Dienstag, 27. Januar 2009

Ich hatte mir schon ein paar Tage RUHE gewünscht.
Nicht ins Geschäft müssen,nicht den Ofen füttern aber DAS hatte ich mir nicht gewünscht:
Jetzt bin ich doch tatsächlich beim Holzholen rückwärts über einen Scheit gestolpert und-ihr ahnt es schon zumx-ten mal auf mein armes Knie gestürzt.
Es hat mich trotz Knieschiene böser erwischt als die letzten male:Das Knie ist dick und heiß,jede Bewegung schmerzt,innerhalb von Sekunden bin ich von der überaktiven Koboldin in zu einer hilfebedürftigen Invalidin mutiert!
Keinen Schritt ohne meine Krücken,die ich glücklicherweise immer im Haus habe.
Jetzt warte ich auf die Magnetfeldtherapie und andere Wunderheilungen meines Mannes und hoffe,dass mich mein Sohn zum Stall hinfährt,ich möchte wenigstens einen kurzen Besuch bei Zimtsternchen machen!
Es ist schrecklich ,aber irgendwie auch lustig diese Erfahrung:ich kann tatsächlich überhaupt nix machen.
Haushalt,Hunde ausführen,Ofen füttern,sogar die Kundenberatung
musste mein Mann gestern für mich machen.
Allerdings hab ich's jetzt bis an meinen großen unordentlichen Schreibtisch geschafft
und festgestellt,Büroarbeit,die kann ich auch machen.Wie schön! :(

Montag, 26. Januar 2009


...fast übernatürlichen Haarwuchs kann ich feststellen-und bin mehr als glücklich darüber.Einige von Euch erinnern sich noch,dass mir vor gut zwei Jahren plötzlich,innerhalb von Tagen fast alle Haare bis auf ein paar Strähnchen ausgefallen sind.
Schreck,Schock,Schwerenot!
Und das mir,die ich immer schon ein bißchen "Haarfetischistin" bin und sogar den Ehemann jahrelang genötigt hatte, mit taillenlangen Haaren rumzulaufen...
Das Schlimmste war überstanden,als ich nach vier Wochen feststellte,dass die Haare wieder nachwachsen werden,als ich zigtausende von winzigen Haarstoppeln auf meinem Kopf entdeckte.Da ich "alles Mögliche" anstellte kann ich nicht sicher sagen warum sie ausgefallen sind und auch nicht sicher warum sie wieder gewachsen sind.
Mein Tipp ist immer noch: die Hormonspirale wars,die ich zur Verhütung hatte einsetzen lassen und die ich dann sofort entfernen ließ-obwohl die Frauenärztin heftig dementierte!
Jedenfalls sind sie jetzt zum Ausgleich für diesen Schock ganz unglaublich gewachsen,so dick und so voll wie noch nie zuvor.
Ich bin sehr dankbar dafür.

Donnerstag, 22. Januar 2009



Japanische Süßigkeiten und Sonnenaufgang mit Minki verzaubern mir den Tag

Mittwoch, 21. Januar 2009


Bilder von der kleinen Reise.
Das oben ist der Ipf in Bopfingen.Ein alter keltischer Kraftort.Ute Schiran hat ganz dort in der Nähe gelebt und in den späten achtziger-Jahren Rituale auf dem Ipf gemacht.
Diesmal hat es für einen Abstecher nicht gereicht,aber vor ein paar Jahren bin ich mit zwei hündischen Freundinnen dort oben gewesen.
Blogger spinnt grad ein bißchen:ich kann meine Lieblingsschrift nicht verwenden
und das Foto unten war nicht mit Text zu versehen.Deshalb hier :
So sah es heut im Wald aus,wieder total verschneit.
Irgendwie hält sich meine Begeisterung in Grenzen.

