Ich räume das Haus aus,ich trage sein Inneres nach draussen.
Eine sehr anstrengende Arbeit,besonders bei dieser Hitze.
Es tut mir gut,die ganzen Sachen nochmal in die Hand nehmen zu können/müssen.
Während ich ausräume -raustrage- sortiere- wegwerfe- loslasse
kommen die Erinnerungen,Träume aber auch Entäuschungen und unerfüllte Erwartungen an die Zeit in diesem Haus,an das Leben in diesem Haus,in mir hoch.
Ich hab mich hingesetzt und diesen Gedankenfluss gebändigt,indem ich alles aufgeschrieben habe.
Zwei engbeschriebene Seiten in meiner runden Kringelschrift hat es gegeben,die Aneinanderreihung dieser Erlebnisse und Begebenheiten,die ich dort und damals noch erleben wollte und die nun nicht mehr stattfinden werden.
Schmerzliche Begegnung mit der eigenen Endlichkeit:
Wir haben nicht immer und ewig Zeit noch dies oder jenes zu tun!
Da mein lieber Mann in solchen Situationen ein großes Hindernis darstellt und ständig händeringend umherirrt und ruft:
"oh jeh,soviel Unrat,wie sollen wir das jemalsausräumen und fertigbringen...",hatte ich ihn gebeten die nächsten drei Wochen in den Urlaub zu fahren.
Aber "oh jeh,das geht ja gar nicht..ohne mich kriegt ihr das niemals hin.."
und so hat das Universum ihm eine sehr scheußliche Grippe schicken müssen,die ihn jetzt in seinem Bett festhält und mir und meiner unglaublich tatkräftigen Tochter den Weg freihält alles in Kisten zu packen und von den Mitarbeitern abholen zu lassen,Lastwagenfüllung um Lastwagenfüllung.
Unfassbar,was vier grosse Hamster innerhalb von achtzehn Jahren in einem Haus anzusammeln vermögen!!!
Mittwoch, 9. Juni 2010
Mittwoch, 2. Juni 2010
Das Haus ist verkauft.
Neun Monate nach den ersten ernsthaften Bemühungen hat das Waldhaus eine neue Besitzerfamilie gefunden!
Ein nettes Ehepaar"Mitvierziger" und seine liebreizenden Kinder, Sohn und Tochter werden es zukünftig beleben.
Sie bringen zwei Islandponies und eine alte Katze mit.
Ein Welpe soll dazukommen,der sich dann gleich an die drei vorhandenen Katzen gewöhnen kann.Überhaupt sind sie große Katzenfreunde: das kleine Mädchen hat sich auf einem mitgebrachten Notitzblock gleich die Namen und Eigenarten der drei kleinen Hauskobolde notiert.
Meo:gescheckter alter Kater.grantig.mag nicht so gern knuddeln.ihm tut öfter was weh.
Minki:graues Mädchen.lieb aber nervös und ängstlich.wird von den anderen verhauen.
Milou:ganz lieber roter Kater.mag knuddeln und rumtragen.ist lustig.fängt keine Mäuse
aber klaut die die Mäuse der anderen.
Vorsicht:alle drei Katzen klauen alles was herumliegt und stossen Milchtüten um, wenn was drin ist.
Da diese Leute auf unsere eigenen Inserate hin zu uns gefunden haben, sind die Maklerinnen Frau Frauenpower und die Platinblonde leer ausgegangen.
Da sie im Erfolgsfall mehr als zehntausend Euro kassiert hätten(von beiden Parteien zusammen) kann ich sogar verstehen,dass die Platinblonde noch einen allerletzten verzweifelten Versuch wagt und mir,während ich beim Notar sitze,noch ein "wahnsinnig interessantes Pärchen, das aufgrund einer seltenen Allergie gegen alles mögliche dringend eine Alleinlage sucht und ganz gewiss einen höheren Preis zahlen würde als die jetzigen Käufer",
allerwärmstens empfiehlt.
Tatsächlich schwirrte diese Familie von Anfang an um unser Haus herum.
Ich hatte sie allerdings als ernsthafte Interessenten bereits abgeschrieben,da sie
zunächst ihr Haus verkaufen mussten.Und das hat dann ganz "plötzlich und unerwartet"
geklappt und so kamen sie vor knapp zwei Wochen mit einem vernünftigen Kaufangebot auf uns zu.
