Der Sohn ist aus Japan zurückgekommen,hat fertiges Sushi mitgebracht und uns gezeigt wie es mit Stäbchen gegessen wird.
Ich war erstaunt,dass es so einfach geht(das mit den Stäbchen).
Er konnte sich dort schon mal mit seinen zukünftigen japanischen Lehrern ,der Universität und den Kameraden im Dosho (der Karatetrainingsgruppe) anfreunden und schaut seinem mehrjärigen Japanaufenthalt jetzt ganz unverzagt entgegen.
Wir genießen die Familienzeit bis dahin wie die letzten Tage im Paradies.
Die Katzentante feiert am Wochenende ihren siebzigsten Geburtstag und ich hab ihr ein Katzenbild gemalt.
Eigentlich hat Dane,meine jüngste Schwester angeboten,uns zwei anderen abzuholen ,so dass wir gemeinsam eine schöne Fahrt zur Tante an den Brombeersee machen könnten(der heißt in Wirklichkeit Brombachtalstausee glaub ich).
Aber das war Nilla,der Komplizierten, zu einfach.
Sie will nicht vier Stunden meinetwegen hinten übers Gäu gondeln, nicht die Stadtmauer von Nördlingen sehen und auch in Wassertrüdingen keine Kinder beim Schlittschuhlaufen beobachten, nein, sie will fatzratz über die Autobahn dorthin und ich soll, wenn ich mit will irgendwo mit dem Zug hinfahren und dann zusteigen.
Jetzt bin ich gespannt, wie die beiden sich einigen,ich würde auch sehr gern den ganzen Weg alleine mit dem Zug zur Tante fahren.
10 Kommentare:
Hallo Stela,
das ist ein wunderschönes Bild!!
Jetzt mußt Du nur noch die Geschichte
dazu erzählen....
Gruß,Anne
Ich musste spontan an Rosina Wachtmeister denken als ich Deinen neuen Header sah...
Es gefällt mir, wie Du langsam eine Galerie draus machst!
War das Sushi echt noch geniessbar nach dem Flug??!
Donnerwetter!
Schön dass es Euch gutgeht,
weiterhin einen guten Magen und
Grüsse an alle!
Huhu Sam,
die Rosina Wachtmeister mag ich sehr und danke für das Kompliment!
Mit dem Malen ist's wie mitm Fotografieren-je mehr ich mache,desto öfter kommt was raus was mich befriedigt ,freut.
und bei diesem Wetter brauch ich
FARBEN.
Das Sushi war auf jeden Fall sehr lecker.Ist sowieso meine Geschmachsrichtung,Fisch und Reis und alles leicht,ich mag ja nicht so schweres Zeug im Bauch.
Der Sohn sagt,die würden das Essen in einer abartigen Geschwindigkeit runterschlingen.
Auch liebe Grüsse
Stela
@Anne,danke für die Blumen.
Was für eine GESCHICHTE meinst du eigentlich?
LG,Stela
hallo stela,
ich finde dein bild sehr schön. die katzenarchenoah. ist deine tante eine katzenfrau?
liebe grüsse
ingrid
Hm, ich find', "Reisen" hat keine Qualität, wenn's nicht auch mit "Schauen" zusammenhängt, oder?
Eine meiner Lehrerinnen in der Schule machte nach jahrzehntelangem Zugfahren dann doch den Führerschein und litt von da an darunter, auf den Verkehr achten zu müssen, statt, von A nach B reisend, einem Graureiher nachblicken zu können.
Und für mich erinnern deine kleinen weißen Katzen an eine poetische Version von Ali-Mitgutsch-Bildern. So!
...die Geschichte mit der Katzenburg,die Du immer wieder erzählt hast!
:) Anne
Hallo Ingrid,
die Katzentante ist die jüngere Schwester meiner verstorbenen Mutter.
Sie war schon immer meine Lieblingstante,fast wie eine ältere Schwester für mich.
Sie kann stundenlang AUF der Fensterbank sitzen und hinaus gucken
wie eine Katze,bewegt ihren zarten Körper leis und geschmeidig und hat so eine ruhige Art,dich anzusehen...
Nach dreissigjähriger Ehe mit einem irren Choleriker hat sie vor zehn Jahren endlich ihr Paradies gefunden:ihre beiden Söhne,meine Cousins,haben mit ihren Familien ein riesiges L-förmiges Landhaus gebaut und ihr eine schöne Wohnung
genau in der Mitte eingerichtet.
Dort lebt sie jetzt mit ihrem Hund und hat extra einen Fensterplatz mit einem riesigen korbartigen Liegemöbel ausgestattet und da liegt sie echt selbst drin-ohne Scheiss-und guckt zum Fenster hinaus.
Morgen besuch ich sie.
Stela
Hallo Kvinna,
ja reisen ist für mich auch am schönsten,wenn ich zum Fenster rausgucken kann.
Autofahren fordert fast meine ganze Konzentration,ich unterhalte mich nicht mal gern,wenn ich selbst fahre,deswegen plaziere ich mich wenn
andere Fahrer dabei sind immer gerne auf dem Beifahrersitz.
Meine Problemschwester wollte mich tatsächlich für irgendeinen Frust bestrafen,indem sie sagte,sie wolle nicht,dass ich von der anderen Schwester abgeholt würde.
Jetzt wo sie merkt,dass Zugfahrt keine Strafe für mich ist, kann ich doch im Auto mitfahren.
Schon stressig manchmal für mich,diese frustrierte Schwester!Sie hat ja nicht mal selbst einen "Lustgewinn"
wenn es ihr doch wieder gelungen ist Unfrieden zu stiften.
Ali Mitgutsch musst' ich erst googeln,aber du hast recht,seine farbigen Wimmelbilder könnten mir
durchaus als Vorlage dienen.
Auch KINDERbücher,ich lebe auch mein kindliches Wesen aus(sagen meine erwachsenen Kinder)!
Liebe Grüsse ,Stela
Ach ja Anne,die Geschichte:
vor ganz vielen Jahren,war ich mit einer Freundin in einem alten Renault R4kombi mit winziger Liegefläche hinten drin im eisigen Januar von Paris Richtung Bordeaux
unterwegs.Irgendwann stand an einer Abzeigung"Le Mont St Michel" wir folgten dem Schild ohne irgendeine Vorstellung zu haben was "Le Mont St.Michel" denn nun für eine Burg sein sollte.Folgten sechzig Kilometer auf windigen Strässchen durch die finsterste Nacht einfach immer diesem Schild.
Irgendwann endete die Strasse und wir waren direkt am Meer.
Le Mont St.Michel ,die mittelalterliche Burgfestung lag im Mondlicht direkt vor nur mit einem Steg mit dem Land verbunden.
Wir stellten das Auto am Strand ab und liefen hinüber zur Burg.
Dort war kein Mensch zu sehen und nur ganz vereinzelt brannte überhauptirgendwo ein Licht.
Aber überall waren Katzen,in allen Größen,auf Mauern,in Türeingängen,
auf Fensterbänken und alle waren schneeweiß.
Wir sind noch eine ganze Weile auf
dieser Festung rumgelaufen und haben wie im Traum diese Katzen angeschaut,vereinzelt ließen sie sich auch streicheln.
Dann haben wir uns leise ins Auto in die Schlafsäcke verkrümmelt und sind am Morgen weitergefahren bevor es hell wurde um die Verzauberung der Nacht nicht zu verlieren.
so eine schöne geschichte! danke.
Kommentar veröffentlichen