Freitag, 28. September 2007



Urlaubsbilder...

26.9.7

Dreieinhalb Tage nur radfahren ,essen trinken schlafen und schwimmen –gefühlter Urlaub von mindestens einer Woche….

Heut seh ich mich schon wieder treppauf, treppab wetzen, da was hintragen,hier was fortnehmen; ich bewege mich wie in einem zu schnell laufenden Film, so sinnlos-wie ein Eichhörnchen!!!! tausend Sachen muss ich erledigen ,tausend Kleinigkeiten nur.

Der Sohn wollte einen Flug gebucht haben ich nahm den falschen Flughafen, dem Liebsten hab ich neue Arbeitshemden bestellt-leider in der falschen Größe, die kann ich jetzt umtauschen,eine gestern weggeschickte Rechnung kam heute zurück,weil der Kunde die Preiserhöhung nicht akzeptierte,das riesige sperrige Paket,das ich mühsam in die Werkstatt zerrte war gar nicht für mich bestimmt und so geht`s grad weiter…


Dienstag, 18. September 2007

Durchhänger. Aus gegebenem Anlass (ich sitze grad im Kummerkäfig)suche ich nach dem Türchen,das sich öffnet.
Mein Konto ist inzwischen auf ein abartiges Tief gesunken,wäre dieser aberwitzige Kontokorrent nicht vor sehr langer Zeit vereinbart worden ,würde ich bestimmt kein Konto heutzutage so weit überziehen dürfen….was vielleicht auch gar nicht schlecht wäre….

Schlimm finde ich ,dass ich momentan nur vermuten kann, wohin all dieses Geld geflossen ist,denn eigentlich haben wir wesentlich niederere Fixkosten als in den Jahren davor.Ich vermute, dass die hohen Schiffskosten und die Nachzahlungen aus fetteren Jahren ,die ich dieses Jahr fünfstellig schultern musste, diese hohen Ausgaben verursacht haben.Schlimm ist auch,dass ich mit niemandem darüber reden kann.Mein Liebster würde mir mit den Depressionen ,die er beim Thema Geld und Schulden sofort kriegt nur noch mehr Stress machen.
Ich setze mich also wieder mal hin und rechne alle Einkünfte,die noch ausstehen zusammen.Und siehe da ,wenn meine Kunden alles bezahlt haben, ist das Konto auch wieder eben.Muss nur Geduld haben. Und weiter wuseln.Noch ein paar Aufträge einsammeln vorm Winter.
Leider hab ich mich finanziell in Gefilde begeben wo die monatlichen Unkosten so hoch sind-immer noch,dass einfach große Mengen Geldes fließen müssen.
Da nutzt es gar nix mal ne Weile lang nur Kartoffeln zu kochen oder abends noch ein paar Stunden an der Tankstelle zu jobben(wie früher)-das wären nur Tropfen auf den heißen Stein die wirkungslos verzischen würden.

Freitag, 14. September 2007

14.9.7

Segne die Gegenwart
Vertrau auf dich selbst
Erwarte das Beste

Danke,Anuja,das hab ich mir jetzt an die Wand gepinnt.

Das Wetter ist heute sommerlich warm und sehr sonnig.

Ich tauche zusätzlich zu meinem Ritt in den Morgen in der Mittagspause nochmal ab“ in den Urlaub“-etwas Energie sammeln für das dritte Wochenende in Folge,das ich im Geschäft verbringen werden muss.
Der Mittagsurlaub besteht aus einer klitzekleinen Radtour in meine unbekannte Nachbarschaft.Ich trinke einen Milchkaffe an der Dorfstrasse ,steige dann mit meinem Fahrrad steil den Gastberg hoch,bewundere die unbekannte Dorfansicht von hinten ,staune über den hohen Laubwald oben auf der Bergkuppe, freue mich an der Einsamkeit und Stille, beobachte ein Eichhörnchen und zwei streitende Bussarde.
Leider kehre ich von diesem Ausflug kein bißchen gerner in mein Büro zurück!
Wünsch mir grad nix mehr, als einfach mal ein Wochenende frei zu haben und nix tun zu müssen.
Die neuerlichen Geldsorgen und Fremdforderungen hab ich mal aus meinem Blickfeld geschoben.
Immer wenn ich bisher Geld verloren habe,ist auch wieder eins gekommen.Auch scheint der „Forderer“ kein Unmensch zu sein-es wird sich sicherlich eine Lösung finden lassen.