Fast auf den Tag genau hat das übrigens so geklappt,wie die liebe Sam es mir horoskopmässig in Aussicht gestellt hatte!Großes Lob an dieser Stelle!
Da schien mein Leben monatelang unveränderlich,wie für immer betoniert und jetzt
muss ich-darf ich loslassen: mein rotes Schiff,meinen lieben Hund und das Waldhaus.
ALLES INNERHALB VON WENIGER ALS ZWEI WOCHEN!!!!!!
Neun Monate nach den ersten ernsthaften Bemühungen hat das Waldhaus eine neue Besitzerfamilie gefunden!
Ein nettes Ehepaar"Mitvierziger" und seine liebreizenden Kinder, Sohn und Tochter werden es zukünftig beleben.
Sie bringen zwei Islandponies und eine alte Katze mit.
Ein Welpe soll dazukommen,der sich dann gleich an die drei vorhandenen Katzen gewöhnen kann.Überhaupt sind sie große Katzenfreunde: das kleine Mädchen hat sich auf einem mitgebrachten Notitzblock gleich die Namen und Eigenarten der drei kleinen Hauskobolde notiert.
Meo:gescheckter alter Kater.grantig.mag nicht so gern knuddeln.ihm tut öfter was weh.
Minki:graues Mädchen.lieb aber nervös und ängstlich.wird von den anderen verhauen.
Milou:ganz lieber roter Kater.mag knuddeln und rumtragen.ist lustig.fängt keine Mäuse
aber klaut die die Mäuse der anderen.
Vorsicht:alle drei Katzen klauen alles was herumliegt und stossen Milchtüten um, wenn was drin ist.
Da diese Leute auf unsere eigenen Inserate hin zu uns gefunden haben, sind die Maklerinnen Frau Frauenpower und die Platinblonde leer ausgegangen.
Da sie im Erfolgsfall mehr als zehntausend Euro kassiert hätten(von beiden Parteien zusammen) kann ich sogar verstehen,dass die Platinblonde noch einen allerletzten verzweifelten Versuch wagt und mir,während ich beim Notar sitze,noch ein "wahnsinnig interessantes Pärchen, das aufgrund einer seltenen Allergie gegen alles mögliche dringend eine Alleinlage sucht und ganz gewiss einen höheren Preis zahlen würde als die jetzigen Käufer",
allerwärmstens empfiehlt.
Tatsächlich schwirrte diese Familie von Anfang an um unser Haus herum.
Ich hatte sie allerdings als ernsthafte Interessenten bereits abgeschrieben,da sie
zunächst ihr Haus verkaufen mussten.Und das hat dann ganz "plötzlich und unerwartet"
geklappt und so kamen sie vor knapp zwei Wochen mit einem vernünftigen Kaufangebot auf uns zu.
Fast auf den Tag genau hat das übrigens so geklappt,wie die liebe Sam es mir horoskopmässig in Aussicht gestellt hatte!Großes Lob an dieser Stelle!
Da schien mein Leben monatelang unveränderlich,wie für immer betoniert und jetzt
muss ich-darf ich loslassen: mein rotes Schiff,meinen lieben Hund und das Waldhaus.
ALLES INNERHALB VON WENIGER ALS ZWEI WOCHEN!!!!!!
Freitag, 28. Mai 2010
Bär ist tot.
Mein süßes, lustiges, immer gutgelauntes Hundchen musste gestern eingeschläfert
werden,weil ihre Lähmung so fortgeschritten ist,dass sie nicht mehr ohne unsere Hilfe
aufstehen oder laufen konnte.
Wie Gummi waren ihre dicken, einst so kraftvollen Tatzen geworden.
Es gibt Leute,die setzen so einen Hund noch für ein paar Monate in einen Rollwagen.Aber das wollten wir nicht.
Für ihre üblichen Touren durchs Unterholz wäre so ein Ding eh nicht geeignet gewesen.
Als ich sie gestern morgen aus dem Stall holte spürte ich sowas wie eine wissende Trauer aber auch Schmerz.
Sie konnte es nicht fassen,dass ihr Hinterteil so gar nicht mehr funktionierte.
