Montag, 30. Juni 2008

KASPERTHEATER

Als engagierte Mutter kam mir damals alles ins Haus, was als pädagogisch wertvoll galt,
so auch das Kaspertheater und die dazugehörigen Puppen.
(Angeblich hab' ich meine Kinder damit ganz schön genervt,weil sie die Puppen
"voll doof" fanden...)
Beim Aufräumen fand ich sie kürzlich in einer alten Kiste.
Ich konnte mich der seltsamen Anziehungskraft dieser Püppchen nicht entziehen ,nahm sie
aus der Kiste und begann zaghaft damit zu spielen.
Prinzessin,Kasper,Zauberer,Hexe und Wolf- plötzlich hatten sie mir alle etwas zu sagen,
es war, als verkörperten sie Anteile von mir ,meinem Partner,meiner Familie,meinem Leben.
Ich erhielt Antworten auf Fragen und Einsichten in aktuelle Situationen,die mich glatt umgehauen haben!
Bei weiterem Nachdenken erkenne Zusammenhänge zu den Inhalten des Buches von Olaf Jakobsen "Ich stehe nicht mehr zur Verfügung" was ja viel von (Familien)-Aufstellungen handelt.
Ich weiß nichts über"Maskenarbeit" vermute aber dass es eine ähnliche Weise ist
unbewußten Prozessen,Energien,vielleicht auch Wesen Stimme und Gestalt zu verleihen wie ich sie mit meinem Kaspertheater entdeckt habe.
Im Prinzip können auch Knetfiguren und andere Objekte dazu dienen, diese Projektionen anzunehmen.
Ich hatte früher eine Abneigung gegen solche Spielchen,weil sie mich immer an das (für mich)
gruslige Tischerücken oder einfach Spuk erinnerten.
Jetzt stelle ich fest,dass ich-und andere vielleicht auch-im Alltag ständig solche Projektionen vornehmen aber halt nicht so bewußt.
(Indem ich mir z.B.vorzustellen versuche,was eine bestimmte Person,die ich grad' nicht erreichen kann zu einem bestimmten Problem sagen würde.Ich werde das jetzt bewusster angehen.Spannend!!!



Freitag, 27. Juni 2008

27.6.08

Um diese Jahreszeit ist es nicht“notwendig“, die Pferde auszureiten
um ihnen genügend frische Luft und Bewegung zu verschaffen:
sie sind
ja sowieso fast fast ständig auf der Weide.
Umso mehr genieße ich den
Luxus eines Ausritts am frühen Morgen,
mit Zimtsternchen,der jetzt ausgeglichen
-fast gemütlich-
zu reiten ist.

Wir inspzieren die Hochsitze des neuen Jägers:
anstatt der Freisitze,die
ich manchmal mit den Hunden gern benutzte
(nur ich bin da hoch gestiegen
natürlich)hat dieser Typ da richtige
kleine komplett verschlossene
Hütten auf Stelzen aufgestellt ,auch
noch mit dunkelbraunem giftigem(?!!)
Holzschutz angeschmiert!
Kein Wunder dass sich die Bauern aufregen,

wenn so ein „Gebäude“ plötzlich ungefragt auf ihre Wiese gestellt
wird!

Gestern traf ich noch Margaretha,die Ortsvorsteherin.
(wenn du bei uns in "der Wildnis" wirklich verwegene Mountainbiker
siehst,die den Berg hochklettern- oder runtersausen,oder wenn mir in
aller Hergottsfrühe eine einsame Marathonläuferin weitab jeglicher
Urbanisation begegnet,dann ist es meist die vierundfünfzigjährige
Margaretha- Hut ab!!)

