Also gestern hab ich mir zwei Sachen geleistet:erstens hab ich die Tür zum Futterraum offen gelassen so dass Zimtsternchen einen ganzen Heuballen verwüsten und fressen konnte, soviel er wollte.
Und warum soviel schwachsinnige Umnachtung?
Weil ich nach längerer Abstinenz aus Wut über meinen Ehemann zwei ganze Flaschen Bier auf einmal getrunken hatte.
Er hat das Essen aufgetragen und dabei wegen einer Kleinigkeit- wie ich fand- einen nimmer endenwollenden Streit,eine Schmährede vom Stapel gelassen.
Verdammt nochmal!
Es hätte doch auch ein netter Abend werden können- nur mit uns beiden allein daheim- mal ausnahmsweise.
Manche Leute tun Kerzen auf den Tisch segnen das Essen und wünschen sich einen guten Appetit- und er?
Schimpft ,beleidigt und kritisiert während er sich das Essen reinstopft.
Immer wieder erstaunlich ,dass Männer ihre Grundbedürfnisse wie Essen,Trinken ,Sex auch befriedigen können, wenn die Stimmung beschissen ist.
Ich jedenfalls nicht!
23 Kommentare:
ESSEN kann ich allerdings auch nicht, wenn ich wütend bin ;) und immer, wenn mich die Wut so richtig gallebitter weißglühend hatte, blüht mir am Tag danach ein Herpes mitten auf der Unterlippe.
Aber wenn aus einer Kleinigkeit ein Riesenstreit wird - ist das nicht eher das ganze Fass an Unausgesprochenem, dass durch einen winzigen Tropfen zum Überlaufen gebracht worden ist?
Hi, sag mal kvinna du willst damit doch nicht sagen,dass du SEX haben kannst wenn du zornig bist;D !?
Freilich liegt hinter so einer Kleinigkeit als Auslöser immer ein Hintergrund.
In diesem Fall wusste ich auch was es war:er hat sich geärgert weil ich es mir in der Badewanne gemütlich gemacht hatte während er kochte.
Das hat mich aber doppelt aufgeregt,weil ich ihn VORHER fragte ob es o.k. ist oder ob ich ihm in der Küche helfen soll.
Ich versuche ihm beizubringen, es vorher zu sagen wenn ihm was nicht passt.Seit über zwanzig Jahren!!!
Lg,Stela
Na, dann viel Spaß damit weiterhin in den nächsten 20 Jahren. Der Rabe - unverbesserlich
Unverbesserlicher Rabe, ich werde nicht aufgeben!
Du weißt ja,die Hoffnung stirbt zuletzt!
Hmpf. Ich denke, auch die Kochen/Baden-Aufteilung ist nur die Spitze des Eisberges. Aber natürlich kann ich mich irren. Und ich kriege und kriege nicht in Worte, warum das, was Anuja da andeutet, mir niemals ein Grund wäre, aufzugeben. Ohne all' diese Reibungspunkte wäre das Leben schmerzfreier - aber nur noch eine halbe Sache.
Doppelt gemoppelt hält zwar besser - trotzdem hab' ich einen von zwei gleichen Kommentaren gelöscht. ;)
Ich find, Sex nach Krach hat was. Manchmal mehr als tausend Worte. Aber natürlich gibts ziemliche qualitative Unterschiede bei Krächen, wenns an die Grundfesten geht, wirds schwierig :(
Sex wärend Krach is' 'was Eigenes...
hm...
wenn man's ausdiskutiert hat, oder zumindest ansatzweise, is doch okay. dann kann man dem Herrn immer noch auf der Matratze zeigen, was ne Harke ist, hehehehe!!!
Aber kommt wirklich auf die Art und Weise des Krachs an
Nein Sex geht ohne harmonische Stimmung bei mir GAR NICHT.
Der Krach muss nicht nur erledigt sondern verdaut sein.
Bei mir bleibt da sonst eine sehr ekelhafte Energie zurück.
Das hat mir schon oft ein neues Problem beschert:wenn Sex-Versöhnungsversuche von mir verschmäht wurden war das dann "Liebesentzug als Bestrafung" und ich ein "nachtragender Mensch".
Einmal drüber schlafen bringt mich fast immer in eine gelassenere Situation.Es ist als würde die Verarbetung im Schlaf stattfinden.
Stela
Also, Sex-Versöhnungsversuche find ich Kappes. Und das Argument "Liebesentzug als Bestrafung" einfach nur lächerlich, vom "nachtragend" mal ganz zu schweigen.