Schade,sie ist nur neun Jahre alt geworden.
Man sagt mir ,das sei erstaunlich alt für einen so großen Hund.
Aber von einer Mischung aus mindestens sieben Rassen hätte ich mir eine längere Lebenszeit erhofft.
Und jammerschade,Wednesday ihre ältere und supergarstige Mutter hat sie überlebt.(Warum hat es nicht andersrum sein können??)
Seltsam,seit mehr als zwanzig Jahren hatte ich IMMER mindestens zwei Hunde.
Ich bin schon sehr traurig.
.
Mein süßes, lustiges, immer gutgelauntes Hundchen musste gestern eingeschläfert
werden,weil ihre Lähmung so fortgeschritten ist,dass sie nicht mehr ohne unsere Hilfe
aufstehen oder laufen konnte.
Wie Gummi waren ihre dicken, einst so kraftvollen Tatzen geworden.
Es gibt Leute,die setzen so einen Hund noch für ein paar Monate in einen Rollwagen.Aber das wollten wir nicht.
Für ihre üblichen Touren durchs Unterholz wäre so ein Ding eh nicht geeignet gewesen.
Als ich sie gestern morgen aus dem Stall holte spürte ich sowas wie eine wissende Trauer aber auch Schmerz.
Sie konnte es nicht fassen,dass ihr Hinterteil so gar nicht mehr funktionierte.
Schade,sie ist nur neun Jahre alt geworden.
Man sagt mir ,das sei erstaunlich alt für einen so großen Hund.
Aber von einer Mischung aus mindestens sieben Rassen hätte ich mir eine längere Lebenszeit erhofft.
Und jammerschade,Wednesday ihre ältere und supergarstige Mutter hat sie überlebt.(Warum hat es nicht andersrum sein können??)
Seltsam,seit mehr als zwanzig Jahren hatte ich IMMER mindestens zwei Hunde.
Ich bin schon sehr traurig.
.
Mittwoch, 26. Mai 2010
von Möchtegerneselzüchtern, Pseudokameltreibern , Walderemiten in Spe und sonstigen Stadtneurotikern handelt meine Gesellschaftsstudie "ein Haus im Wald verkaufen" an der ich momentan schreibe, um die auf meiner Lebensbühne vorgeführten Theaterstückchen festzuhalten und zu verarbeiten...
Tatsächlich hat sich was verändert,seit wir vor achtzehn Jahren unser vorheriges Haus verkauften(eine historische Wassermühle) und unser derzeitiges Haus kauften.
Damals kamen genau drei Interessenten und ein seltsames Paar hat die Mühle dann gekauft:
Er: braungebrutzelter siebzigjähriger Mountainbikefahrer (zu dieser Zeit noch eine Seltenheit),sie: eine vierzigjährige sehr spröde wirkende Bankmanagerin, die gar nicht aus Stuttgart wegziehen wollte.Die Story, sie wären ein Liebespaar, haben sie extra für uns erfunden.
Diese Mühle war meine Heimat,meine Liebe.
In der Stadt aufgewachsen,fühlte ich mich wie am Ende des Regenbogens angekommen, in der Erfüllung meiner Kindheitsträume vom Leben auf dem Lande.
Damals,Ende zwanzig.
Die Bitten meines Mannes,dass er nicht für den Rest seines Lebens der Diener eines
eines uralten renovierungsbedürftigen Hauses bleiben wollte, ignorierte ich zwei Jahre lang.Dann kündigte sich ein Sanierungsbedarf an,der unsere Möglichkeiten weit überstieg.
Viele Jahre hat mich die Vorstellung nicht losgelassen ich könnte irgendwann wenn ich "alt wäre und Geld hätte" wieder in dieses geliebte Mühlhaus ziehen.
Bis ich vor ca drei Jahren noch einmal unverhofft dort an der alten Mühle vorbeikam.
Das Anwesen hatte inzwischen den Besitzer gewechselt.
Offensichtlich bewohnte es jetzt eine Familie,mit Kindern und Pferden,die es verstanden, Haus und Hof so in Schuss zu halten,wie ich es mir nur nur hatte
erträumen können.
Erst bei diesem Anblick konnte ich die alte Mühle loslassen.Jetzt, wo ich wusste,dass das Haus seine Bewohner gefunden hat.