Margaretha hatte auch schon Ärger mit dem Jäger.
Sie hat es gewagt, in seinem Revier einen großen Grillplatz mit originellen
Holzmöbeln errichten zu lassen.Das haben Zimtsternchen und ich uns
heute
morgen mal angeschaut:

der Königsthron .....mit herrlichem Weitblick über die Alb



Freitag, 20. Juni 2008

Der Jäger



Vorgestern erhielt ich einen unverschämten Brief.Vielleicht den unver-
schämtesten,den ich je erhalten hatte.Der neue Jagdpächter fordert
michauf, umgehend die Beweidung der Hangwiesen einzustellen,auf
denenmeine Pferde seit elf Jahren unbehelligt einen Teil des
Sommers verbringen.
Ich lehne den Beistand von Mann und Sohn ab und verabrede mich
mit diesem Jäger allein oben auf den Hangwiesen- am Ort des
Geschehens-möchte dieser unverschämten Person in die Augen sehen.
Ich dachte mir's schon:
Seine vorgeschobene Härte bricht,er wird nicht müde, mir seinen Zorn
darüber, sein neues Jagdrevier "eingezäunt" vorzufinden,erklären zu
wollen und sich für die Unmöglichkeit der brieflichen Kontaktaufnahme
in dieser Form zu entschuldigen.
Er ist menschlich gesehen nicht mal unsympathisch:direktes offenes
Lachen,ein Naturmensch,der sogar in persönlichem Kontakt mit dem
Kräuterschamanen Stoerl steht.
..soweit ich das schizophrene Verhalten eines Jägers überhaupt
verstehen kann,der Wildtiere ja hegt pflegt und anfüttert
-um sie dann schließlich doch abzuknallen...

Wir reden,verhandeln und treffen eine Abmachung über eine
eingeschränkte Beweidung diese Saison noch,die für uns beide
akzeptabel ist.

Trotzdem,als ich den Berg hinuntersteige wissen Minki und ich
(die Katze ,die mich begleitet hat),dass nichts mehr ist wie
es war.
Ich sollte eine der Nachbarweiden für meine Pferde pachten können,
denke ich gestern morgen als ich mit den Hunden über die Wiesen laufe.

Komisch,seit Jahren versuche ich durch Anfragen bei den Besitzern
und Bestellungen beim Universum erfolglos die Weide direkt an meinen
Garten angrenzend pachten zu dürfen.
Was jetzt kommt ist ziemlich unglaublich:
Gestern ruft die Erbin des Nachbargrundstücks an(hatte ich gar nicht
mitgekriegt, dass es jetzt einer Erbengemeinschaft gehört) und sagt:
"Sie hatten doch wegen des Flurstücks soundso schon mehrfach angefragt?
Ich denke wir sind jetzt soweit,dass wir es verkaufen wollen..
...haben Sie noch Interesse?"
Ähem,ich wollte es eigentlich pachten.
Es handelt sich um eine 2ha große Obstwiese teilweise Hanglage mit
sonnigen flachen Stellen und jungem und uraltem Baumbestand.
Traumhaft.
Und sicher auch eine größere finanzielle Investition.
"Ich könnte Zeburinder halten und wir könnten eine Besenwirtschaft
aufmachen" frohlockt mein Mann.Von der Hobbytierhaltung zum Halbprofi?
Hab' ich das gewollt?
Ich weiß noch nicht,wie sich das Ganze entwickelt nur eines
steht fest: nichts ist mehr,wie es war.

