Sie ist gestorben, meine Liebe.
Ein kleiner Trost, dass sie keine Schmerzen hatte, keine schlimmen
Behandlungen durchgeführt wurden und dass sie zuhause bei Ihrer
Famile sein konnte und nicht in ein Krankenhaus musste.
Als ich sie das letzte Mal besuchte, residierte sie in ihrem Schlaf-
zimmer und wir Besucher setzten uns zu ihr aufs Bett.
Nacheinander gesellten sich einer ihrer Pudel, ihr Enkelkind und
der Ehemann mit kalten und warmen Getränken dazu, das Bett ist
groß.
Wir schauten Fotoalben an und unterhielten uns über Belangloses,
die Stimmung war heiter.
Irgendwann wurde sie müde und brauchte ihre Infusion.
Im Hinausgehen sah ich wie Schwiegertochter und Ehemann
(die Schwiegertochter war mal Krankenschwester) , ein
routiniertes Team, die medizinischen Geräte für die Infusion
vorbereiteten.
Später nahm ihr Ehemann uns tröstend in den Arm.
Ihre Schwester war mit mir gekommen und sie war nach dem
Besuch weinend zusammen gebrochen, als sie den Zustand
und das baldige Ende so plötzlich begreifen musste.
Am traurigsten finde ich,dass sie so gerne noch gelebt hätte.
Sie hat fast so lange ich sie kannte, mit dem Leben gehadert.
Sie war übergewichtig und hasste ihr Aussehen,
sie fand sich nicht klug und gebildet genug und bvbesuchte
tausend Kurse-so viel Stress.
Sie haderte mit ihrem Ehemann,der sich aus der Erziehung
ihrer beiden Söhne ausklinkte und ihren Leidenschaften
wenig Begeisterung entgegen brachte.
Vor ungefähr zwei Jahren änderte sich alles zum Positiven.
Plötzlich hatte sie ihr Normalgewicht und freute sich so
darüber,dass sie zu einem Fotoshooting ging.
Ihr Ehemann versuchte, ihr eine Freude nach der anderen zu
machen, organisierte heimlich eine Reise an
alle möglichen Orte,an die sie mal als Wunschziel geäußert
hatte.
Sie hörte auf ständig Kurse zu besuchen und gab Arbeiten auf,
an denen sie keine Freude mehr hatte.
Sie hörte auf,sich darüm zu kümmern,was andere Leute von
ihr hielten.
Sie war glücklich.
Sie zeigte mir ihren Lieblingsweg mit ihren Hunden und
sie sagte:" Hier bin ich so glücklich"
Dann kam der Krebs.
Dienstag, 16. Oktober 2018
Dienstag, 22. Mai 2018
Seit ich von der Krankheit meiner Lieben weiss,lebe ich in zwei
Realitäten:
Die eine will es nicht wahrhaben.
Sie sieht die fröhliche scheinbar gesunde Frau und malt und
agiert und kreiert und entflieht auf Ausritte und Yogasessions und
Ballettaufführungen und und und....
als könnte sie der anderen damit entkommen
als könnte sie dem Tod damit entkommen
Die andere weiss Bescheid.
Ein dunkler Schatten hat sich über alles gelegt.
Noch schwach.
Aber voller Ahnung.
wie viel Zeit haben wir noch?
Realitäten:
Die eine will es nicht wahrhaben.
Sie sieht die fröhliche scheinbar gesunde Frau und malt und
agiert und kreiert und entflieht auf Ausritte und Yogasessions und
Ballettaufführungen und und und....
als könnte sie der anderen damit entkommen
als könnte sie dem Tod damit entkommen
Die andere weiss Bescheid.
Ein dunkler Schatten hat sich über alles gelegt.
Noch schwach.
Aber voller Ahnung.
wie viel Zeit haben wir noch?
Montag, 14. Mai 2018
ungefähr fünf Wochen im Paradies der Sorglosigkeit
waren das:
der Abenteuerer (mein Exmann mit dem ich noch
immer freundschaftlich verbunden bin) hat eine schwere Herz-Op
gut überstanden, alle meine Lieben gesund und fröhlich, mein
Geschäft läuft super,ich fühle mich sicher und glücklich in meiner
Rolle als Wirtin, auch nach längerer Zeit wieder sicher im Sattel,
habe alles so gut im Griff,dass es fast täglich einen schönen Ausritt
mit Pferd und Hund in die blühenden Wiesen reicht und so weiter
auf allen Ebenen Glück ...
Mit einem Wort: das Leben ist HEITER.
...WAR heiter, bis gestern abend,als ich von der fatalen Diagnose
einer lieben Verwandten hörte.