Mittwoch, 12. September 2007

12.9.07

Leider hab ich heut schon wieder ganz andere Sorgen,als ich mir`s gestern noch erträumen konnte: aus meinen Schiffsgeschichten,die ich ja abgeschlossen glaubte, ist nun doch noch eine verspätete aber womöglich rechtlich durchsetzbare Forderung bei uns eingegangen.
Da überkommen mich Gefühle von Ohnmacht und Zorn:WAAS, schon wieder Hab ich eine Einladung an das Universum ausgesprochen,dass alle, die da Geld brauchen sich bei mir bedienen sollen???
nichtschlafen,stechen in der Brust und Rechtsanwaltanrufen(-diesmal werd ich mich nicht auf mein moralisches Empfinden verlassen sondern erstmal fragen wie ich rechtlich dran bin.)
Diese Summe wird mir das Genick auch nicht brechen, aber es FRISST MICH an.
Irgendwann muss auch mal Schluss sein mit der Zahlerei!
Alles, was ich im Frühjahr erwirtschaftet habe,der ganze „Schuldenabbau“ ist durch diese blödsinnigen Schiffsgeschichten wieder zunichte gemacht worden!
Das ist bitter!!
Und natürlich fang ich wieder von vorne an, mich zu fragen was für eine lebensfremde Traumtänzerin ich da eigentlich bin.
Andere Leute schauen sich die Sachen erstmal genau an ,die sie gekauft haben –egal was ausgemacht ist- und wenn`s nicht der Beschreibung entspricht,dann zahlen sie ganz einfach nicht.Fertig...holen sich notfalls Rechtsbeistand um aus so`nem Vertrag wieder rauszukommen.
Und ich? Keine Ahnung,welcher Teufel mich reitet,dass ich sofort,arglos größere Summen abdrücke,als hätte ich`s über- ohne überhaupt zu hinterfragen und zu kontrollieren, ob die Sache in Ordnung ist,einfach bloss weil es "abgemacht" war und weil die Leute so „nett“waren.
Es ist diese „coole Art“,mit der ich mein Leben bisher regierte:dies und das nicht so verbissen sehen,mich über die eine oder andere Verordnung und den einen oder anderen Termin hinwegsetzen, dieses oder jenes zu verschlampern und dafür mit ganz viel Hingabe Vertrauen und Freundlichkeit mit den Menschen umgehen und auf diese Art auch manchen Patzer wieder ausbügeln.
Es hat bisher immer so funktioniert.Vielleicht wäre ich reicher und erfolgreicher
geworden,wenn ich mich korrekter, mißtrauischer und egoistischer verhalten hätte.
Bis vor kurzem hatte ich den Eindruck ich komme so klar.
Aber inzwischen hat sich eine Woge von Problemen über mir zusammengebraut- alles Folgen meiner Gutgläubigkeit oder vielleicht auch der Unfähigkeit, mir meine Rechte auch im privaten Bereich klar zu machen und auch dafür einzustehen-auch wenn das enttäuschend „unnett“ auf andere wirkt …

Dienstag, 11. September 2007

11.9.07

Hinten draußen in der tiefen Klinge,da wo die Wiesen in einen hohen Laubwald übergehen, der rechts und links steil und felsig ansteigt, ist ein kleiner Fischweiher mit smaragdgrünem Wasser.
Das Wasser kommt direkt aus dem Berg und ergießt sich über ein steinernes Rohr in den Weiher.Immer wieder wird der rostige Zaun,der dieses Grundstück umgibt an einer Stelle aufgeschnitten oder niedergedrückt:ein heimliches Bad in diesem eiskalten Teich scheint nicht nur für mich sehr verlockend zu sein. Ich hab diesen Teich oft mit dem Fahrrad besucht oder bin mit Zimtsternchen dort hingeritten.So einen Weiher für mich zu haben ist ein Wunsch, der so ungeheuerlich und unerfüllbar zugleich erschien,dass er sich nicht wirklich an die Oberfläche meines Bewußtseins getraute….wie schade!
Gestern hat mir ein Bekannter aus dem Dorf erzählt,dass der Besitzer diesen Teich erst kürzlich an den Anglerverein vom Nachbardorf verpachtet hat(wusste gar nicht ,dass es in völlig wasserlosen Albdörfern Anglervereine gibt…)
So ein Mist! Jetzt werden diese häßlich lauten Dunkelgrüngestiefelten ,Fischerhüte auf dem Kopf,Bierflasche in der einen und Angel in der anderen Hand, ihr Unwesen dort treiben….
Ich hätt nur da drin baden wollen,wenns warm ist und bei Mondschein.
Die Fische hätte ich in Ruhe gelassen,hätt` wegen mir der Reiher holen können.
Was die jetzt wohl mit dem Fischreiher vor haben oder gegen ihn ?- nicht auszudenken…bestimmt werden sie den Zaun erneuern und erhöhen,ich trau mich gar nicht mehr dorthin.
Dieser Traum erschien mir völlig absurd,dabei war er so greifbar nah!