Montag, 16. Juni 2008



Mittwochmorgen bin ich noch mit meiner Tochter ausgeritten,sie war
gesund und fröhlich.Als ich abends von der Arbeit heimkam lag sie
im Bett: Bauchweh und Erbrechen.Hatte sie schon ein paarmal.
Ging mit Zäpfchen nach ein paar Stunden immer wieder weg.
Meine 2 Hausärzte haben auch nix besseres gewußt.
Diesmal wars schlimmer,stärkere Schmerzen und sie gingen nicht
mehr weg -trotz Zäpfchen.
Sohn und ich brachten sie nachts ins Krankenhaus.
Im Morgengrauen schickte man uns wieder heim."Magendarminfekt,
das kann schon ziemlich weh tun"
diagnostizierte der junge überforderte Notarzt.
Donnerstag weiter Bauchweh.Abends verlangte sie Salzstangen
und Cola.Immer noch Bauchweh.Freitagmorgen weckt sie mich
ganz früh.Hat die ganze Nacht vor Schmerzen nicht schlafen können.
Sie wird zu ihremHausarzt gebracht.Der schickt sie mit Nachdruck
nochmal ins Krankenhaus.
Die junge Ärtzin der chirurgischen Notaufnahme entscheidet
innerhalb von 30 Sekunden:"Hochakute Blinddarmentzündung
-wird schnellstmöglich operiert"
Freitagabend nach der OP konnte ich sie nochmal besuchen,
sie war sehr erleichtert,hat ein bißchen Fußball geguckt.
Gottseidank,mein armes Kind!!!!
Nur ein kleiner Schnitt am Bauch,aber der Blinddarm war
angeblich kurz vor dem Durchbruch.
Morgen darf sie vermutlich wieder heim.
Obwohl insgesamt 4 Ärzte auch nicht gleich die richtige Diagnose
stellten rauf ich mir die Haare:
Warum hab' ich ihre Schmerzen nicht ernster genommen,warum
meine Ängste vor jeglichen Operationen vor meine Intuition gestellt
,die in Bildern immer wieder zu mir sagte:
"das ist wie Kolik bei einem Pferd".
(sorry,bei mit kranken Tieren hab ich irgendwie mehr Erfahrung)

Jetzt muss ich an die Geschichte einer Mutter denken,die ihr Kind bei
einer schweren Mittelohrentzündung nicht mit Antibiotika behandeln
ließ sondern selbst mit Kräutern und Homöopathika herumdokterte-
mit fatalen Folgen:das Kind bekam einen Gehirnabszeß und trägt
einen bleibenden Gehirnschaden davon.
Eigentlich weiß ich,dass es bei aller notwendigen Kritik an der
konventionellen Medizin eben auch notwendige und erfolgreiche
Eingriffe gibt für die keine alternativen Behandlungsmethoden bekannt
sind-jedenfalls mir nicht,das ist der springende Punkt.
Ich kenne mich ja nicht wirklich aus, sondern habe ein gefährliches Halbwissen.
Das will ich lernen:meine Kompetenzen nicht mehr überschreiten,
Augen und Ohren aufmachen und auf meine innere Stimme hören.
(mein Schwesterchen hat es gestern mal wieder treffend auf den Punkt gebracht:
"Lass die Hobby-Schamanin nicht wieder mit dir durchgehen!!!"



Dienstag, 10. Juni 2008

www.bendecho.de/1d3d5089b9-handy-popcorn
An alle Handy-Benutzerinnen:ein einfacher Versuch zum Nachmachen.
Du brauchst dazu: 3-oder 4 eingeschaltene Handys und eine Handvoll Maiskörner,die Sorte,die es als Popcornmais fertig zu kaufen gibt.
Die Handys werden sternförmig angeordnet,das obere Teil jeweils nach innen,so ,dass in der Mitte eine maximal faustgroße Fläche frei bleibt.An diese Stelle legtst du die Maiskörner.
Jetzt alle Handys anrufen....nach ca 30 Sekunden beginnen die ersten Maiskörner sich zu Popcorn zu verwandeln....faszinierend.
Fazit: sich ein Handy ans Ohr zu halten muss wohl ähnliche Wellen wie eine Mikrowelle direkt in unser Gehirn befördern.
(Ich hab diesen Versuch bei You-tube gesehen,konnte aber die Adresse nicht abschreiben oder kopieren,ich such's nochmal und versuch es zu verlinken,denn ich möchte ,dass möglichst viele Menschen damit konfrontiert werden,was so ein Handy tatsächlich für Wellen aussendet.
Seit ich das gesehen habe ,telefoniere ich nur noch mit Headset!)