Freitag, 20. März 2009

schreckliche Nacht mit Mann und Katze.Der Mann hatte Herzbeschwerden und das benötigte Medikament war nicht im Hause.
Er duldete nicht,dass ich fortging,um es zu holen.
Ein Arzt kommt bei uns sowieso nicht ins Haus.
So wachte ich fast die ganze Nacht neben seinem Bett.
Angst und Horror.Was kann ich tun,was soll ich tun.
Am Morgen schien uns die aufgehende Sonne durchs Ostfenster mitten ins Gesicht,er ist noch schwach,aber es geht ihm besser.
Das Medikament ist jetzt wieder im Hause.
Leider hat er die wohlüberlegte Bitte der Tochter,er möge uns einen Notfallplan vorbereiten,(weil er in diesem Zustand ja nicht mehr zurechnungsfähig ist)zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus gehen lassen.

Das arme Miezle aber wird wahrscheinlich sterben müssen.
Sie hat den Rest der Arznei aufgefressen,die für die Hüftschmerzen der älteren Hündin bestimmt war.
Da war noch ziemlich viel davon übrig,weil es bei dem Hund sehr gut angeschlagen hat und ich es gleich wieder abgesetzt hatte.
Für Katzen nicht geeignet und jetzt hundertfach überdosiert.
Ich will jetzt nicht rechtfertigen,dass Medikamente in unserem Haus fahrlässig herumliegen.
Allerdings hätte die Tierärztin mir sagen müssen,dass dieses umstrittene Medikament mit einem unwiderstehlichen Lockstoff versehen ist und deshalb nur in verschließbaren Behältern aufbewahrt werden darf- und nicht in dem Plastiktütchen,in dem sie es mir gegeben hat.
Beide Kinder kümmern sich jetzt rührend.Die Tierärztin hat Spezialnahrung mitgegeben ,die das Kätzchen eingeflößt bekommt,heute mittag soll sie wieder Spritzen etc. in der Praxis bekommen.
Ich gebe nicht viel auf das Können und Wissen von Tierärtzen im allgemeinen und noch weniger auf die Fähigkeiten dieser speziellen Tierärztin.
Aber ich halte mich jetzt da raus.Ich unterstütze den Versuch von Tochter und Sohn, das Kätzchen zu retten,auch wenn ich selbst nicht daran glaube.
Ansonsten wünsch ich mir auch ganz dringend einen Wendestein,wie ihn die Ingrid in Budweis entdeckt hat ich zitiere hier einen klugen Satz,mit dem sie mir vor ein paar Tagen im Kommentar geantwortet hat:
"manchmal gibts halt lebenskrisen, da dauerts länger, bis die dinge begriffen, ausgesessen und gelernt sind - und da sind die guten tage die wenigeren."

6 Kommentare:

waldviertelleben hat gesagt…

fühl dich umarmt.
ingrid

Stela hat gesagt…

Danke,Ingrid,das kann ich grad sehr gut gebrauchen!
Liebe Grüsse,Stela

mondin hat gesagt…

Grüss Dich, Stela !
Bist DU denn wieder einigermassen fit ?

LG aus dem Herbstanfang
Ursel

Stela hat gesagt…

Hallo Ursel!
Ja,ICH bin jetzt schon wieder einigermassen fit,das Knie muss ich nochmal untersuchen lassen,es neigt neuerdings zu schmerzhaften Blockaden,aber das ist das kleinste Problem.
Die anderen Herausforderungen sind heftiger: krank und depressiver Mann,
Sohn,der morgen für ganz lang nach Japan geht...
es wird ganz langsam Frühling hier,
das vergiftete Kätzchen ist auf dem Weg der Besserung aber immer noch sehr krank.
Einfach bißchen viel auf einmal.
Aber ich hab gelesen,dass du die
Motorradführerscheinprüfung geschafft hast und das freut mich voll.Motorradfahren ist Lebensfreude pur,genauso wie reiten für mich!!!
Liebe Grüsse Stela

mondin hat gesagt…

Liebe Stela,

hab Dank !!
Oh, ich kann es Dir nachfühlen mit dem depressiven Mann. Meiner hat auch eine Behandlung hinter sich und selbst mich hat es letztes Jahr erwischt.
Und wenn die Kinder aus dem Haus gehen, ist das sicher nicht einfach..
Unsere Katzen und ich grüssen Dich herzlich ;)

kvinna hat gesagt…

Naja, gehen ist das eine - aber gleich so weit weg! Andererseits - manche wohnen um die Ecke und brechen den Kontakt ab. Ich denk' an euch!