Sonntag, 9. Januar 2011


Wenn ich wieder eine Küche haben werde,dann muss sie ungefähr so aussehen.
(das ist die Küche in Susis altem Bauernhaus)
Groß,geräumig,mit einem uralten Holzherd.
Bilanz eines ziemlich verregneten Wochenendes mit Tauwetter

-Samstag mit Zimtsternchen ausgeritten und Mitleid gekriegt, weil er sich entweder durch den tiefen Pappschnee
quälen musste oder vorsichtigst über gefährliches Glatteis tappste

-abends ein paar Runden im Dorfminihallenbad (eine der wenigen
wirklich netten Errungenschaften dieses Dorfes) gedreht und
in der Umkleide halbnackte junge Männer solang mit
mißbilligenden Blicken durchdolcht,bis ich merkte,daß ich in der falschen Umkleide stand...(peinlich)

-eine halbe Schachtel Weinbrandbohnen verdrückt und die Person
verflucht,die sie mir trotz meiner ausdrücklichen Bitte,dies nicht
zu tun, ins Haus gebracht hatte...

-Sonntag:

-ein Versprechen eingelöst und den Weihnachtsbaum der(bereits wieder
abgereisten) Schwägerin abgeräumt und entsorgt.
Zur Belohnung ein heißes Wannenbad genommen in ihrer perfekt geformten Badewanne(mittlerweile bin ich Badewannen-Expertin)

-die andere halbe Schachtel Weinbrandbohnen vertilgt und die
Person ,die sie mir gebracht hat nochmals verflucht.

-aus Frust darüber,dass ich einen Disingual-Mantel nicht ersteigern
konnte, ein knallbuntes Gudrun-Sjöden Jäckchen ersteigert.
Dabei hatte ich mir fest vorgenommen zukünftig dezentere Kleidung
zu tragen!!!!(allerdings hat dieses meine Lieblingsfarben
-sollte wohl so sein)

Donnerstag, 6. Januar 2011

Tags tauch' ich hier auf, in meiner Bullerbü-Märchenwelt:
alles ist einfach, hell und zauberhaft.
Aber nachts lieg' ich schlaflos,grübelnd und voller Sorgen
während heulend und klappernd der Wind zwischen die Gebäude der alten
Werkstatt pfeift.




die Farben der Eiszapfen




Unglaublicher Schneewinter

Dienstag, 4. Januar 2011

Winterfrost und Herzenskälte
Sie selbst hält sich ja für eine ganz besonders Liebe
und alle Enkelkinder haben erstmal "Omi ist lieb!" sagen gelernt..
(vermutlich kommt sie darauf,weil sie kleine Kinder herzt und
mutterlose Häschen hochgepäppelt hat).
Ihre zugelaufene Katze und ich kennen die Schwiegermuttter auch
anders:
uns hat sie nämlich aus der warmen Stube in die klirrend
kalte Winternacht geschickt,als wir um Asyl baten.
(ich,weil ich etwas Abstand zu meinem zeitweise sehr anstrengenden
Ehemann-ihrem Sohn suchte,die Katze weil's schlicht saukalt ist,
draußen)
Jetzt ist sie empört,weil ich sie "eine herzenskalte alte Frau"
nannte.
Unser Sohn hingegen hat wirklich menschliche Wärme gezeigt,als er
mitten in Tokio einen besoffenen alten Penner,der gestürzt war,
aus seiner Pisse aufgehoben,seine Wunden versorgt und ihn ins
Krankenhaus gebracht hat.
(Wäre er nicht eine imposante, wehrhafte Erscheinung, so hätte
er vermutlich auch noch tätliche Angriffe vorbeilaufender
Pöbelpassanten befürchten müssen)
Ich verbrachte ein paar herrlich erholsame Tage bei
meinem Schwesterchen,ihrer wunderbaren liebevollen Familie und
auf meinem zweitliebsten Pferd,ihrer Schimmelstute Seniza.
DANKE!


Montag, 27. Dezember 2010

Es war so:Schwager und Schwägerin hatten mich eingeladen,
mit in das riesige Ferienhaus zu kommen,das sie in Spanien
gemietet hatten.
Da ich "weihnachtstraumatisiert" bin und gern fliehen wollte
beschloss ich, alleine, ohne den Abenteuerer mitzugehen.
Einen Tag vor der Abreise wurde mir klar,dass er nach einem
Schwächeanfall (mag sein,dass die Vorstellung, ich würde ohne
ihn verreisen, dazu beigeteragen hat)
und mit angeschlagenem Herzen die viele Arbeit mit Holz
machen,heizen und Schneeräumen,die diese Temperaturen
mit sich bringen, kaum bewältigen kann.
Die kluge Tochter riet:"Vielleicht solltest du ihn nicht
grad' jetzt alleine lassen, wenn er schwach ist und nicht zwei
Wochen lang,nicht grad an Weihnachten und wenn es auch
noch saukalt ist."
Vielleicht der falsche Augenblick,den Beziehungs-Klammergriff
zu lösen,in dem ich mich seit einiger Zeit gefangen fühle,
vielleicht ein zu brutaler Ausbruch in die Freiheit,zur Unzeit..?
als ich merkte,dass ich in Spanien keinen Frieden und keine
Erholung finden würde, vor Sorge und schlechtem Gewissen,da
tobte das Böckchen in mir (Aszendent Steinbock)und ich fühlte
mich wie eine Katze im Schrank.
Das Schneechaos hat uns hier gefangen gehalten und so versöhnten
wir uns und feierten mit Familienmitgliedern,mit denen wir seit
Monaten kein Wort gesprochen hatten.
Es wurde sogar ziemlich harmonisch,nachdem ich ausgegrollt hatte!

Sonntag, 26. Dezember 2010

So,ich bin dann mal wieder da.
Ich war gar nicht weg und es hat geschlagene drei Tage
gedauert,bis ich Ärger und Enttäuschung darüber ,dass ich
jetzt nicht nach Spanien fahren werde, loslassen konnte!
Heut hab ich die Augen aufgemacht und diese Winterwunderwelt
entdeckt!
Mit den Langlaufskiern an den Füßen fegte ich
hinaus in die glitzernde Weite- und mein Herz wurde frei.