Einer,mit der ich schon durch dick und dünn gegangen bin,mit der
ich so richtig was zusammen erlebt habe, Abenteuer, Sorgen,Kinder
kriegen und großziehen, schlimme und schöne Geschichten.
Das verbindet.
Und sie war immer so eine Liebe.Wie oft hat sie mich bei sich
aufgenommen,wenn ich vor meinem Ehemann geflüchtet bin.
Ihre Krankheit kommt für mich aus heiterem Himmel
und reißt mir den Boden unter den Füßen weg.
Erst vor zwei Wochen habe ich mich darüber gefreut,dass sie so
gesund und glücklich aussieht,so ausgeglichen.
Ich habe einfach absolut gar nichts gemerkt.
waren das:
der Abenteuerer (mein Exmann mit dem ich noch
immer freundschaftlich verbunden bin) hat eine schwere Herz-Op
gut überstanden, alle meine Lieben gesund und fröhlich, mein
Geschäft läuft super,ich fühle mich sicher und glücklich in meiner
Rolle als Wirtin, auch nach längerer Zeit wieder sicher im Sattel,
habe alles so gut im Griff,dass es fast täglich einen schönen Ausritt
mit Pferd und Hund in die blühenden Wiesen reicht und so weiter
auf allen Ebenen Glück ...
Mit einem Wort: das Leben ist HEITER.
...WAR heiter, bis gestern abend,als ich von der fatalen Diagnose
einer lieben Verwandten hörte.
Einer,mit der ich schon durch dick und dünn gegangen bin,mit der
ich so richtig was zusammen erlebt habe, Abenteuer, Sorgen,Kinder
kriegen und großziehen, schlimme und schöne Geschichten.
Das verbindet.
Und sie war immer so eine Liebe.Wie oft hat sie mich bei sich
aufgenommen,wenn ich vor meinem Ehemann geflüchtet bin.
Ihre Krankheit kommt für mich aus heiterem Himmel
und reißt mir den Boden unter den Füßen weg.
Erst vor zwei Wochen habe ich mich darüber gefreut,dass sie so
gesund und glücklich aussieht,so ausgeglichen.
Ich habe einfach absolut gar nichts gemerkt.
Dienstag, 8. Mai 2018
In meinem neuen Leben mache ich wieder jeden Tag einen Handstand.
Das habe ich jahrelang nicht getan ,weil mir eine Yogalehrerin davon
abgeraten hat.Inzwischen kann ich selbst herausfinden,was gut
für mich ist.
Ich habe eine Sprossenwand montieren lassen und an diese Wand
gestützt stehe ich jeden Tag ungefähr maximal 30 Sekunden auf den
Händen.
Ich brauche immer 2-3 Anläufe bis ich "stehe" und es sieht sicher nicht
besonders cool aus, eher so wie die obige Zeichnung ,aber das gross-
artige Glücksgefühl hat mich süchtig gemacht.
Ich vermute mal,ähnlich wie unter der eiskalten Dusche schüttet mein
Körper Endorphine aus,wenn ich im Handstand stehe.
Das empfinden nicht viele Menschen so wie ich und deshalb erzähle
ich es normalerweise nicht.
Ich habe ähnlich wie bei der "Heldenstellung " im Yoga das Gefühl,
dass mich eine starke Energie durchflutet wenn alles umgedreht ist
und gleichzeitig habe ich auch für ein paar Sekunden einen anderen
Blickwinkel,manche Idee und mancher Gedankenblitz ist mir im
"ANDERSRUM" gekommen.
Das habe ich jahrelang nicht getan ,weil mir eine Yogalehrerin davon
abgeraten hat.Inzwischen kann ich selbst herausfinden,was gut
für mich ist.
Ich habe eine Sprossenwand montieren lassen und an diese Wand
gestützt stehe ich jeden Tag ungefähr maximal 30 Sekunden auf den
Händen.
Ich brauche immer 2-3 Anläufe bis ich "stehe" und es sieht sicher nicht
besonders cool aus, eher so wie die obige Zeichnung ,aber das gross-
artige Glücksgefühl hat mich süchtig gemacht.
Ich vermute mal,ähnlich wie unter der eiskalten Dusche schüttet mein
Körper Endorphine aus,wenn ich im Handstand stehe.
Das empfinden nicht viele Menschen so wie ich und deshalb erzähle
ich es normalerweise nicht.
Ich habe ähnlich wie bei der "Heldenstellung " im Yoga das Gefühl,
dass mich eine starke Energie durchflutet wenn alles umgedreht ist
und gleichzeitig habe ich auch für ein paar Sekunden einen anderen
Blickwinkel,manche Idee und mancher Gedankenblitz ist mir im
"ANDERSRUM" gekommen.