...
ich glaube, den Mann würde ich persönlich in Elementarteile zerlegen. Zum Glück ist jeder Mensch anders.
Ich wünsche dir für zukünftige Situationen einen dicken Haufen Gelassenheit. Lass es nicht an dich rankommen, das gibt Narben.
Wäre ich gehässig, was ich ja nicht bin (nur manchmal mit dem Finger in der Wunder pulend..), würde ich sagen: Männer können gar nicht anders diskutieren, als mit solchen Haudrauf-Argumenten. Es fehlt ihnen das geistige Material für feinstoffliche Grundsatzdiskussionen.
;-)))
Kvinna - Es geht nicht um Schmerzfreiheit, aber um sinnlose Energieverschwendung.
Wenn ich bereits seit 20 Jahren vergeblich versucht habe, einen anderen Menschen zu ändern, ist es an der Zeit zu begreifen, daß man nur einen einzigen Menschen auf dem Planeten ändern kann (ein einziger Tag, an dem ich jemand anderen ändern will, ist schon zuviel!). Der andere ist immer nur der Indikator für das, was ich an mir selbst ändern kann. Nicht mehr. Nicht weniger.
Sinnlose (Macht-)Kämpfe werden hier wohl mit echter Lebendigkeit verwechselt.
Dem Himmel sei Dank, daß die zahlreichen und furchtbaren Machtkämpfe der Vergangenheit schon lange her sind!
Auf einen Geliebten, der seine Energie daran setzt, mich (nach seinem Gusto) zu ändern, verzichte ich mit Freuden. Der Rabe übrigens auch. Wir wollen nämlich nur das Beste. Anuja
Hm. Knifflige Sache, das. Frau kann Mann nicht ändern und umgekehrt auch nicht.
Also lernen beide Teile am besten, mit den gegenseitigen Unebenheiten zu leben.
Entweder durch gallebitteres Herunterschlucken und Hinnehmen - oder durch funkensprühendes, krachendes An-Einander-Reiben.
Beide Wege erfordern eines auf jeden Fall:
Kräftezehrendes AUS-HALTEN!
Fragt sich, was kräftezehrendes Aushalten genau mit einer Liebesbeziehung zu tun haben soll.
Natürlich, das Wort halten hast du hervorgehoben, gibt es viele, die sich in ihrem Leben solcherart Halt geben - wenigstens auf den ständigen Streit und Kampf kann man sich verlassen.
Als Luftwesen bevorzuge ich eher den freien Fall, bis es wieder genug Aufwind gibt. Habe schon zuviel Lebenszeit mit aus-halten verplempert.
Nichts für ungut an alle Be-Ziehen-den, Anuja und der andere Vogel
Es kann nicht gehen, wenn die Beziehung NUR NOCH aus Aushalten besteht. Muss ich DAS wirklich dazuschreiben??
Aber NUR Harmonie gibt es eben auch nicht. Frei von Beziehungsschmerzen kann nur der sein, der Beziehungsfrei lebt.
Das ist mit allem so. NUR Schokolade gibt's nirgendwo.
Und jetzt erzähl' mir, dass du sowieso keine Schokolade magst, Anuja. ;)
Ich glaube, bei sowas gibt es kein richtig und kein falsch.
DAs muss jede(r) für sich selbst entscheiden.
ich für MICH habe entschieden: ich muss mir das nicht mehr geben. Nie mehr. Mein Kiltträger ist die Liebenswürdigkeit in Person, aber nach einer Woche auf engstem Raum regt der mich nur noch auf.
Weder will ich an ihm rumerziehen (ich bin doch nicht seine Mama) noch möchte ich, dass an mir rumerzogen wird.
Ich möchte das nicht für mich!
Ich hoffe nur, dass er nie, niemals auf die Idee kommt, mir einen Antrag zu machen. Dem ersten bin ich schon elegant ausgewichen.
Es bleibt jedem selbst überlassen, ob und wie sich das Zusammenleben gestaltet.
M.E. KANN man keinen Menschen ändern. Das wäre ja dann auch wie die Geschichte mit dem Herrn K.
Es ist einfach verschwendete Zeit.
Bei einer früheren Freundin habe ich mir das etliche Jahre angesehen, stellenweise wirklich hardcore mit Psychoterror und Erniedrigungen. Unfassbar.
Die Freundschaft ist darüber zerbrochen, was ich bedauer. Aber es endete damit, dass ich für ihre Unzufriedenheit herhalten musste, wenn sie sich ihr Mütchen kühlte.
