Also es gibt Leute,die können mitten in der Nacht mit dem
Motorrad in einen Schneesturm fahren und andere, die das mitkriegen,
kämen nicht im Traum auf die Idee, besorgte Äusserungen wie
"pass bloss auf ,es ist bestimmt glatt,hui wie gefährlich .."oder
sowas loszulassen.
Und dann gibt es andere ,wie mich zum Beispiel,
die ziehen sich `ne warme Jacke an und wollen bloss mit den Hunden
rausgehen und da setzt es Ermahnungen und "wertvolle Tipps" wie zum
Beispiel:"sei vorsichtig es ist windig,da könnten Zweige runterfallen,
da hinten sind dicke Wolken,pass auf,dass du nicht in ein Gewitter
kommst"etc und das wohlgemerkt nicht nur von meinem Ehemann sondern
von Tochter,Sohn,Freundinnen und allen möglichen anderen Leuten.
Ich hatte sehr wenige Unfälle ,Verletzungen und gar keine Situationen
in meinem Leben wo mich irgendwer herausretten musste und ich bin im
Vergleich zu anderen Menschen auch nicht besonders ängstlich oder un-
selbstständig.
Warum ist das so? Hab ich so eine "hilfloses Schusselchen"-Ausstrahlung
dass ich meine Umwelt ständig zur Fürsorge und Bemutterung animiere?
Dieser Frage gehe ich grad grummelnd nach,weil meine Tochter mich
ermahnt hat, meinen aus Papierschnipseln selbstgebastelten Lampen-
schirm unbedingt so anzubringen ,dass er nicht Feuer fangen kann...
na prima,da wäre ich selbst nie drauf gekommen!
5 Kommentare:
Ich glaube, dass Menschen, die sich große Sorgen um andere machen, selber sehr ängstlich sind! Ist so meine Erfahrung!
Schön, dass Du hier wieder schreibst!
Herzliche Grüße,
Ulrike
Ich glaube auch, dass die Ursache für solche Empfehlungen nicht bei Dir liegt, sondern bei denen, die sie äußern.
Besuche ich bei richtigem Sauwetter meine Eltern, bringt es meine Mutter fertig, mich ernsthaft anzuweisen:"Komm' 'rein und mach' die Tür zu!" - meinem Vater fiele das niemals ein.
Wie gut, daß Du kein Kind mehr bist.
Habe mal so eine Mutter im gemeinsamen Urlaub mit mehreren Erwachsenen und Kindern erlebt - es war grauslich. Sie warnte und mahnte so lange, daß ich nur noch darauf gewartet habe, daß der kleine Junge sich endlich - aus Gehorsam quasi - auf die Schnauze legt.
Und: Du könntest auch einfach darauf hinweisen - daß die Betreffenden sich um sich kümmern sollen. Weil -Du kannst das ja schon. Liebe Grüße, Sati
mir gehts so, dass ich bei diesen ermanungen dann selber ängstlich werde. obwohl ich vorher gar keine angst verspürt hab! als kind rannte ich bei sturm und gewitter raus und fühlte mich frei wie ronja räubertochter … hm. das sollte ich mal wieder tun!
lg anne
Sehr sensible Menschen nehmen die Gefühle anderer auf. Aller 24 Stunden sich vorstellen, dass man mit violettem Licht ausgefüllt ist wirkt wahre Wunder. Außerdem habe ich den Kontakt mit solch überängstlichen Menschen (meist ältere Verwandte) abgebrochen.
So wandere ich voller Verzauberung, ohne Handy um Mitternacht durch den verschneiten Winterwald in tiefem Glück! Und wenn ich Angst habe, dann ist es meine! Schlotter und schüttel, und dann bin ich durch.
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