Montag, 7. Mai 2018
Eine Ode an Clara...
Clara war Sportstudentin und jobbte letzten Sommer als
Bedienung in unserem Biergarten,bevor sie ihren Abschluss
machte und einen richtigen Job fand.
Clara ist absolut perfekt.Mit ihren 184 cm Körpergrösse
(obwohl sie wie alle grossen Frauen immer behauptete,
175cm groß zu sein-maximal) überragte sie auch die meisten
männlichen Gäste und wenn wir uns darüber beklagten ,
dass wir die schweren Tabletts treppauf treppab in den
Biergarten befördern mussten, so war das für sie höchstens eine
kleine sportliche Übung, zum Warmwerden, maximal.
So unverwüstlich wie ihr kräftiger Körper, war auch ihre
Freundlichkeit gegenüber den oft nervigen Gästen.
Einmal hat sie mir allerdings, ungewollt, einen gewaltigen
Schrecken eingejagt:
Ihren kräftigen Körper habe ich schon erwähnt.
Aber unglaublich kräftig ,praktisch überdimensional riesig
ist ihr Hinterteil.
An diesem Samstag arbeitete sie schon im Biergarten,als
ich dazu kam.
Sie trug ein schwarzes Top,eine haut-oder rosefarbene
Leggins und die schwarze Serviceschürze.
Ich hatte meine Brille nicht auf und für mich sah es so aus,
als hätte sie gar keine Hose an.
Es verschlug mir die Sprache und ich brachte nur krächzend
heraus:
"Um Himmelswillen, Clara, warum????...."
Aber da war ich schon nah genug dran, um zu sehen,dass sie
sehr wohl eine Hose anhatte, eine hautfarbene halt..
Sie drehte sich um und lachte mich mit ihrer unverwüstlichen
Freundlichkeit an und sagte:
"Was ist los Chefin? Alles in Ordnung..?"
Clara war Sportstudentin und jobbte letzten Sommer als
Bedienung in unserem Biergarten,bevor sie ihren Abschluss
machte und einen richtigen Job fand.
Clara ist absolut perfekt.Mit ihren 184 cm Körpergrösse
(obwohl sie wie alle grossen Frauen immer behauptete,
175cm groß zu sein-maximal) überragte sie auch die meisten
männlichen Gäste und wenn wir uns darüber beklagten ,
dass wir die schweren Tabletts treppauf treppab in den
Biergarten befördern mussten, so war das für sie höchstens eine
kleine sportliche Übung, zum Warmwerden, maximal.
So unverwüstlich wie ihr kräftiger Körper, war auch ihre
Freundlichkeit gegenüber den oft nervigen Gästen.
Einmal hat sie mir allerdings, ungewollt, einen gewaltigen
Schrecken eingejagt:
Ihren kräftigen Körper habe ich schon erwähnt.
Aber unglaublich kräftig ,praktisch überdimensional riesig
ist ihr Hinterteil.
An diesem Samstag arbeitete sie schon im Biergarten,als
ich dazu kam.
Sie trug ein schwarzes Top,eine haut-oder rosefarbene
Leggins und die schwarze Serviceschürze.
Ich hatte meine Brille nicht auf und für mich sah es so aus,
als hätte sie gar keine Hose an.
Es verschlug mir die Sprache und ich brachte nur krächzend
heraus:
"Um Himmelswillen, Clara, warum????...."
Aber da war ich schon nah genug dran, um zu sehen,dass sie
sehr wohl eine Hose anhatte, eine hautfarbene halt..
Sie drehte sich um und lachte mich mit ihrer unverwüstlichen
Freundlichkeit an und sagte:
"Was ist los Chefin? Alles in Ordnung..?"
Montag, 23. April 2018
Richtig blöd an der Gastronomie(bezw. unserem Gastro-Projekt)
finde ich, dass ich immer dann frei habe,wenn andere arbeiten..
und immer dann arbeiten muss, wenn andere ein Fest machen.
So störte mich heute morgen als ich aussschlafen wollte ,das
laute Geräusch des Laubföhns auf unserem Dorfplatz (früher
gab es Besen,die waren lautlos und die Gemeindearbeiter hatten
gleich ein kleines Fitnesstraining...) und als ich später in bester
Freizeitlaune auf ein Schwätzchen bei der Schwester vorbei
schaute, musste sie ständig an ihr Geschäfts- Telefon und
bereitete nebenbei ein Essen für ihre Familie zu.
Ich musste aufpassen,dass ich ihr nicht im Weg rumstand
und kam mir ein bisschen störend vor.