Es hat auch keinen Sinn, jemandem zu erklären und ggf. mit triftigen Argumenten darauf hinzuweisen, dass besagte Person auf dem Holzweg ist.
Jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen. In einer Freundschaft kann man dann höchstens da sein, um die Freundin, den Freund wieder auf die Füße zu stellen,wenn die Einsicht wie ein Vorschlaghammer daher kommt.
Hm, so habe ich meiner bohrenden Freundin auch mal erklärt, dass unsere Freundschaft nicht nur daraus bestehen kann, dass wir uns gegenseitig unser Leid klagen. Sicher kann das MAL helfen, aber erstens muss jede selbst auf die richtige Lösung kommen und zweitens besteht das Leben auch noch aus andern Dingen...
Hui,Danke für die reichlichen Kommentare!!!!
Interessant finde ich ,dass die
Argumentationsebene je nach Lebenssituation eine ganz unterschiedliche zu sein scheint: wer sich wie z.B. kvinna und ich für ein Lebensprojekt mit komplett verwobenen
Beziehungsfäden entschieden hat (bei mir extrem:
Ehe ,Familie,Geschäft und Hof)
scheint kompromißfähiger und -williger im Umgang mit den Höhen und Tiefen partnerschaftlicher Problematik zu sein.....
...dass ich gerade eher an einem Tiefpunkt angekommen bin, scheint "zwischen den Zeilen" herauszukommen..
übrigens: ich werde auch nie aufhören den Sinn dieser meiner Beziehungsverwebungen in Frage zu stellen- und ich empfinde große Bewunderung für alle Einzelkämpferinnen bezw.unabhängigen Frauen,auch wenn das momentan nicht mein Weg ist.
LG,Stela
Hi Stela,
mir schwant folgendes zumindest zu meiner Unabhängigkeit:
Ich hätte es schlicht nicht im Kreuz, mich auch noch um einen festen Partner zu kümmern, bzw. die Reibereien, die eine Partnerschaft mit sich bringt. Das Leben ist mir allein oft schon hart genug.
Ich fühl mich jedesmal, trotz Abschiedswehmut, vor allem befreit, wenn ein zu eng gewordenes Techtel wieder rum ist.
Es ist eine Tatsache, dass Dir niemand unerbittlicher den Spiegel vorhält als der intime Partner und das erfordert schon AUSHALTEN, wie Kvinna sagt.
Ich seh das aber nicht negativ sondern als ein Zeichen von Stärke - die ich nicht habe. Interessant und zum Kern der Angelegenheit gehend wirds ja immer dann, wenn Flucht und Ablenkung nicht möglich sind - diese beiden Türen stehen uns Singles ständig offen und wir machen natürlich Gebrauch davon. Ich werd wahnsinnig, wenn ich nicht meine Ruhe haben kann oder meinen Auslauf wenn ich das brauch. Ich will mir die mir angenehmen Spiegelbilder raussuchen und mir die andern nicht antun.
Schaut aus wie Freiheit, ist aber ein gerüttelt Mass Feigheit dabei, zumindest bei mir.
Grossartig übrigens, wie sich die Blondinchen Gschicht aufgelöst hat! (Wir haben ja damals telefoniert, als sie teuer operiert werden musste)
Und schön, mal ein Portrait von ihr zu sehen.
Das mit den "schwierigen" Pferden, die sich problemlos von einem jungen Mädel reiten lassen, das das Pferd liebt, hab ich schon öfter erlebt. War auch selber schon so ein Mädel :)
Gruss, Sam!
Hi Sam,
das kann ich mir lebhaft vorstellen,dass du so ein Pferdemädchen warst/bist und find`s wiedermal schade,dass solche Begabungen nicht wenigstens manchmal ausgelebt werden.
Also wenn du mal Lust hast und in die Nähe kommst-ein Pferd hab ich immer übrig...
Grüsse,Stela
Hm, ich habe noch einmal über die ganze Argumentation nachgedacht, wie es so meine Art ist.
Was sich da für mich 'rauskristallisiert: die Verwobenen und die Beziehungslosen sind gleichermaßen feige - nur in verschiedenen Lebensbereichen.
Will heißen: wer sich der Gefahr aussetzt, jemanden so nah an sich heranzulassen, dass er einem mehr wehtun kann, als irgendjemand sonst, ist einfach zu feige, sein Leben allein zu meistern.
Und wer sich der Welt ganz allein stellt, ist zu feige für die unangenehmen Wahrheiten einer Beziehung.
Bleibt sich also unterm Strich gleich.
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