Aber ich bin abgeschweift.Eigentlich wollte ich von dem Edelhippie berichten,der das
Waldhaus zuletzt besichtigt hat:Langer Zopf und freakiges Batikhemd, aber mit einem
sehr teuren Mercedes Wohnmobil dahergefahren kommen.
Er sagte verschwörerisch, das Geld läge bereit und er würde nur zum Vergnügen arbeiten-nicht wegen dem Verdienen,das hätte er nicht nötig.Unser Haus hat seiner Meinung nach nur einen Fehler:man kann die Sonne nicht im Westen untergehen sehen,weil dort ein Berg ist.
Der Sonnenaufgang und die Morgensonne können das nicht ausgleichen.Leider.
Weil er den Garten sehr bezaubernd fand bekam er sogar noch selbstgemachte Maultaschen von uns serviert.
Ich bin trotzdem guter Dinge,dass es ganz bald was wird:eine andere Familie,von Anfang an interessiert, hat inzwischen ihr eigenes Haus verkauft und neue Verhandlungen begonnen.(Leider nicht die entzückende Pferdephysiotherapeutin)
Tatsächlich hat sich was verändert,seit wir vor achtzehn Jahren unser vorheriges Haus verkauften(eine historische Wassermühle) und unser derzeitiges Haus kauften.
Damals kamen genau drei Interessenten und ein seltsames Paar hat die Mühle dann gekauft:
Er: braungebrutzelter siebzigjähriger Mountainbikefahrer (zu dieser Zeit noch eine Seltenheit),sie: eine vierzigjährige sehr spröde wirkende Bankmanagerin, die gar nicht aus Stuttgart wegziehen wollte.Die Story, sie wären ein Liebespaar, haben sie extra für uns erfunden.
Diese Mühle war meine Heimat,meine Liebe.
In der Stadt aufgewachsen,fühlte ich mich wie am Ende des Regenbogens angekommen, in der Erfüllung meiner Kindheitsträume vom Leben auf dem Lande.
Damals,Ende zwanzig.
Die Bitten meines Mannes,dass er nicht für den Rest seines Lebens der Diener eines
eines uralten renovierungsbedürftigen Hauses bleiben wollte, ignorierte ich zwei Jahre lang.Dann kündigte sich ein Sanierungsbedarf an,der unsere Möglichkeiten weit überstieg.
Viele Jahre hat mich die Vorstellung nicht losgelassen ich könnte irgendwann wenn ich "alt wäre und Geld hätte" wieder in dieses geliebte Mühlhaus ziehen.
Bis ich vor ca drei Jahren noch einmal unverhofft dort an der alten Mühle vorbeikam.
Das Anwesen hatte inzwischen den Besitzer gewechselt.
Offensichtlich bewohnte es jetzt eine Familie,mit Kindern und Pferden,die es verstanden, Haus und Hof so in Schuss zu halten,wie ich es mir nur nur hatte
erträumen können.
Erst bei diesem Anblick konnte ich die alte Mühle loslassen.Jetzt, wo ich wusste,dass das Haus seine Bewohner gefunden hat.
Aber ich bin abgeschweift.Eigentlich wollte ich von dem Edelhippie berichten,der das
Waldhaus zuletzt besichtigt hat:Langer Zopf und freakiges Batikhemd, aber mit einem
sehr teuren Mercedes Wohnmobil dahergefahren kommen.
Er sagte verschwörerisch, das Geld läge bereit und er würde nur zum Vergnügen arbeiten-nicht wegen dem Verdienen,das hätte er nicht nötig.Unser Haus hat seiner Meinung nach nur einen Fehler:man kann die Sonne nicht im Westen untergehen sehen,weil dort ein Berg ist.
Der Sonnenaufgang und die Morgensonne können das nicht ausgleichen.Leider.
Weil er den Garten sehr bezaubernd fand bekam er sogar noch selbstgemachte Maultaschen von uns serviert.
Ich bin trotzdem guter Dinge,dass es ganz bald was wird:eine andere Familie,von Anfang an interessiert, hat inzwischen ihr eigenes Haus verkauft und neue Verhandlungen begonnen.(Leider nicht die entzückende Pferdephysiotherapeutin)
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