Freitag, 28. Mai 2010

Bär ist tot.
Mein süßes, lustiges, immer gutgelauntes Hundchen musste gestern eingeschläfert
werden,weil ihre Lähmung so fortgeschritten ist,dass sie nicht mehr ohne unsere Hilfe
aufstehen oder laufen konnte.
Wie Gummi waren ihre dicken, einst so kraftvollen Tatzen geworden.
Es gibt Leute,die setzen so einen Hund noch für ein paar Monate in einen Rollwagen.Aber das wollten wir nicht.
Für ihre üblichen Touren durchs Unterholz wäre so ein Ding eh nicht geeignet gewesen.
Als ich sie gestern morgen aus dem Stall holte spürte ich sowas wie eine wissende Trauer aber auch Schmerz.
Sie konnte es nicht fassen,dass ihr Hinterteil so gar nicht mehr funktionierte.
Schade,sie ist nur neun Jahre alt geworden.
Man sagt mir ,das sei erstaunlich alt für einen so großen Hund.
Aber von einer Mischung aus mindestens sieben Rassen hätte ich mir eine längere Lebenszeit erhofft.
Und jammerschade,Wednesday ihre ältere und supergarstige Mutter hat sie überlebt.(Warum hat es nicht andersrum sein können??)
Seltsam,seit mehr als zwanzig Jahren hatte ich IMMER mindestens zwei Hunde.
Ich bin schon sehr traurig.
.

Mittwoch, 26. Mai 2010

von Möchtegerneselzüchtern, Pseudokameltreibern , Walderemiten in Spe und sonstigen Stadtneurotikern handelt meine Gesellschaftsstudie "ein Haus im Wald verkaufen" an der ich momentan schreibe, um die auf meiner Lebensbühne vorgeführten Theaterstückchen festzuhalten und zu verarbeiten...

Tatsächlich hat sich was verändert,seit wir vor achtzehn Jahren unser vorheriges Haus verkauften(eine historische Wassermühle) und unser derzeitiges Haus kauften.

Damals kamen genau drei Interessenten und ein seltsames Paar hat die Mühle dann gekauft:
Er: braungebrutzelter siebzigjähriger Mountainbikefahrer (zu dieser Zeit noch eine Seltenheit),sie: eine vierzigjährige sehr spröde wirkende Bankmanagerin, die gar nicht aus Stuttgart wegziehen wollte.Die Story, sie wären ein Liebespaar, haben sie extra für uns erfunden.
Diese Mühle war meine Heimat,meine Liebe.
In der Stadt aufgewachsen,fühlte ich mich wie am Ende des Regenbogens angekommen, in der Erfüllung meiner Kindheitsträume vom Leben auf dem Lande.
Damals,Ende zwanzig.
Die Bitten meines Mannes,dass er nicht für den Rest seines Lebens der Diener eines
eines uralten renovierungsbedürftigen Hauses bleiben wollte, ignorierte ich zwei Jahre lang.Dann kündigte sich ein Sanierungsbedarf an,der unsere Möglichkeiten weit überstieg.
Viele Jahre hat mich die Vorstellung nicht losgelassen ich könnte irgendwann wenn ich "alt wäre und Geld hätte" wieder in dieses geliebte Mühlhaus ziehen.
Bis ich vor ca drei Jahren noch einmal unverhofft dort an der alten Mühle vorbeikam.
Das Anwesen hatte inzwischen den Besitzer gewechselt.
Offensichtlich bewohnte es jetzt eine Familie,mit Kindern und Pferden,die es verstanden, Haus und Hof so in Schuss zu halten,wie ich es mir nur nur hatte
erträumen können.
Erst bei diesem Anblick konnte ich die alte Mühle loslassen.Jetzt, wo ich wusste,dass das Haus seine Bewohner gefunden hat.

Aber ich bin abgeschweift.Eigentlich wollte ich von dem Edelhippie berichten,der das
Waldhaus zuletzt besichtigt hat:Langer Zopf und freakiges Batikhemd, aber mit einem
sehr teuren Mercedes Wohnmobil dahergefahren kommen.
Er sagte verschwörerisch, das Geld läge bereit und er würde nur zum Vergnügen arbeiten-nicht wegen dem Verdienen,das hätte er nicht nötig.Unser Haus hat seiner Meinung nach nur einen Fehler:man kann die Sonne nicht im Westen untergehen sehen,weil dort ein Berg ist.
Der Sonnenaufgang und die Morgensonne können das nicht ausgleichen.Leider.
Weil er den Garten sehr bezaubernd fand bekam er sogar noch selbstgemachte Maultaschen von uns serviert.

Ich bin trotzdem guter Dinge,dass es ganz bald was wird:eine andere Familie,von Anfang an interessiert, hat inzwischen ihr eigenes Haus verkauft und neue Verhandlungen begonnen.(Leider nicht die entzückende Pferdephysiotherapeutin)

Montag, 10. Mai 2010



Eselfohlen sind die süßesten Tierkinder überhaupt.
Dieses hier ist erst eine gute Woche alt und wahrscheinlich wird es in dieser
kleinen Herde demnächst noch zwei weitere Fohlen geben.


Ahem,das mit dem Selbstauslöser und dem Pferd funktioniert nicht immer so,wie ich mir das vorstelle...


Donnerstag, 6. Mai 2010


Zwei Damen mit rumänischem Akzent(Artistinnen??!!)wollten heute unser Haus anschauen.(Wir haben natürlich wieder mal wie wild geputzt und aufgeräumt.)Bevor sie kamen, fragten sie nochmal nach, wie groß die ebene Fläche,die zum Haus gehört, eigentlich sei.
Sie wollten angeblich Zelte dort aufstellen.ZIRKUSZELTE!!!
Das wurde dann nichts mit dem Besuch,denn wir haben nur Hangwiesen und gar keine ebenen Wiesen.