Heute Nachtt konnte ich meinen Flickr-Account wieder öffnen.
Zum ersten Mal seit Jahren.
Grosse Freude!!!
Ich brauche das manchmal , um mir darüber klar zu werden,dass die letzten
Jahre (mit dem Abenteuerer,als die Kinder noch zuhause wohnten, als ich
noch Steinmetzin war ,als ich noch im Wald wohnte....)
.....dass dieses Leben ein ganz anderes aber auch sehr schönes buntes
und erfülltes Leben war.
In meinem neuen Leben hat jetzt der Frühling zugeschlagen,mit aller
Wucht.
Alles was Beine hat oder Räder kommt nach draussen, in unser kleines
Gasthaus mitten in den Obstbaumwiesen.
Enttäuschte Gäste,die keinen Platz mehr auf unserer Terrassse finden,
führen sich auf wie kleine Kinder.
Schimpfen ,mit dem Fuss aufstampfen(echt!) ...gehts noch?
Unser Konto, während des Winterurlaubes in ein tiefes Soll gefallen ,
erholt sich ganz langsam wieder.
Noch ein paar so Sonnen -Wochenenden und ich kann sogar wieder
anfangen, etwas zur Seite zu legen.
Die Arbeit macht mir grossen Spass.Hätte nie gedacht,dass Gastronomie
"was für mich ist" und bin jetzt doch so glücklich.
Das Beste ist, dass ich die Wirtin bin und den Laden nach meinen Vor-
stellungen und Wünschen gestalten kann.
Immer wenn ich mit einer Situation unzufrieden bin, sag ich mir
selbst, dass ich es selbstHand habe,diese Situation zu ändern.
Ich bin dankbar,diese Erfahrung im "reifen Alter " noch machen zu dürfen.
Nicht nur beruflich,auch privat.
Mit meinem neuen Schatz erfahre ich zum ersten Mal ,wie gut eine
Partnerschaft auch sein kann.
Wenn Menschen sich lieben, sich achten, aufeinander eingehen,
sich gegenseitig unterstützen kann das wunderbar sein und jeden dazu
befähigen,ein nie erahntes Potential zu erfahren.Manchmal habe ich Power
ohne Ende,ein richtiger Glücksrausch ist das..
Mittwoch, 11. April 2018
Dienstag, 10. Mai 2016
Vor vielen Jahren hatte ich einen Crepesstand in der Fussgängerzone
einer Kleinstadt auf der Schwäbischen Alb.
Den Teigbekam ich in grossen Alu-Milchkannen geliefert von einer
kleinen uralten Bäckerei um die Ecke.
Es war eine altmodische Bäckerei mit grossen geschwungenen
Glasvitrinen ,die heute unbezahlbar sind.
Direkt angegliedert war ein kleines dunkles Cafe mit schweren
Plüschsesseln und verzierten Holztischchen vollgestopft mit Nippes.
Es saßen immer einige Damen mit ulkigen Kopfbedeckungen und
edlen Kostümen an den Tischen und vereinzelt auch mal der eine
oder andere Herr mit Anzug und Kravatte.
Die Chefin des Ganzen war die Bäckerin.
Eine ältere Dame (Mitte fünfzig,so alt wie ich jetzt...!!) voluminös
und würdevoll im dunklen Tupfenkleid über das sie eine tadellos
weisse Spitzenschürze zum Servieren trug.
Das Cafe und den Laden schmiss sie alleine, in der Backstube
arbeitete ihr Mann,der Bäckermeister mit einem Gesellen.
Es funktionierte einige Jahre sehr gut.
Ich bestellte den Teig und holte ihn in der Bäckerei ab,manchmal
war da Zeit für ein kurzes Schwätzchen.
Die Grande Dame hatte immer wieder einen Tipp oder eine Auf-
munterung für mich blutige Anfängerin parat und ich machte Augen
und Ohren auf um möglichst viel zu lernen.
Einmal sah sie traurig aus und sagte: "Wir geben die Bäckerei
und das Cafe auf.
Das Gebäude soll abgerissen werden.Und vielleicht ist es auch
besser für uns,meinen Mann und mich,wenn wir eine geregelte
Anstellung annehmen, mit Achtstunden-Tag und Urlaub und
sowas,auf unsere alten Tage..."
Dann war die Bäckerei zu und ich sah sie ein halbes Jahr später
zufällig wieder ,als Verkäuferin in der Dessous-Abteilung
eines Kaufhauses.
Ich hab sie nicht gleich erkannt,aber sie mich.
Sie stürtze sich fast auf mich und unter Tränen sprach sie vom
grössten Fehler ihres Lebens.
Das Angestelltendasein gefiel ihr überhaupt nicht.
Es war bereits der zweite Job im Kaufhaus und sie hatte überhaupt
nur einen bekommen, weil der Käufer des Bäckerei-Gebäudes
das mit dem Chef des Kaufhauses ausgehandelt hatte.
Die jüngeren Verkäuferinnen mobbten sie und der Chef hatte ihr
zu einer Diät und einem Schmink-Kurs geraten.