Dienstag, 20. Januar 2009

20.1.09

Meine Vorstellung vom Altwerden ist von meinen beiden ganz verschiedenen Großmüttern geprägt,die ich glücklicherweise ziemlich lange und intensiv erleben durfte.

Da war meine Oma Else die Tugendhafte,Mutter meiner Mutter. Eine kleine zarte Frau mit großen dunklen ängstlichen Rehaugen und wahnsinnig geschickten Händen.

Ihr Beruf war Putzmacherin-Hutmacherin. Sie hat sich selbst und ihren beiden Töchtern, sowie uns Enkelkindern und unseren sämtlichen Puppen und Teddybären ,Kleider,Handtaschen und sogar winzige Schuhe aus Handschuhleder für winzige selbstgebastelte winzige Figuren genäht und gebastelt.

Sie ist vollkommen darin aufgegangen andere glücklich zu machen.Irgendwie war da immer ein gestrandetes Haustier,das sie gesundpflegen konnte oder ein Enkelkind,welches sie mit Hingabe verwöhnen oder mit Bastel-oder Malarbeiten von seinem Kummer ablenken konnte.Ihr war nie irgendwas zuviel.

Manchmal wurden wir fünf wilden Enkelkinder wochenlang schamlos von unseren Eltern in den Ferien bei ihr und dem Großvater abgegeben.

Ich hab niemals ein lautes Wort von ihr gehört, sie nie anders als in dezenten, geschmachvollen Kleidern gesehen,sie war niemals beschwipst oder ihre Frisur verstrubelt.

Sogar an dem Tag ,als sie starb, hat sie vorher noch den Haushalt versorgt und das Mittagessen gekocht.

Kurz vor ihrem Tod hat sie mir ein bodenlanges weites Cape genäht aus schwerem schwarzem Mantelstoff,das ist über dreißig Jahre alt und sieht noch wunderbar aus.

Die andere Oma, Mutter meines Vaters hieß Claire, sie wollte nicht Oma genannt werden sondern Mutterle,weil sie sich für’s Omadasein zu jung fühlte.

Sie war groß und stark und laut- und stand immer unter Starkstrohm.

Sie liebte es ihren Haushalt schnell und mit minimalistischen finanziellem und arbeitstechnischem Aufwand zu führen und das gesparte Geld und die gesparte Zeit in der Stadt im Cafe auszugeben,mit ihren Freundinnen und Schwestern oder auf Reisen.

Ich ärgere mich noch heute ,dass ich als bockiger Teenager kein Interesse an ihren Haushaltstipps hatte-die waren echt gut.

Claire hat Bonbonfarben geliebt in ihrer Einrichtung sowie bei ihrer Kleidung. Sie hat auch Hosen getragen und ..“für ihr Alter immer viel zu kurze und zu bunte Röcke.“ …wie meine Mutter ,die sie nicht ausstehen konnte, mißgünstig bemerkte.

Ihr Haar war kupferrot gefärbt- auch mit dreiundachtzig noch.

Sie reiste noch mit siebzig alleine zu Verwandten nach Brasilien und hat ihre kleine Wohnung in Spanien,direkt am Strand, kurz vor ihrem Tod das letzte mal besucht.

Sie hatte immer einen Sprachkurs „Spanisch“ im Einsatz,denn es fuchste sie unendlich,dass sie den Leuten in Spanien nicht all das erzählen konnte was in ihrem Kopf rumspuckte.

Ich kann mich an einige Szenen erinnern,wo sie ein Glas zuviel vom dunklen spanischen Rotwein getrunken hat und dann entweder sehr lustig aber manchmal auch sehr streitlustig geworden ist.

Oma Claire starb mit dreiundachtzig Jahren -ähnlich wie ihr Sohn,mein Vater- an Herzversagen,als sie unten in der S-Bahnstation –immer eilig- die Treppe wieder hochrennen wollte.

Das Leben und Altwerden meiner Großmutter Claire kommt meiner Idealvorstellung ziemlich nahe.