Zu Geburtstagen oder Grillfesten, die samstags stattfinden, werde
ich schon gar nicht mehr eingeladen und ich bin richtig froh,
dass es ein paar wenige Freunde gibt,die uns so gerne dabei
haben wollen, dass sie Treffen und Feste auf Montagabend oder
Dienstagabend legen, denn da kann ich immer.
finde ich, dass ich immer dann frei habe,wenn andere arbeiten..
und immer dann arbeiten muss, wenn andere ein Fest machen.
So störte mich heute morgen als ich aussschlafen wollte ,das
laute Geräusch des Laubföhns auf unserem Dorfplatz (früher
gab es Besen,die waren lautlos und die Gemeindearbeiter hatten
gleich ein kleines Fitnesstraining...) und als ich später in bester
Freizeitlaune auf ein Schwätzchen bei der Schwester vorbei
schaute, musste sie ständig an ihr Geschäfts- Telefon und
bereitete nebenbei ein Essen für ihre Familie zu.
Ich musste aufpassen,dass ich ihr nicht im Weg rumstand
und kam mir ein bisschen störend vor.
Zu Geburtstagen oder Grillfesten, die samstags stattfinden, werde
ich schon gar nicht mehr eingeladen und ich bin richtig froh,
dass es ein paar wenige Freunde gibt,die uns so gerne dabei
haben wollen, dass sie Treffen und Feste auf Montagabend oder
Dienstagabend legen, denn da kann ich immer.
Donnerstag, 19. April 2018
Sonntagmorgens sitzt eine wohlbeleibte ältere Dame allein im
Biergarten
Ihre teuren Klamotten zeugen von Geschmack und Wohlstand.
Sie blickt schmachtend in Richtung Gastraum,da wo sich unsere
kleine Kunstausstellung befindet.
Sie winkt mich her."Eine sehr beeindruckende Ausstellung"säuselt
sie.(das ist gelogen, die Bilder sind diesmal unterdurchschnittlich)
"sagen Sie mal, wie rekrutieren sie denn Ihre Künstlerinnen?"
...natürlich weiss ich längst Bescheid aber ich quäle sie ein bißchen
und frage scheinheilig: "Warum fragen Sie? Kennen Sie vielleicht
jemanden,der bei uns ausstellen möchte"
"Ja! " ruft sie begeistert,dass das Gespräch in die richtige Richtung
kommt "JA! MICH!"
"Wissen Sie,ich male sehr gut ...und auch sehr viel...das ganze Haus ist
voll..ich habe keinen Platz mehr,ich muss die Bilder dringend ausstellen"
Jetzt bin ich froh,sie an meine "Kuratorinnen "verweisen zu können.
Die werden sie vertrösten.
Es gibt eine lange Warteliste.
Und ich habe mir den Namen geben lassen und die Künstlerin ge-
googelt.Die Bilder sind so langweilig wie vermutet.
seufz! so viele Bilder,so viele Künstlerinnen,die unbedingt ausstellen
und am Besten auch noch ihre Bilder verkaufen würden..
Anstrengend sind diese Damen...allerdings habe ich einen ganz guten
Weg gefunden,sie zu meinen Gästen und guten Kundinnen zu machen
denn sie sind alle wohlhabend
Biergarten
Ihre teuren Klamotten zeugen von Geschmack und Wohlstand.
Sie blickt schmachtend in Richtung Gastraum,da wo sich unsere
kleine Kunstausstellung befindet.
Sie winkt mich her."Eine sehr beeindruckende Ausstellung"säuselt
sie.(das ist gelogen, die Bilder sind diesmal unterdurchschnittlich)
"sagen Sie mal, wie rekrutieren sie denn Ihre Künstlerinnen?"
...natürlich weiss ich längst Bescheid aber ich quäle sie ein bißchen
und frage scheinheilig: "Warum fragen Sie? Kennen Sie vielleicht
jemanden,der bei uns ausstellen möchte"
"Ja! " ruft sie begeistert,dass das Gespräch in die richtige Richtung
kommt "JA! MICH!"
"Wissen Sie,ich male sehr gut ...und auch sehr viel...das ganze Haus ist
voll..ich habe keinen Platz mehr,ich muss die Bilder dringend ausstellen"
Jetzt bin ich froh,sie an meine "Kuratorinnen "verweisen zu können.
Die werden sie vertrösten.
Es gibt eine lange Warteliste.
Und ich habe mir den Namen geben lassen und die Künstlerin ge-
googelt.Die Bilder sind so langweilig wie vermutet.
seufz! so viele Bilder,so viele Künstlerinnen,die unbedingt ausstellen
und am Besten auch noch ihre Bilder verkaufen würden..
Anstrengend sind diese Damen...allerdings habe ich einen ganz guten
Weg gefunden,sie zu meinen Gästen und guten Kundinnen zu machen
denn sie sind alle wohlhabend
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