Montag, 10. September 2007

10.9.7

Heute ist VORBEI-Tag: der Russlandbesuch ist vorbei,zwei gräßliche Verkaufs-Wochenenden mit leider viel zu wenigen Besuchern im Geschäft sind vorbei- und vorbei sind auch die Schulferien.. und ich glaub der Sommer ist auch vorbei.

Die Tochter wird nicht mehr mitten in der Nacht irgendwo abgeholt werden wollen sondern sich hoffentlich wieder zuverlässig an Haus-und Stallarbeit beteiligen…

Heute morgen hatten wir gleich einen chaotischen Start: der Schlüssel des kleinen Autos fehlte ,ich musste schnell das große nehmen um den Schulbus noch zu kriegen.
Leider hatte ich keine Zeit, den angehängten Hundehänger abzukoppeln und so bin ich mit diesem rumpelnden Ding hintendran über Berge und Täler gehetzt,an der dritten Haltestelle hatten wir den verdammten Bus dann endlich eingefangen ,ich fand eine geeignete Stelle zum Wenden und rumpelte erstmal wieder nach Hause.

Ich hab eine geschickte Art gefunden meinen Webblock möglichst wenig aufwändig zu führen:morgens schreib ich ja immer WILD die Morgenseiten.
Untertags kommt die überarbeitete Version in mein Tagebuch auf dem PC.Bisher schrieb ich dazu auch noch extra im Webblog.
Bisschen aufwändig das Ganze und hat mich auch nicht so befriedigt,denn:
ich will meine Erlebnisse LAUFEND ins Weltnetz hinausposaunen, will, daß die da lesen ständig dabei sind bei meinen Alltagserlebnissen und nicht erst wenn`s mir mal wieder zu einem „richtigen Post“ gereicht hat.Deshalb schnappe ich neuerdings die Einträge im PC-Tagebuch und kopiere sie unverblümt in den Blog.
So sind es jetzt weniger die „Sternstunden“ als vielmehr der „Alltag“ der hier
neuerdings zu Wort kommt.

Sonntag, 9. September 2007

9.9.07

Ich hätte es mir gleich denken können,dass diese süßen russischen Austauschschülerinnen mit ihren schicken Bauchfrei-Outfits lieber schoppen gehen würden, als mit der Pfadfindergruppe zum zelten wo`s mal wieder nass und eklig war.

Fast alle klagten über diverse Leiden, als sie herausbekamen,dass es für Notfälle
Schlafplätze in einem beheizten Gebäude gab.Als die Pfadfinderinnen sich weigerten, mit ihnen in ein Einkaufszentrum zu fahren, nahmen sie ganz pragmatisch mit dem nächsten Aldi vorlieb.

Geschlagende zwei Stunden haben sie anscheinend dort herumgestöbert.

Außer diversen Aldi-Textilien kauften sie Unmengen Schachteln von Hakle feuchtem Klopapier, anscheinend ein sehr begehrtes Kulturgut und in Russland nicht erhältlich.
Unsere Mädchen berichteten erstaunt, sie würden Hakle feucht praktisch für ALLES benutzen…ein Wundermittel sozusagen.

Gestern war der Abschiedsabend. Die ganze Gruppe hat wunderbar gesungen ,total schöne russische Lieder und dann haben alle herzzerreißend geweint.

Nach einigen weniger erfreulichen Besuchen von Gastschülerinnen war es jetzt mit diesen Russinnen so überraschend schön,es hat ihnen einfach alles Spass gemacht.Sie haben so eine wunderbare Art sich zu freuen und zu lachen und jede Situation auf geniale Art zu improvisieren.