchen im krankenhaus-maximal 10 minuten und DANN heim.."
sie wollte sich das leben nehmen ,das meer allerdings war ziemlich warm

sonnenaufgang am strand


Donnerstag, 21. Januar 2016

ich hab die wunderschöne wohnung verlassen und bin zu meinem freund ins haus gezogen wo eine kleine wohnung frei wurde.
ich hab noch nie so wenig spektakulär gewohnt.mitten im dorf in einem unauffälligen haus.
sechshundertfunfzig euro WENIGER im monat für miete ausgeben ist allerdings ein wichtiges argument.
sparen-etwas das ich noch lernen muss...
und unauffällig leben ohne spektakel und glamour auch.
in meiner kindheit wuchs ich in DEM besonderen hochhaus auf, dann zog ich in eine uralte mühle, von dort in das haus mitten im wald danach in die werkstatt ,von dort in die burg in österreich ,dann in den bauwagen...danach in die fantastische wohnung in einem verträumten weiler, den jeder hier kennt und jetzt bin ich in ein belangloses haus gezogen,mitten in einem belanglosen dorf.
und weil ich gerade dabei bin ,hab ich auch mein auto rakete verkauft und meinen abenteuer-landrover ind fahre eine langweilige gross limousine der marke pöscho...
ich weiss nicht ob das nur eine fase des
loslassens und dem besinnen auf das wesentliche ist...
ich brauche gerade nicht so viel glamour und spektakel wie früher.
langweilig ist mir nicht.
 

Freitag, 1. Januar 2016

Sonntag, 13. Dezember 2015

Seit einer Woche bin ich nun geschieden vom Abenteuerer.
(die Bezeichnung "Abenteuerer " ist übrigens als Satire oder Ironie zu
verstehen: bei unserer allerersten Begegnung stellte sich der Sogenannte
 als Wüstenfuchs und Abenteuer-Reisender vor, was in mir dann den
voreiligen Schluss erzeugte ,ein Leben mit ihm würde aus Abenteuern
 und Reisen bestehen....als ich Jahre später feststellte,dass er genau das
Gegenteil tat, gab ich ihm diesen Namen, als Erinnerung an das Ver-
sprechen,dass ich einst von ihm bekommen hatte...)
Besonders ist wohl, dass unsere Scheidung einvernehmlich, ja eigentlich
sehr freundschaftlich über die Bühne ging.
Auf dem Amtsgericht trafen wir noch zwei weitere Paare die ebenfalls
 sehr fröhlich, geradezu beschwingt wirkten.
Nein halt,das eine scheidungswillige Paar war sehr vergnügt, bei dem
 anderen Paar,einem dunkelhäutigen Mann und einer blonden Frau beide
 mit türkischem Namen,schaute eindeutig nur die Frau fröhlich in die
 Zukunft,der Mann blickte eher verdrießlich drein.
Der Abenteuerer und ich sind auch zukünftig gemeinsam Besitzer der
kleinen Burg.
Er wird sich weiterhin mit der Restaurierung der Anlage beschäftigen
und plant,demnächst eine Thailänderin zu heiraten (deshalb auch die
 von seiner Seite eilig betriebene Scheidung) und dort mit ihr zu leben.
Ich werde vermutlich gelegentlich ein paar Ferientage auf der Burg
 verbringen.

Und es heisst weiterhin Abschied nehmen für mich: die fantastische
 riesige helle Wohnung in einem traumhaften kleinen Weiler kann ich
 mir zukünftig nicht mehr leisten.
Es ist mir nicht gelungen eine Yogaschule dort zu etablieren,mit der ich
einen Teil derMiete finanzieren wollte und mein Freund,der seit einigen
 Monaten hier eingezogen ist zahlt noch einige Jahre am Darlehen
 einer eigenen Wohnung im Haus seiner Familie und kann mich nicht
 unterstützen.
Ich habeüber längeren Zeitraum sehr unvernünftig meine Lebenskosten
 mit mit Ersparnissen ergänzt, weil ich mit Arbeit nicht verdienen konnte,
was Wohnung Hund und Pferd monatlich verschlangen...
damit ist jetzt Schluß! wochenlang habe ich auf ein Wunder gehofft um
dieseWohnung behalten zu können.
 Eine Künstlerin war da,die den grossen Raum evtl als Atelier wollte und
ein Freund wollte Tierkommunikations-Workshops
anbieten(er kann mit Tieren SPRECHEN, hab selbst nen Workshop bei ihm
gemacht,das funktioniert mit dem Prinzip der Telepathie,sehr spannend)
aus beidem wurde nichts
jetzt habe ich eine Woche getrauert und mir von der Astrologin bestätigen
lassen,was ich eh schon fühlte: dass ich eigentlich eine Nomadin bin und
mir ein fester Wohnort nicht soo wichtig ist.
Ich werde zu meinem Freund ins Haus ziehen mir da eine nette kleine
 Wohnung einrichten , und nebenbei den Bauwagen  wieder aktivieren,
dann habe ich alles was ich brauche und hoffentlich zukünftig
etwas mehr Zeit zum Leben!!!