Ihrem Ehemann erging es ähnlich :er kam ebenfalls nicht mit den
jungen Kollegen zurecht und hätte gerne auf etwas mehr Freizeit
gepfiffen,wenn er nur seine Backstube dafür wieder hätte zurück
bekommen können.
"Wir waren unser Leben lang die Chefs in unserem eigenen Laden..
und wir waren einfach wer...das hätten wir nicht aufgeben sollen.."
ich hab damals irgendwas bei ihr gekauft in der Dessousabteilung
und bin schnell wieder verschwunden.
Besonders tragisch fand ich ,dass das alte Bäckereigebäude noch
ACHT Jahre dort stand,bevor es tatsächlich abgeerissen wurde,
das hätte den beiden noch bis zur Rente naus'gereicht,wenn sie
sich nicht hätten vertreiben lassen...
Als mir diese Geschichte kürzlich wieder in den Sinn kam kündigte
ich bei meinem lieben Schwager und stürze mich seither voll in mein
neues Projekt: mein kleines Gasthaus,das ich mit meinem neuen
Liebling,der Koch ist, mit Feuereifer betreibe.
Denn ,wer wie ich fast ein Leben lang sein eigener Chef war,der taugt
nicht mehr für ein Angestelltendasein...
einer Kleinstadt auf der Schwäbischen Alb.
Den Teigbekam ich in grossen Alu-Milchkannen geliefert von einer
kleinen uralten Bäckerei um die Ecke.
Es war eine altmodische Bäckerei mit grossen geschwungenen
Glasvitrinen ,die heute unbezahlbar sind.
Direkt angegliedert war ein kleines dunkles Cafe mit schweren
Plüschsesseln und verzierten Holztischchen vollgestopft mit Nippes.
Es saßen immer einige Damen mit ulkigen Kopfbedeckungen und
edlen Kostümen an den Tischen und vereinzelt auch mal der eine
oder andere Herr mit Anzug und Kravatte.
Die Chefin des Ganzen war die Bäckerin.
Eine ältere Dame (Mitte fünfzig,so alt wie ich jetzt...!!) voluminös
und würdevoll im dunklen Tupfenkleid über das sie eine tadellos
weisse Spitzenschürze zum Servieren trug.
Das Cafe und den Laden schmiss sie alleine, in der Backstube
arbeitete ihr Mann,der Bäckermeister mit einem Gesellen.
Es funktionierte einige Jahre sehr gut.
Ich bestellte den Teig und holte ihn in der Bäckerei ab,manchmal
war da Zeit für ein kurzes Schwätzchen.
Die Grande Dame hatte immer wieder einen Tipp oder eine Auf-
munterung für mich blutige Anfängerin parat und ich machte Augen
und Ohren auf um möglichst viel zu lernen.
Einmal sah sie traurig aus und sagte: "Wir geben die Bäckerei
und das Cafe auf.
Das Gebäude soll abgerissen werden.Und vielleicht ist es auch
besser für uns,meinen Mann und mich,wenn wir eine geregelte
Anstellung annehmen, mit Achtstunden-Tag und Urlaub und
sowas,auf unsere alten Tage..."
Dann war die Bäckerei zu und ich sah sie ein halbes Jahr später
zufällig wieder ,als Verkäuferin in der Dessous-Abteilung
eines Kaufhauses.
Ich hab sie nicht gleich erkannt,aber sie mich.
Sie stürtze sich fast auf mich und unter Tränen sprach sie vom
grössten Fehler ihres Lebens.
Das Angestelltendasein gefiel ihr überhaupt nicht.
Es war bereits der zweite Job im Kaufhaus und sie hatte überhaupt
nur einen bekommen, weil der Käufer des Bäckerei-Gebäudes
das mit dem Chef des Kaufhauses ausgehandelt hatte.
Die jüngeren Verkäuferinnen mobbten sie und der Chef hatte ihr
zu einer Diät und einem Schmink-Kurs geraten.
Ihrem Ehemann erging es ähnlich :er kam ebenfalls nicht mit den
jungen Kollegen zurecht und hätte gerne auf etwas mehr Freizeit
gepfiffen,wenn er nur seine Backstube dafür wieder hätte zurück
bekommen können.
"Wir waren unser Leben lang die Chefs in unserem eigenen Laden..
und wir waren einfach wer...das hätten wir nicht aufgeben sollen.."
ich hab damals irgendwas bei ihr gekauft in der Dessousabteilung
und bin schnell wieder verschwunden.
Besonders tragisch fand ich ,dass das alte Bäckereigebäude noch
ACHT Jahre dort stand,bevor es tatsächlich abgeerissen wurde,
das hätte den beiden noch bis zur Rente naus'gereicht,wenn sie
sich nicht hätten vertreiben lassen...
Als mir diese Geschichte kürzlich wieder in den Sinn kam kündigte
ich bei meinem lieben Schwager und stürze mich seither voll in mein
neues Projekt: mein kleines Gasthaus,das ich mit meinem neuen
Liebling,der Koch ist, mit Feuereifer betreibe.
