Es war so:Schwager und Schwägerin hatten mich eingeladen,
mit in das riesige Ferienhaus zu kommen,das sie in Spanien
gemietet hatten.
Da ich "weihnachtstraumatisiert" bin und gern fliehen wollte
beschloss ich, alleine, ohne den Abenteuerer mitzugehen.
Einen Tag vor der Abreise wurde mir klar,dass er nach einem
Schwächeanfall (mag sein,dass die Vorstellung, ich würde ohne
ihn verreisen, dazu beigeteragen hat)
und mit angeschlagenem Herzen die viele Arbeit mit Holz
machen,heizen und Schneeräumen,die diese Temperaturen
mit sich bringen, kaum bewältigen kann.
Die kluge Tochter riet:"Vielleicht solltest du ihn nicht
grad' jetzt alleine lassen, wenn er schwach ist und nicht zwei
Wochen lang,nicht grad an Weihnachten und wenn es auch
noch saukalt ist."
Vielleicht der falsche Augenblick,den Beziehungs-Klammergriff
zu lösen,in dem ich mich seit einiger Zeit gefangen fühle,
vielleicht ein zu brutaler Ausbruch in die Freiheit,zur Unzeit..?
als ich merkte,dass ich in Spanien keinen Frieden und keine
Erholung finden würde, vor Sorge und schlechtem Gewissen,da
tobte das Böckchen in mir (Aszendent Steinbock)und ich fühlte
mich wie eine Katze im Schrank.
Das Schneechaos hat uns hier gefangen gehalten und so versöhnten
wir uns und feierten mit Familienmitgliedern,mit denen wir seit
Monaten kein Wort gesprochen hatten.
Es wurde sogar ziemlich harmonisch,nachdem ich ausgegrollt hatte!