Dienstag, 21. September 2010

Ich träumte,meine Lieblingsschwägerin hätte am Telefon geweint,weil ich
jeglichen Kontakt-lieblos- zu ihr abgebrochen hätte.
Das stimmt so nicht.
Wahr ist vielmehr,dass ihr kürzlich in einer ausführlichen Mail darlegte,
dass ich die abscheulichen Streiteren,die sie und ihr Ehemann jedesmal
vor aller Augen inszenieren und zelebrieren und die dann,wenn wieder Frieden
ist, spurlos aus unserer Erinnerung gelöscht sein sollen (war doch nix!!!),
nicht mehr ertragen kann,und deshalb nicht wünsche,dass sie diesen Herbst
wie sonst üblich, in unserem Quartier in Italien auftauchen
(wo wir geschäftlich zu tun haben und ein paar Tage Erholung dranhängen.)
Glaubt mir,es war nicht einfach,das auf den Punkt zu bringen,nach jahrelanger
Qual, sozusagen.
Obwohl ich nicht auf den Mund gefallen bin,wähle ich in solchen Angelegenheiten
die schriftliche Form.
Es ist leichter,die Gedanken und Worte zu sortieren und ich werde nicht durch
die Reaktion meiner Zuhörerin(Fragen,Rechtfertigung...Schweigen)
davon abgebracht,das zu sagen,was gesagt werden muss.
Trotzdem hat mich die ganze Sache ziemlich mitgenommen.

5 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Find ich voll krass!!!
Aber was meinst Du mit "jahrelange Qual"-ich verstehe nicht wieso Du nicht schon früher 'was gesagt oder geschrieben hast?!
Anne

Wildgans hat gesagt…

es hätte auch eine verhandlung sein können: wenn Ihr einverstanden seid, keinen zoff in unserer anwesenheit zu haben, könnt Ihr gerne kommen...wenn es nämlich sooo lange stillschweigend ausgehalten wurde, ist das mit eigenem anteil geschehen...wenn Du verstehst...

Stela hat gesagt…

@Anne:ich mein damit :seit langer Zeit steigern sich die Streitigkeiten zwischen den Beiden-an Häufigkeit und Heftigkeit.
Ich hab öfters ein Gespräch darüber begonnen und wurde aber sofort durch Erklärungen und Rechtfertigungen gestoppt.In den Sommerferien war die Schwägerinnenfamilie wieder angereist(sie wohnen normalerweise 600km von hier)und es gab einen sehr häßlichen Eklat bei dem der Schwager (der ein Alkoholproblem hat)aus einer Witzellaune heraus plötzlich aggressiv und beleidigend gegen mich wurde.
Es war so peinlich,dass die Schwägerin die versammelte Familie heim schickte.Sie meldete sich erst,nachdem ich eine SMS geschrieben hatte"lass uns reden"
wieder bei mir.Aber sie tat, als wäre nichts vorgefallen und fing
kurz danach an darüber zu reden,dass sie wie immer nach Italien kommen wollten.
da schrieb ich die Mail..

Stela hat gesagt…

@Sonja: das hab' ich mir auch überlegt.Ich hab' ihr auch nicht verboten nach Italien zu kommen,nur bedeutet,dass wir nach diesen Kravallen eine Weile nichts mit ihnen unternehmen wollen.
Ich habe(hatte?) eigentlich eine sehr enge und innige Beziehung zur Schwägerin und wir hatten viele tolle Unternehmungen,inspirierende Gespräche und Telefonate.
Allerdings ist sie eine ganz starke Persönlichkeit,Exmanagerin einer großen Firma, und absolut gewohnt,dass alle nach ihrer Pfeife tanzen.Sie würde nicht mit mir verhandeln wie sie sich zu benehmen haben,sie blendet einfach aus,dass es unerträglich für andere ist.
Und dass es wirklich so schlimm ist, hab ich selbst erst gemerkt. Sie war tief verletzt und geschockt,als ich es so ganz direkt aussprach.
Gänsehaut,als ich mir vorstellte,die würden "unverändert" bei uns auftauchen...nein ich brauch jetzt den Abstand für eine Weile!
Ich wünsch noch eine gute Nacht!
Stela

noschoko hat gesagt…

versteh ich voll und ganz! so wie du das beschreibst, ist das doch wirklich ein missbrauch der gastfreundschaft, sich da eine bühne für ungute eklats zu schaffen. familie hin oder her. noch dazu wenn sich die spirale des schreckens immer höher schraubt. klassisches alkoholdrama im übrigen und praktisch nur durch strikte abgrenzung = verweigerung des "mitspielens" zu stoppen.

lg ursula