Denn ,wer wie ich fast ein Leben lang sein eigener Chef war,der taugt
nicht mehr für ein Angestelltendasein...
Donnerstag, 24. März 2016
mein schwager ist der beste!
gestern hat er mir klar gemacht dass autofahren nicht zu meinen besonderen begabungen gehört und dass ich zukünftig nicht mehr mit seinem kleinen lieferwagen ware ausfahren werde.
und heute teilte er mir mit ,dass auch meine verkäuferinnentätigkeit im betriebseigenen laden nicht gerade berauschend sei."du bist irgendwie verträumt.die anderen frauen stehen nicht wie du im laden rum sondern packen nebenbei die regale voll und richten auch noch einen auftrag"
verloren in meinen träumen?in meiner kleinen welt und nach meiner eigenen
einschätzung hab ich das alles ganz prima gemacht-war emsig und freundlich mit den kunden, hab hilfsbereit ware zum auto getragen und sie in fachlichen dingen gut beraten. trotzdem scheinbar nicht genug ...insofern war dieses gespräch schon eine unangenehme überraschung.
jetzt soll ich in die abpackerei ,da kann man wirklich nichts falsch machen...
und warum mein schwager der beste ist?
weil er sowas auf eine ehrliche direkte und freundliche art auf den punkt brungt,ohne dabei verletzend oder gemein zu werden.
ich muss jetzt damit klar kommen ,dass man den mir entgegengebrachten vertrauens-vorschuss beim arbeiten wieder zurückgenommen hat.und ich frag mich ob es mich trifft ,als mittelmässige verkäuferin und autofahrerin erkannt worden zu sein???
ich taumle verträumt und gedankenverloren zwischen den regalen ...
Mittwoch, 3. Februar 2016
die erwähnung eines boxdingsbettes (???)bei wildgans erinnert mich daran, wie der abenteuerer einst ,ich glaub zu einem runden hochzeitstag ein wasserbett im sonderangebot für uns erworben hat(es ging ja die legende,dass der sex darin ganz besonders toll sein soll...)
sonderangebote haben bekanntlich ihre
haken,so auch dieses.
das bett war nicht verfügbar und musste bestellt werden.
zum vereinbarten liefertermin fehlten ein paar wichtige teile..
die dann auch am folgenden montag nicht eintrafen und auch nicht die woche
darauf.
der abenteurer wurde fuchsteufelswild.
daheim.
er schwelgte in wüsten fantasien,was er
diesem angestellten des möbelhauses antun wollte,FALLS die teile nächste woche wieder nicht da sein sollten..
dieser schnarchzapfen wird wünschen ,
er wäre nie geboren worden, so lasse ich nicht mit mir umspringen, sein bläuestes
wunder wird er erleben...!!!
ich bin eigentlich keine freundin von zornesfantasien.. aber diese fürchterlichen drohungen hatten mich neugierig gemacht und ich ging das nächste mal mit ins möbelhaus.
nein,die teile seien leider nicht mitgekommen, sagte der angestellte freundlich.
erwartungsvoll sah ich den abenteurer an.
der zuckte nur mit den schultern und antwortete ebenso freundlich:na dann vielleicht nächste woche...?!
die enttäuschung hat mir die sprache ver-schlagen.so ein theater daheim...und dann gar nix....
irgendwann kamen die teile dann tatsächlich.
das bett wurde aufgebaut und mit wasser befüllt, wobei der alte dielenboden im schlafzimmer bedenklich knarrte, und die integrierte heizung brachte es auf angenehme 36 grad.
jetzt kam der 2.haken des sonderangebotes zum vorschein:
das bett war ein billiges einkammer-modell.
das bedeutet, der schwerere von den beiden schläfern ,also der abenteuerer schlief in einer tiefen kuhle,während ich oben,quasi auf dem kamm der welle lag.
mir hat es sehr gut gefallen-ihm leider gar nicht und so wurde das bett nach wenigen experimenten mit weniger und mehr befüllung (was ja eigentlich unlogisch ist) abgelassen auseinandergebaut und in unser grosses lager unnützer anschaffungen verbannt.
Dienstag, 2. Februar 2016
mein schönes vielgeliebtes abenteuerauto (ich weiss nicht ob es moralisch einwandfrei ist,bei einem auto von liebe zu reden..)macht von
zuhause aus ärger: es tropft so viel öl raus,dass es zukünftig nur noch mit einem grossen katzenklo samt katzenstreu unter dem motor abgestellt werden darf.
dieses katzenklo ist ständig mitzuführen und die streu zu wechseln und als sondermüll zu entsorgen...das hab ich heute von dem besitzer des parkplatzes ,auf dem ich es hauptsächlich abstelle, zu hören bekommen.
ausserdem säuft es 16l/100km und darf nicht in innenstädte ,die grüne umweltplaketten verlangen(die sind hier im süden sehr zahlreich)
das kerlchen gehört halt in die wüste,auf lange trails, da war es schon so oft und da will es wieder hin...ich denke an eine trennung...
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